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Oberbaselbieter Zeitung vom 16. März 2023

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Nr. 11 25. Jahrgang Donnerstag, 16. März 2023

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Am Samstag lädt das Liestaler «Poete-Näscht» zur Feier anlässlich der Neueröffnung ein. Seite 7

Region Gelterkinden

In Gelterkinden fand der ökumenische Suppentag der katholischen und methodistischen Kirche statt. Seite 14

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Autor Willi Näf hat aus seinem neuen Buch «Seit ich tot bin, kann ich damit leben» vorgelesen. Seite 19

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Ganz viele Rosen und ein bisschen Liebe Herr des Feuers Kolumne

Theater Das neue Stück von Valea Völcker handelt davon, wie sich die junge Generation mit der Liebe schwertut SINA AEBISCHER

Am vergangenen Freitag feierte Valea Völckers One-Woman-Show «Bitte keine Rosen!» im Theater Palazzo in Liestal Premiere. Im Stück sucht die junge Protagonistin Lena ihre grosse Liebe und verwandelt das Publikum dabei kurzerhand in Bewerber/-innen à la Bachelorette. Ausgerüstet mit einem einfachen Bühnenbild, einem Akkordeon und ganz vielen Rosen steht Lena stellvertretend für eine junge Generation, die sich zwar nach Liebe sehnt, sich aber auf der Suche danach schwertut. Lena tritt im pinken Glitzer-Ballkleid mit passenden pinken Turnschuhen und einer rosaroten Sonnenbrille auf die Bühne. Nach einer kurzen Anfangssequenz wird eine erste Bewerberin auf die Bühne geholt und interviewt. Zur Belohnung erhält sie von Lena nicht nur ein Ständchen auf dem Akkordeon, sondern auch die erste Rose des Abends, was vom Publikum mit lautem Applaus quittiert wird. Nachdem Lena mit einer weiteren Bewerberin das Skifahren auf einer Bühne ohne Schnee übt, der Funke aber trotz dramatischer Begleitung durch eine kitschige Ballade nicht springen will, legt sie ihre wortwörtlich rosarote Brille ab. Während sie anfangs noch voller überschwänglicher Motivation über die Bühne tanzt und in allen Anwesenden die potenzielle grosse Liebe erkennt, weicht diese Hoffnung der Ernüchterung und einer resignierten Stimmung. Lena will das Publikum nicht mehr kennen lernen, sie ist überzeugt, dass es schlussendlich doch nie klappen wird mit der Liebe. Geplagt von Selbstzweifeln verwandelt Lena ihr voluminöses Kleid in einen Umhang und wird zur Hexe, die wetternd und fluchend über die Bühne hüpft

Bühnenkünstlerin Valea Völcker in ihrer Palazzo-Koproduktion «Bitte keine Rosen!» und dabei kein einziges gutes Haar an sich selbst lässt. Zum Schluss werden dann aber noch einmal versöhnlichere Klänge getroffen. Lena holt das Publikum auf die Bühne, für einmal werden im Theater die Rollen getauscht, wodurch das Stück automatisch mit einer verdienten Standing Ovations belohnt wird. Denn Völcker greift mit ihrem Stück das viel besprochene Thema Liebe neu auf und schafft es, mit einfachen Hilfsmitteln ein interaktives Erleben der Hoffnung, der Verzweiflung an sich selbst und zu guter Letzt auch der Liebe zu erreichen.

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Lena wird zur Hexe.

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Seit 39 Jahren steht er am Grill: Armin Gsponer im Restaurant «Chez Max Julen» in Zermatt. Der 62-jährige Gastronom, stets in schwarzer Hose, schwarzem Hemd und dezent gemusterter Weste gekleidet, ist eine Institution. Aus der ganzen Welt kommen Gäste, um feines Fleisch zu geniessen. Denn Gsponer bereitet dieses mit Leidenschaft am offenen Feuer zu: Tournedos, Entrecôtes, Lammcarrés und als besondere Spezialität Château-Briand. Das Herz der heimeligen Gaststube bildet der Grill. Es ist ein Erlebnis, Gsponer, dem Meister des Feuers, beim Braten zuzusehen. Er verfeuert pro Abend ein gutes Dutzend Scheite aus Tannenund Lärchenholz. «Wegen dem Geschmack», sagt Gsponer. Bis zu 160 Grad Celsius heiss wird das Feuer, das gegen 23 Uhr langsam erlischt. Zwei seiner Brillen und etliche Kugelschreiber sind schon von der Hitze lädiert worden. Gsponer erinnert sich: «Als ich eine Brille zur Reparatur brachte, hiess es, so ein Schaden sei ja nicht möglich, ob er denn in einer Giesserei arbeite?» Auch Handtücher, die neben dem Herd liegen, gehen hin und wieder in Flammen auf. Für Gsponer nichts Besonderes: «Das passiert halt manchmal.» Ob er sich nicht einen grösseren Grill wünsche, fragte ich ihn, da mir die kleine Fläche auffiel, auf der er hantieren muss. «Schon, aber der Grill ist wie meine Frau. Sie ist jetzt halt so.» In freien Stunden bewacht und pflegt er die Grächner Suonen. Die kleinen Wasserkanäle sind sein Ausgleich zum Wirte-Alltag. Ein Kreislauf der Elemente: Feuer und Wasser gehören zu Armin Gsponer, der erdige Weine liebt und im Höhenkurort arbeitet. Bei ihm geht niemand hungrig vom Tisch.

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