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Oberbaselbieter Zeitung vom 2. März 2023

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Nr. 9 25. Jahrgang Donnerstag, 2. März 2023

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Region Liestal

Region Gelterkinden

Am Montag waren die Bänkler in den Beizen von Liestal unterwegs.

Region Waldenburg

Ein Highlight an der Sissacher Fasnacht sind am Montagabend die Schnitzelbänke in den Beizen. Seite 7

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In Oberdorf fand am Sonntagnachmittag der Fasnachtsumzug auf einer neuen Route statt. Seite 11

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«In die richtigi Richtig»

Etwas Physik

SANDER VAN RIEMSDIJK

Die Fasnacht wurde in der Begegnungszone wieder voll ausgelebt und gefeiert.

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Physik hat mich als Jugendlicher nie interessiert. Die Physikstunden empfand ich als öde. Es gab nur etwas, das mich stets faszinierte, den zweiten thermodynamischen Hauptsatz und das Prinzip der Entropie. Tönt kompliziert, lässt sich aber leicht erklären. Der zweite thermodynamische Hauptsatz besagt – auf einfache Sprache hinuntergebrochen – das Folgende: Wenn man einem System keine Energie zufügt, so tendiert die Ordnung in diesem Richtung Chaos. Sie kennen das alle. Wenn die Kinder ihre Zimmer nicht aufräumen, sieht es dort nach einem Monat katastrophal aus. Oder wenn Sie ihr Büro nicht regelmässig in Ordnung halten, herrscht bald der schlimmste Saustall. Die Entropie ist ein Mass für die Unordnung in einem System. Je höher die Unordnung ist, umso höher ist die Entropie. Diejenigen, welche die Evolutionslehre für Unsinn halten und sich auf die Schöpfung Gottes berufen, bringen oft das Argument der Entropie ins Spiel. Sie behaupten, die Evolution widerspreche der Physik, nämlich eben dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Warum sollten sich Organismen sich stets in Richtung grösserer Vielfalt und Komplexität entwickelt haben? Dieses Argument basiert jedoch auf einem sehr mechanistischen Weltbild. Organismen tragen alle Möglichkeiten der Höherentwicklung in sich. Ihnen wird durch die Sonne, Nährlösungen und Umweltvorteile stets Energie zugefügt. Darum tendieren sie nicht zum Chaos hin, wie viele Gläubige in den monotheistischen Religionen behaupten. Es gibt in der Entwicklung der Arten sowohl zufällige Mutationen als auch die Selektion der jeweils «Angepassteren». Die Kreationisten bzw. die Anhänger des Intelligent Design vermischen zwei Ebenen, jene der Wissenschaft und jene des Glaubens. THOMAS BRUNNSCHWEILER

Guggen und Cliquen bildeten den bunten musikalischen Rahmen.

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und der verstorbenen Königin: «Dr Charles isch dr neui King, mir glaube das isch nit si Ding. Von Afang a het är schlächli Luunä. Bi derä Altä duet das nit erstuuna.» Noch bis in die späten Abendstunden wurde auf den Plätzen und Strassen mit Platzkonzerten ausgelassen gefeiert, was das närrische Treiben hielt.

Lautes Getöse und schrille Masken.

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Kolumne

Sissach Nach drei Jahren Coronapause wieder ein Fasnachtsumzug Die ersten Vorboten auf den Fasnachtsumzug sind die bunt gekleideten Fasnächtler mit ihren Wagen und Musikinstrumenten, welche schon am frühen Sonntagmorgen Richtung Fasnachtsmetropole Sissach liefen. Um 10 Uhr startete als Auftakt zur Fasnacht der Verkauf der Fasnachtszeitung «Glöggeliwaage». Puppen an Fassaden, Bäumen und Strassenlaternen markierten die Route des Umzugs mit rund 65 Wagen, welche sich pünktlich um 14 Uhr aus der Rheinfelderstrasse Richtung Begegnungszone in Bewegung setzten. Es dauerte nicht lange, da war das Fasnachtsfieber unter dem diesjährigen Motto «In die richtigi Richtig» so richtig ausgebrochen. Das Sujet der Plakette 2023 greift die Verkehrsführung in der Begegnungszone auf, welche schon seit Jahren für unendliche und gelegentlich hitzige Diskussionen in Sissach sorgt. Viele Reime auf Papier und auf den Wagen zielten mit ihren Anspielungen auf Ereignisse in der Vergangenheit, die in der Öffentlichkeit zu reden gaben. Wie OK-Mitglied Thomas Weber und das ESAF-Millionendefizit: «Dr Weber macht sich nit zum Aff, sehr toll gsi isch sis ESAF. Nur sett er viellicht lieber statt Schöfli, Sparsäuli züchte uf sim Höfli.» Die Fasnachtswagen, Cliquen, Guggen und Schyssdräggzygli präsentierten sich unter lautem Getöse in ausgelassener prächtiger Gemütslage. Angeführt wurde der Umzug von der Nuggi-Clique Sissech. Diese hatte für die Energiekrise eine klare Botschaft: «Vo Obe heissts dr Strom wird knapp, drum liebi Lüt löschet ab, s’Liecht wos goht – deut nümm bade, dusche nur bis zu de Wade.» Die Ütiger-Rueche dafür liebäugelten mit dem britischen Königshaus und insbesondere mit dem neuen König Charles

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