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Donnerstag, 13. April 2023

115. Jahrgang

Nr. 15

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Hochstamm-Landschaft ausgezeichnet In malerischer Umgebung zwischen Nuglar und Büren blühen zurzeit rund 5000 Kirschbäume. Es ist eine der schönsten und grössten zusammenhängenden ObstbaumLandschaften im Tafeljura. Letzten Samstag gab es dafür den Solothurner Heimatschutzpreis 2023.

Freitag, 14.04.2023 Ein freundlicher Mix aus Wolken und Sonne. 3 ºC 13 ºC Samstag, 15.04.2023 Meist stark bewölkt und zeitweise nass. 6 ºC 10 ºC

6 ºC 12 ºC

Sonntag, 16.04.2023 Weiterhin unfreundlich, viele Wolken und auch immer wieder nass.

Carlo Lang Vor der Preisübergabe im Restaurant «Alte Brennerei» in Nuglar führte Martin Heller durch die sanfte Hügellandschaft. Der hiesige Obstbauer und Co-Präsident von Hochstamm Suisse erzählte den rund zwei Dutzend Zuhörenden auf dem Spaziergang Interessantes über Hochstamm-Obstbäume. Diese binden CO2 und reinigen die Luft. Ein HochstammBaum wird ab einer Asthöhe von rund einem Meter achtzig als solchen bezeichnet. Die Bewirtschaftung ist aufwändig, das Wetter unberechenbar. Einzelne Insektenarten wie die Kirschessigfliege entscheiden ebenfalls über die Quantität der Ernte. Die Gemeinde Nuglar-St. Pantaleon unterstützt diese Landschaft finanziell mit rund 4000 Franken pro Jahr. Gemäss Gemeinderat Frank Ehrsam zahlt die Gemeinde den zehn Landwirtinnen und Landwirten und einzelnen anderen Akteuren für jeden gepflanzten Baum 40 Franken. Pro Jahr werden also ca. 100 Bäume gepflanzt. Gutes Holz von alten, gefällten Kirschbäumen wird übrigens lokal zum Teil von einer Schreinerei und einer Zimmerei verarbeitet. Früher wurden aus Kirschbaumholz auch Holznägel hergestellt.

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Blauen

Hochstamm-Landschaft: (vl.) Daniele Grambone, Martin Heller und René Meier in Nuglar-St. Pantaleon.

20. Heimatschutzpreis des Kantons Solothurn

Die Geschichte rund um die HochstammBäume in der Schweiz fasste Daniele Grambone kurz zusammen. Der Präsident des Solothurner Heimatschutzes meinte, dass es der Hochstamm-Obstbaum nicht immer leicht gehabt hat. Ab den achtziger Jahren wurde er deshalb von Bund, Kantonen und Gemeinden gefördert. Diese Bäume gehören seit Jahrhunderten zur Schweizer Kulturlandschaft und bieten artenreiche Lebensräume mit einer grossen Vielfalt an Obstsorten. In seiner Laudatio würdigte René Meier aus Metzerlen die wertvolle Natur zwischen Nuglar und Büren mit einem Gedicht über einen Kirschbaum. Dem Hoch-

stamm-Beauftragten des Kantons Solothurn schmeckt regionales Obst sowieso am besten. Trotz der immensen (Hand-)Arbeit lohne es sich, so Meier, Hochstamm-Obstbäume zu pflanzen und zu pflegen. Weil es dazu viele Beteiligte brauche, wäre er auf dem Holzweg, wenn er alle beim Namen nennen würde, weil er sicher einige vergessen würde. Für ihn war die Preisübergabe ein bäumiger Anlass.

Strassenschilder als Anerkennung

Die ausgezeichnete Region bekam keinen Geldpreis. Als Anerkennung erhielt die Region Strassenschilder, die auf die besondere Landschaft zwischen Nuglar und Büren hinweisen. Umrahmt wurde die Preisverleihung musikalisch von Fa-

Seit 14 Jahren wird bei F&F, L’oro dell’oliva, Olivenöl von der Olive am Baum bis zum Öl auf natürlicher Basis und grösstenteils in Handarbeit produziert.

FOTO: CARLO LANG

bian Capaldi am Saxofon und Shanky Wyser am Klavier und von KantonsratsPräsidentin Susanne Koch und Regierungsrat Remo Ankli.

«Neuanfang» heisst das Musical, mit dem die Adonia-TeensChöre im April und im Mai auf Tournee sind. Auch in Breitenbach trat ein Chor mit Jugendlichen auf.

Dank

Im Namen aller Beteiligten dankte Gemeinderat Staffan Sjögren für diese Anerkennung. Neben zahlreichen Personen müsse auch die Forst-, Natur- und Landschaftskommission der Gemeinde mit Patrick Saladin als deren Präsidenten erwähnt werden. Sie koordiniert Abläufe und bietet Kurse an, zum Beispiel wie man Bäume richtig zurückschneidet. Ohne all die vielen verschiedenen Akteure wäre es nicht möglich, die schöne Hochstamm-Landschaft so aufwändig zu pflegen, meinte Sjögren weiter.

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Breitenbach

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