Sprachkurse
auf allen Stufen
Uhrmacherei Lauper
Kursstart ab April
Batteriewechsel aller Uhrenmarken Reparaturen
Einstieg jederzeit möglich
Uhrmacherei Lauper | Bachstrasse 52 4614 Hägendorf | Telefon 062 212 10 02 info@uhrmacherei-lauper.ch www.uhrmacherei-lauper.ch
www.vhs-so.ch 032 626 40 10
Olten, Donnerstag, 6. April 2023 | Nr. 14 | 91. Jahrgang | Auflage 34 383 | Post CH AG
Stefan Nünlist Oltner Frühling
Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Solothurn
Du interessierst dich für andere Kulturen und möchtest etwas in deiner Region bewegen? Dann melde dich bei Vanessa: culturemeet@srk-solothurn.ch, Tel. 062 207 02 45 und folge uns auf Instagram @culturemeet
Stefan Nünlist, Leiter Unternehmenskommunikation und Politiker. (Bild: Dominik Hetzer)
I
Top 24h-Betreuung ab CHF 5'800 Seit über 10 Jahren für Senioren und Angehörige da. Massgeschneidert, umfassend und in jeder Situation. Kostenlose Beratung. Tel 032 511 11 88, www.homeinstead.ch
#Alleinerziehend GemeinsamStark Beratung unter: Tel. 031 351 77 71 . info@svamv.ch
AKTION:
2für1
Dein Stück Solarenergie für 10 Franken Aktionscode: az23 solarvignette.ch
Laut einer Studie sind Solaranlagen bei Mehrfamilienhäusern fast immer rentabel. (Bild: www.pixabay.com)
Pflicht für Solaranlagen scheidet die Geister SOLARENERGIE Bei Dachsanierungen und Neubauten soll in Olten eine Pflicht zur Installation von Photovoltaikanlagen eingeführt werden. Das politische Vorhaben erntet auch Kritik. CASPAR REIMER
M
it deutlichem Mehr hat Oltens Gemeindeparlament vorletzte Woche einen Auftrag von Manuela Höfler (Grüne) und Tobias Oetiker (Olten jetzt!) als «erheblich» erklärt. Demnach hat der Stadtrat zu prüfen, wie «bei Neubauten und Dachsanierungen eine Pflicht zur Installation von Photovoltaikanlagen auf geeigneten Dachflächen» eingeführt werden kann. Opposition gab es aus den Reihen von FDP und SVP, die «eine Verwerfung mit übergeordneten Reglementen und Vorschriften» fürchteten. Alle anderen Parteien folgten im Sinne der Klimakrisenintervention der Empfehlung des Stadtrates, den Auftrag für erheblich zu erklären. Der will im Rahmen der laufenden Überarbeitung der Ortsplanung prüfen, ob und wie eine Pflicht zur Installation eingeführt werden kann. Auf Anfrage erklärt Initiantin Manuela Höfler: «Vor ein paar Jahren musste das Dach unseres hundertjährigen Hauses saniert werden. Dabei wurde mir bewusst, wie qualitativ hochwertig und langfristig – in der Regel für viele Jahrzehnte – wir in der Schweiz bauen. Gleichzeitig bleibt uns nur noch wenig Zeit, um die Energiewende zu schaffen und die dramatischen Folgen der Klimakrise zu reduzieren. Das heisst, wenn wir etwas erneuern, sollten wir es nach dem aktuellsten Stand der Technik tun.» Mit einer Pflicht für Solaranlagen könne sichergestellt werden, dass die geeigneten Dächer energetisch genutzt würden, sobald sie erneuert oder neu gebaut werden.
Grosses Potenzial Das Bundesamt für Energie hat das Solarpotenzial für Dächer und Fassaden in Olten auf rund 130 GWh pro Jahr geschätzt, was 100 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs der Oltner Haushalte abdeckt. Dazu die Politikerin: «Wir haben noch viele ungenutzte Dachflächen, und im Kanton Solothurn ist der Zubau, gerade auch von Kleinanlagen, bisher leider nicht genügend schnell erfolgt. Je mehr Strom wir vor Ort aber selbst produzieren, desto besser.» Der Bund unterstützt den Ausbau des Solarstroms über eine Einmalvergütung und Steuerersparnisse. Eine Amortisation erfolgt in der Regel innerhalb von zehn bis 15 Jahren, wobei die Lebensdauer von Photovoltaik-Modulen bei mehr als 25 Jahren liegt. «Unsere Solaranlage auf dem Dach produziert 30 Prozent mehr Strom, als wir selber benötigen, und das inklusive der Heizung mit Wärmepumpe. Der wichtigste Anreiz ist für mich aber, dass wir die Energiewende möglichst rasch schaffen, um die Folgen der Klimakrise zu reduzieren und die Zukunftsaussichten für die nächste Generation zu verbessern. Dafür braucht es den schnellen Zubau von Solaranlagen», so Höfler.
Hauseigentümerverband gegen Pflicht Widerstand gegen das Anliegen gibt es allerdings nicht nur aus den Reihen von SVP und FDP, sondern auch von Seite des Hauseigentümerverbandes. Stephan Glättli vom Hauseigentümerverband Region Olten äussert sich zum politischen Anliegen wie folgt: «Grundsätzlich hat sich der Verband bereits bei der Vernehmlassung zur Teilrevision des kantonalen Energiegesetzes gegen die Pflicht zur Erstellung von PhotovoltaikAnlagen bei Neubauten ausgesprochen.» Eine solche Pflicht greife in die Eigentumsfreiheit der Grundeigentümer ein, selbst zu bestimmen, für welche Energieform sie sich entscheiden wollen. Zudem sei festzustellen, dass die Hauseigentümer, dort wo es sich rechne, bereits
heute freiwillig Photovoltaik-Anlagen installieren – sei es bei Neubauten, bei Renovationen oder als Ergänzung zu bestehenden Haustechniklösungen. Es bestehe zurzeit ein Nachfrageüberhang, was darauf hindeute, dass die Hauseigentümer ihre Aufgaben erledigen und wo sinnvoll in erneuerbare Energien investieren. «Ein Zwang zur Erstellung von Photovoltaikanlagen ist nicht nötig. Im Übrigen scheint es zweifelhaft, ob für eine kommunale Pflicht zur Erstellung von Photovoltaikanlagen bei Neubauten überhaupt eine genügende Rechtsgrundlage besteht, also die Gemeinden selbst Recht setzen dürfen.» Im Gebäudebereich liege die Kompetenz bei den Kantonen, was der Kanton Solothurn mit dem im letzten Jahr neu herausgegebenen Energiekonzept manifestiere. «Es obliegt also nach Ansicht des HEV Region Olten einzig dem Kanton, über eine Revision des Energiegesetzes oder allenfalls des Planungs- und Baugesetzes die Erstellung von Photovoltaikanlagen zu regeln.»
Flickenteppich Schweiz Eine Studie von ETH Zürich und Universität Bern, welche im Auftrag des Bundesamtes für Energie durchgeführt wurde, hatte neulich für Aufsehen gesorgt. Was die Förderung von Solarstrom anbelange, gleiche die Schweiz einem Flickenteppich, kommt die Studie zum Schluss. In den 2067 Schweizer Städten und Gemeinden, welche die Studie untersucht hat, lohnt es sich für einen Besitzer oder eine Besitzerin eines Einfamilienhauses mit Gasheizung je nach Wohnort in nur knapp der Hälfte der Fälle, eine Solaranlage zu installieren. Eine Anlage gilt den Forschenden zufolge dann als profitabel, wenn der erwartete Gewinn über eine Lebensdauer von 30 Jahren grösser als drei Prozent ist. Deutlich besser sieht es der Studie zufolge bei Mehrfamilienhäusern aus, wo sich eine Anlage fast immer lohne. Für die Besitzer von Einfamilienhäusern müssten einheitliche Anreize geschaffen werden.
n meinem Gärtchen kämpft sich jedes Frühjahr eine Primel durch die Gartenplatten. Und dies, obwohl es da gar keine Erde gibt. Der Frühling ist einfach eine wunderbare Jahreszeit: Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf, meldet sich nach den grauen Wintermonaten voller Lebenskraft zurück. Mit lautem Zwitschern werden wir frühmorgens von fröhlichen Meisen geweckt. Und wo gestern noch braune Öde herrschte, spriesst und wuchert es in zartem Grün und bunten Farben. Dazu passt Ostern, das Fest des Frühlings, der Auferstehung, der Hoffnung und des Lebens. Dieses in so vielen Religionen und Kulturen gefeierte Fest erinnert uns an das Erwachen aus dem Winterschlaf, die Kraft des sich Erneuernden und dass wir Menschen Teil dieser Natur und ihrer Kräfte sind. Genug Gründe für Lebensfreude, Zuversicht und Gelassenheit. Und auf Olten übertragen die Hoffnung, dass der laue Frühlingswind bis in unser Stadthaus weht und unsere Beamtenschaft aus der Winterstarre erweckt. Was wäre das für eine Frühlingserweckung, wenn unser Stadtpräsident Thomas Marbet mit einer Idee zur Verbindung der linken und rechten Stadtseite verblüfft oder mit einem Verkehrskonzept überrascht, das den Anliegen der Velofahrer, Automobilistinnen und Senioren gleichermassen Rechnung trägt. Eugen Kiener, der Präsident der IG aktives alter olten, hat dies im Stadtanzeiger kürzlich treffend auf den Punkt gebracht. Was wäre das für eine Frühlingserweckung, wenn Baudirektorin Marion Rauber die lärmgeplagten Bewohner der Altersresidenzen St. Martin und Bornblick endlich zur Einweihung der Tempo-30-Zone an der Solothurner- und Ziegelackerstrasse einlädt. Vielleicht liessen sich sogar die Tannen im Oltner Stadtwappen durch Primeln ersetzen. Von ihrem Lebenswillen und ihrer Kraft, auch Unmögliches möglich zu machen und zur Blüte zu bringen, können wir viel lernen. Euch allen ein ganz frohes Osterfest.