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Donnerstag, 5. März 2026

118. Jahrgang

Nr. 10

AMTLICHER ANZEIGER FÜR DAS SCHWARZBUBENLAND UND DAS LAUFENTAL P.P. A 4242 Laufen

Post CH AG

«Lieber spät als nie» Der frühere Stadtpolizist von Laufen soll während Jahren unbemerkt das Geld aus der zentralen Parkuhr beim Amthausparkplatz in die eigene Tasche gesteckt und für seine privaten Zwecke ausgegeben haben. Das Wochenblatt ging der Frage nach, wie das möglich war.

In der Laufner Gastroszene bleibt kein Stein auf dem anderen: Nachdem es im «Ochsen», im «Bären», im Lamm und zuletzt im «Rössli» Pächterwechsel gegeben hat und das «Central» Ende Mai vorerst schliesst, steht nun auch das «Go-In» erneut vor einem Betreiberwechsel.

Bea Asper Vier Jahre lang war es das gut behütete Geheimnis des Stadtrates. Erst durch den Terminkalender des Baselbieter Strafgerichts wurde nun öffentlich, dass die Stadt Laufen mit ihrem ehemaligen, langjährigen Stadtpolizisten noch eine Rechnung offen hat — in der Höhe von einer halben Million Franken. Diese Summe könnte der Stadt entgangen sein, weil der Beamte jahrelang durch die Leerung der zentralen Parkuhr am Amthausparkplatz das Geld in seine eigene Tasche eingesteckt haben soll. In der Anklage der Staatsanwaltschaft heisst es, der Beschuldigte sei allein verantwortlich gewesen für die Leerung der Parkuhr und hätte alleinigen Zugang zum Münzbehälter gehabt. «Das Geld verstaute er jeweils in einer Tasche in seinem Personenwagen und verwendete es in der Folge für eigene Zwecke, unter anderem für Casinobesuche in Courrendlin und in Basel». Die öffentliche Gerichtsverhandlung vor dem Baselbieter Strafgericht ist für den 25. März, 8.15 Uhr anberaumt. «Das betreffende Verfahren ist weiterhin anhängig. Vor diesem Hintergrund nimmt die Stadt derzeit keine inhaltliche Stellung zu den aufgeworfenen Fragen»,

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METZERLEN

sagt Stadtverwalterin Alexandra Buser auf Anfrage dieser Zeitung. «Wir bitten um Verständnis, dass wir im Interesse eines ordnungsgemässen Verfahrensablaufs und unter Wahrung der Unschuldsvermutung von einer weitergehenden Kommentierung absehen.» Auch die Antworten zur politischen Komponente dieses Falles will die Stadt erst nach dem Urteil liefern. Nur so viel gibt Buser zu verstehen: «Zur politischen Einordnung des Falles wird die Stadt erst nach Abschluss des Verfahrens Stellung nehmen. Festzuhalten ist jedoch, dass beim Bekanntwerden des Sachverhalts die GRPK umgehend informiert wurde. Zudem wurden die relevanten internen Prozesse überprüft und insbesondere Abläufe mit Bargeldverkehr unverzüglich angepasst.» In einer Verwaltung gebe es

sehr viele Prozesse, entsprechend hoch sei das Risiko für mögliche Fehlerquellen. Die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission mache seit Jahren darauf aufmerksam, dass das interne Kontrollsystem in Laufen zu kurz gekommen sei, heisst es aus dem Umfeld der Kommission gegenüber dem Wochenblatt. Der Beschuldigte war im Oktober 1999 unter Stadtpräsident Urs Steiner als Stadtpolizist eingestellt worden und begann mit den Taten offenbar in der Amtszeit von Brigitte Bos. Auch unter dem späteren Stadtpräsidenten Alexander Imhof soll der Stadtpolizist sein mutmasslich kriminelles Verhalten fortgesetzt haben. Aus der Anklageschrift geht hervor, dass das Diebesgut im Jahr 2010 rund 20 000 Franken betrug, im Jahr 2011 waren es 33 000 Franken, im Jahr

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Seit der Schliessung im Oktober 2024 fehlt ein Dorfladen in Metzerlen. Eine Arbeitsgruppe will das ändern. Mit der Unterstützung der Bevölkerung, dem Verkauf von Genossenschaftsscheinen und der Gründung eines Vereins soll im Dorf wieder ein Laden entstehen.

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2012 knapp 35 000 Franken. Der Betrag steigerte sich von Jahr zu Jahr bis auf 49 202 Franken im Jahr 2021, in dem der nun beschuldigte Polizist auf Ende Dezember frühzeitig in Pension ging. Kurz vor seiner Verabschiedung habe er die Erneuerung der Parkuhr beim Amthausparkplatz beantragt. «Altersbedingt», soll er damals gesagt haben, wie dem Wochenblatt zugetragen wurde. Offenbar kam man ihm dann aber trotzdem noch auf die Schliche. Der Groschen fiel wohl durch den unverhofften Geldsegen, zu dem die Stadt kam, als der neue Stadtpolizist das Münz aus der zentralen Parkuhr am Amthausparkplatz ordnungsgemäss ablieferte. Die Strafbehörde nahm den Beschuldigten am 21. September 2022 für rund sechst Stunden in Haft. Fortsetzung auf Seite 7

Solidarität.

ES GIBT WIEDER FRISCHE

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Hier geschah der mutmassliche Diebstahl: Der ehemalige Stadtpolizist soll sich am Parkautomaten beim Amthausparkplatz FOTO: GABY WALTHER bereichert haben. Der Fall wird am 25. März vor dem Baselbieter Strafgericht verhandelt.

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