Donnerstag, 30. März 2023
114. Jahrgang
Nr. 13
AMTLICHER ANZEIGER FÜR DAS BIRSECK UND DAS DORNECK P.P. A 4144 Arlesheim
Post CH AG
Spitalerweiterung vorerst auf Eis gelegt Seit Jahren möchte das Spital Dornach ausbauen. Gegen die Pläne regte sich Widerstand aus der Bevölkerung. Nun wurde die Umzonung sistiert. Dimitri Hofer Die Ausbaupläne des Spitals Dornach verschieben sich auf unbestimmte Zeit: Die vorgesehenen Erweiterungen des in einem Wohngebiet liegenden Krankenhauses stossen bei der Anwohnerschaft auf Widerstand (s. Wochenblatt vom 16. ˜Februar). Wie die Gemeinde Dornach auf Anfrage erklärt, ist die notwendige Umzonung von einer Wohnzone in eine Zone °ür öffentliche Bauten und Anlagen deshalb sistiert worden. Das Spital steht mit den Kritikerinnen und Kritikern im Austausch. Das 1920 vor allem °ür Mitarbeitende der Dornacher Metallwerke gegründete Spital erfreut sich heute grosser Beliebtheit. In den vergangenen Jahren sind die Patientenzahlen des einzigen Spitals im Schwarzbubenland konstant gestiegen. Mit einem Ausbau soll der teilweise in die Jahre gekommenen Infrastruktur begegnet werden. Konkret plant die Solothurner Spitäler AG, zu der das Spital Dornach gehört, eine Erneuerung des Operationsbereiches, eine Erweiterung der Tagesklinik sowie eine Verbesserung der Parkplatzsituation.
Widerstand könnte zum Kostentreiber werden
Das Spital Dornach besitzt zwei Grundstücke nördlich des Spitals, auf denen ein Anbau zu stehen kommen soll. «Da sich das Spital Dornach unterhalb eines Wohnquartiers be°indet, ist bereits bei der Teilzonenplanänderung seitens der Anwohnenden erkennbar, dass sie nicht
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Spitalweg: Gemäss den Plänen hätte der Bau auf der Parzelle rechts im Bild zu stehen FOTO: NICOLE NARS-ZIMMER kommen sollen. mit allem einverstanden sind», sagt Gian Trion°ini, Mediensprecher der Solothurner Spitäler AG. «Das Spital ist nun gemeinsam mit der Anwohnerschaft in einen Dialogprozess gestiegen.» Wie lange dieser dauern wird, ist nicht absehbar. Ob mit der Erweiterung des Krankenhauses wie geplant im Jahr 2024 begonnen werden kann, steht in den Sternen. Der Dialog mit der Bevölkerung hat Folgen, wie der Dornacher Gemeindepräsident Daniel Urech auf Anfrage schreibt: «Die Gemeinde hat auf Wunsch der Solothurner Spitäler AG und der Anwohnenden etwas Tempo aus dem Prozess der Teilzonenrevision Spitalweg rausgenommen und den Entscheid über die öffentliche Auflage vorerst vertagt.»
Zu den möglichen Auswirkungen des Widerstands der Anwohnerschaft heisst es in den kürzlich publizierten Antworten der Solothurner Regierung auf eine Kleine Anfrage des Witterswiler FDPKantonsrats Mark Winkler: «Dies kann den notwendigen Anbau zeitlich verzögern und könnte einen Kostentreiber darstellen.» Gemäss dem Regierungsrat geht man derzeit von einer Projektdauer von vier Jahren aus.
Gespräche zwischen Anwohnenden und Spital
Ende Januar hatten sich Anwohnerinnen und Anwohner im Rahmen der Mitwirkung des Teilzonen- und Erschliessungsplans Spital Dornach mit einer Stellung-
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nahme an den Gemeinderat Dornach gewandt (das Wochenblatt berichtete). Die Mitglieder der «IG Spitalerneuerung zum Wohle aller» stellen sich darin nicht grundsätzlich gegen eine Erweiterung des Spitals. Sie °inden jedoch, dass rund um das Krankenhaus bereits genügend Flächen zur Ver°ügung stünden, die sich schon in einer Zone °ür öffentliche Bauten und Anlagen be°inden. Eine Notwendigkeit °ür die geplante Zonenänderung ist °ür sie deshalb nicht ersichtlich. Vom Austausch mit den Spitalverantwortlichen erhofft sich die IG «eine Lösung °ür die Spitalerneuerung zum Wohle aller, auch der Nachbarschaft», wie die IG auf Anfrage schreibt. Man wünsche sich ein «nachhaltiges Miteinander zwischen Gemeinde, Spital und Nachbarschaft auch °ür zukünftige Veränderungen des Spitals». Bislang hätten zwei Gespräche zwischen Vertretern des Spitals und der Interessensgemeinschaft stattgefunden. «Auf Basis der Gespräche mit Spital und Gemeinde besteht das gemeinsame Verständnis, dass Rechtswege vermieden und eine °ür das Spital und die Nachbarschaft tragbare Lösung gefunden wird.» Die IG zeigt sich positiv, dass dies gemeinsam mit dem Spital und der Gemeinde erreicht werden kann.
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Region
Bilanzmedienkonferenz: Primeo Energie konnte trotz Verwerfungen an den Energiemärkten ihren Umsatz im vergangenen Jahr verdoppeln.
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Arlesheim
Erste Erweiterung scheiterte
Bereits seit 2016 liegen Ausbaupläne °ür das Spital vor. Aus dem damals angedachten dreigeschossigen Ergänzungsbau °ür 21,5 Millionen Franken wurde jedoch nichts. Die Solothurner Spitäler AG musste 2018 mitteilen, dass es ihr °inanziell nicht möglich sei, neben dem Neubau des Bürgerspitals Solothurn ein weiteres Anbauprojekt zu stemmen. Zu einem geglückten Ausbau kam es in Dornach im Jahr 2020: Damals wurden rund 40˛administrative Arbeitsplätze des Spitals in einen Dachaufbau verschoben. Dieser ermöglichte es, die Behandlungsflächen in der Notfallstation und in verschiedenen Ambulatorien zu vergrössern.
Protest: Am Samstag demonstrierten rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten des Klimastreiks vor den Toren des Gasverbunds Mittelland.
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