P.P. 2540 Grenchen Post CH AG
Donnerstag, 12. Januar 2023 | Nr. 2 | 84. Jahrgang
Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a. A., Rüti b. B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65
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WO C H E N T H E M A
Das Velofahren boomt weiter
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Das Velofahren entwickelt sich nicht nur zum Ganzjahressport, sondern boomt ganz allgemein weiter.
Pro Velo hat 2021 wiederum den «Prix Velo Städte» verliehen. An erster Stelle liegt die Stadt Winterthur bei den grossen Städten. Bei den kleinen Städten steht Burgdorf an erster Stelle, Zuchwil an zweiter und Solothurn an vierter Position. Und Grenchen? Die Uhrenstadt ist im Ranking nicht aufgeführt. 2018 lag sie immerhin noch an 12. Stelle.
Bild: Pro Velo Schweiz
JOSEPH WEIBEL
s l e d Han er t re g i s Diese Woche im
Wie kommt das? Das Rating über die «Velofreundlichkeit» basiert primär darauf, wie die Velofahrenden selbst eine Route einstufen. Dabei spielt die Topografie eine zentrale Rolle: Je mehr Steigungen zu Zufahrtswegen sind, desto weniger fährt man solche Strecken mit dem Rad. Mit dem E-Bike ändert sich diese Situation natürlich. Am Interesse und am Angebot liegt es jedenfalls in Grenchen nicht. Vergangenen Sommer hat die Stadt mit der erfolgreichen Durchführung einer Ziel- und Startetappe im Rahmen der Tour de Suisse beste Werbung als velofreundliche Stadt gemacht. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres haben die FDP und die SP Postulate mit dem Thema «Velofreundlichkeit» in der Stadt Grenchen eingereicht. Beide wurden erheblich erklärt. Das Interesse am Velofahren, ganz generell, ist in der Schweiz seit 2020 ungebrochen. Gut für die Umwelt, gut für
die eigene Physis und seit der CoronaPandemie wird das Velo noch einmal verstärkt als verlässliches und sicheres Verkehrsmittel wahrgenommen. Mit der Verabschiedung des neuen Veloweggesetzes im Mai 2021, welches bei einer Volksabstimmung im Jahr 2018 von über 73 Prozent der Bevölkerung befürwortet wurde, werden Fahrradwege rechtlich aufgewertet und mit Fuss- und Wanderwegen gleichgestellt. Darüber hinaus bringt sich der Bund unterstützend und koordinierend bei der Planung und Realisierung des Fahr-
radwegnetzes ein. Der Veloboom zeitigt sich ebenso in Zahlen. 2021 lag der Verkauf bei knapp 494 000 Rädern oder 36 Prozent mehr als 2019. 42 Prozent aller Verkäufe fallen auf das sogenannte Sportfahrrad, 38 Prozent aller Verkäufe gehen auf Elektrofahrräder zurück. Im ersten Semester im vergangenen Jahr stieg der E-Bike-Import um 5,6 Prozent auf 117 357 Einheiten. Bei den normalen Rädern wuchs die Zahl, laut Schweizerische Fachstelle Velo und E-Bike (SFVE), sogar um 9,3 Prozent auf 219 573 Stück.
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