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Oberbaselbieter Zeitung vom 5. Januar 2023

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Das Variété Winterzauber bot eine spannende Show und verwöhnte die Gäste kulinarisch. Seite 5

Region Gelterkinden

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Region Waldenburg

In Gelterkinden fand eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier für Alleinstehende statt. Seite 9

Die beiden Chöre aus Eptingen und Diegten führten gemeinsam ein Adventskonzert in der Kirche auf. Seite 17

Offen: Donnerstag und Freitag Hauptstrasse 13 c in Hölstein

GZA/P.P.A 4410 Liestal

«Mir läbe an eme guete Ort!»

Mangellage

ULRICH FLURI

Positive Einstellung gefährdet «Wenn wir die Zeitungen lesen oder fernsehen, könnten wir jegliche Hoffnung verlieren», sagte Stadträtin Pascale Meschberger zu Beginn ihrer gehaltvollen Kurzansprache. Der Krieg in Europa, die weltweit politischen Unsicherheiten und drohenden Aggressionen, die bereits sichtbaren Veränderungen des Klimas mit all den Folgekatastrophen – das alles führe nebst dem Elend vor Ort zu Fluchtbewegungen, was eben zu neuen Konflikten führe, mahnte die SP-Politikerin. Auch unsere

Am Neujahrsmorgen gehört das Stedtli den Pferden. Gesellschaft in der Schweiz sei äusserst angespannt, die Aggressivität hoch und der Glaube in unser System geringer, so Meschberger. «Bringt es überhaupt etwas, uns für eine Verbesserung einzusetzen?», fragte die Stadträtin rhetorisch. Im steten Bewusstsein unserer nur begrenzten Zeit auf Erden in der wir unseren Nächsten und uns ein gutes Umfeld schaffen, ortet sie den Ansatz zur Hoffnung. Und da ruft Meschberger auf, gemeinsam, aktiv und konstruktiv für ein lebenswertes Umfeld mitzuwirken.

Veränderungen geben Hoffnung Stadträtin Meschberger hat der zahlreichen Zuhörerschaft in ihrer Betrachtung aus lokaler Sicht indes allerlei Gründe zur Hoffnung geliefert. Über die vielen kulturellen Anlässe freut sie sich genauso wie etwa über die politischen Parteien, die sich trotz unterschiedlicher Interessen für Liestal einsetzen. Ebenfalls mit Hoffnung verbindet sie die geplanten grösseren Quartierpläne, den BahnhofNeubau sowie die im Entstehen begriffenen Veränderungen bei Feuerwehr,

Post CH AG

Kolumne

Liestal Stadträtin Pascale Meschberger rief am Neujahrs-Apéro auf, die Hoffnung zu bewahren

Sollte sich das bunte Treiben im Stedtli an diesem sonnig-warmen Neujahrsmorgen und die gelöste Stimmung am Neujahrs-Apéro im Rathaus als symbolischer Indikator auf unsere diesjährige Befindlichkeit übertragen, dann wird 2023 nach den vergangenen ereignisreichen und schwierigen Zeiten ein guter Jahrgang. Da fuhren nämlich auf Einladung des Baselbieter Fahrvereins rund 50 festlich herausgeputzte Kutschengespanne zu ihrem traditionellen Fuhrmanns-Znüni in die Rathausstrasse ein, und bildeten eine schöne Kulisse zum parallel stattfindenden Neujahrs-Apéro der Stadt. Dabei haben sich in diesem temporären Pferde-Mekka «Rösseler» und Passanten herzhaft zugeprostet, diese oder jene prächtige Mähne der geduldig dastehenden Vierbeiner liebevoll gestreichelt und dem Begriff «Begegnungszone» alle Ehre gemacht. Derweil drinnen im Foyer des Rathauses die regionale Musikband Liestal unter der Leitung von Michael Farner fetzige Blasmusik durch die Amtsstuben schmetterte und so die Stimmung auf Zuversicht und Hoffnung auch akustisch signalisierte.

Thomi

Jourdan

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Region Liestal

in den Regierungsrat

Nr. 1 25. Jahrgang Donnerstag, 5. Januar 2023

F O T O: U. F L URI

Zivilschutz und der Pflegeregion. Ihr lobendes Fazit: «Mir läbe an eme gute Ort!» Nach dem Baselbieterlied und dem allseitigen Zuprosten mit einheimischem Rebensaft zu frischem «Finkbeinerzopf» gings dann hinaus zum obligaten Fotoshooting mit den Pferden. Und da hat die Bereichsleiterin «Sicherheit/ Soziales» bewiesen, dass sie nicht nur im politischen Alltag, sondern auch hoch auf dem Bock einer Kutsche ganz gut zurecht kommt. Siehe auch Seite 3

Wenn ich das Wort Mangellage nur schon höre mangelt es mir an Vielem. Vor allem mangelt es mir an Verständnis. Mangelnder Strom, mangelndes Öl, mangelndes Gas, mangelnder Respekt, mangelnder Weltfrieden, mangelndes Entgegenkommen, mangelndes Interesse. Dabei gibt es doch noch so viele tolle Wörter oder Ärgernisse des Jahres. Die Steigerungsform von mangelndem Kaffeerahm beispielsweise ist gar kein Rahm. Dann gibts eben Kaffee mit Milch. Das Ärgernis des Morgens ist die alte Dame die vor mir an der Kasse steht und seit gefühlten Stunden versucht, ihre Zahlkarte aus dem Portemonnaie zu klauben und sich dann doch umentscheidet und das Kleingeld abzählt von dem die Hälfte auf den Boden fällt. Mein Gott, dann esse ich eben das Gipfeli direkt im Laden. Dann ist da noch der Supertanker der an der Tankstelle unbedingt soviel Benzin tanken will, dass er einen runden Betrag zusammen bekommt und es immer wieder mangelnder Motorik verpasst, weil er den Zapfhahn zu spät loslässt. Der Rappen lässt grüssen. Dann lieber einen Schneemann bauen, aber es mangelt ja auch an Schnee. An was es jedoch nie mangelt. ist die Feststellung, dass etwas mangelt. Mir zum Beispiel mangelt es an mehr zur Verfügung gestelltem Platz um meine Kolumne zu schreiben und Ihnen mangelt es anscheinend an Aufgaben, weil Sie Zeit finden, Kolumnen zu lesen an denen es an Inhalt mangelt. Ich habe heute beschlossen, dass es mir an nichts mangelt. Würde es mir an etwas mangeln, dann wäre dies höchstens mangelnde Zeit. CL AUDE L ACHAT

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