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Oberbaselbieter Zeitung vom 22. Juni 2023

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Nr. 25 25. Jahrgang Donnerstag, 22. Juni 2023

Immobilien Liestal

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Das Jugendtheater Baselland leuchtet das Gefühlsspektrum junger Menschen aus. Seite 5

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Das Sinfonieorchester Gelterkinden konzertierte in der voll besetzen katholischen Kirche. Seite 12

Zauber der Musik

Die Musikschule beider Frenkentäler feierte ihr 40-Jahr-Jubiläum mit einem Gala-Konzert.

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Seite 17

Legenden der Rockmusik im Marabu

Kolumne Klick!

Gelterkinden «Rock Classics» mit dem Konzertchor Oberbaselbiet und den Moody Tunes Sabina Droll

Mit ihrem Auftritt im neu sanierten Marabu Gelterkinden machte der Konzertchor Oberbaselbiet am Samstagabend einen Abstecher in die Rockmusik. Das Publikum, mehrheitlich Stammgäste, war ganz Ohr auf den Gesang, der da kommen und das Marabu zum Kochen bringen sollte. Dirigent Marco Beltrani – er leitet den Chor seit nun zehn Jahren mit viel Elan – oblag zugleich die Moderation des Abends, derweil die Moody Tunes in einer Dreierformation durch die musikalische Begleitung begeisterte. Die Spielfreude stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Sodann kamen «Perlen der Rockmusik», wie Beltrani sie bezeichnete, zu Gehör, und zwar aus den 70er- bis 80erJahren. Stücke von Rockgrössen wie Queen, Toto, Cyndi Lauper, Billy Joel, Bon Jovi und anderen mehr wurden arrangiert. Beltrani gab zu bedenken, dass es für den Chor eine rechte Herausforderung war, sich den mehrstimmigen und anspruchsvollen Arrangements zu stellen. Denn auf den ersten Eindruck passen Rock- und Chormusik nicht zusammen. Persönlicher Bekanntheitsgrad der Songs und zum Teil schwierige Rhythmen spielen dabei eine erhebliche Rolle. Bereit für die Premiere betrat die bunte Sängerschaft die Bühne in lässigen Jeans und T-Shirts, auf denen die eine oder andere Legende der Musikszene wie AC/DC, Freddie Mercury, Scorpions usw. abzulesen war, womit sie ein fröhliches, passendes Chorbild abgaben. Mit «Livin’ On A Prayer» von Bon Jovi wurde schon mal ein erster prägender Song zurückgeholt. Gefolgt von Bob Dylans «To Make You Feel My Love» aus dem Jahre 1996. Kurioserweise inter-

Chorleiter Marco Beltrani fordert sein Publikum zum Mitsingen auf.

Bandleader Christian Müller (Querflöte).

STADT.LAND. STROM.

pretierte Billy Joel das Lied für sein Album «Greatest Hits Volume III», dies noch bevor Dylans «Time Out Of Mind» im August veröffentlich wurde. Leidenschaftlicher Chorgesang und virtuose Musiker (Christian Müller, Sax, Gitarre und Querflöte; Johannes Gutfleisch, Schlagzeug; Bettina Urfer, EPiano) sowie die Licht- und Tontechnik erzeugten eine Atmosphäre, die das Publikum genoss, dennoch erreichte der Chor die «Betriebstemperatur», die das Marabu zum Kochen bringen sollte, zu Beginn nicht ganz. Die volle Qualität des Chores zeigte sich erstaunlicherweise im Stück «True Colors» von Cyndi Lauper – eine mehrstimmige Komposition,

Fotos: Pier-Giuseppe Cacciatori

die a cappella vorgetragen wurde, träumerisch nachhallte und die Seele schweben liess. Im Verlaufe der weiteren Darbietungen kamen auch rein instrumentale Stücke zur Aufführung. Ganz besonders im Medley («I Am What I Am», Gloria Gaynor – «Voulez-Vous», ABBA – «Fame», Irene Cara – September) kam der Dreierklang aus Gitarre, Sax oder Querflöte, Schlagzeug und EPiano zur Geltung und Bandleader Müller verzückte mit fantastischen Querflöteneinlagen. Bei der Zugabe wurde das Publikum im Refrain von «W. Nuss vo Bümpliz» von Patent Ochsner miteinbezogen. Alles in allem ein unterhaltsamer Abend.

Klick, machts, wenn die Fernbedienung den Kanal wechselt. Klick ist eine Komödie in der Adam Sandler mit einer geheimnisvollen Fernbedienung die Welt zum Stehen bringt. Wir könnten so den kläffenden Hund verstummen lassen oder die Ampeln immer auf Grün schalten. Den lichthupenden Porsche lassen wir mit einem Klick stehen. Da wird sogar das Einkaufen kurz vor Ladenschluss zum Vergnügen. Klick! Die Schlange an der Kasse steht. Man könnte verrückte Dinge damit anstellen. Vielleicht einen Blick in den Tresorraum einer Bank werfen. Oder nur mit einer grünen Zipfelmütze bekleidet ins Theater gehen? Statt langweilige Mitarbeitergespräche zu führen, einfach stoppen oder gleich löschen. Mit einem Klick könnte das Leben angenehmer werden. Ich weiss was ihn Ihren Köpfen vorgeht. Sie überlegen, was und wen Sie mit dieser Fernbedienung manipulieren könnten. Die Schwiegermutter steht wahrscheinlich schon seit Stunden frierend vor ihrer Türe. Ihr Chef sitzt schon seit Tagen mit dem Hörer in der Hand hinter dem Schreibtisch und kann nicht fragen, wie lange sie noch krank sind. So spassig diese Fernbedienung auch wäre, würden wir ausschliesslich für uns selbst klicken? Wir könnten in Kriegsgebieten klicken was das Zeugs hält. Keine Rakete würde mehr fliegen und keine Kanone würde mehr schiessen. Wir könnten in Spitälern mit einem Klick Krankheiten aufhalten, den ersten Kuss in die Verlängerung schicken oder den Hunger auf der Welt stoppen. Sie besitzen keine Fernbedienung? Dann tuts auch der gesunde Menschenverstand. Claude Lachat

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