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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Wir wünschen dir einen GUTen und bewegten Start ins Jahr 2025. GESUNDHEITSZENTRUM GUT www.gut-tut-gut.ch AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 99 I 178. Jahrgang I Freitag, 20. Dezember 2024

Auf Treibjagd

Im Bann des Postautos

Im November und Dezember finden im Knonauer Amt die Gesellschaftsjagden statt. Der «Anzeiger» war mit dabei. Seite 5

Die Gemeinnützige Gesellschaft Affoltern widmet ihr «Neujahrsblatt 2025» der Entstehung des öffentlichen Verkehrs. Seite 9

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Uhr früh zeigte die Uhr, als in Mettmenstetten eine Reithalle brannte. Seite 10

Dem Familienzentrum droht das Aus Der Verein muss aus der bisherigen Liegenschaft raus – bezahlbarer Ersatz ist nicht in Sicht Livia HäberLing Nein, sagen Michelle Furter und Annapaula Kuster, als ausformuliert zur Sprache kommt, was zuvor unausgesprochen im Raum hing. Es sei nicht übertrieben, davon zu reden, dass das Familienzentrum vor dem Aus stehe. «Es stimmt», sagen die beiden, «wir wissen momentan nicht, ob und wie es weitergeht.» Grund für die finsteren Zukunftsaussichten des Vereins ist die Immobiliensituation. Während mehr als 20 Jahren war das Familienzentrum des Bezirks Affoltern im ehemaligen Gerichtsgebäude neben dem Kronenplatz einquartiert und profitierte von den ermässigten Konditionen ihrer Vermieterin – der Stadt Affoltern. Doch dann gab diese im vergangenen März bekannt, dass sie die Liegenschaft ab Sommer 2025 selber benötigt. Grund ist die Strategie der Stadt im Umgang mit den volatilen (und zuletzt wieder steigenden) Schülerzahlen: Diese sieht vor, eigene Liegenschaften umzunutzen, statt auf «teure Provisorien» zu setzen. Inzwischen rückt der Auszugstermin in grossen Schritten näher, es verbleiben noch etwas mehr als sechs Monate. Ein neuer Standort ist allerdings nicht in Sicht, wie Michelle Furter, Leiterin des Familienzentrums, im Gespräch bestätigt. «Wir haben noch kein neues Objekt gefunden.» Die Stadt Affoltern hatte dem Familienzentrum zwar eine alternative Liegenschaft zur Miete angeboten. Zu konkreten Verhandlungen kam es hinterher allerdings nicht, der Kontakt versandete, und als das Familienzentrum schliesslich doch auf das Angebot eintreten wollte, war es nicht mehr gültig, weil die Stadt die Liegenschaft anderweitig benötigte. Michelle Furter zeigt für den Entscheid Verständnis. Sie sagt: «Wir sind einer von vielen Vereinen, die Stadt schuldet uns keine Lösung.» Ein Problem sind die Folgen allerdings trotzdem: Alle anderen Objekte, die das Familienzentrum bisher besichtigt hat, erwiesen sich als unrealistische Lösungen: Entweder waren sie nicht rechtzeitig bezugsbereit oder die Mietkosten

«Jeder Sprung ist ein neuer Kick.» Seite 23 Raymond Gimmi, passionierter Fallschirmspringer. (Bild Marianne Voss)

Mittelschule im Amt doch bis 2028 Der Zürcher Kantonsrat hat in seiner Budgetdebatte am Montag über die im August überraschend aus dem Budget gestrichene Mittelschule im Knonauer Amt diskutiert. Der Antrag der drei Ämtler Kantonsräte Thomas Schweizer, Daniel Sommer und Hannah Pfalzgraf für eine Realisierung des Mittelschulprovisoriums bis Sommer 2028 wurde äusserst knapp angenommen, der dazugehörige Budgetantrag allerdings abgelehnt. Grünen-Kantonsrat Thomas Schweizer sprach von einer starken Willensbekundung des Parlaments, wies aber darauf hin, dass der Antrag für den Regierungsrat nicht verpflichtend sei. (dst)

Hoffen auf Rettung in letzter Minute: Michelle Furter, Leiterin des Familienzentrums Bezirk Affoltern (links), und Annapaula Kuster, Bereichsleiterin Anlässe und Service, im Spielzimmer der Kinderhüeti an der Zürichstrasse 136. (Bild lhä) waren für das Familienzentrum jenseits des Realistischen. «Es wäre deshalb schön, wenn wir gemeinsam mit der Stadt eine Lösung finden könnten.»

Wichtige Einnahmen fallen weg Das Familienzentrum hat seit Längerem mit einer angespannten Finanzlage zu kämpfen. Grund dafür ist ein Systemwechsel: Während Jahren war der Verein (ehemals «Mütterzentrum») zu einem erheblichen Teil vom Amt für Jugend und Berufsberatung unterstützt worden. Dann änderte der Kanton seine Praxis: Seit 2019 fliessen die Zuschüsse nicht mehr direkt an die Erbringer, sondern an die Gemeinden. Seither muss das Familienzentrum seine Subventionen mit jeder Gemeinde einzeln aushandeln. Diese wiederum erhalten dann bis maximal zwei Drittel des gesprochenen Geldes vom Kanton zurück. Zwar gelang es dem Familienzentrum,

zwölf der vierzehn Gemeinden für Unterstützungsbeiträge zu gewinnen. Eine Leistungsvereinbarung, die dem Verein einen fixen Pauschalbetrag zusichert, gibt es allerdings nur mit Affoltern und Aeugst (pro Einwohnerin und Jahr erhält das Familienzentrum 1.25 Franken).

«Wir wissen momentan nicht, ob und wie es weitergeht.» Michelle Furter, Leiterin Familienzentrum Die anderen zehn Gemeinden sprachen bisher Beiträge, die wiederkehrend sind oder jährlich neu beantragt werden müssen. Das Familienzentrum generiert neben den Subventionen und den Mitgliederbeiträgen auch eigene Einnahmen

aus dem Tagesgeschäft. Am bisherigen Standort war im selben Gebäude ein Hort eingemietet. Dieser steuerte nicht nur einen Drittel der Mietkosten bei, sondern bezog beim Familienzentrum das Mittagessen für die Kinder, was regelmässige Einnahmen generierte und Synergien für das Café Lollipop ergab, das ansonsten nicht primär auf einen kostendeckenden Betrieb ausgerichtet ist, da es als niederschwelliger Treffpunkt für Familien konzipiert ist. Auch Veranstaltungen wie etwa Kinderkonzerte oder die Spielgruppe können kostendeckend geführt werden. Die erwähnten Einnahmen aus dem Hort fallen nun jedoch weg, weil dieser im bestehenden Gebäude bleibt. «Das macht es für uns noch wichtiger, die Mietkosten am neuen Standort möglichst tief zu halten», sagt Michelle Furter.

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Fusion gescheitert

Stopp bei Maschwanden und Mettmenstetten Noch an der Maschwander Gemeindeversammlung im November gab es positive Signale für eine Fusion von Maschwanden und Mettmenstetten. «Voraussichtlich im Mai 2025 können die Stimmberechtigten über die Grundsatzfrage an der Urne abstimmen», sagte damals Gemeindepräsident Ernst Humbel. Für den Frühling war eine Infoveranstaltung angekündigt. Nun sind diese Pläne offenbar geplatzt: Wie die Gemeinderäte von Mettmenstetten und Maschwanden sowie die Primarschulpflege Maschwanden am Donnerstag in einer gemeinsa-

men Mitteilung bekannt gaben, habe man keine Einigkeit für eine Fusion erzielt. Mettmenstetten sei ohne verbindliche Zugeständnisse bei der öffentlichen Infrastruktur in Maschwanden nicht bereit, weitere Fusionsverhandlungen zu führen. Und diese Zugeständnisse könne Maschwanden aufgrund bestehender Volksentscheide und aus terminlichen Gründen nicht machen. Für Medienanfragen standen die drei verantwortlichen Gemeindepräsidenten nicht zur Verfügung. (red)

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50051 Maschwanden sucht weiterhin eine Lösung für seine Zukunft. (Archivbild dst)

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