LBA_19_2012

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Donnerstag, 17. Mai 2012

Verlag und Redaktion: Kronenplatz 12, Postfach, 5600 Lenzburg 2 Telefon 058 200 5820, Fax 058 200 5821

INHALT Amtliche 2/3/4 Stadt Lenzburg 6/7 Kirchenzettel 8/9 Mittendrin 17/18/19 Im GesprÀch 13

Immobilien 14 Region 11/15/16 Agenda 23

MITTENDRIN Im neuen «Mittendrin» dreht sich alles um die verschiedenen Facetten von Bauen und Renovieren. Das geht von der Heizung bis zur Zukunftsplanung im Handwerk. Seiten 17/18/19

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PP 5600 Lenzburg 1, Nummer 20, 112. Jahrgang Amtliches Publikationsorgan fĂŒr den Bezirk Lenzburg und angrenzenden Gemeinden

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Rotary-Rad rollt

Zeitungsgeschichte

Grenzerfahrung

Der Rotary Club Lenzburg feierte am GrĂŒndungsort Schloss Lenzburg sein 50-Jahr-JubilĂ€um. Die 170köpfige Festgemeinde genoss das Programm.

«Heimatanzeiger» nannte Regierungsrat Urs Hofmann den Lenzburger Bezirks-Anzeiger in seiner Geburtstagsrede. Er war einer von vielen Gratulanten.

Mit der Grenzwanderung erlebte Auenstein am Wochenende eine weitere eindrĂŒckliche Etappe im JubilĂ€umskalender.

«Asylgesetz gleicht seit Jahren einem Scherbenhaufen» Das Eidgenössische Departement fĂŒr Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat Anfang Mai zur umstrittenen Asylunterkunft in der MilitĂ€ranlage in Bettwil Stellung genommen. Nun ist zu befĂŒrchten, dass Kantone und Gemeinden ĂŒbergangen werden könnten. Helen Schatzmann

M

an habe die PlĂ€ne fĂŒr die umstrittene Asylunterkunft in Bettwil vorlĂ€ufig schubladisiert, gab das VBS Anfang Mai bekannt. Was im Klartext heisst, dass aufgrund der aktuellen Gesetzgebung eine Asylunterkunft in der MilitĂ€ranlage Bettwil nicht möglich ist. Eine solche Unterkunft wĂ€re rechtlich erst zulĂ€ssig, wenn der Bund eine GesetzesĂ€nderung vornimmt. GemĂ€ss aktuellen Meldungen scheinen sich die Kontrahenten zumindest in einem Punkt einig zu sein. So sollen sich Kantone und Gemeinden kĂŒnftig nicht mehr dagegen wehren können, dass auf ihrem Gebiet vorĂŒbergehend Asylsuchende untergebracht werden. Staatspolitische Kommissionen (SPK) schlagen vor, einen entsprechenden Passus ins Gesetz einzubauen. Demnach sollen Anlagen des Bundes auch ohne kantonale oder kommunale Bewilligung als AsylunterkĂŒnfte genutzt werden können, allerdings maximal fĂŒr ein Jahr. «Das Asylgesetz gleicht seit Jahren einem Scherbenhaufen», bedauert Wolfgang Schibler, Gemeindeammann von Bettwil. Anstatt konsequente Massnahmen einzufĂŒhren, werde weiter auf diesen Scherben herumgetreten. Es könne nicht angehen, dass Verantwortliche von Kanton und Gemeinden einfach in die

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Wolfgang Schibler vor dem Gemeindehaus in Bettwil. Ecke gestellt und ĂŒbergangen werden. Das könnte zu WiderstĂ€nden im ganzen Land fĂŒhren, denn der Unmut in der Bevölkerung wĂ€chst. Das Chaos in der Asylpolitik, das immer groteskere ZĂŒge annimmt, sei schon lange nicht mehr akzeptabel. «Mit unserem Land scheint man im Asylwesen offensichtlich machen zu können, was man will. Winterferien im Asylzentrum, Kontingentierung von DublinRĂŒcknahmen, die unmöglichsten Forde-

Foto: grh

rungen bei Ausschaffungen, die kurzfristige Verweigerung der Landeerlaubnis im Zielland oder aber die komplette Verweigerung von RĂŒcknahmen, obwohl ein entsprechendes Abkommen besteht.» Abgesehen davon, dass die Schweiz an der Nase herumgefĂŒhrt werde, entstĂŒnden auch astronomisch hohe Kosten. FĂŒr den Gemeindeammann von Bettwil ist deshalb klar: «Wir wehren uns weiter fĂŒr das Recht auf Mitbestimmung und Sicherheit.»

Salzkorn Kulturinfarkt? Die HĂ€lfte aller grossen Kulturinstitutionen schliessen oder zusammenschliessen und mit dem gewonnenen Geld und Raum Neues wachsen lassen. Das von ProHelvetia-Direktor Pius KnĂŒsel mitverfasste Pamphlet Heiner Halder fĂŒhrt in den betroffenen Kreisen zu regen Diskussionen. Dass im Gegensatz zur Vervielfachung des Angebotes die Besucherzahlen trotz Bevölkerungswachstum auf hohem Niveau stagnieren, ist statistisch erwiesen und auch auf lokaler Ebene augenfĂ€llig: In jedem Sektor trifft sich doch immer dasselbe Stammpublikum. Wie wĂŒrde sich die Vision der «Kulturinfarkt»-Verfasser auf Lenzburg auswirken? Unsere «LeuchttĂŒrme» betrifft der Kahlschlag kaum: Schloss Lenzburg ist im Museum Aargau integriert, das Stapferhaus einzigartig und das Stadtmuseum mit Ikonen und Urgeschichte regional verankert. Und braucht es wirklich was wesentlich Neues in der lokalen Kulturszene? In der Lenzburger Ausgeh-Agenda «Treffpunkt» werden fĂŒr Mai/Juni 2012 folgende AnlĂ€sse aufgefĂŒhrt: 20 diverse grössere Events, 20 Konzerte, 15 Weiterbildungskurse/Exkursionen, 7 TheaterauffĂŒhrungen, 5 Literaturveranstaltungen, 3 Vernissagen. Das ist natĂŒrlich nur die Spitze des Eisberges, interne VereinsaktivitĂ€ten sportlicher und gesellschaftlicher Natur sowie punktuell parteipolitische Auftritte sind nicht eingerechnet. Droht unserer als besonders kulturfreundlich geltenden Kleinstadt also ein «Kulturinfarkt»? Auch auf diesem Markt spielen Angebot und Nachfrage. Dass die «Weinbar» im MĂŒllerhaus Ende Jahr ihr erfolgreiches Konzert- und KulinarienProgramm aufgibt, beruht allerdings nur auf der AmtsmĂŒdigkeit der freiwillig arbeitenden Crew. Bei aller Vielfalt ein bedauerlicher Verlust. Heiner Halder, Lenzburg

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