Die Nr. 1 in der Immobilienvermittlung
Nr. 38 24. Jahrgang Donnerstag, 22. September 2022
Ihr lokaler und regionaler Immobilien-Ansprechpartner
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Region Liestal
Singstimmen Baselland sang in der Liestaler Stadtkirche mit viel Elektronik «Im Takt». Seite 7
Region Gelterkinden
Der Bunker auf der Farnsburg ist von Freiwilligen in den Originalzustand von 1940 versetzt worden. Seite 13
In Langenbruck zeigten sich die Simmentaler an der Viehschau von ihrer schönsten Seite. Seite 17
Poststrasse 12, 4460 Gelterkinden
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Der Quartierplan «Am Orisbach» schafft eine Verbindung vom Bahnhof via Post-Terrasse und Stadtpark zur Altstadt.
Verlässlichkeit
GR A F IK: Z V G
Mittwoch,
28. September 2022
AUFFALLEND MEHR… VERGLASUNG WINDSCHUTZ GLASFRONTEN BRANDSCHUTZ
Ein Sprichwort sagt: «Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen.» Leider ist daran viel Wahres. In Zeiten von Social Media bestätigt sich das Sprichwort paradoxerweise in zunehmendem Masse. Was ist Verlässlichkeit? «Die wahrnehmbare, vermutbare Vertrauenswürdigkeit einer Person oder Funktionstüchtigkeit eines Objektes.» Unsere ganze Zivilisation ist auf der Voraussetzung aufgebaut, dass es Verlässlichkeiten gibt. Wir müssen uns auf unseren Partner, unsere Partnerin verlassen können, auf den Staat, die Gemeinde, die Grundversorgung. Man kann fast sagen: Die Verlässlichkeit ist die Mutter der Zivilisation. Seit Jahren fällt mir auf, dass ich immer weniger mit Verlässlichkeit rechnen kann. Seit Monaten schicke ich einem Mann E-Mails mit der Aufforderung, zu einer wichtigen Sache Stellung zu nehmen. Trotz mehrfachen Appells bekomme ich keine Antwort. Bewerber für eine Wohnung, die einen festen Termin abgemacht haben, kommen nicht. Ein Gast erscheint eine Stunde zu spät, ohne sich dafür zu entschuldigen. Auch darauf, dass die Schülerinnen und Schüler am Ende der Schulzeit ihr Lernziele erreicht haben, ist nicht mehr Verlass. Wo man nicht mehr umsetzt, was man versprochen hat, stirbt die Verlässlichkeit und damit auch das Vertrauen in Personen, Institutionen und Regierungen. Diese Entwicklung ist gefährlich für die Demokratie, weil die Menschen plötzlich ihre Informationen bei «alternativen Medien» suchen, in denen Fakenews und Verschwörungserzählungen zu finden sind. Hanns-Hermann Kersten schrieb einmal: «Man muss immer wieder mit Leuten rechnen, auf die man nicht zählen kann.» Wenn es aber nur noch Leute gibt, auf die man nicht zählen kann, muss man mit dem Schlimmsten rechnen. THOMAS BRUNNSCHWEILER
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Kolumne
MARC SCHAFFNER
Lüdin-Areal mit Verbindungswegen Der zweite wichtige Quartierplan betrifft das Gebiet zwischen Bahnhof und Stadtpark, das sogenannte «Lüdin-Areal». Die Credit Suisse plant dort 135 Wohnungen und Dienstleistungsflächen, strebt aber eine städtebaulich hohe Qualität an. Fortsetzung auf Seite 11
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Region Waldenburg
Liestal Stadt und Bauherrschaften stellten die Quartierpläne «Am Orisbach» und «Lüdin-Areal» vor
Bauzeit sehe, was man gemacht habe. Auch auf dem Niveau des Bahnhofs wird sich einiges verändern. Im Erdgeschoss der Post sind öffentliche Nutzungen geplant und die Terrasse mit Blick auf die Altstadt könnte für die Gastronomie bestuhlt werden. Das Gerichtsgebäude gegenüber (nicht Teil des Quartierplans) wird ebenfalls umgestaltet: Es erhält auf der Rückseite einen kubischen Anbau, dafür wird auf der Vorderseite die repräsentative Wirkung von 1919 wiederhergestellt. Baubeginn von «Am Orisbach» ist voraussichtlich 2025, danach wird laut Thomas Noack, Bereichsleiter Hochbau/Planung der Stadt Liestal, zwei bis drei Jahre gebaut. Die Kosten für den Park betragen 5,7 Millionen Franken, wovon 800 000 Franken zulasten der Stadt gehen.
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Städtebaulicher Mehrwert für Liestal Das Gesicht von Liestal wird sich in den nächsten Jahren verändern, und zwar im positiven Sinn. Lang diskutierte Quartierpläne werden umgesetzt und schliessen Lücken in der Stadtplanung. Nachdem die Altstadt aufgewertet wurde und die Entwicklung in den Quartiere rundherum angestossen wurde, geht es jetzt darum, das neu entstehende Bahnhofsquartier mit dem Zentrum organisch zu verbinden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Quartierpläne «Am Orisbach» und «Lüdin-Areal». Vergangene Woche stellten die Stadt Liestal und die Bauherrschaften ihre Projekte den Medien vor. «Am Orisbach» umfasst einen attraktiven Stadtpark – anstelle der heutigen «Allee» – und ein neues Postgebäude. Letzteres kommt ziemlich voluminös daher, obwohl es in einer Nachbearbeitung sogar redimensioniert wurde, aber dafür weicht es im unteren Bereich, auf dem Niveau der «Allee», zurück und gibt Platz für den Park frei. Das Gebäude, das heute quer und ohne Bezug zur Umgebung dasteht, wird quasi an die Hangkante gedrückt und in die Höhe gepresst, wie Tabea Lachenmann von Christ & Gantenbein Architekten erklärte. Die natürliche Topografie der mittelalterlichen Stadt, die entlang des Orisbachs gebaut worden sei, werde wieder hergestellt. In Liestal sei dieser Graben noch sichtbar, anders als in anderen Städten mit ähnlichen Situationen,beispielsweise in Basel, wo der Birsig unter dem Marktplatz durchfliesse. Im neuen Liestaler Stadtpark wird der Orisbach leicht verlegt und am unteren Ende leicht aufgestaut, sodass er sich verbreitert. Unter den Allee-Bäumen, die grösstenteils bestehen bleiben, führen Sitzstufen zum Bach hinunter, und auch auf der anderen Seite wird er zugänglich sein. Weichen müssen die heutigen Parkplätze – wenn es nach dem Stadtrat geht. Als «Plan B» könnten einige Allee-Parkplätze erhalten bleiben; die Absicht ist aber, dass die Stadt im unterirdischen Lüdin-Parking 80 Plätze übernimmt. «Der Quartierplan spielt uns den Platz frei und lässt hoffen, dass die Liestalerinnen und Liestaler den Mehrwert erkennen und dahinter stehen können», sagte Stadtrat Daniel Muri. Jetzt sei die Zeit zum Anpacken. Das könne mühsam sein, wie er als Handwerker wisse, aber das Tolle sei, dass man am Ende der
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