FREITAG, 19. MAI 2023
LENZBURGER WOCHE
Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.
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Auftritt am Maimärt: Stand der ugandischen Beatrice-Secondary-School Kyankwanzi mit Ruth Schmuki, Schulgründerin Regina Nasseremba und Maria Renggli; es fehlt hier Denise Bühlmann. Foto: Fritz Thut
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Stand einer ugandischen Sekundarschule am Maimärt Lenzburg Am Maimärt stand unscheinbar in der Kirchgasse ein Stand mit Gefässen, Textilien und Esswaren aus Afrika. Es war der Auftritt der BeatriceSecondary-School Kyankwanzi aus Uganda, die einen starken Bezug zu Lenzburg hat. ■
FRITZ THUT
K
örbe, Taschen, Ketten, Gewänder, aber auch Esswaren wie spezielle Passionsfrüchte oder geröstete Soyabohnen wurden am Lenzburger Maimärt an einem Stand in der Kirchgasse feilgeboten. Alle Waren stammten aus Uganda, wo die im Stand präsente Regina Nasseremba vor zwölf Jahren eine private Sekundarschule gegründet hatte.
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Die Schule heisst Beatrice-SecondarySchool Kyankwanzi (BSSK) und liegt im Bezirk Kyankwanzi , etwa 130 Kilometer nordöstlich der ugandischen Hauptstadt Kampala. «Im Moment besuchen 322 Kinder die Schule», erläuterte die Schulgründerin interessierten Marktbesuchern. Mädchen und Knaben zwischen 12 und 20 Jahren bekommen hier vier oder sechs Jahre Unterricht, um anschliessend einen Beruf erlernen oder sich an einer Universität einschreiben zu können. «Education opens doors» (Bildung öffnet Türen) lautet das Motto.
Wurzeln in Lenzburg
Die BSSK hat ihre Wurzeln eigentlich im Aargau. Die Schulgründerin und -leiterin Regina Nasseremba lernte via das Austauschprogramm Erasmus Beatrice Renggli kennen, kam 2008 nach Lenzburg und machte an der Fachhochschule Nordwestschweiz ihren Bachelor of
Science in International Management. Während ihres Studiums plante sie schon akribisch eine private Sekundarschule in ihrer afrikanischen Heimat. Das Vorhaben wurde – nicht zuletzt dank finanzieller Unterstützung von Sponsoren aus Lenzburg und der Region – umgesetzt und hat sich inzwischen zu einem Erfolgsmodell gemausert. Die BSSK mit Tages- und Internatsschülern wird laufend ausgebaut und wurde kürzlich durch die Beatrice-Junior-School Hill View ergänzt, wo bereits 600 kleinere Kinder ersten Unterricht erhalten. Die beiden Schulnamen gehen auf Nasserembas ersten Kontakt zur Schweiz zurück. Die Verbindungen sind geblieben und so liess es sich die Schulleiterin bei ihrem Abstecher in die Schweiz nicht nehmen, zusammen mit ihren hauptsächlichen Unterstützerinnen am Marktstand zu stehen und Auskunft über ihr Projekt zu geben.
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Monumente werden in der Regel in der Nacht beleuchtet. So auch das Schloss Lenzburg, welches in neuem Lichterglanz erstrahlt . Selbst habe ich das Beatrice Strässle Spektakel seit Corona nicht mehr gesehen. Aber ich bin sicher, es würde mir gefallen. Und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht mehr genau weiss, ob die Schlösser Wildegg und Hallwyl ebenfalls in Licht getaucht sind. Ein guter Grund, die alte Heimat zu besuchen. Selbstredend werden auch beim südlichen Nachbarn der Schweiz die Monumente bestrahlt – das sind Tausende und sie «leben» vorwiegend in den Städten. Rom, Florenz, Siena, Turin, Mailand, Siracusa und, und, und. In Neapel wird wahrscheinlich neuerdings das Fussballstadion als Monument mit seiner Mannschaft gefeiert und angestrahlt. Italienischer Meister nach über 30 Jahren, da darf man strahlen. Wobei, so nebenbei bemerkt, gäbe es ganz in unserer Nähe eine Fussballmannschaft, welche ihr Stadion in Turin wegen der vielen Titel in Dauerlicht tunken könnte. Aber ich schweife ab. Bei uns hier auf dem Land wird es in der Nacht zappenduster, nur der Mond ist Lichtgeber. Ideal, um bei klarer Nacht ob der Abermillionen funkelnden Sterne in Romantik zu verfallen oder sich mittels App ganz profan über die Sternbilder zu informieren. Die eine oder andere App ist da sehr hilfreich. Lustig aber, wenn man diese App am Tag in Richtung Küchenboden hält, da staunt man schon, was ennet dem Küchenboden so alles an Galaxien zu sehen wären. Unsere Häuser selbst erstrahlen zwischendurch auch ziemlich monumental. Dann, wenn unsere Gäste im illuminierten Acqui Terme weilen. Da schimmern dann auf der Mauerbrüstung die Leuchten, die Fassade wird angeleuchtet, und bei der Einfahrt zum Grundstück zeigt der Strahler «hier sind wir». Es ist bei uns keine Frage der Wichtigkeit, sondern des einfachen Nachhausefindens. Beatrice Strässle, Montabone, Provinz Asti
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