DONNERSTAG, 10. AUGUST 2023
LENZBURGER WOCHE
Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.
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SALZKORN Die Suche nach dem Fressnapf
Komfort-Bett «Lift»
Lift hilft Ihnen das Aufstehen vom Bett & Pflegen in gerader Position Führte über fünf Jahre die «Crêperie aux Etoiles»: Gastronomin Anita Barth.
Foto: Romi Schmid
Crêperie schliesst ihre Türen Lenzburg Mit feinen Crêpes und hauchdünnen Galettes lässt sich in der Aavorstadt seit fünf Jahren Frankreich-Flair geniessen. Nun heisst es Abschied nehmen von der einzigen Crêperie in Lenzburg. ■
Restaurant
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ROMI SCHMID
Seit fünf Jahren bereitet Anita Barth in der «Crêperie aux Etoiles» Crêpes, Galettes, Waffeln und viele weitere Spezialitäten aus dem westlichen Nachbarland zu und bringt damit etwas «savoir vivre» nach Lenzburg. Nun heisst es: Noch dieser Sommer, dann ist Schluss. Anita Barth schliesst die Crêperie Ende September. Grund dafür ist nicht nur der allgemein grassierende Fachkräftemangel, verrät Barth im Garten der Crêperie, einer kleinen Oase mit mediterranem Sommerflor, sondern weil die Zeit reif ist für Veränderungen. «Die vergangenen fünfeinhalb Jahre waren wundervoll, aber nun ist es Zeit für etwas Neues»,
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so Barth. Die 57-Jährige steckt voller Tatendrang. Ursprünglich gelernte Krankenschwester, liess sich Anita Barth in einem renommierten Hotel in Graubünden zum Koch ausbilden. Weiterbildungen in der Ernährungsberatung und Naturheilkunde folgten. Im Januar 2018 eröffnete die vierfache Mutter aus Staufen dann die «Crêperie aux Etoiles» in der Aavorstadt 23. «Die Kinder sind selbstständig geworden, plötzlich war da Raum für Neues. Ein eigenes Restaurant zu eröffnen und ein Hauch von Frankreich nach Lenzburg zu bringen, war eine neue Herausforderung, der ich mich gern stellte», erinnert sie sich. Der Schritt in die Selbstständigkeit sei eine tolle Erfahrung gewesen – trotz der vielen Arbeit. «Ich arbeite gern von früh bis spät. Wäre ich einige Jahre jünger, würde ich mich gleich wieder entscheiden, mich selbstständig zu machen», so Barth. Nun, mit mittlerweile drei Enkeln, sei es aber an der Zeit, die Prioritäten wieder dorthin zu legen, wo sie vor der Eröffnung gelegen hatten: auf die Familie. «Ich werde weiterhin meine
Passion leben und kochen», so Barth. Nur nicht im eigenen Restaurant, sondern bei der im März dieses Jahres neu eröffneten «Kita Staufen», deren Betreiberin Tochter Dominique ist. Ich freue mich sehr, für die vielen kleinen Gäste frisches und gesundes Essen zu kochen und ihr Interesse am Kochen zu fördern», sagt Barth und fügt an: «Die vergangenen Jahre waren toll. Ich danke allen Stammgästen und insbesondere meinem tollen Team für die wertvolle Unterstützung», so Barth. Wie es mit den altehrwürdigen Räumlichkeiten im markanten Gasthaus in der Aavorstadt 23 weitergeht, steht nicht in den Sternen: ein Nachmieter ist laut Barth bereits gefunden. Aber: «mehr wird aktuell noch nicht verraten», so Barth. Fakt ist: Das Wirtshaus hat in der Lenzburger Wirtschafts-Geschichte schon viele Kapitel geschrieben. Vom Sternen – einst Taverne, später Hotel mit Restaurant – über den beliebten PickWick-Pub bis zum portugiesischen Spezialitätenrestaurant. Nun folgt nach der Schliessung der Crêperie ein weiteres Kapitel.
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Zum ersten und letzten Mal in der aktuellen Funktion habe ich drei Wochen Ferien am Stück – und geniesse es. Das Leben ausserhalb der gewohnten Abläufe Fritz Thut birgt aber auch Herausforderungen. Nicht nur, dass dieses «Salzkorn» in einem Hotelzimmer mit Blick aufs Meer auf einer eigens angeschafften Hilfstastatur auf dem kleinen Handy-Bildschirm erfasst wird, nein, auch die tägliche Suche nach dem passenden Fressnapf sorgt hie und da für Kopfzerbrechen. Wo gibt es heute Znacht? Was? Wie viel? Warum? Und wer reserviert in der Beiz? Viele Fragen. Die im Verlaufe eines Ferientages mehrmals gestellt, verworfen und neu diskutiert werden. Die erste Ferienwoche war diesbezüglich noch recht einfach. Es gab Familienferien im Engadin. Wobei Familie hier massiv untertrieben ist, denn die ganze Sippschaft meiner Frau feierte den runden Geburtstag ihrer Tante während einer Woche im Ferienhaus der Stadt Lenzburg in Samedan. In den von den Lenzburger Schulklassen eher gemiedenen Räumlichkeiten sorgte jeden Abend ein anderes Paar für die Verpflegung. Also nur einmal überlegen, was auf die Tische kommt. Pouletgeschnetzeltes mit Currysauce für 16 Personen in ungewohnter Lager-Umgebung zu kochen ist für einen militanten Campingverweigerer kein Honiglecken. Kam aber in der Gruppe recht gut an. In der zweiten Woche ging es mit Sohn Nummer 2 in den Norden. Das war schon diffiziler. Rundherum lauter Meer, aber die entsprechenden Früchte stossen nicht auf pure Gegenliebe. Hotdog gabs so zweimal, mal am Deli-Kiosk in der Hauptstadt, mal vor der Holzhütte auf der einsamen Vogelinsel im Anblick zweier Papageientaucher. Die weltweit hoch gelobte «Nordische Küche» gab es allerdings auch. Allerdings «nur» den Fünfgänger im Restaurant einer talentierten Jungchefin und nicht den Vierzehngänger beim Zwei-Sterne-Koch. Diese Woche wird noch einfacher. Mit der Gattin am Fusse des Matterhorns ist Halbpension angesagt. Da fallen viele Diskussionen weg. Fritz Thut, Redaktionsleiter
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