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099_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Geniessen... Freudiges Zusammensein, besinnliche Weihnachten, GUTen Rutsch ins 2023 GESUNDHEITSZENTRUM GUT www.gut-tut-gut.ch AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 99 I 176. Jahrgang I Freitag, 23. Dezember 2022

Stelle ist offen

Lichter früher aus

Geschenke für Arme

Grosse Sammelaktion

Verena Feller, Geschäftsleiterin des Hauses zum Seewadel in Affoltern, geht 2023 in Pension. > Seite 5

Die Gemeinde Knonau reduziert die öffentliche Beleuchtung, um Strom zu sparen. > Seite 7

Neues Schulhaus in Bonstetten

Geboren zur Hoffnung...

Nach gut zwei Jahren Bauzeit konnte am vergangenen Dienstagabend der Neubau des Schulhauses der Sekundarschule Bonstetten eingeweiht werden. Neben zahlreichen Behördenvertretern und den involvierten Bauunternehmen kam auch die Bevölkerung von Bonstetten, Wettswil und Stallikon in Scharen. Nach weihnächtlichen Klängen zweier Schulklassen und einer überraschend spritzigen Einweihung stürmten allen voran die Schülerinnen und Schüler in den 13,4-Mio.-Franken-Neubau hinein. Schulpflegepräsidentin Tamara Fakhreddine zeigte sich sehr erfreut und führte die Interessierten im Gebäude herum. Auf vier Stockwerken stehen im neuen Trakt E insgesamt 18 Klassenund Fachzimmer, 12 Gruppenräume und dazugehörige Nebenräume zur Verfügung. Insgesamt entstand eine Nutzfläche von 2700 Quadratmetern auf dem Schulareal. Nach einer Umzugswoche Anfang Januar findet ab Dienstag, 10. Januar 2023 der Unterricht am neuen Ort statt. (dst)

> Bericht auf Seite 3

Drei Raser vor Gericht Das Bezirksgericht hat drei rasende Junglenker wegen qualifiziert grober Verletzung von Verkehrsregeln zu bedingten Gefängnisstrafen verurteilt. Es ist die Raserstrecke im Säuliamt: Immer wieder erliegen Lenker (bisher keine Lenkerinnen) auf dem schnurgeraden Abschnitt auf der Albisstrasse zwischen dem Weiler Schonau und Rifferswil dem Geschwindigkeitsrausch – und tappen dann auf der Höhe des Schützenhauses, wo sich die mobile Radaranlage befindet, in die Falle. Im Sommer 2021 hat es gleich drei Junglenker erwischt, zwei davon mit gemietetem PW, den einen mit dem Motorrad. In allen drei Fällen kam das abgekürzte Verfahren zum Zug. (red.)

> Bericht auf Seite 5

Hunderte Päckli aus dem Säuliamt sind in Moldawien und der Ukraine verteilt worden. > Seite 12

Die Facebook-Gruppe «Pinnwand Säuliamt» spendet Geld für zwei Spitäler. > Seite 13

Gedanken zu Weihnachten von Pfarrer Ueli Flachsmann

Die Geburt eines Sterns. (Bild ESA - Space for Kids)

W

o wäre die Welt ohne die Geburt? Wo wären wir Menschen, ohne je geboren worden zu sein? Jede Geburt ist ein Zeichen der Hoffnung, dass die Welt lebt und das Leben weitergeht. Ob es Sterne sind, die geboren werden, wir Menschen oder Tiere, das Leben pulsiert, will sich zeigen und gestaltet unsere Welt. So wie wir jedes Jahr unseren Geburtstag feiern, so vergessen wir auch nicht jedes Jahr Weihnachten zu feiern. Weihnachten als das Geburtsereignis, das unsere Welt nachhaltig und tiefgreifend veränderte. Jesus Christus wurde buchstäblich in unsere Welt hineingeboren, an das erinnern wir uns immer wieder. Mit Jesus Christus kam Hoffnung und Erfüllung gleichermassen. Hoffnung, denn Gott der Schöpfer hat die Welt, uns als seine Geschöpfe nicht vergessen. Erfüllung, denn Jesus Christus erfüllte das Gesetz Gottes und machte so den Weg für uns Menschen frei zu Gott. Für mich bedeutet Geburt auch so etwas wie den Atem Gottes zu erleben, zu sehen und zu spüren. Gott selbst blies dem Menschen im 1. Mos. 2,7 den Lebensodem ein. Geburt als eine

Art «Liebeserklärung Gottes» an die Menschen? «Noch ehe Berge geboren wurden und Erde und Erdkreis in Wehen lagen, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.» (Psalm 90, 2) Wenn die Geburt die Hoffnung ausdrückt, dann diese, dass Gott die Hoffnung in uns Menschen nicht aufgegeben hat. Wir Menschen mögen manchmal enttäuscht oder entmutigt sein, das bringt unser Leben hier zuweilen mit sich. Im Alltagsgeschehen geht der Gedanke, dass Gott es gut meint mit uns Menschen, manchmal schnell verloren. An die Stelle der Hoffnung tritt dann unsere Stärke, unser Können und unsere eigene Grösse. Vergessen ist der Gedanke, dass unser Leben ein Geschenk ist, etwas Kostbares und Wertvolles, stattdessen blicken wir auf die Mühsal, die uns das Leben manchmal auch bringt. Umso mehr sehnen wir uns an Weihnachten, uns zu erinnern an den einen, der vor gut 2000 Jahren geboren wurde. Dieser Jesus signalisiert mit seiner Geburt die unendliche

Liebe von Gott zu uns Menschen. Und heute, wenn wir ein Neugeborenes ansehen, sehen wir etwas von dieser Liebe von Gott zu seinen Menschen. Dass die Geburt als Geschenk verstanden werden kann, drückt folgendes Lied aus: «Bi de Taufi säged miir, Ales isch es Gschänk vo diir. Mir verfüeged über nüüt, mir sind nur Verwalterslüt ...» An Weihnachten erinnern wir uns daran, wir sind Gott keinesfalls egal, er Gott selbst, schenkte uns unser Leben und stellte unsere Füsse auf weiten Raum. An uns ist es, das Leben, das wir mit unserer Geburt bekommen haben, zu er-leben. Manchmal mag das mühsam, schmerzvoll und traurig sein. Ein anderes Mal werden wir von Freude überwältigt, sind euphorisch und könnten vor Glück und Freude zerspringen. Und all das begann mit unserer eigenen Geburt. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr und immer wieder weiten Raum, damit Sie das Leben er-leben können.

Wirt nicht mehr da

Der Pächter des Restaurants Pöschtli in Rifferswil zieht per Ende Jahr weiter. > Seite 15

Das ist Musik in den Ohren Während die meisten von uns am 24. und 25. Dezember gemütlich im Kreis der Familie Weihnachten feiern, sieht das für Konstantin Saltikov ganz anders aus. Denn der Hauptorganist der katholischen Pfarrei Affoltern steckt dann in der arbeitsreichsten Zeit des Jahres. Mehrmals wird er an der Orgel sitzen und die festlichen Gottesdienste begleiten. Der 57-Jährige stammt ursprünglich aus St. Petersburg und ist unter anderem ausgebildeter Pianist und Dirigent. Seit sechs Jahren untermalt er nun schon in Affoltern und Obfelden die Gottesdienste mit seinem Orgelspiel. In seinen Anfangsjahren in der Schweiz sass er auch oft in bekannten Luzerner Hotelbars am Klavier, um die Gäste zu unterhalten. Dabei spielte er vor allem Jazz und Pop, doch seine eigentliche Leidenschaft gehört der klassischen Musik. Auch nach Jahren an der Kirchenorgel spielt er gewisse Stücke immer noch gern. So auch das altehrwürdige «Stille Nacht». (uc)

> Bericht auf Seite 11 ANZEIGEN

Ämtler Bon MEHR INFOS: aemtler-bon.ch

Ueli Flachsmann, ref. Pfarrer Hedingen

Gemeinderat Hausen zieht vors Verwaltungsgericht

Mindestens das Abstimmungsresultat der Sekundarschulgemeinde soll gültig bleiben Nachdem der Bezirksrat das Resultat der Urnenabstimmung aufgehoben hat, liegt das Projekt Sport/Tagesstrukturen in Hausen auf Eis. Nun ist klar: Der Gemeinderat wird den Entscheid anfechten. von Thomas sTöckli Der Bezirksrat hat mit Beschluss vom 15. Dezember einen Stimmrechtsrekurs gegen die Urnenabstimmung vom 27. November im Oberamt gutgeheissen und damit das Resultat – ein Ja zum Neubau einer Dreifachturnhalle und

Räume für die Tagesstrukturen – aufgehoben (im «Anzeiger» vom Dienstag). Der Gemeinderat Hausen will allerdings nicht klein beigeben. Der Vorwurf des unlauteren Kommunikationsverhaltens sei schwer nachvollziehbar, der Beurteilungsmassstab zu streng und die Annullation der Abstimmungen somit nicht gerechtfertigt, führt er in einer Mitteilung aus, die am Mittwoch auf der Gemeindewebseite veröffentlicht wurde. Der Bezirksrat habe sich zu stark auf Mutmassungen und Behauptungen der Gegnerschaft gestützt, statt den Sachverhalt im Gesamtkontext sorgfältig abzuklären. «Zudem hat es der Bezirks-

rat versäumt, bezüglich der Abstimmung der Sekundarschule eine differenzierte Betrachtung vorzunehmen.» Was heisst das? Für die Sekundarschulgemeinde sei der zentrale Kritikpunkt, ob der ebenerdige Zugang zur Halle kostenneutral realisiert werden könne, gar nicht relevant, wurde hier doch über fix 2 Mio. abgestimmt, unabhängig von den effektiven Baukosten, erklärt Gemeindepräsident Stefan Gyseler auf Nachfrage. Im Minimum erwarte der Gemeinderat deshalb, dass die Wahlwiederholungsanordnung bezüglich der Abstimmung der Sekundarschulgemeinde aufgehoben wird.

Das nun laufende Verfahren wird sich auf den Zeitplan des Bauprojekts auswirken. So ist im kommenden Jahr nicht mehr mit einem Auffahren der Bagger zu rechnen. Je nach Ausgang des Verfahrens geht Gyseler von einem halben Jahr bis zu zwei Jahren Verzögerung aus. «Der Gemeinderat bedauert diese Verzögerung», heisst es in der Mitteilung weiter, «erachtet die Überprüfung des Urteils jedoch aus demokratiepolitischen Überlegungen als wichtig.» Schliesslich dürfe man nicht vergessen, dass eine 52-Prozent-Mehrheit Ja gesagt hat, führt Stefan Gyseler aus, «und sie wussten genau, zu was sie Ja sagen.»

Geschätzte Leserinnen und Leser, Inserentinnen und Inserenten, wir bedanken uns herzlich für Ihre Treue zu unserem «Anzeiger» und die gute Zusammenarbeit. Frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr wünschen Ihnen Redaktion und Verlag

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