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Oberbaselbieter Zeitung vom 6. Juli 2023

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STADT.LAND. STROM.

Nr. 27 25. Jahrgang Donnerstag, 6. Juli 2023

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Die Wochenzeitung für das obere Baselbiet GZA/P.P.A 4410 Liestal Post CH AG redaktion.obz@chmedia.ch • 061 927 29 00 • inserate.obz@chmedia.ch • 061 927 26 70

Freudiger Spatenstich

14. Jazz uf em Strich

Im Schulheim Röserental können bald alle Jugendlichen in Einzelzimmern wohnen.

Freikonzert im Gerstel

In Sissach zeigten junge Musiker/innen der Regionalen Musikschule auf der Bühne ihr Können. Seite 11

Seite 6

Verhelfen Sie unseren Vögeln zu einem guten Start ins Leben!

Die Musikgemeinschaft (OWL) Oberdorf, Waldenburg und Langenbruck begeisterten das Publikum. Seite 14

Vogelwarte Sempach IBAN: CH47 0900 0000 6000 2316 1

Ehrentag fürs «Chirsi»

Kolumne Das Missverständnis

Liestal Gemütliches Fest für die Baselbieter Königin

URSULA ROTH

Im Röserental mitten in der herrlichen Natur feierten «Chirsiliebhaber/-innen» am letzten Samstag den Tag der Baselbieter Kirsche. Eingeladen zum «Chirsifescht 2023» hatten die Baselbieter Obstproduzenten. Viele Attraktionen lockten Gross und Klein auf den Festplatz. Als Erstes unterhielt die Regionale Musikschule Liestal die Besucher. Die Schüler der Saxofonklasse von Sascha Schönhaus und Schülerinnen und Schüler der Gesangsklasse von Nicole Wehrli sorgten für einen schönen Einstieg zum Fest. Ein grosses Herz für Kinder hatten die «Zaubersocken». Mit ihren tollen Tricks brachten sie das Publikum zum Staunen und Lachen. Dominik, Nico und Omini traten mit ihrem Familienzauberprogramm «BAFF!» auf. Vier zauberhafte Ponys aus dem Tierpark Weihermätteli führten Kinder zu einem Ritt aus. Ein Sandkuchen oder eine Burg, je nach Lust und Laune, durften die ganz Kleinen im speziellen Sandkasten bauen und hatten sichtlich grossen Spass. Von schnatternden Enten, vom Hasen und dem Hund aus der grossen Stadt sang Bruno Hächler aus Winterthur nebst anderen lustigen Liedern. Die Kinder klatschten fröhlich mit. Allerhand Speis und Trank wurde rundum angeboten. Natürlich gab’s auch feine Kirschen zum Kaufen. Viel Wissenswertes über den Kirschenanbau Dass sehr viel Arbeit und Wissen hinter dem Anbau von Kirschbäumen steckt, erklärte Dr. Ing. Agronom Franco Weibel, Ressort Spezialkulturen vom Ebenrain Zentrum. Circa 60 Sorten werden

«Höckle und gniesse» beim grossen Festzelt.

Beat Sprenger (r.) erklärt Besuchern auf der «Chirsisafari» viel Wissenswertes.

Fotos: U. Roth

im Baselbiet angebaut. Damit die Kirschen von den Handelsbetrieben abgenommen werden, müssen sie der von ihnen ausgearbeiteten Liste folgen. Grösse, Weichheit, Sorte und Saftigkeit müssen stimmen. Erst nach zwölf bis 16 Jahren ergibt sich aus den angepflanzten Kirschbäumen ein voller Ertrag. Eine Pflanzenschutzstrategie-Liste, die von Spezialisten vom Ebenrain ausgearbeitet wurde, zeigt auf, wie, wann und mit was die Kirsche gespritzt werden darf. So die Aussagen von Franco Weibel. Ein grosses Wissen steckt also hinter der kleinen prallen Frucht. Das bestätigt

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auch Marcel Itin, Meisterlandwirt aus Ormalingen der mit seinen Kindern zum Fest kam. Beat Sprenger, ebenfalls Kirschenproduzent, aus Wintersingen, führte interessierte Besucher an der «Chirsisafari» durch die Plantage. Selbstverständlich durften die prallen reifen Kirschen direkt in der Kirschenanlage gepflückt und probiert werden. Am Abend wurde auf dem Festplatz nochmals zünftig aufgedreht. Mit der Sängerin Mira Lora, den Sängern Zian und Bligg fand der «Chirsitag» einen krönenden Abschluss.

Vor kurzem waren wir auf dem Rand des beeindruckenden Creux du Van, das ist ein Talkessel nahe des Ortes Noiraige (NE). Der Name bedeutet nicht etwa «der hohle Van» oder «die Delle des Vans», vielmehr leitet er sich vom Wort «le van» ab, was Kornschwinge oder Worfel bedeutet. Das ist eine runde Wanne zur Trennung von Partikeln beim Getreideworfeln. Auf der Aussichtsplattform begegnete uns eine Dame. Es stellte sich heraus, dass sie im selben Hotel in Yverdon-les-Bains genächtigt hatte, in dem wir zu übernachten gedachten. Sie warnte uns vor dem Essen, das nicht sehr gut sei. Sie hätten versucht, woanders zu essen, aber in Yverdon gebe es offenbar keine guten Restaurants. Sie seien dann einem Hinweis im Netz gefolgt, der sie nach Les Pins geführt habe. Aber das sei nur ein Campingplatz gewesen. Als wir am Samstag durch Yverdon schlenderten, fielen uns die vielen Restaurants auf. Wir suchten also selbst im Internet, und uns wurde das Restaurant La Pinte empfohlen. Aha, dachte ich, Les Pins – La Pinte; da erlag die Dame vom Creux du Van offenbar einem Missverständnis. Wir reservierten also im La Pinte einen Tisch und waren mit dem Essen hochzufrieden. Die Bedienung war aufmerksam, es gab ein Amuse-Bouche und ich ass nach langer Zeit wieder einmal hervorragende Kalbsnieren an Senfsauce. Wir amüsierten uns über die Leute, die Yverdon, die angeblich kulinarische Wüste, enttäuscht verlassen hatten. Auch im Internet gilt: Man muss eben die richtigen Fragen stellen und genau hinschauen.

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