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Oberbaselbieter Zeitung vom 5. Oktober 2023

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Nr. 40 25. Jahrgang Donnerstag, 5. Oktober 2023

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Ideen zum Umdenken

Wanderausstellung in Liestal: «Sichtbar werden auf dem Schild-Areal». Seite 5

Jugend unter Druck

Zählung der Vögel

Jugendcoach Sarah Zanoni hielt im Marabu einen Vortrag über Belastung im Jugendalter.

Am 23.September startete die bereits 63. Saison auf der Ulmethöchi.

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Ein Juwel in Waldenburg

Begrüssungen

Sabina Droll

Stanislav Nimchuk (Bass) tritt als Bartolo auf die Haushälterin Marcellina (Tetiana Anisimova, Sopran). Der Bariton Mykyta Burtsev aus der Ukraine als Star des Abends in der Rolle des Figaros (mitte) Fotos: Pier-Giuseppe Cacciatori

Anna Herbst in der Rolle der Gräfin Almavia, ihr gegenüber der moldavische Bariton Veaceslav Timofti als Graf Almviva.

magisch – die zeitgerechten Kostüme, die Akustik, die Choreografie, die Schauspielerei, alles stimmte und man fühlte sich zurückgesandt zu Mozart’s Zeiten. Verzückung machte sich sichtlich breit. Vielleicht war es gerade die Nähe der Künstler zum mitfiebernden Publikum, auch die (leider) heimelige Anzahl Gäste, welche diesen Abend besonders prägte. Es war beileibe kein Gross-Event der heutigen Art – war es damals, als Mozart wirkte auch nicht. Und genau das war die zusätzliche Komponente, die aus einem in der heutigen Zeit eher als Standard gehandeltem Werk das Spezielle

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Kolumne

Oper «Le nozze di Figaro» am Classic Festival Waldenburg 2023

Vier Tage lang dauerte das erste Classic Festival in Waldenburg, das vom Kulturclub Kirschgarten ins Leben gerufen wurde. Dazu wurde der Chorraum der Kirche Waldenburg zur Bühne umfunktioniert, denn sämtliche Konzerte fanden in diesem Gebetshaus statt. Mit Mozarts weltberühmter Oper «Le nozze di Figaro» wurde das Festival eröffnet. Die Oper ist ein italienisches, fintenreiches Singspiel in vier Akten. Es geht um allerlei Liebes-Irrungen im Palast des Grafen Almaviva und ist voller Turbulenzen. Handlungsort ist Spanien (Sevilla). Am Dirigentenpult stand Nazar Yakobenchuk aus der Ukraine. Das wohl kleinste Orchester, «Lemberg’s Virtuosen», folgte ihm drei Stunden lang und liess schon nach den ersten Takten aufhorchen. Eindrücklich, gar genial, wurde mit der Kleinstbesetzung von Violinen, Viola, Cello, Kontrabass, Horn, Oboe, Querflöte, Piano und Pauken die gesamte musikalische Aussagekraft abgedeckt. All die Musiker/-innen sind junge Solist/-innen und Preisträger/ -innen diverser Musikwettbewerbe und hatten das Gespür, die richtigen Töne für die dramatischen, melancholischen, erotischen und verletzenden Gefühle zu finden, eben für die Opera buffa. Mit der Ouvertüre als «Vorwegnahme» der Handlung wurde gleich der erste Glanzpunkt des Abends gesetzt. Als danach die eigentliche Aufführung «Le nozze di Figaro» ihren vollen Lauf nahm, die Bühne von den Sänger/ -innen mit zeitweise ausserordentlichem schauspielerischem Können und Originalkostümen gestürmt wurde, waren wohl sämtliche Zweifel an der Qualität des Abends zerschlagen. Er wurde

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hervorzauberte, nämlich die Überschaubarkeit, Nähe und Unterhaltung wie damals, als Musiker/-innen ihre Kunst an Hof- und Hauskonzerten anboten. Dass die Aufführung ein derart künstlerischer und unterhaltsamer Leckerbissen würde, wagte man im Vorfeld kaum zu erträumen. Zu stark hatte man sich wohl passiv von der Provinzialität und der Besetzung aus Unbekannt beeinflussen lassen – « Le nozze di Figaro», ein Paradepferd der klassischen Oper, sonst aufgeführt an den renommiertesten Opernhäusern dieser Welt. Und nun in Waldenburg! Fortsetzung auf Seite 3

Vor noch nicht so langer Zeit lag die Schweizer Gastrobranche vom Virus geschlagen am Boden. Der Staat ordnete Zwangsschliessungen an und in der Folge blieben natürlich auch die Gäste aus. Mit guten und neuen Ideen zeigten gewisse Gastronomen ihre Innovationskraft. Man lieferte den Gästen das Essen nach Hause oder sie konnten ihr Menü abholen. Nur essen im Lokal war nicht erlaubt. Es entstanden auch Küchen, die für mehrere Auftraggeber kochten. Diese wiederum verkauften und lieferten ihr Angebot. Jeder Player besetzte die Nische, die er beherrschte. Personalabbau war aber unumgänglich. Die Leute suchten sich neue Jobs. Oft waren diese sogar besser bezahlt und mit angenehmeren Arbeitsbedingungen verbunden. Jetzt läuft das Geschäft wieder. Die Gäste stehen in guten Restaurants Schlange oder warten Wochen, bis sie einen Tisch bekommen. Das gute Personal kommt aber nicht so schnell wieder zurück, wie es gegangen ist. Wer jetzt gegen den Strom schwimmt, hat gute berufliche Perspektiven in einer von den Kunden wieder sehr geschätzten Branche. Sie blüht wie schon lange nicht mehr. Fabienne Ballmer, Präsidentin von Gastro Baselland, riet den jungen Fachleuten an der Lehrabschlussfeier, die sich bietenden Gelegenheiten zu nutzen, denn ihnen stehet nun die Welt offen. Es gibt kaum einen Beruf, den man weltweit in jedem Land ausüben kann und der einem immer wieder Neues bietet. Sprachen, andere Länder und Kulturen können gelernt und erlebt werden. Es entstehen Eindrücke und Erfahrungen, an die man sich ein Leben lang erinnert. Beat Eglin

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