DONNERSTAG, 8. JUNI 2023
LENZBURGER WOCHE
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Ablösung: Karin Leuthard übernimmt das Präsidium des Vereins Operette von Marc Frey.
Neue Operetten-Präsidentin Möriken-Wildegg An der Generalversammlung der Operette Möriken wurde Karin Leuthard zur Nachfolgerin von Marc Frey als Präsidentin gewählt. ■
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s wird ein Abschied auf Raten: Marc Frey trat zwar als Präsident der Operette zurück, bleibt jedoch Produktionsleiter der Operette «Eine Nacht in Venedig», die am 21. Oktober Premiere feiern wird. Das Operettenfieber hat Marc Frey gepackt, als er 1977 als 18-Jähriger zum ersten Mal auf der Bühne stand. Und es hat ihn nicht mehr losgelassen. Im Chor, in mehreren kleineren und auch grösseren Rollen, im Vorstand der Operette, als Marketingchef und bereits fünfmal als Produktionsleiter hat er viel Herzblut investiert. Ihm seien peppige Operetten zu verdanken, er habe es verstanden, junge Leute für diese Art der Musik zu begeis-
tern, lobte die frisch gewählte Präsidentin Karin Leuthard in einem amüsanten Rückblick auf sein Wirken unter dem Titel «Marc, der Operettige». Bisher war der Präsident der Operette jeweils gleichzeitig auch Produktionsleiter. Mit der jetzigen Lösung ist Marc Frey von den Aufgaben des Präsidenten entlastet und kann sich voll auf «Eine Nacht in Venedig» konzentrieren. Anschliessend wird ein Nachfolger für die Produktionsleitung gesucht. Der Jahresrückblick fiel für einmal sehr kurz aus, denn ausser Sitzungen gab es einen einzigen Anlass, an dem sich die Mitglieder zum gemeinsamen Singen und gemütlichen Grillieren trafen.
Die neue Produktion steht
«Eine so lange Vorbereitungszeit gab es noch nie», erklärte Marc Frey. 2020 war schon alles bereit für «Eine Nacht in Venedig», bevor Corona den Operettenfreunden einen Strich durch die Rechnung machte. Jetzt, drei Jahre später, kann praktisch alles wie damals geplant übernommen werden, abgesehen von einigen wenigen Änderungen.
Simon Burkhalter wird Regie führen und die Operettenbesucher mit einem Bühnenbild überraschen, das mit einer Drehbühne, verschiedenen Ebenen und einigen Treppen für spannende Szenenwechsel sorgt. Die musikalische Co-Leitung liegt in den Händen von Renato Botti und Ramin Abbassi. Zusammen mit den Solisten und dem Orchester sorgen Gizella Erdös (Choreografie), Manon Criblez (Kostüme), Fredi Schmid und Team (Maske), Beata Wetli (Korrepetitorin) und Andreas Binder (Arrangeur) für eine rundum gelungene Aufführung. «Alles ist voll auf Laufen», bestätigte Produktionsleiter Frey. Das Ziel ist klar: eine super Auslastung. Im Vorverkauf erlaubt ein neues Online-System nicht nur die platzgenaue Reservierung, sondern auch den Ausdruck der Karten direkt zu Hause. Natürlich ist auch eine telefonische Reservierung weiterhin möglich. ■
«Eine Nacht in Venedig». Operette von Johann Strauss. 20 Aufführungen vom 21. Oktober bis 1. Dezember im Gemeindesaal Möriken. – Vorverkauf ab 1. Juli. – Internet: www.operette.ch.
HEIZUNGS-PROFI
Mein Manko ist klar: Ich kann kein Instrument spielen. Das bedeutet nicht, dass ich nicht gerne Musik habe. Im Gegenteil. Die Ohren sind gut in Betrieb. WeFritz Thut nigstens grundsätzlich. Vor Jahren musste ich mich wegen Tinnitus behandeln lassen. Das Ohrensausen ist kaum heilbar, aber den Tipp, mich mit Musik abzulenken, habe ich umgesetzt. Im Grossraumbüro war die Akzeptanz der permanenten Bedudelung mit Radiomusik etwas eingeschränkt. Ob’s am Sender – SRF 2 Kultur mit seinem Schwerpunkt bei E-Musik – lag? Aber eben: Ich liebe klassische Musik. Pop- und Schlager-Mainstream sind mir ein Greuel. Und die Wissenschaft gibt mir offensichtlich recht: Wie verschiedene Studien belegen, ist Musikhören generell gesund; mindestens 78 Minuten pro Tag sind empfohlen. Bei mir kommt natürlich ein Mehrfaches zusammen. Und der klassischen Musik wird «besonders starke Heilkraft bei vielen psychischen und körperlichen Krankheiten» attestiert. Die Wissenschaft hat sogar Erklärungen gefunden, wie das Musikhören wirkt: Es regt die sogenannte Neuroplastizität an, also die Fähigkeit des Gehirns, ein Leben lang seine Strukturen ändern zu können. Das Hören von entspannter Musik könne den Blutdruck und die Atemfrequenz deutlich senken, wodurch automatisch Stress abgebaut und Ängste minimiert werden. Klassische Musik hat gemäss einer andern Studie günstigen Einfluss bei Menschen mit Depressionen oder HerzKreislauf-Erkrankungen. Verdi, Grieg, Schostakowitsch und Co. wirkten konzentrationssteigernd, förderten Merkfähigkeit, Kreativität und Tatkraft. Hirnleistung und Immunsystem würden positiv beeinflusst. Eine Supermedizin, die bei mir meistens anschlägt, vor allem weil ich Klassik auch gerne live höre. Aus diesen Erkenntnissen und wissenschaftlichen Studien ergibt sich nur eine Frage: Kann ich meine Ausgaben in diesem Zusammenhang, etwa für Konzertkarten oder Jahresabonnemente, zur Rückerstattung bei der Krankenkasse anmelden? Fritz Thut, Redaktionsleiter
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