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Donnerstag, 17. August 2023 | Nr. 33 | 84. Jahrgang
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Auch die ersten Zwetschgen (Sorte Cacaks) sind erntereif. Konrad Vogt steht vor einem der vielen Zwetschenbäume des Betriebs.
Nein, für einen vielseitigen Obstkorb reichen die ersten Äpfel, Birnen und Zwetschgen noch nicht. Aber sie sind da: die ersten Boten einer unglaublichen Vielfalt an Früchten. Nicht irgendwo im Gewächshaus gepflückt, sondern frisch vom Hof. Traditionell Mitte August öffnet Vogtobst in Grenchen die Tore des Hofladens und verkauft die ersten Sommerfrüchte.
Bild: Joseph Weibel
JOSEPH WEIBEL
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Konrad Vogt zeigt auf die Kiste mit den Gravensteiner Äpfeln, daneben liegen die Ambassy und in der Ein-Kilogramm-Schachtel feine Cacaks, die ersten Zwetschgen vom Baum. Auch die ersten Birnen sind da: Williamsbirnen. Bei den Zwetschgen – rund 2000 Sorten sind weltweit bekannt – baut Vogtobst einen gestaffelten Sortenmix an. «So haben wir von August bis Ende September immer Zwetschgen im Sortiment», erklärt Konrad Vogt, der den Grenchner Betrieb in vierter Generation führt. Daneben gibt es im Laden noch viele Einmachprodukte: Essig, Öl, Konfitüre, Honig, Sirup und Edelbrände. Die Grundprodukte dafür stammen hauptsächlich aus eigener Produktion. Eine Kundin will wissen, wie der Ambassy schmeckt. Er sei eher süss als sauer, schmecke nachhaltig mild. Auch der Gravensteiner ist ein typischer Sommerapfel. Äpfel und Birnen gibt es
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fast das ganze Jahr über. Während sich die frühen Sorten nicht zur Lagerung eignen, sind die späteren Sorten bei guter Lagerung noch Monate später schmackhaft. Eine Pause gibt es eigentlich nur von Mitte Juni und Juli. Dann ist auch der Hofladen der Vogts geschlossen. Auf dem Hof ist natürlich immer etwas los. Allein der Obstanbau erstreckt sich über drei Hektar. Konrad Vogt will nicht klagen: «Der Frühling war dieses Jahr speziell. Erst trocken und kalt, dann ab der zweiten Aprilwoche immer wieder Regen.» Das sei nicht optimal, denn genau in dieser Zeit sei Blütezeit. Aber zwischen den Regenperioden habe sich immer wieder die Sonne ge-
zeigt. Die erste Ernte, aber auch die späte Ernte stimmen den erfahrenen Obstbauern optimistisch. «Ich denke, dass wir auch im Herbst eine gute Ausbeute haben werden.» Darauf kann man sich schon freuen, wenn Vogtobst zum traditionellen Obsttag einlädt. «Wir haben uns wieder einiges einfallen lassen», verrät Konrad Vogt. Die ersten Sommerfrüchte können bei Vogtobst (Jurastrasse 115 in Grenchen) im Selbstbedienungs-Hofladen von Montag bis Samstag (8 bis 18.30 Uhr) gekauft werden.
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