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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 98 I 178. Jahrgang I Dienstag, 17. Dezember 2024

Wohnungsbau ankurbeln

Ersatz für das «Mooshüsli»

Der Wohnraum wird knapper – auch im Bezirk Affoltern. Nun will der Zürcher Regierungsrat Gegensteuer geben. Seite 5

Auf der Affoltemer Sportanlage soll bis im Sommer 2027 ein neues Infrastrukturgebäude entstehen. Seite 7

«Hier wird ein vollwertiges Gebäude erstellt – kein Provisorium» Die Primarschule Ottenbach braucht mehr Platz – die Arbeiten sind in vollem Gang Florian HoFer Montagmorgen vergangener Woche auf dem Schulareal Chappelistein in Ottenbach: Eben ist ein Schwertransporter unter Begleitung einer SecuritydienstMitarbeiterin rückwärts auf die Baustelle im Südwesten des Geländes gerollt, ein Mobilkran steht dort bereits für den Ablad der nicht alltäglichen, sperrigen Fracht bereit. Es handelt sich um ein Modul für die bauliche Erweiterung der Schulanlage. Langsam senkt sich der Haken des Krans herab, der Gebäudeteil wird mit Ketten befestigt. Kurze Zeit später hat der tonnenschwere Holzkubus auf dem Luftweg seinen Bestimmungsort erreicht und wird sachte auf dem vorbereiteten Fundament aus Stahlträgern abgesetzt. «Damit wir die Module exakt justieren können, hängen sie jeweils nicht direkt am Haken des Krans, sondern an einem sogenannten Ausgleichsund Traversiergerät. Damit kann man unter anderem Niveauunterschiede ausgleichen», erklärt Bruno Haldemann, Projektleiter der für den Modulbau verantwortlichen Holzbaufirma aus Oberriet im St. Galler Rheintal. Zufrieden beobachtet er den Zusammenbau der in der Werkhalle seines Betriebs vorgefertigten Elemente.

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«Ihr seid der Schatz unserer Gesellschaft.» Seite 10 Diakon Paulo Costa, anlässlich der Seniorenfeier in Affoltern. (Bild zvg)

Zwei Standorte für Deponien im Amt?

Sie freuen sich, dass es vorwärtsgeht (von links): Bruno Haldemann (Projektleiter), Gioia Schwarzenbach (Präsidentin Primarschulpflege Ottenbach), Jeanette Vernale (Projektleiterin) und Vanessa Ringger (Schulleiterin). (Bild Marcus Weiss) sich Gioia Schwarzenbach. Die Präsidentin der Primarschulpflege Ottenbach blickt sich zufrieden im neu entstehen-

Das Holz für den Bau stammt aus der Schweiz und aus Österreich 15 Module mit einem Gewicht von jeweils zwischen 9 und 11,5 Tonnen seien es, die hier auf dem Gelände der Ottenbacher Primarschule installiert würden. «Jedes Element hat eine Grundfläche von drei mal neun Metern und besteht aus Fichtenholz, das wir aus schweizerischen und österreichischen Wäldern beziehen», führt der Spezialist aus. Schon wenige Minuten nach dem Aufsetzen auf dem Fundament ist das eben angelieferte Modul bereit für eine kurze Begehung. «Sehen Sie, selbst im Rohzustand, noch ganz ohne Innenausbau, nimmt man bereits die angenehme Atmosphäre wahr, die im Inneren unserer neuen Räumlichkeiten herrschen wird», freut

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Millionen Menschen leben weltweit von der Kakaoernte.

«Wir haben uns für eine Komplett-Holzbauweise entschieden.» Gioia Schwarzenbach, Präsidentin Primarschulpflege Ottenbach

den Kinderhort um, während draussen bereits die Vorbereitungsarbeiten für die Platzierung des nächsten Moduls laufen.

Ihr Eindruck bestätigt sich beim Betreten: Die Wände, Böden und Decken aus echtem Nadelholz wirken hell und freundlich, es zeigt sich das Bild einer Umgebung aus Naturmaterial, in der man sich das lebhafte Spiel der Hortkinder vor dem geistigen Auge schon gut vorstellen kann. «Wir haben uns für eine Komplett-Holzbauweise entschieden, weil uns nebst dem gesunden Raumklima auch die Nachhaltigkeit wichtig ist», erklärt die Schulpflegepräsidentin.

Prekäre Raumverhältnisse wegen der Attraktivität Ottenbachs für Familien «Der nun entstehende Modulbau auf unserem Schulareal ist keine Übergangslösung, er war seit Beginn der Planung als bleibender Bau gedacht, der die Primarschulanlage für lange Zeit ergänzen soll», betont Gioia Schwarzenbach bei der anschliessenden Besprechung des Bauvorhabens im Zimmer der Schulleitung. Dass es schwierig war, einen Raum

für ein ungestörtes Gespräch zu finden, ist symptomatisch für die räumliche Situation in der gesamten Schulanlage. So ist etwa der Mittagstisch der Schule an zwei Wochentagen ins Kirchgemeindehaus ausgelagert. «Die Gemeinde Ottenbach ist attraktiv für Familien, die Mehrfamilienhäuser rund um unser Schulareal sind bis auf wenige Ausnahmen in den letzten zehn Jahren entstanden.» Im Zuge dieser Entwicklung habe auch die Schülerzahl kontinuierlich zugenommen, momentan würden rund 260 Kinder unterrichtet. Der neu entstehende Schulraum werde zu drei Vierteln für den Hort genutzt, daneben finde in den Modulen ein Psychomotorik-Raum seinen Platz, wo die Fein- und Grobmotorik von Kindern trainiert werden kann. «Aktuell befindet sich dieser Raum im Schulhaus, er kann dann als zusätzliches Klassenzimmer genutzt werden», so die Planung.

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Im Rahmen der Teilrevision 2024 des kantonalen Richtplans können sich die Bürgerinnen und Bürger in der öffentlichen Auflage noch bis zum 14. März 2025 äussern. Gleichzeitig erfolgt die Anhörung der nach- und nebengeordneten Planungsträger. Dies schreibt der Kanton Zürich in einer Medienmitteilung. Eines der vielen dort behandelten Themen ist auch die Frage nach einem Deponiestandort im Knonauer Amt. So wurde schon im April bekannt, dass im Gebiet Moosacher in Bonstetten ein neuer Deponiestandort geplant ist. Ebenfalls soll die Kapazität der bestehenden Deponie Tambrig in Obfelden mehr als verdoppelt werden. Vorerst geht es bei den Projekten um einen Eintrag in den kantonalen Richtplan. Privatpersonen, Gemeinden und Planungsregionen können dazu jetzt Stellung nehmen. (red)

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Kleine Demo für verfolgte Christen Eine halbe Stunde lang standen vergangene Woche etwa 45 Personen in Affoltern auf dem Marktplatz schweigend Seite an Seite, um an die weltweit verfolgten Christen und anderen Gläubigen zu denken. Die Appelle lauteten: «Frieden in Syrien», «Freiheit für Glaubensgefangene im Iran», «Pakistan: Zwangsislamisierung stoppen», «Frei denken, frei glauben». Die Mahnwache war von «Christian Solidarity International» (CSI) organisiert worden. (red)

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20051 Eine halbe Stunde lang brannten Kerzen für Glaubensfreiheit auf dem Marktplatz in Affoltern. (Bild zvg)

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