Zügeln ······· Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 14. Juli 2022, 61. Jahrgang, Nr. 28
Neues Daheim Nina Abramovich und vier weitere ukrainische Flüchtlinge leben im Altersheim Senevita Lindenbaum in Spreitenbach. Die Journalistin aus Kiew und Senevita-Geschäftsführer Philippe Widmer erzählen vom Zusammenleben und den Sprachschwierigkeiten. (sib) S. 8/9
«Sauberes» Projekt Im Rahmen einer Abschlussarbeit für die Bezirksschule Wettingen haben sich vier Schüler dazu entschieden, die Limmat zu säubern. Mit Gummibooten fuhren sie den Fluss von Dietikon bis Würenlos ab und sammelten insgesamt 100 kg Abfall. Von 64 Projekten erreichte ihres den zweiten Platz. S. 15
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Von Spreitenbach nach Lettland Früher stand Willi Häusler fast jeden Tag in der Halle, um Tischtennis zu spielen oder den Nachwuchs zu trainieren. Seit anderthalb Jahren trifft man ihn vor allem in der Natur in Lettland. Er ist ausgewandert. MELANIE BÄR
Eine Erkrankung hat Willi Häusler dazu bewogen, sich früher als geplant pensionieren zu lassen. Er nutzte den Schnitt und wanderte mit seiner Frau, einer Lettin, in deren Heimatland aus. Bereut hat er das nie. Im Gegenteil: Er geniesst das weniger hektische Leben und die Natur im neuen Daheim. S. 11 Willi Häusler Am Strand in seiner neuen Heimat im Westen von Lettland.
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Gemeindeentwicklung im Dialog Im Rahmen der laufenden Gesamtrevision der Allgemeinen Nutzungsplanung führt die Gemeinde in unregelmässigen Abständen Informations- und Dialogveranstaltungen durch. In der Reihe «Gemeindeentwicklung im Dialog» werden Themen aufgegriffen, die für die Gemeinde Wettingen relevant sind und einen Bezug zur Gesamtrevision der Allgemeinen Nutzungsplanung haben. Die erste Dialog-Veranstaltung findet am Donnerstag, 1. September, von 19.30 bis ca. 21.45 Uhr im Rathaus Wettingen statt. Sie widmet sich einem aktuellen Thema und fragt: «Hitzeangepasste und begegnungsfreundliche Siedlungs- und Freiraumentwicklung – wie gelingt das in Wettingen?» Das Thema Klimawandel ist drängender denn je und beeinflusst
zunehmend die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden der Schweiz. Im Zentrum des Abends stehen vor diesem Hintergrund drei Themen als Beiträge zur Anpassung an den Klimawandel: die Hitzeminderung in der Siedlungs- und Freiraumentwicklung, die Förderung der Biodiversität sowie das Schaffen von begegnungsfreundlichen Frei- und Siedlungsräumen. Es referieren und Freude am Fussballspielen Das von MS Sport diskutieren mit dem Publikum: Gemeindeammann Roland Kuster; Daniela Bächli, Fachberaterin Siedlungsentwicklung und Freiraum beim Kanton Aargau; Bettina Walch, Plan Biodivers Zürich; Nico Scholer, Christoph Merian Stiftung Basel, Lei- Rennen, kicken und kämpter Lebensraum Stadt; Marco Kauffen: 156 Kinder spielten in mann, Einwohner von Wettingen; Jlko Müller, Leiter Abteilung Bau der ersten Schulferienwound Planung. Anmeldung erwünscht: che auf der Sportanlage eveeno.com/dialog_wettingen (zVg)
Camp war
Kreuzzelg Fussball.
LESERBRIEF Zur Baureportage «Neubau Raiffeisenbank Lägern-Baregg» in der Limmatwelle vom 30. Juni Bankchef Iwan Suter singt ein Loblied auf die Bauprojekte der Raiffeisenbank Lägern-Baregg in Wettingen und vergisst dabei einige Strophen: Das zweite Projekt, das sich aktuell in der Vorentscheidphase durch die Gemeinde befindet, bedingt nicht nur den Abbruch der «ortsbildbestimmenden Baute» an der Dorfstrasse 25 samt Zusatzbauten (geschützt gemäss Gestaltungsplan «Dorf»), sondern auch Ausnahmebewilligungen für die Überschreitungen der Gestaltungsbaulinie und der Volumenvorgabe. Dass Herr Suter «mit Spannung» den Vorentscheid der an der Ausarbeitung des Projekts beteiligten Gemeinde (!) abwartet, klingt wie ein missratener Scherz. Zu hoffen ist einzig, dass der Abriss einer weiteren historischen Wettinger Liegen-
schaft auf juristischem Weg unterbunden werden kann und Argumente wie «den heutigen Erwartungen nicht mehr genügend» ins Reich der Phantastereien verwiesen werden. Wenn ein bestimmtes Architekturbüro nicht über das Knowhow zur fachgerechten Sanierung eines Altbaus verfügt, muss der Auftrag halt anderweitig vergeben werden. Ursula Moor, Wettingen
Auf Nachfrage der Limmatwelle bei der Gemeinde, ob sie an der Ausarbeitung des Projekts beteiligt ist, schreibt die Gemeinde: «Die Bauherrschaft hat Varianten ausgearbeitet. Im Rahmen von Vorbesprechungen zwischen Bauherrschaft und Baubewilligungsbehörde hat diese fachliche Hinweise gegeben und Auskünfte zur Realisierbarkeit der Varianten erteilt, die sich nun in der Vorentscheidprüfung befinden. Eine Beteiligung der Gemeinde gibt es nicht.»
Von 10 bis 16 Uhr jagten die Jungs und Mädchen Bällen hinterher, schwitzten und erhielten zwei Trainingseinheiten. Dabei kam auch der Spass nicht zu kurz. Der 14-jährige Noe aus Oberflachs war bereits zum fünften Mal mit dabei: «Ich finde es super, dass man immer wieder neue Leute kennenlernt und von den verschiedenen Trainings und Trainern profitieren kann.» Bei Pass- oder Schussübungen konnte er seine Fertigkeiten verbessern. Die 15-jährige Anais aus Würenlos ergänzt: «Die Stimmung in unserer Gruppe war super, wir konnten viele Spässchen machen.» Auch abseits des Fussballplatzes fehlte es den Kindern an nichts. Täglich erhielten sie ein von der Wettinger arwo Stiftung zubereitetes Es-
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GRÖSSTER GESANGSWETTBEWERB DER SCHWEIZ
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(Unverbindliches Foto)
Bau- und Planungsabteilung
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MUSIKTIPP Musiktipp zum Lied Watch My Moves von Kurt Vile, Verve 2022
organisierte Fussballcamp ist sehr beliebt.
restlos ausgebucht
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sen. Die vielseitigen Mittagsprogramme sorgten zudem für Erholung. Nebst der Suche nach dem Penaltykönig waren die Swisscom-Super-Games ein Highlight: «Die Kinder durften verschiedene Posten absolvieren, bei denen ganz unterschiedliche Fertigkeiten gefragt waren. Die nötige Portion Glück gehörte aber auch dazu», weiss Campleiter Marco Vogelsang. Am Freitag konnten die Kinder das Gelernte beim grossen Abschlussturnier anwenden. Vorbildliche Zusammenarbeit Campleiter Vogelsang zieht ein positives Resümee: «Die Anlage ist fantastisch und bietet genügend Platz. Das Camp ist sehr beliebt und jedes Jahr ausgebucht.» Dieses Jahr habe sogar die Klubbeiz geöffnet. Das Camp mache nicht nur den Kindern, sondern auch dem Trainerteam sehr viel Spass. Organisator ist MS Sport. Seit zwölf Jahren führt das Unternehmen Sportcamps durch für mittlerweile jährlich rund 16 000 Kinder in knapp 400 Camps. (zVg) Im Training wurde Vollgas gegeben.
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VEREINE Endlich wieder – die Wettinger Landfrauen gehen auf Reisen Nach zwei langen Jahren ohne traditionelle Landfrauenreise durften sich die Landfrauen nun endlich wieder freuen, gemeinsam einen wunderschönen Tag zu verbringen. Bei schönstem Wetter versammelten sie sich zahlreich in Wettingen und so konnte ein grosser Car von Twerenbold gefüllt werden. Das erste Ziel führte nach Hausen am Albis ins Restaurant Erpel am Türlersee, wo Kaffee und Gipfeli warteten. Weiter gings nach Bisisthal (Gemeinde Muotathal). Die Gastgeber des Restaurants Schönboden empfingen die Landfrauen mit einem Apéro und verwöhnten sie anschliessend mit einem feinen Mittagessen und einer noch feineren Kirschtorte. Mit viel Humor gewährte einer der Wetterpropheten Einblick in seine Wettervorhersagen.
Die Landfrauen waren nach langer Zeit wieder zusammen unterwegs. Anschliessend ging es weiter nach Küssnacht am Rigi, um etwas die Beine zu vertreten. Es war aber so heiss und schwül, dass alle Teilnehmenden im nächsten Restaurant, nah am See, ein kühles Getränk genossen. Nach einer schönen, ruhigen Fahrt über Land kehr-
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te man am Abend wieder zurück, müde von der Hitze, aber gut gelaunt, mit vielen Eindrücken, viel Gelächter und Geplauder. Es war ein gutes Gefühl, sich wieder so frei und unbeschwert begegnen zu können und sicher wieder nach Hause gekommen zu sein. (zVg)
Wer schon einem Live-Auftritt des US-Amerikaners Kurt Vile beiwohnen konnte, wird bestätigen, dass er keines der gängigen Klischees von einem Rockstar erfüllt. Die langen Haare bilden einen Wildwuchs, weit entfernt davon, etwas wie eine Frisur zu sein. Seine Stimme ist gewöhnungsbedürftig; eigentlich kann er gar nicht richtig singen. Doch auch wenn man ihn nicht als kompletten Musiker bezeichnen kann, sein Gitarrenspiel ist so herausragend, dass er mit «Watch My Moves» sein mittlerweile neuntes Studioalbum produziert hat. Der aus Philadelphia stammende Vile feierte mit «Pretty Pimpin» 2015 seinen grössten Erfolg. Der Song landete auf Platz eins der «Adult Alternative Billboards». Nach einer Kollaboration mit der australischen Künstlerin Courtney Barnett bleibt Vile auch auf seinem neuesten Album seiner Linie treu. Die meisten der 15 Songs dauern länger als fünf Minuten, diese Zeit brauchen die Gitarrenkreise, die den Hörer mitnehmen und einlullen, mit diesem Kunstgriff gerät der sprechende Gesang in den Hintergrund. Der Titel des ersten Songs «Going on a Plane Today» kann somit als programmatisch betrachtet werden. Hitpotenzial hat das gleich darauffolgende Lied «Flyin (Like a Fast Train)», das auch eines der wenigen Stücke mit schnellerem Takt ist. Kurt Viles neuester Wurf eignet sich als Musik für laue Sommernächte, selten zu dominant, um eine angeregte Diskussion zum Verstummen zu bringen, gleichzeitig aber die ideale Beschallung, um während Gesprächspausen ins Träumen zu geraten. Der Medientipp der Gemeindebibliothek Wettingen erscheint in loser Folge. www.wettingen.ch/bibliothek
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«Das Leben hat es gut gemeint» Der ehemalige Spreitenbacher Gemeindeschreiber, Jürg Müller, hat nach Neuenhof gewechselt und erzählt im Interview vom Abschied nach 35 Jahren. CORINNE BÜRKI
«Mir geht es gut und ich bin voller Tatendrang», antwortet der neue Neuenhofer Gemeindeschreiber Jürg Müller auf die Frage, wie es ihm geht. Vorher war er während über 35 Jahren (die Limmatwelle berichtete) in der gleichen Position, allerdings in Spreitenbach. Die Gründe, weshalb er die Gemeinde gewechselt hat, sind simpel: «Nach dieser langen Zeit ist es jetzt für mich der richtige Zeitpunkt, nochmals etwas Neues zu beginnen.» In all den Jahren konnte er sich ein grosses Wissen aneignen und möchte dies nun in Neuenhof anwenden: «Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, vor allem die neuen Organisationsabläufe werden Zeit in Anspruch nehmen.» Auf die Frage, ob ihm in Neuenhof denn schon etwas aufgefallen ist, was er
Abschied und Neuanfang Gemeindeschreiber Jürg Müller an seiner letzten Gemeindeversammlung in Spreitenbach. cia/Archiv angehen möchte, antwortet er geheimnisvoll. «Neuenhof ist gut organisiert und es wäre vermessen von mir, nach so wenigen Tagen Verbesserungsvorschläge vorzubringen.» Dennoch führe er eine Liste und mache sich Notizen, um allfällige Veränderungsmöglichkeiten zu prüfen. «Das bespreche ich aber zuerst jeweils mit den Leuten
AUS DEM GEMEINDERAT Sicherheit, Umwelt und Energie, SUE, Stadt Bern) gehalten. Im Anschluss an den offiziellen Teil sind alle Besucherinnen und Besucher zum «Pasta-Festival» eingeladen (solange Vorrat). Ebenso bietet die Festwirtschaft wiederum verschiedene Verpflegungsmöglichkeiten an. Wie in den vergangenen Jahren ist auch in diesem Jahr für Unterhaltung der Kinder gesorgt. Zum Beispiel haben die Kinder die Möglichkeit, sich ab 11.15 Uhr schminken zu lassen oder sich auf der «Rettungsstation» Hüpfburg im Peterskeller zu vergnügen. Der Gemeinderat dankt an dieser Stelle allen beteiligten Personen, die für die Hauptorganisation zustänBundesfeier 2022 in Neuenhof Nach- dig sind, insbesondere dem Männerdem die Bundesfeier coronabedingt chor Neuenhof, herzlich. zweimal abgesagt werden musste, freut es den Gemeinderat nun sehr, Die Sommeröffnungszeiten der Gedass die diesjährige Feier im ge- meindeverwaltung bis 5. August sind wohnten Rahmen stattfinden kann. wie folgt: Montag, 8–11.30 und 14– Die Feier am 1. August beginnt wie 18 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Dongewohnt um 11.15 Uhr und findet nerstag, 8–11.30 Uhr, Nachmittag in der Aula statt. Die Festansprache geschlossen, Freitag, 7.30 Uhr durchwird von Reto Nause (Direktor für gehend bis 14.30 Uhr.
in den entsprechenden Abteilungen», sagt Müller ergänzend. Wie eine Familie Der erste Eindruck von den Neuenhofern ist gut. «Es ist eine pulsierende Gemeinde. Das macht die Arbeit interessant.» In sozio-kultureller Hinsicht sei Neuenhof vergleichbar mit Spreitenbach und auch, was die
Grösse angeht, ähneln sich die beiden. Die Bevölkerung habe Müller zwar noch nicht gross kennengelernt, dennoch sei er überzeugt, dass er sich auch diesbezüglich keine Sorgen machen müsse, und in der Gemeindeverwaltung habe man ihn bereits sehr herzlich empfangen. So war auch die Verabschiedung in Spreitenbach. «Das Personal wollte mich nicht gehen lassen», so der Gemeindeschreiber lachend. Man habe ihm zum Abschied einen Wunschbaum überreicht. Dort haben Kollegen und Kolleginnen aufgeschriebene Wünsche für ihn und Würdigungen seiner Verdienste an den Baum gehängt. «Das hat mich wirklich sehr berührt und auch überrascht.» Er habe so etwas nicht erwartet, was es umso schöner mache. «Es war ein bisschen wie eine Familie in Spreitenbach.» Das werde er wohl auch am meisten vermissen, er ist aber guter Dinge, dass er auch in der Gemeinde Neuenhof gute Teams und neue tolle Persönlichkeiten finden wird. «Wissen Sie, das Leben hat es gut mit mir gemeint», sagt Müller zum Abschluss und verabschiedet sich in die nächste Besprechung.
«SCHNELLSCHT SCHUELKLASS»
Steueramt – Kündigung Dienstleistungsvertrag mit Stadt Baden Der Gemeinderat hat beschlossen, das Steueramt Neuenhof wieder vollständig in die Organisation der Gemeindeverwaltung Neuenhof einzugliedern. Er hat daher den seit 2009 bestehenden Dienstleistungsvertrag mit der Stadt Baden zur Führung des Steueramtes Neuenhof auf den 31. Dezember 2023 gekündigt. Durch die Kündigung erfolgen gewisse organisatorische Anpassungen, für die Neuenhofer Bevölkerung hingegen gibt es keine Veränderungen. Der Beschluss basiert auf den Legislaturzielen 2022 bis 2025.
3.-Klässler waren die Schnellsten Seit 2018 wird am «schnellschte Neuehofer» jeweils auch die «schnellscht Schuelklass» gewertet. JugendTurnen Neuenhof hat im Jubiläumsjahr 2018 den Wanderpokal gespendet. 2022 ging der Wanderpokal an die 3. Klasse von Quynh Tran. Jo Tomasi hat den Pokal der Schulklasse überbracht, die sich sehr gefreut hat. JugendTurnen Neuenhof gratuliert herzlich zu diesem Erfolg. (zVg)
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KILLWANGEN/SPREITENBACH AUS DEM GEMEINDERAT
Das Altersheim ist ihr neue Nina Abramovich und vier weitere Flüchtlinge leben seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs im Senevita Lindenbaum in Spreitenbach.
Gemeindewebseite mit neuem Design Vielleicht haben es einige bereits bemerkt, die Gemeindewebseite erscheint in einem neuen Design. Dieses wurde in einer Arbeitsgruppe – bestehend aus Fachleuten und Vertretern der Mitgliedsgemeinden – erarbeitet und wird nun schrittweise in den Gemeinden umgesetzt. Ziel des sogenannten «Re-Designs» war, die Gemeindewebseiten den heutigen Standards anzupassen und die Bedienung für die Benutzer einfacher zu gestalten. Man hofft, dies sei gelungen und wünscht allen viel Vergnügen mit dem neuen Layout.
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Etui mit über 4000 Franken gefunden Am 8. Juli meldete eine Frau aus Killwangen bei der Polizei den Fund eines Etuis mit einem Betrag von über 4000 Franken Inhalt. Sie wolle dieses Etui gerne abgeben. Im Inneren befinde sich auch die Anschrift des Eigentümers. Eine Patrouille der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal begab sich an die gemeldete Stelle, wo sie auf die Finderin traf. Diese übergab der Polizei das Etui mit Inhalt, welche anhand der Personalangaben aus einem Bankbeleg mit dem Eigentümer Kontakt aufnehmen konnte. Voller Freude und sichtlich überrascht nahm der Eigentümer des Geldes die Nachricht über den Fund entgegen und empfing die Patrouille am Folgetag zur Übergabe. Als Dank gegenüber der Finderin gab der Eigentümer weit mehr als nur 10 % des üblichen Finderlohnes. Dieser konnte der Finderin am gleichen Tag ausgehändigt werden, welche sich ebenso darüber freute wie der Besitzer. Schalteröffnungszeiten an der Landstrasse 89 in Wettingen Montag, 8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 Uhr. Dienstag bis Freitag, 8.30– 11.30 Uhr und 13.30–16 Uhr. Telefonisch ist die Regionalpolizei unter 056 417 92 00 erreichbar.
SIBYLLE EGLOFF
Schuhe säumen den Eingang. Ein Badetuch hängt über der Stuhllehne neben dem Pflegebett. Nina Abramovich läuft zum Tisch in der Mitte des Raumes. Bücher und ein Laptop liegen darauf. «Das ist mein Büro», sagt sie und lächelt. Seit April ist das Zimmer im sechsten Stock des Altersheims Senevita Lindenbaum in Spreitenbach das neue Zuhause der Ukrainerin. Abramovich ist eine von insgesamt fünf Flüchtlingen, welche aktuell im Spreitenbacher Altersheim leben. «Kiew stand dauernd unter Beschuss. Eine Bombe traf unser Nachbarhaus und verwüstete es», erzählt Abramovich vom Krieg in ihrer Heimat und zeigt Bilder eines zerstörten Hauses auf Facebook. Sie und ihre 34-jährige Tochter Lena schliefen wegen der russischen Angriffe im Flur ihrer Wohnung. «Dort hat es tragende Wände, die nicht so einfach einstürzen. Viele Nachbarn und Freunde suchten sich in Kellern oder in Metrostationen Schutz.» Ihre Tochter blieb wegen einer neuen Liebe in der Heimat zurück Die unerträgliche Situation bewog Abramovich dazu, Kiew zu verlassen. «Ich versuchte, auch meine Tochter von der Flucht zu überzeugen. Zehn Tage lange redete ich ihr zu und flehte sie an, mit mir mitzukommen», sagt sie. Vergebens. «Sie hatte sich frisch verliebt und wollte sich nicht von ihrem Freund trennen.» Abramovich hält das Handy vor den Mund und spricht ein paar Worte auf Ukrainisch. «Schmetterlinge im Bauch», übersetzt die App. Abramovich zuckt traurig mit den Schultern. Schweren Herzens liess sie ihre Tochter zurück. «Ich bin jetzt zwar hier in Sicherheit, aber meine Seele ist immer noch in Kiew bei meiner Tochter.» Ihre Flucht und die Begegnungen auf dem Weg in die Schweiz und im Altersheim in Spreitenbach verarbeitet Abramovich in Kurzgeschichten. In Kiew war sie als Journalistin tätig und schrieb für verschiedene Zeitungen meist über
Von Kiew nach Spreitenbach: Nina Abramovich wohnt im Senevita. Möglich machte das Kriminalgeschichten oder soziale Themen. Gerne würde sie in ihrem angestammten Beruf einen Job in der Schweiz finden. Doch Abramovich bleibt realistisch.«Ich habe nicht damit gerechnet, dass mich mein Schicksal je in die Schweiz führen würde. Daher habe ich nie Deutsch gelernt. Ich bin zu jeder Hilfsarbeit bereit», sagt sie. Wichtig sei ihr, eine Beschäftigung und Ablenkung zu haben. «Sonst fällt mir in meinem Zimmer die Decke auf den Kopf.» Abramovich und den anderen Geflüchteten steht zusätzlich ein Aufenthaltsraum mit einer Küche im Senevita Lindenbaum zur Verfügung. «Ich bin froh, dass ich ein sicheres Dach über dem Kopf habe, und danke dem Staat und den Men-
schen dafür», sagt sie. Dass die Ukrainerin und ihre Landsleute im Altersheim unterkommen können, hat Philippe Widmer, Geschäftsführer des Senevita Lindenbaum, möglich gemacht. «Als ich in den Medien von den vielen Privaten vernommen habe, die Ukrainerinnen und Ukrainer bei sich zu Hause aufnehmen, kam mir die Idee, dass wir im Altersheim ebenfalls Platz für ein paar Personen hätten. Ich nahm deshalb mit dem Kanton Kontakt auf.» Ein Flüchtling erledigt Gartenarbeiten im Senevita Das Altersheim sei für die Unterbringung von Flüchtlingen ideal, findet Widmer. «100 von 134 Zimmern sind aktuell von Bewohnerin-
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es Zuhause
AUS DEM GEMEINDERAT Limmattalbahn; Testfahrten seit 11. Juli Der Betriebsstart der Limmattalbahn rückt immer näher. Das neue Depot zwischen Spreitenbach und Dietikon wurde Anfang Mai der Aargau Verkehr AG übergeben und die Bahntechnikarbeiten sind grösstenteils beendet, sodass nun mit dem Testbetrieb begonnen werden kann. Seit 11. Juli sind die ersten Fahrzeuge für Testfahrten auf der neu gebauten Infrastruktur der Limmattalbahn unterwegs. Bis Dezember 2022 folgt die Inbetriebnahme mit Tests und Prüfungen für den Regelbetrieb. Der Betriebsstart ist am Sonntag, 11. Dezember.
nen.» Einer der Männer hat unterdessen eine befristete Stelle als Schweisser in einer Firma in Spreitenbach gefunden. Der andere wurde sogar im Senevita angestellt. «Er erledigt für uns kleine Gartenarbeiten und erhält dafür einen kleinen Lohn von uns», sagt Widmer. Die Seniorinnen und Senioren im Haus und deren Angehörige wurden über die Anwesenheit der ukrainischen Geflüchteten informiert. «Reaktionen blieben aus. Dafür erhielten wir viele positive Rückmeldungen von Menschen aus Spreitenbach», sagt Widmer. Auch er zeigt sich zufrieden. Die fünf ukrainischen Gäste Publikation von Gesuchen um ordentseien sehr pflegeleicht. «Wir haben liche Einbürgerung Folgende Persosie auf die Gemeindeverwaltung be- nen haben bei der Gemeinde Spreitenbach ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Andjelina Cvijetinovic, geb. 2010, serbische «Ich bin hier in Sicherheit, Staatsangehörige, wohnhaft Baumaber meine Seele ist immer gartenstrasse 2; Fatlume Dalipi geb. noch in Kiew.» Sadiku, geb. 1990, nordmazedonische Staatsangehörige, wohnhaft NINA ABRAMOVICH, GEFLÜCHTETE Güterstrasse 2; Denise Féliz Lara, geb. 2001, dominikanische Staatsgleitet, um sie anzumelden. Sonst angehörige, wohnhaft Haselstrasse sind sie sehr selbstständig», sagt 10; Aldrina Hamiti, geb. 2002, kosoWidmer. Zwei Wochen nach ihrer varische Staatsangehörige, wohnAnkunft hätten die Geflüchteten die Geschäftsleitung des Altersheims als Dank zu einem ukrainischen Abend- WANDERGRUPPE SPREITENBACH essen eingeladen. «Wir probierten Spezialitäten aus der Ukraine wie Wandervögel besuchen zwei Vogelparadiese etwa die Randensuppe Borschtsch», Am 30. Juni traf sich die Wanderschar um 8.40 Uhr auf dem Bahnhof Killwangen erzählt Widmer.
Geschäftsführer Philippe Widmer.
Sibylle Egloff
nen und Bewohnern belegt. Der ganze sechste Stock ist noch leer und bietet Aufenthaltsräume samt Küche. Hier kann man leben.» Für Widmer ist klar: «Nicht nur Private, sondern auch wir als Altersheim tragen eine kleine soziale Verantwortung.» Für die Beherbergung der Ukrainerinnen und Ukrainer erhält das Altersheim pro Person und pro Nacht 9 Franken ausgezahlt. Die grösste Sorge der neuen Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheims sei bei ihrer Ankunft gewesen, dass sie bald wieder abreisen müssten, erinnert sich Widmer. Er versichert: «Die drei Frauen und zwei Männer können sicher bis Ende Jahr bei uns bleiben und müssen nicht woanders hin. Wir haben Kapazität für fünf bis sechs Perso-
Die Kommunikation ist die grösste Schwierigkeit Das Zusammenleben gestalte sich gut – einzig die Kommunikation bereite Schwierigkeiten. «Sie verstehen kein Deutsch und fast kein Englisch und wir umgekehrt haben keine Ahnung von der ukrainischen Sprache», sagt Widmer. Glück habe man, dass eine Pflegemitarbeiterin ukrainisch und russisch spreche und auch eine Mitarbeiterin auf der Abteilung Soziales der Gemeindeverwaltung Spreitenbach russisch verstehe. Man versuche, sich überdies mit Übersetzungs-Apps zu verständigen, doch auch das funktioniere nicht immer. «Absurd», sagt Nina Abramovich während des Gesprächs mehrmals, als der Übersetzungs-Dienst sinnbefreite Sätze ausspuckt. Auf die Frage, ob sie, sobald der Krieg vorbei sei, wieder in die Heimat zurückkehren werde, antwortet Abramovich: «Wohin soll ich zurückkehren? Ich bin Optimistin, aber ich fürchte, dass Putin Kiew auslöschen wird.»
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und fuhr mit Umsteigen in Aarau und Menziken nach Beromünster zum Ausgangspunkt der Wanderung. Und nun war zuerst einmal ein kurzer, steiler Anstieg zu bewältigen, bevor man den schattenspendenden Chüewald mit dem Naturschutzgebiet Vogelmoos erreichte. Bei schönstem Sonnenschein ging es weiter durch Wald und Wiesen mit einem tollen Ausblick auf das Alpenpanorama. Doch bald war es vorbei mit dem sonnigen Wetter, langsam begann sich der Himmel zu verdunkeln und es war nur eine Frage der Zeit, bis der vorausgesagte Regen kommen würde. Nach dem Weiler Elmenringen sah man in der Ferne die Wallfahrtskapelle Gormund und daneben den Landgasthof Gormund, wo zum Mittagessen reserviert war. Die Schlusslichter der Gruppe mussten kurz vor dem Gasthof einen Spurt hinlegen, weil es nun zu regnen begann. Nach dem Essen und dem obligaten Kaffee gings zur Nachmittagswanderung. Einige Interessierte besuchten vor dem Abmarsch, inzwischen hatte sich die Sonne wieder gezeigt, die über 500 Jahre alte Wallfahrtskapelle, bevor man die Wanderung ins Städtchen Sempach in Angriff nahm. Und so marschierte
haft Bahnhofstrasse 80; Arbnora Hamiti, geb. 2004, kosovarische Staatsangehörige, wohnhaft Bahnhofstrasse 80; Albana Islami, geb. 2006, kosovarische Staatsangehörige, wohnhaft Landstrasse 144; Samanta Lamesic, geb. 1996, kroatische Staatsangehörige, wohnhaft Geeracherstrasse 17, Tanja Vukojevic, geb. 1983, bosnisch-herzegowinische Staatsangehörige, wohnhaft Shopping-Center 11. Stipendien Mit Ausbildungsbeiträgen unterstützt der Kanton Aargau Menschen, die ihre Ausbildung nicht alleine finanzieren können. Ausbildungsbeiträge werden als Stipendien und rückzahlbare zinslose Darlehen gewährt. Unter www. ag.ch/stipendien können Merkblätter und weitere Informationen heruntergeladen werden. Zudem kann mittels einem Stipendienrechner unverbindlich ausgerechnet werden, ob sich der Aufwand lohnt, ein Gesuch einzureichen. Termine 29. Juli, 19 Uhr: Kunst im Gemeindehaus, Vernissage; 1. August, 10.30 Uhr: Bundesfeier, Gemeindehausplatz, ab 17 Uhr: Volksfest, Ziegelei-Areal.
Sonnenschein begleitete die Wanderer durch Wald und Wiesen. zVg man durch das Gormundermoos, vorbei am riesigen Golfplatz, und konnte die zur Golfanlage gehörenden luxuriösen Gebäude bestaunen. Für einen kurzen Bummel durch Sempach waren alle Teilnehmer zu müde und stattdessen genehmigte man sich vor Abfahrt des Postautos einen Umtrunk im schmucken Städtchen. Weil das Postauto Verspätung hatte, fuhr der Zug nach Lenzburg in Hochdorf der Wanderschar vor der Nase weg. Nach einer Stunde Wartezeit in der nahen Gartenwirtschaft fuhr man mit Umsteigen in Lenzburg durch den Heitersbergtunnel zurück (zVg) nach Killwangen-Spreitenbach.
Veranstaltungsgesuch Gestützt auf das Waldgesetz des Kantons Aargau und die zugehörige Verordnung wird folgende Veranstaltung publiziert: Dietiker Neujahrsläufe 2023 und 2024 Am 14.01.2023 und 13.01.2024 findet jeweils von 12.00 – 16.00 Uhr der Dietiker Neujahrslauf statt. Der Start und das Ziel befinden sich bei der Stadthalle Dietikon. Die Strecke führt teilweise über folgendes Spreitenbacher Gemeindegebiet: Fondlistrasse, Bründlistrasse, Fluestrasse, Schmärlaubenstrasse, Weiherstrasse, Sandbühlstrasse und Grütstrasse. Die Akten liegen während der Einsprachefrist auf der Gemeindekanzlei Spreitenbach, Poststrasse 13, zur Einsichtnahme auf.
Auch die Limmatwelle macht Sommerferien. Daher erscheint am 28. Juli eine Doppelnummer. Die Ausgabe vom 4. August entfällt. Für die Ausgabe vom 28. Juli wird der Redaktions- und Inserateschluss vorgezogen. Redaktionsschluss: Donnerstag, 21. Juli 2022, 17 Uhr. Inserateschluss: Donnerstag, 21. Juli 2022, 17 Uhr.
Rechtsmittel Einsprachen gegen dieses Veranstaltungsgesuch sind innert 30 Tagen, das heisst bis zum 15. August 2022, beim Gemeinderat Spreitenbach einzureichen. Die Einsprache muss einen Antrag und eine Begründung enthalten. Gemeinderat Spreitenbach
Bauausschreibung BG Nr: Bauherr:
3361 Lips Hans Rudolf und Lips Anita Maria, Feldstrasse 27 5415 Nussbaumen AG Karasimos Hedwig Landstrasse 32, 8197 Rafz Bauobjekt: Energetische Sanierung, kleine Anpassungen Baustelle: Schmittegass 17/19 Parzelle: 59 Zusatzbew.: Keine
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BG Nr: Bauherr:
3364 Excitement.ch AG Bühlackerstrasse 51 8916 Jonen Bauobjekt: Umnutzung von bestehender Gewerbefläche; Einbau von Escape-Rooms Baustelle: Limmatstrasse 2 Parzelle: 2677 Zusatzbew.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Aargauische Gebäudeversicherung BG Nr: Bauherr:
3365 Demaurex & Co. AG Mooswiesstrasse 42 9201 Gossau SG Bauobjekt: Erstellung eines Notstromaggregates Baustelle: Industriestrasse 167 Parzelle: 837 Zusatzbew.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Aargauische Gebäudeversicherung Die öffentliche Auflage erfolgt vom 18. Juli 2022 bis 16. August 2022 auf der Bauverwaltung, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Bauverwaltung, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.
brigitte.gaehwiler@chmedia.ch
Gemeinde Spreitenbach
24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos. HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10 REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 Leitung: Melanie Bär (bär), melanie.baer@chmedia.ch Corinne Bürki (crb), corinne.buerki@chmedia.ch Manuela Page (mpa), manuela.page@chmedia.ch REDAKTIONSSCHLUSS: Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 079 643 81 66 DRUCK: CH Media Print AG, 5001 Aarau ZUSTELLUNG: Die Post ABO SERVICE E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon 058 200 55 55 EIN PRODUKT DER
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SPREITENBACH
WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 14. JULI 2022
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Angeln statt Tischtennisspielen Jahrzehntelang lebte Willi Häusler in Spreitenbach und stand beinahe täglich für den Tischtennisclub im Einsatz. Nach gesundheitlichen Problemen ist er vor anderthalb Jahren nach Lettland ausgewandert. MELANIE BÄR
«Es kommt mir ziemlich hektisch vor hier in der Schweiz», sagt Willi Häusler beim Interview auf der Redaktion der Limmatwelle. Am Tag vorher ist er aus Lettland in die Schweiz geflogen, um an der Generalversammlung des Spreitenbacher Tischtennisclubs teilzunehmen. Übernachtet hat er bei seiner Mutter in Brugg. Denn ein eigenes Daheim haben er und seine Frau Parsla in der Schweiz nicht mehr. Im Februar sind sie in deren Heimatland ausgewandert. Trotz Hektik freut er sich, ein paar Tage in der Schweiz zu verbringen und seine alten Vereinskollegen wiederzusehen. 30 Jahre lang war er als Spielleiter für den technischen Betrieb des Vereins zuständig und leitete den Nachwuchs. Beinahe täglich stand er in der Halle, jedes zweite Wochenende nahm er an Turnieren teil. Zuerst spielte er selbst in der höchsten Stärkeklasse, später trainierte er die Nachwuchsspieler. Auch im Vereinskartell war er aktiv. «Im Nachhinein betrachtet, war es etwas viel», sagt er nachdenklich. Der Unterschied zwischen dem viel beschäftigten und umtriebigen Leben in der Schweiz und dem heutigen, eher ruhigen Alltag in Lettland ist gross. «Die Veränderung ging jedoch besser, als ich es mir vorgestellt hatte», sagt er und fügt an: «Der Schnitt und das coronabedingte Herunterfahren war gar nicht schlecht für mich.» Nach Krebserkrankung liess er sich frühpensionieren Schon damals, als er vor vier Jahren eine Lettin heiratete, stellte er sich vor, sich mit 63 pensionieren zu lassen und mit seiner Frau in deren Heimatland auszuwandern. Als er dann aber bei einem Routineuntersuch die Diagnose Prostatakrebs erhielt, zog er noch früher als geplant einen Schlussstrich unter sein Berufsleben. Er unterzog sich einer Operation und kündigte bereits mit 61 Jahren seinen Job als technischer
Fischen statt Tischtennisspielen Willi Häusler hat in Lettland ein neues Hobby gefunden . Kaufmann bei der Axpo in Baden. «Es war ein spontaner Entscheid. Die Gesundheit geht vor», sagt er. Mehrere Kollegen aus seinem Freundeskreis seien erkrankt, einer verstarb. «Solche Situationen zeigen, wie wichtig die Gesundheit ist.» Vermisst das Tischtennisspiel nicht Mit dem Wegzug aus Spreitenbach legte er auch den Tischtennisschläger zur Seite. Die Generalversammlung im Juni war sein letzter offizieller Akt, bei dem er persönlich
«Die Veränderung ging besser, als ich es mir vorgestellt hatte.» WILLI HÄUSLER, AUSWANDERER
verabschiedet wurde. «Ich habe eigentlich gar nicht das Reissen, wieder zu spielen», sagt er. Aktiv ist er hingegen immer noch. Heute jedoch vor allem im Haus und Garten in Ventspils, zu Deutsch Windau, an der Westküste von Lettland. Dort kauften er und seine Frau ein Haus und erwarben später das Nachbarhaus dazu, das
sie nun sanieren. Gerade wird das Dach erneuert. Im Garten steht auch ein Treibhaus, das sie bewirtschaften. Für sich selbst und die Familie. «Der Zusammenhalt ist gross. Gerade während des Lockdowns, der in Lettland mehrere Wochen dauerte, waren wir viel zu Hause, gingen fischen oder haben mit den erwachsenen Kindern meiner Frau und deren Familie Spiele gemacht.» Auch zwei Katzen leben bei ihnen. «Meine neuen Hobbys sind jetzt die Motorsäge und das Fischen», sagt Willi Häusler, lacht und fügt an: «Und auch Spaziergänge am Strand und in die Altstadt, was beides in Gehdistanz liegt.»
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ganz gewöhnt, es sei noch unbeständiger als in der Schweiz. «Wir hatten viele Stürme, die eindeutig eine Folge der Klimaerwärmung sind.» Im Moment fühlt er sich aber in seiner neuen Heimat daheim. Dort, wo alles ein bisschen langsamer zuund hergeht als «in der hektischen Schweiz». Es scheint, als sei er angekommen. Angekommen in der Heimat seiner Frau und bei sich selbst.
Angelrute statt Tischtennisschläger Vermisst er seine alte Heimat, seine Freunde, den Sport? «Manchmal wäre es schon schön, so wie heute Abend in den Biergarten zu gehen und Kollegen zu treffen», sagt er. Jetzt pflegt er den Kontakt mit ihnen über die sozialen Medien und ist via Videocall mit ihnen verbunden. Packt ihn dennoch das Heimweh, dann trifft er sich mit anderen Auslandschweizern. So wie letztes Wochenende am Schweizertag. Einzig Für die Generalversammlung ist Willi ans Wetter hat er sich noch nicht Häusler in die Schweiz gereist. Melanie Bär
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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN
WETTINGEN
NEUENHOF
Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 16. Juli, 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Marcel Mehlem). Sonntag, 17. Juli, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Mittwoch, 20. Juli, 9 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 21. Juli, 8 Uhr, Eucharistiefeier.
Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 16. Juli, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Eucharistiefeier (Basil Okeke). Sonntag, 17. Juli, 11 Uhr, Eucharistiefeier (Basil Okeke). Montag, 18. Juli, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 20. Juli, 19 Uhr, Eucharistiefeier (Basil Okeke).
Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 15. Juli, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Sonntag, 17. Juli, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Marcel Mehlem); 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Mittwoch, 20. Juli, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle.
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Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag 17. Juli, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier (Ulrike Henkenmeier und Theo Pindl); 11 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Marcel Mehlem). Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 17. Juli, 10 Uhr, Gottesdienst (Arnold Bilinski). Alterszentrum St. Bernhard, Langäcker 1 Dienstag, 19. Juli, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier.
Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 15. Juli, 19 Uhr, Eucharistiefeier mit anschliessender Anbetung. Samstag, 16. Juli, 18 Uhr, Eucharistiefeier (George Okorie). Sonntag, 17. Juli, 10 Uhr, Eucharistiefeier (George Okorie). Mittwoch, 20. Juli, 9.30 Uhr Eucharistiefeier. Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 15. Juli, 10.15 Uhr, Eucharistiefeier Dienstag, 19. Juli, 10.15 Uhr, Gottesdienst (Arnold Bilinski). Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 17. Juli, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Renate Bilinski). Anschliessend Kirchenkaffee.
KILLWANGEN Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 15. Juli, 19 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer). Sonn-
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tag, 17. Juli, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer).
WÜRENLOS Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Samstag, 16. Juli, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Mittwoch, 20. Juli, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 17. Juli, 9.30 Uhr, Gottesdienst, (Timothy Cooke). Klosterkirche Fahr Samstag, 16. Juli, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 17. Juli, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier. Montag, 18. Juli, 17 Uhr, Eucharistische Anbetung. Dienstag, 19. Juli, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 21. Juli, 19.30 Uhr, Gebet am Donnerstag.
KIRCHLICHE HINWEISE Zäme sii, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Dienstag, 19. Juli, 14 Uhr. Kreativ-Atelier Steiacherhof, um Handarbeiten zu machen und zu plaudern, im Gemeinschaftsraum Steiacherhof, Steinackerstr.17, Spreitenbach, Donnerstag, 21. Juli, 9–11 Uhr. Bibelforum, Chilestübli, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 21. Juli, 19 Uhr.
KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG Ref. Kirchgemeinde Würenlos Werner Sekinger, Kirchenpflegepräsident, begrüsste am 12. Juni 32 Stimmberechtigte zur Versammlung, zu der 1137 stimmberechtigte Mitglieder eingeladen wurden. Alexander Anliker, Ressortverantwortlicher Finanzen, kommentierte die Kirchengutsrechnung. Die Kirchengutsrechnung 2021 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 3558.66 ab (im Vorjahr resultierte ein Ertragsüberschuss von Fr. 56 847.69). Das Ergebnis ist im Vergleich zum Voranschlag 2021 mit einem Negativ-Saldo von 53 510 Franken aufgrund von umfangreichen Einsparungen in vielen Bereichen sowie wegen Corona ausgefallenen Anlässen wesentlich besser ausgefallen. Bezüglich Abschreibungen und Rückstellungen wurde im Voranschlag mit 0 Franken gerechnet. Effektiv konnte die Rückstellung für zukünftige Renovationen um 20 000 Franken erhöht werden.
Die Steuereinnahmen für 2021 sind mit Fr. 739 134.20 ziemlich genau wie budgetiert (738 000 Franken) ausgefallen und haben somit leider den Trend des rückläufigen laufenden Steueraufkommens bestätigt. Ohne die umfangreichen Einsparungen (rund 36 000 Franken) und die Minderausgaben wegen Corona (rund 19 000 Franken) hätte ein deutlicher Verlust resultiert. Der beantragte Austritt aus der Interkonfessionellen Ehe- und Paarberatung Baden wurde nach kurzer Diskussion mit grosser Mehrheit genehmigt. Zu diskutieren gab das Traktandum Personelles: Die langjährige Unterhaltsreinigungskraft Martha Hauser hat gekündigt. Nun sucht man eine neue Unterstützung. Das Fiire mit de Chliine soll in einer neuen Team-Zusammensetzung fortgeführt werden. Die Kündigung von Tonia Egloff nach 19 Jahren gab Anlass zur Diskussion und stellte den Sparkurs der Kirchenpfle-
«MEIN GOTT»
ge in Frage. Tom Sommer, Leiter des Pädagogischen Handelns, konnte gut darstellen, wie die Sparmassnahmen mit dem Ziel der Beibehaltung einer qualitativ guten Kinder- und Jugendarbeit geprüft und durchgeführt wurden und dass bei Tonia Egloff nur eine minimale Stellenreduktion vorgeschlagen wurde. Auch das Pensum für die Pfarrperson wurde in Frage gestellt. Ein Antrag auf eine Reduktion auf neu 70 % wurde gestellt. Da er nicht traktandiert war, konnte darüber nicht abgestimmt werden und wird daher auch die nächste Amtsperiode 2023–2026 nicht mehr betreffen. Hanspeter Schüpfer, Theologischer Mitarbeiter, gab einen Rückblick über die letzten 6 Monate. Einem Antrag zur Prüfung von häufigerem Kanzeltausch, um Kosten zu sparen, wurde stattgegeben. Im Anschluss wurde ein grosszügiger Apéro angeboten, der lange besucht wurde. (zVg)
Stefan Moll, Pfarrer der evangelischmethodistischen Kirche BadenWettingen
Bei der Bushaltestelle haben Schüler die Abkürzung durchs Gras genommen. Es war ein nasser Herbst und so ist ein Schlammweg entstanden. Im Jahr darauf haben wieder alle die Strasse benützt. Das ist jetzt rund sieben Jahre her. Der schmale Streifen ist wieder am Zuwachsen. Allerdings staune ich schon: Auch nach Jahren ist der Weg noch zu sehen. Diese paarmal, in denen dort jemand übers Gras ging, haben den Boden nachhaltig beschädigt. Dem Gras fällt es immer noch schwer, hier Wurzeln zu schlagen. Man kann den Jugendlichen kaum einen Vorwurf machen, weil sie über das Gras statt über die Strasse gehen. Der Schaden ist verglichen mit anderen Umweltschäden, die täglich angerichtet werden, vernachlässigbar. Und dennoch … Dennoch sehe ich fast jeden Tag, wie wenig es braucht, damit etwas kaputtgeht. Ich sehe, wie zäh es für die Wiese ist, sich wieder zu erholen. Es schadet der Natur, wenn man auf ihr rumtrampelt. Dem Menschen übrigens auch. Soll ich darum Achtsamkeit predigen? Vielleicht. Aber Appelle richten selten Nutzen an. Appelle wollen uns folgsam machen. Das mag niemand. Ich hoffe stattdessen auf eine neue Liebe zur Umwelt und ihren Bewohnern. Die Liebe macht uns glücklich. Liebe zur Natur, zum Mensch, zum Tier – und letztlich auch zu Gott ist der tiefste Sinn der Schöpfung. Gott schuf die Welt, damit wir lieben. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch
WÜRENLOS
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AUS DEM GEMEINDERAT
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«Die Limmat ist keine Müllhalde» Vier Jugendliche haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Limmat von Abfall zu befreien. Für ihre Abschlussarbeit bekamen sie den zweiten Platz an der Bezirksschule Wettingen. CORINNE BÜRKI
Die Wolken am Würenloser Himmel werden immer dunkler, als sich die vier Wettinger Bezirksschüler Alessio Brunold, Eliano Guido, Aurel Zehnder und Emil Müller über den schmalen Weg durch das Gehölz runter zum Limmatufer bei der Brücke begeben. Genau genommen sind die Jungs keine Bezirksschüler mehr, denn nach den Sommerferien werden sie Kantonsschüler an der Kanti Baden. Für ihre Abschlussarbeit haben sie die Limmat von Nach dem Empfang des Diploms: Sarah Abfall befreit. Haas und Salomon Josef. zVg Unterrichtsfreie Zeit Prüfungserfolg von Sarah Haas und Bereits vor der Arbeit waren die Salomon Josef Sarah Haas und Salo- Jungs oft auf der Limmat unterwegs mon Josef, beide Gebenstorf, haben und ihnen fiel auf, wie viel Abfall das gesamte Qualifikationsverfahren am Ufer, aber auch am Grund des resp. die Lehrabschlussprüfungen Flusses abgelegt wurde. Eliano zeigt als Kaufleute (E-Profil) mit gutem sich enttäuscht darüber: «Es schaErfolg bestanden. Sie durften am 27. det den Tieren und der Umwelt», Juni ihr Diplom als Kauffrau/Kauf- sagt der 15-Jährige und ergänzt: mann mit Stolz in Empfang nehmen. «Das hat uns umso mehr motiviert, Sarah Haas konnte mit dem sehr etwas dagegen zu unternehmen.» guten Notendurchschnitt von 5,3 Im Rahmen des Abschlussprojektes sogar den 3. Rang der besten Prü- bekamen sie zwei Wochen unterfungsabsolventinnen und -absolven- richtsfreie Zeit, in der sie ihrem ten belegen. Gemeinderat und Ge- Projekt nachgehen konnten. Obenmeindepersonal gratulieren herzlich drauf gab es einen finanziellen Zuzum Lehrabschluss und wünschen stupf von 200 Franken für den Kauf ihnen für den weiteren beruflichen eines Gummiboots und eines FiWerdegang und für die Zukunft alles schernetzes. Die Finanzierung der Gute. Schwimmwesten übernahmen die Eltern von Eliano Guido. Korrektur zur Entstehung des WaldIn diesen zwei Wochen unternahhauses Würenlos Das Waldhaus ent- men die vier Jugendlichen etwa fünf stand nicht wie in den Gemeinde- Touren auf der Limmat, von Dieratsnachrichten vom 7.7.2022 ge- tikon bis nach Würenlos. «Wir waschrieben in Fronarbeit, sondern in ren je ungefähr fünf Stunden auf der Zimmerei von Josef Brunner an dem Wasser und haben Abfall geder Bachwiesenstrasse in Würenlos. sammelt», so Alessio. Immer einJeder einzelne Stamm wurde be- fach war das nicht, denn nebst den arbeitet, eingepasst und numme- kleineren Dingen wie Bierflaschen riert und anschliessend im Täger- fanden sie grössere Sachen, unter hardwald an seinem Bestimmungs- anderem viele Fahrräder. «Die konnort wieder aufgebaut. Arnold Ernst ten wir aber unmöglich rausholen, zeichnete die Umrisspläne. Die De- weil sie für unser Gummiboot eintailpläne entstanden nach langer fach zu schwer gewesen wären und Recherche in alten Fachbüchern die Strömung war zu schnell», sagt durch die Hand von Josef Brunner, Aurel. Während dieser fünf Touren welcher dieses nun ausgezeichnete haben sie 100 Kilogramm Abfall geWaldhaus mit seinen Mitarbeitern sammelt, darunter waren viele Kreditkarten, ein Notfallhammer, wie gebaut hat.
Wettinger Bezirksschüler säubern die Limmat für ihre Abschlussarbeit. er in Bussen zu finden ist, oder auch ein Töfflisattel. Das wohl Ungewöhnlichste, was sie gefunden haben, war laut Eliano eine ungarische Identitätskarte. Beim Transport der Abfälle ans Ufer seien sie öfters von Passanten angesprochen worden, die sich bei ihnen bedankten. «Sie waren wirklich begeistert. Man merkt, dass das Problem die Menschen beschäftigt», so Eliano. Da die Abfallentsorgung kostet, haben sich die vier Freunde per Mail an das «Recycling Paradies» in Spreitenbach gewandt und ihr Projekt erklärt. Die Sammelstelle erliess den Schülern sämtliche Entsorgungskosten. «Ohne Hilfe wäre es schwierig geworden, auch unsere Eltern haben uns sehr unterstützt», sagt Alessio. Dies zum Beispiel mit dem Transport der Abfälle per Auto. Ein tolles Resultat Schlussendlich stand die Gruppe auf einer Rangliste mit 64 Projekten der Bezirksschule Wettingen. Sie wurden Zweite. Emil macht die Platzierung stolz: «Wir haben viel Zeit investiert und haben ein tolles Resultat erzielt.» Doch wichtiger sei, dass durch das Projekt andere Schüler in ihrem Alter darauf aufmerksam gemacht würden, ihren Abfall richtig zu entsorgen und nicht einfach ins
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Die vier Freunde Alessio Brunold, Eliano Guido, Emil Müller und Aurel ZehnCorinne Bürki der. (v.l.) Wasser zu werfen. Denn «die Limmat ist keine Müllhalde», so die vier Freunde. Sie werden in Zukunft wieder nach Abfall tauchen, denn es habe auch sehr viel Spass gemacht, sind sie sich einig. Dann verdichten sich die Wolken, es fängt an zu regnen. «Zum Glück ist das Projekt abgeschlossen, bei diesem Wetter wäre es nicht möglich gewesen», sagt Alessio lachend. Nach einem kurzen, nassen Spaziergang zurück über den schmalen Weg schwingen sich die Jugendlichen auf ihre Fahrräder und machen sich auf den Weg nach Hause.
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AGENDA
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FERIENFOTOS
«DAS LETZTE WORT»
Melanie Bär, Redaktionsleiterin
«Der Blick von der Rigi Richtung Zugersee, einfach schön», schreibt Leserin Andrea Ott zu ihrem Bild (oben). Gabi De Marinis schickt ein Ferienfoto aus Frankreich von der Dune du Pilat (rechts). Wie das Bild von Gaby Kost zeigt (unten), kann auch in der Region Ferienstimmung aufkommen. Die Enten hat sie bei einer Bootsfahrt auf der Limmat in Neuenhof entdeckt. Schicken auch Sie uns Ihr Ferienbild (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch. Die Redaktion und andere Daheimgebliebene freuen sich darauf.
SPREITENBACH Morgenspaziergang Natur- und Vogelschutzverein SpreitenbachKillwangen Das Thema des Spazierganges lautet Unser Wald – Nutzen für alle. Gäste sind willkommen. Beim Sprützehüsli Sternenplatz, am Freitag, 15. Juli, um 9 Uhr. Sonderausstellung «Wald und Holznutzung» Der Wald ist wichtig für alle. Die Ausstellung dauert
bis 30. Oktober. www.umweltarena.ch Umwelt Arena, 15./16./17. und 20. Juli, 10–17 Uhr. Bauen 2050 Urdorf Ein Leuchtturmprojekt ohne Strom- und Heizkosten und trotzdem viel Komfort für Mieter. Umwelt Arena, 15./16./17. und 20. Juli, 10–17 Uhr. «Family Days» Familienausflug zum Lernen und Spass haben. Tickets nur vor Ort. Umwelt Arena, 15./16./17. und 20. Juli, 10–17 Uhr.
WETTINGEN «Tägi-Lesesommer» Lesestoff für Gross und Klein. Schwimmbad Tägerhard, jeweils von 9–20 Uhr. Pro Senectute Walking / Nordic Walking Wettingen Parkplatz Huba Control, Würenlos, 15./18. und19. Juli, 8.45–10 Uhr. Pro Senectute Mittagstisch Wettingen Hotel Zwyssighof, Dienstag, 19. Juli, 11.30 Uhr.
Haben Sie auch schon davon geträumt, auszuwandern? Die grosse weite Welt zu entdecken? Als Abenteurer, als Abenteurerin mutig unterwegs zu sein? Willi Häusler (Bericht Seite 11) hat es gewagt. Er verliess Spreitenbach und fand in Lettland eine neues Daheim. Im Heimatland seiner Frau. Er konnte deshalb abschätzen, worauf er sich einlässt, was auf ihn zukommt. Und dennoch braucht es Mut, alte Zelte abzubrechen, loszulassen und sie an einem neuen Ort aufzuschlagen. Und wie bei so vielen, so war der Zeitpunkt auch bei ihm durch einen äusseren Faktor beeinflusst. Gesundheitliche Probleme liessen ihn umdenken. Bewogen ihn dazu, kürzer zu treten und selbstkritisch zu sagen: «Ich habe zu viel gemacht.» Er hat den Absprung noch rechtzeitig geschafft. Er ist wieder gesund und kann im Land, wo es «gemächlicher» ist, wie er sagt, zur Ruhe kommen und auftanken. Jetzt, in der Ferienzeit können Sie das vielleicht auch. Ein bisschen Abenteuerluft schnuppern, ohne Risiko, ohne gleich auszuwandern. Und wer weiss, vielleicht finden Sie auf dieser Reise sogar den Ort Ihrer Sehnsucht. Oder entdecken, dass Sie schon am Wohlfühlort leben, und kehren dankbar in Ihr altes Daheim zurück. Vielleicht aber merken Sie, dass die eigene, innere Welt mehr Einfluss auf Ihr Wohlbefinden hat als die äussere. Zufriedenheit von innen kommt oder zumindest ein Zusammenspiel von innen und aussen ist. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, eine schöne Sommerzeit. Mit Abenteuern in der grossen, weiten Welt. Die vielleicht Tausende von Kilometern entfernt liegt – oder aber gleich um die Ecke an der Limmat. Und vielleicht kommen Sie dabei ja sogar in Ihrem Inneren, bei sich selbst an und finden, wie Willi Häusler, zur Ruhe. Das wünsche ich Ihnen von Herzen. Feedback an: melanie.baer@chmedia.ch