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20230105_WOZ_GSAANZ

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P.P. 2540 Grenchen Post CH AG

GRADEN

Donnerstag, 5. Januar 2023 | Nr. 1 | 84. Jahrgang

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WO C H E N T H E M A

Bleiben Sie positiv! Bild: Shutterstock

Es ist bereits das dritte Jahr in Folge, das mit dem allgemeinen Gefühl endet, das neue könne nur besser werden. JOSEPH WEIBEL

Ich gehöre zu vielen Leidensleuten im Lande, die seit Wochen hustend, schnupfend und energielos durch die Gegend schlurfen und kaum mehr Hoffnung auf Besserung haben – zumindest bis zum Jahreswechsel war das bei mir so. Seit die natürliche Zirkulation von Viren nunmehr ungehindert von allerlei Massnahmen funktioniert, halten auch Grippe und Erkältung wieder Einzug. Ein an und für sich guter Effekt, weil das Immunsystem ein Update wohl dringend nötig hat. So gesehen hat wie immer alles seine zwei Seiten – und so auch eine gute. Wir haben seit 2020 gelernt, mit Ungewohntem umzugehen: Während sich das über uns schwebende Damoklesschwert Coronavirus langsam, aber sicher verflüchtigt, droht nächstes Ungemach. Ein Krieg bricht aus. Einer mehr, könnte man denken, weil ja auf dieser Erde irgendwo immer mindestens ein Brandherd schwelt. Es ist aber kein «gewöhnlicher», sondern ein Krieg, der uns geografisch näher steht. So war das vor gut einem Jahr. Zwischenzeitlich haben bekanntlich Massnahmen gegen den Aggressor Gegenmassnahmen ausgelöst. Und so wurden wir auf Beginn des letzten Herbstes auf

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ein neues Wort eingestimmt: Energiemangellage. Bis jetzt ist es allerdings – und wohl auch ein bisschen erwartungsgemäss – zu keiner Energiemangellage gekommen. Wir stehen aber trotzdem vor der Erkenntnis, dass Energie, nicht nur fossile, plötzlich viel teurer geworden ist. Das nennt man Teuerung auf der einen Seite, und wird sie auf der Salärseite nicht ausgeglichen, so führt das zu inflationären Tendenzen. So viel Schlechtes zum neuen Jahr? Es geht auch anders. Wir haben gelernt, mit Krisen umzugehen. Wir haben die Erkenntnis er-

worben, dass nicht alle Nachrichten, die uns täglich vorgesetzt werden, sich als richtig erweisen. Deshalb brauchen wir künftig vielleicht noch etwas mehr Sensibilität, um Wahres von Möglichem, Sein oder Schein, zu unterscheiden. Und wir brauchen vor allem positive Impulse und Gedanken, um unsere ganz persönlichen Vorsätze für ein gutes neues Jahr richtig und auch mit Bedacht einzuordnen. Man darf und soll kritisch bleiben, ohne den Blick auf andere Schauplätze zu verlieren. Streben wir deshalb nach Zuversicht und Hoffnung, um das Gute in der Zukunft zu erkennen.

LENGNAU

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