Nr. 28 25. Jahrgang Donnerstag, 13. Juli 2023
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Schweizermeisterin
Nächtliche Aktion
Rahel Bischofberger stand am Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest zuoberst auf dem Podest. Seite 7
Für das 700-JahrJubiläum wurde auf dem Büchel in Zunzgen heimlich eine Burg gebaut. Seite 14
Freude und Leidenschaft
Die Musikschule beider Frenkentäler feierte dieses Jahr mit vielen Konzerten ihr 40-JahrJubiläum. Seite 17
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Hölstein
Neues Parkkonzept im Ebenrain
Plötzlich wieder Kind
Beat Eglin
Aussicht zum grossen Weiher mit der Sissacherfluh im Hintergrund.
Blick vom Schlosshof in den Park.
Baumgruppen und Einzelbäumen. Es sollen sich immer wieder neue Blicke eröffnen. Einen Schwerpunkt bildet die grossartige Allee. Sie ist nicht eben, sondern gewölbt. Die Bäume waren einst so geschnitten, dass der Himmel sichtbar war. Am Anfang des Weges ist dieses noch nicht sichtbar. Mit der Annäherung erscheint es immer mehr im Blickfeld des Besuchers. Mit der Parkentwicklung will man nichts Neues erfinden. Die Gestalter werden nahtlos an das Bestehende anknüpfen. Verschiedene Atmosphären von wild bis gepflegt sollen unterschiedliche Stimmungen vermitteln. Die Mähmaschine schneidet neue Wege ins Gras, und beim Teich soll ein Steg über den
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Kolumne
Sissach Die Denkmalpflege will den Schlosspark erhalten und entwickeln
Wenn man sich dem Ebenrainschloss nähert, entdeckt man hohe Stangen, die einen Neu- oder Anbau markieren. Wird das alte Bauwerk abgerissen oder umgebaut? Nichts dergleichen. Die Masten gehören zur Freiluft-Kunstausstellung. Pläne gibt es aber für eine sanfte Umgestaltung des grossen und für die Öffentlichkeit zugängigen Parks. Lukas Kilcher, Leiter des Ebenrain, informierte über die vielfältige Nutzung von Schloss und Park für Kultur, Kurse und öffentliche Anlässe. «Der Park ist auch ein Erholungsort für das Ebenrainteam. Zudem ist er für das Publikum immer zugänglich», sagte er. Seit dem Bau von Schloss und Park im 18. Jahrhundert durch den Basler Seidenbandfabrikanten Martin Bachofen hatte das Anwesen verschiedene Besitzer. Die barocke Gartenanlage mit Allee ist heute öffentlich. Erste Umgestaltungen erfolgten schon um 1800. Die Tendenz ging damals in Richtung Landschaftsgarten. Trotz weiterer Anpassungen blieben die Allee und der Perimeter bis heute erhalten. Das 1995 erstellte Parkpflegewerk dient immer noch als Grundlage für den Unterhalt des Parks. Die unterschiedlichen Nutzer, Veranstaltungen und Ökologie sind wichtigste Punkte. Gleichzeitig wurde eine botanische und ökologische Aufnahme der Fläche erstellt. Es sind spezielle Pflanzengesellschaften vorhanden, die sich über die Jahre entwickeln konnten. Wichtig dabei ist, dass nicht gedüngt wird. Stolz ist man auf die zweitälteste Baumallee in der Schweiz. Auf Basis der Analysen wurde ein Leitbild erarbeitet, das den idealen Zustand zeigt. Entstehen soll ein Wegkonzept im Wechselspiel mit offenen Räumen,
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Fotos: B. Eglin
Bach entstehen. Mehr Diversität bewirkt eine optische Verbesserung. Im historischen Obstgarten wird nicht überall gemäht. Durch natürliche Versamung soll ein neues Pflanzenbild entstehen. «Das wichtigste Werkzeug in einem Park ist die Axt», sagten die alten Parkpfleger. Eingriffe sollten aber so gemacht werden, dass die nicht auffallen, ist die heutige Devise. Die alten Allee-Linden mussten teilweise ersetzt werden. Als Ersatz werden Platanen gepflanzt. Die baulichen Massnahmen erfolgen sanft und für die Besucher fast unmerklich. So werden die neuen Graswege und die Brücke wenig auffallen. Der zeitliche Ablauf ist noch ungewiss.
Flavia praktiziert Yoga am Strand in Kroatien. Jenni schickt Fotos aus den Walliser Familienferien. Annemie kraxelt in Bolivien auf einen Vulkan. Und Lea grüsst aus Bern vom «Aareschwumm». So manchen Feriengruss aus nah und fern erhielt ich in den letzten Wochen. Selber mache ich im Juli jedoch nie Ferien – eine Foto hab ich meinen Freundinnen trotzdem zurückgeschickt: nicht von der Arbeit, sondern von der Abendsmatt ob Niederdorf. Ich suchte und fand die Erholung am freien Wochenende auf dem Liegestuhl im elterlichen Garten. Den ganzen Tag verbrachte ich dort, entfloh der städtischen Hitze aufs Land und genoss dort wie früher die Ruhe und die Abkühlung. Die Stimmung auf dem Abendspaziergang mit meiner Mutter und die Aussicht samt Sonnenuntergang – wunderbar. Wir liefen zuerst durchs Quartier, ins Dorf hinab, danach durchs Buechewäldeli. Da war ich gefühlt ewig nicht gewesen und – zack! – fühlte ich mich in die Kindheit zurückversetzt. Sah mich als Primarschülerin, die nach Kaulquappen Ausschau hält, wenn wir mit Frau Speich und Frau Weber Exkursionen an den Zwüscheflüeweiher machten. Schöne Zeiten waren das. Auf dem Spaziergang kommen viele schöne Erinnerungen an die Kindheit in Niederdorf hoch, und ich fühle mich mit dem Ort, wo ich aufwuchs, gerade sehr verbunden. Ferien sind schön, aber solch ein Ausflug in die Kindheit an zwei freien Tagen ist mindestens genauso besonders. Denn wie hiess es bei Goethe? «Willst du immer weiter schweifen, sieh, das Gute liegt so nah.» Seraina Degen
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