DONNERSTAG, 3. NOVEMBER 2022
LENZBURGER WOCHE
Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.
PP 5600 Lenzburg · Nummer 44 · Post CH AG
SALZKORN Hudihudiha Hallelujah! Mitternacht: Das Rathausglöggli hat 12 geschlagen. In der stockdunklen Nacht kommt seltsame Bewegung in die Gasse. Schrille Schellen, irrlichternHeiner Halder de Laterne, schlurfende Schritte gespenstiger Gestalten, sonorer Singsang. «Hudihudiha!» Die Joggeli sind da. Die Prozession führt längst nicht mehr hinauf in die Staufbergkirche, die Schützengesellschaft beschliesst mit dem Rundgang in der Altstadt die Saison und feiert sich selber.
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Die letzten Unterschriften: Der Lenzburger Stadtammann Daniel Mosimann und der Seenger Gemeindeammann Jörg Bruder, Präsident und Vizepräsident des Gemeindeverbandes Lebensraum Lenzburg-Seetal, unterzeichnen den Brief an Bildungsdirektor Alex Hürzeler. Foto: Fritz Thut
Kantonsschul-Unterstützung durch die gesamte Region Lenzburg Die Stadt Lenzburg bewirbt sich als Standort für die geplante neue Aargauer Kantonsschule. Dies ist keineswegs eine lokale Angelegenheit: Alle 26 Gemeindeammänner des Verbandes Lebensraum Lenzburg-Seetal haben einen Brief an Bildungsdirektor Alex Hürzeler unterschrieben. ■
FRITZ THUT
U
m die immer zahlreicheren Jugendlichen unterrichten zu können, plant der Aargau den Bau von zwei neuen Kantonsschulzentren; eines im Fricktal, eines im Mittelland.
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Für den Standort südlich der Jurakette bewirbt sich die Stadt Lenzburg mit dem Zeughausareal. Mit der Nähe zum dannzumal ausgebauten Bahnhof sei die Lage ideal, so die beiden obersten Vertreter vom «Lebensraum Lenzburg-Seetal» (LLS), der Lenzburger Stadtammann Daniel Mosimann und der Seenger Gemeindeammann Jörg Bruder.
Anrecht einer Wachstumsregion
Im dreiseitigen Brief an Landammann Alex Hürzeler, den Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS), streichen die 26 unterzeichnenden Gemeindeammänner heraus, dass der «Lebensraum Lenzburg-Seetal» eine Boomregion ist. Hier ist die Bevölkerung in den letzten 20 Jahren um 42 Prozent angewachsen; im Kantonsmittel beträgt die Zunahme «nur» 27 Prozent.
«Die Erreichbarkeit der künftigen Kanti ist ein wichtiges Argument», sagte LLS-Vizepräsident Bruder und lieferte noch einen lokalen Aspekt nach: «Mit einem Standort in Lenzburg ist der Schulweg für Seetaler Mittelschüler massiv kürzer.» Dies sei entscheidend, da rund 29 000 Einwohner (40 Prozent des LLS) in den Seetaler Gemeinde wohnen. Im Brief wird darauf hingewiesen, dass der Kanti-Standort Lenzburg etwas zur «kantonalen ausgewogenen und gleichmässigen Verteilung der Bildungszentren» beitragen könnte. Würde man die Region Lenzburg übergehen, wäre dies eine «verpasste Chance». Im BKS wird aktuell die Vorlage zur Anhörung ausgearbeitet, die im nächsten Frühjahr startet. Noch im Jahr 2023 soll der Grossrat über den Kanti-Standort entscheiden.
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Die Litanei wurde in den Religionswirren zur Parodie gewandelt. Geblieben ist eine gewisse grundsächlich sakrale Anmutung. Die Parade dient nicht dem Grusel-Gaudi wie Halloween. Für Gänsehaut sorgt primär das Klima. Voraussetzung für das gute Gelingen ist die Atmosphäre in der Gasse. Gefragt ist ein diszipliniertes Publikum, das dieses uralte Szenarium respektiert und geniesst. Letzten Freitag war dies glücklicherweise der Fall. Zahlreiche Nachtschwärmende säumten dank warmer Witterung den Parcours durch die rabenschwarze Nacht. Zum mystischen Dekor gehört eben auch die totale Verdunkelung. Obwohl die Krämer in der Rathausgasse schriftlich «um den Gefallen, das alljährliche Brauchtum ihres Absendens mittels Lichterlöschen Ihrer Schaufenster zu ermöglichen» gebeten werden, lassen oft seit Jahren ansässige Firmen ihre Schaufenster rücksichtslos leuchten. Und damit ist der ganze Zauber zerstört. Dass diesmal nur ein Laden sündig war, ist wohl dem Gebot des Energiesparens zu verdanken. Das Gegenteil zeichnet sich bei der Weihnachtsbeleuchtung ab. Der Stadtrat will verzichten und «die wunderschöne Tanne im Sodbrunnen von den Schülern schmücken lassen». Fazit: Weil Staufen die Tanne auf dem Lindenplatz beleuchten wird, gewinnt es wohl heuer den Wettkampf um den schönsten Weihnachtsbaum. Heiner Halder, Lenzburg
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