DONNERSTAG, 8. SEPTEMBER 2022
LENZBURGER WOCHE
Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.
PP 5600 Lenzburg · Nummer 36 · Post CH AG
SALZKORN Wandel(n) im Wald «Smart genutzte Schwarmintelligenz» der Lenzburger Ortsbürger soll den Behörden den weiteren Weg in die Zukunft ihres Waldes weisen. «Durch Heiner Halder Zusammenarbeit und Co-Kreation sollen intelligente Entscheidungen ermöglicht und Innovationsprozesse beschleunigt werden.» Zu Deutsch: Eine Umfrage im Juni offenbart das Wunschkonzert, wie der zunehmende Druck auf die Natur in der Freizeit (aus-)genutzt werden kann. Waldeslust ohne Frust. 291 Mitwirkende lieferten 11 500 Antworten, welche nun ausgewertet werden.
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für nächste 7 Tage exklusiv bei «Danke für das tolle Schulhaus»: Passender Aufdruck auf dem Band, das Gemeindeammann Max Härri, Schulleiterin Sibylle Kloser, Landammann Alex Hürzeler und Gemeinderätin Daniela Sandmeier zur Einweihung durchschnitten. Foto: Fritz Thut
«Für uns ein Jahrhundertereignis» Birrwil Im Beisein von Landammann und Bildungsdirektor Alex Hürzeler wurde das neue Schulhaus eingeweiht. ■
FRITZ THUT
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emeindeammann und Baukommissionspräsident Max Härri erinnerte in seiner Ansprache an die lange Vorbereitungszeit für das neue Schulhaus: «Es hat viel zu reden gegeben und sogar ins Fernsehen haben wir es ‹geschafft›; aber nun ist so weit.» Während in grösseren Gemeinden solche Infrastrukturbauten am Laufmeter gebaut würden, sei diese Schulhauseinweihung «für uns ein Jahrhundertereignis», so Härri. Damit liegt er objektiv richtig, denn seit der letzten Schulhauseinweihung in Birrwil sind 180 Jahre ins Land gezogen. Im Zentrum des von Vorträgen des Schülerchors und der Musikgesellschaft umrahmten Festakts stand die Rede von Bildungsdirektor Alex Hürzeler. Die Schule sei ein zentraler Punkt in einem Dorf, «ein Ort, an dem sich alle treffen».
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«Als wäre es schon immer hier gestanden»: Das neue Birrwiler Schulhaus. Die Birrwiler dürften stolz sein auf das, was hier geschaffen wurde. «Nun ist das Schulhaus da und sieht aus, als wäre es schon immer hier gestanden», lobte der Regierungsrat die gute Integration in Landschaft und Umfeld. Es handle sich hier um ein «mit Weitsicht gebautes Schulhaus», so Hürzeler und ergänzte mit den Adjektiven kompakt, zentral, pragmatisch. Bevor der Land- und der Gemeindeammann unterstützt von Schulleiterin Sibylle Kloser und Schulgemeinderätin Daniela Sandmeier mit gravierten Scheren zum Band-
Foto: Fritz Thut
durchschnitt schritten, schilderten Kinder der Festgemeinde ihre ersten, durchwegs positiven Eindrücke des neuen Schulhauses. Gemäss Architekt Oliver Brandenberger «lädt das neue Schulhaus zum Entdecken ein». Dies tun nicht nur die Schüler jeden Tag, sondern taten an der Einweihung Gäste und Bevölkerung. Auf einem Rundgang konnten sich alle selbst ein Bild von diesem «Ort für zeitgemässen Unterricht» (Kloser) machen. «Mer send en Schuel, wo eifach zwäg esch», hatten die Kinder vorher gesungen.
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Wandeln im Wald im Wandel nahmen vor Ort nur gerade rund 30 Ortsbürger sowie einige Hunde am Samstag unter die Füsse. Vizeammann Andreas Schmid, Stadtoberförster Matthias Ott, Willi Bürgi und Forstpersonal informierten über den aktuellen Stand der Dinge. Baumschlag wegen Käferbefall; Digitalisierung der Waldkarten; Leben und Erfolge des legendären Oberförsters Walo von Greyerz, welcher ab 1847 50 Jahre wirkte und dessen Spuren heute noch sichtbar sind; schliesslich wurde das leidige Problem der Biker-Trails leidenschaftlich diskutiert und zum Schluss einhellig Grillzeug schnabuliert und Rebensaft pokuliert. Ausführliche Informationen über unsere Wälder von Lenzia sind nichts Neues unter der Sonne. Vor 25 Jahren wurde der prächtige Bildband «Wald im Wandel» mit Fotos von Hans Weber und Texten der Stadtoberförster Niklaus Lätt und Frank Haemmerli herausgegeben. Nebst der Dokumentation von 150 Jahren Waldgeschichte(n) und -geschicke soll das Buch mit seinen Wandervorschlägen, Detailbeschreibungen, Kartenausschnitten und Informationen dazu anregen, im «lebendigen Museum Wald» zu wandeln. Unterstützt wird dies durch Wegweiser und das Waldinformationsprojekt WIP mit Wegkarten und Leporellos zu vier Gebieten sowie dem Waldknigge. Bis bald im Wald! Heiner Halder, Lenzburg
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