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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 96 I 176. Jahrgang I Dienstag, 13. Dezember 2022

Energiestadt

Mettmenstetten erhält als erste Gemeinde im Bezirk das Label «Energiestadt Gold». > Seite 3

Steuersenkung

Die Hedinger Gemeindeversammlung hat den Steuerfuss auf 100 Prozent gesenkt. > Seite 5

Werterhaltung

In Knonau wird im kommenden Jahr nicht investiert, nur Werterhaltung betrieben. > Seite 5

Leserbilder

Frau Holle schüttelte ihre Bettdecke über dem Bezirk aus. Die schönsten Impressionen. > Seite 7

Ein Plädoyer für lichtvollen Advent Anna Frick zaubert mit ihrem Weihnachtswunderland Lichterglanz in die düstere Zeit Während in den letzten Jahren die Weihnachtsbeleuchtungen eine wahre Lichtschwemme brachten, so ist es jetzt in den Dörfern eher grau. Man richtet sich nach der Forderung, Strom zu sparen. «Man konzentriert sich auf den Strom und vergisst die eigene Seele», meint Anna Frick.

Zugunsten einer Stiftung Im Hof an der Wolserstrasse 37/39 entdeckt man den von der Schreinerei Frick AG gefertigten Holzbaum. Nicht nur Bewohner von Wolsen, alle Besucher können Weihnachtsschmuck entweder selbst am Baum platzieren oder zum Aufhängen hinlegen. Diese Gaben werden vor Weihnachten jedes Jahr zugunsten einer Hilfsorganisation verkauft. Letztes Jahr erhielt der Gnadenhof Hodel in Aeugst 2400 Franken und Tierfutter. 2020 gingen 2000 Franken an das Kinder-Wohnheim Paradies in Mettmenstetten, womit Wünsche, beispielsweise nach einer Skiausrüstung, erfüllt werden konnten. Dieses Jahr geht die Spende an die 2007 gegründete de Clivo-Stif-

Den Kleingeist verjagen Kay Ray ist ein Grenzgänger im deutschen Comedy-Zirkus, da er keine Tabus kennt. Das macht ihn so faszinierend. Dank der guten Beziehung zu Niki Greco tritt der Entertainer am Samstag, 17. Dezember, wieder in der alten Brennerei in Mettmenstetten auf. «Ich tanze auf eurem Zwerchfell und verjage euren Kleingeist», pflegt der Hamburger sein Programm «Zeitgeistgestörte: Bitte draussen bleiben!» jeweils anzupreisen. (red.)

Basketball ist seine Leidenschaft Der zwölfeinhalbjährige Tyler Tapsell aus Ottenbach gehört zu den Auswahlspielern bei den U14 Jungs von ProBasket. Seine Chancen zur Teilnahme am Sichtungstraining für die Tests von Swiss Olympic im Frühsommer 2023 sind intakt. Auf seine grösste Leidenschaft ist er vor drei Jahren im Englischunterricht in der Schule gestossen: «Wir nahmen Basketball durch, und ich war begeistert», so Tapsell. (red.)

Anna Frick investiert viel Liebe und Zeit in die Dekoration des Bauernhofes an der Obfelder Wolserstrasse. (Bild Regula Zellweger) tung. Sie ist politisch und konfessionell neutral. Zweck der Stiftung, ist die finanzielle Unterstützung von Einzelpersonen in Notlagen und von humanitären Projekten kleinerer Organisationen in den Bereichen Medizin, Bildung, Hilfe zur Selbsthilfe sowie in Ausnahmefällen Katastrophenhilfe. Die de Clivo-Stiftung, lateinisch für Amstutz, wurde von Yvonne Elizabet Gozon im Andenken an ihren Vater Walter Amstutz gegründet. Er war bekannt für seine Pionierleistungen im Alpinismus und im Ski-Sport. 1984 wurde Walter Amstutz von der britischen Königin mit dem «Order of the British Empire» für seine Förderung anglo-schweizerischer Beziehungen ausgezeichnet. Der Präsident der Stiftung, Adrian Wenger, wohnt in Wolsen und garantiert die Seriosität der Beitragsempfänger sowie die Nachhaltigkeit der gewährten Unterstützungsbeiträge. Insbesondere Kinder lassen sich von Annas Winterwunderland verzaubern.

Lichterglanz im Dorf

Es gibt viel zu entdecken, den Weihnachtsmann, der singend seine Hüften schwingt, den alten Elefanten bei der Krippe, die süssen Engel und vieles mehr. Es lohnt sich für Eltern und Grosseltern, beim Eindunkeln die Kinder warm einzupacken und in diese Traumwelt voller Licht zu entführen. Denn Kinder, die 2022 im Alter sind, sich vorbehaltlos verzaubern zu lassen, haben wegen der berechtigten Zurückhaltung bei der Adventsbeleuchtung nicht viel Gelegenheit. Es muss nicht jeder sein privates Lichtermeer haben. Anna Frick ist überzeugt: «Wir brauchen Licht, gerade jetzt.» Es tut Kindern und Erwachsenen gut, in den Glanz der Märchenwelt einzutauchen. Sie meint, man solle das Jahr mit Licht abschliessen und nicht die Düsterheit ins neue Jahr hinübertragen. Allerdings fehlt der Grossmutter mit den italienischen Wurzeln etwas: die Befana, die in Italien in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar

auf der Suche nach dem Jesuskind auf einem Besen von Haus zu Haus fliegt und Geschenke bringt oder straft. In Italien feiert man am 6. Januar das Fest der «Weihnachtshexe» fröhlich und unbeschwert. Die Augen von Anna Frick leuchten, als sie sich an das kleine, italienische Mädchen erinnert, das vor fast 60 Jahren in Wolsen lernte, ohne Befana Weihnachten zu feiern. 2023 wird sie in Italien auf die Suche nach ihrer Befana gehen und diese wird die Wolser Weihnachtswelt mit etwas Italianità bereichern. Die Ausstellung an der Wolserstasse 37/39 ist tagsüber immer zugänglich und abends von 16.30 bis 23 Uhr beleuchtet. Weihnachtsschmuck für den Holzbaum und für den Verkauf zugunsten der de Clivo-Stiftung kann jederzeit abgeliefert werden. Verkauft werden die gespendeten Kugeln und Deko-Gegenstände vom 22. bis 24. Dezember, jeweils von 14 bis 20 Uhr.

Der Chefarzt der Chirurgie ist gegangen

In Hausen und Rifferswil kam am Wochenende Weihnachtsstimmung auf.

Ende September fand die letzte Operation statt. Seither ist es ruhig geworden.

gann der Weihnachtsmarkt in Rifferswil um halb elf Uhr bei Winterwunderwetter mit Sonne und blauem Himmel. Bereits um elf Uhr wurde es eng zwischen den Ständen. An rund 60 Ständen mit einer originellen, kreativen und immer wieder überraschenden Auswahl fand jede und jeder etwas zum Kaufen oder Bestaunen. Wie in Hausen wurde auch Wert auf regionale Standbetreibende mit handgefertigten Produkten gelegt. (red.)

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Lichterlöschen im OP

Weihnachtsmärkte im Oberamt

Obwohl es am Samstag während des ganzen Tags schneite und die Temperaturen unter null Grad lagen, war der Märt in Hausen gut besucht, und die Standbetreibenden zeigten sich zufrieden mit dem Geschäft. Auch Oliver Weisbrod, Präsident der IG Weisbrod-Areal, freute sich über den regen Besuch. Am Sonntag be-

Das Verfahren gegen einen arbeitslosen Studenten wegen Drohungen wurde eingestellt. < Seite 9

> Bericht auf Seite 16

Von Regula ZellwegeR Anna Frick kam einst als kleines Mädchen von Italien nach Wolsen in Obfelden. Hier wuchs sie auf, heiratete, zog ihre Kinder gross und organisierte unzählige Feste und Events in ihrem Quartier. Seit über 20 Jahren sammelt sie mit Leidenschaft alles, was zu Advent und Weihnachten gehört. Im alten Bauernhof hat sie eine Menge Platz, diese Sammlung attraktiv zu präsentieren. Im Hof tummeln sich Weihnachtsmänner, stehen Engel, glitzern Kugeln – Weihnachtsstimmung bunt und oft kitschig, wie man es in Italien und in den USA liebt. Dieses Jahr hat sie einen zweiten Stall in ihre Ausstellung integriert. Während im ersten Stall mit Krippen eine besinnliche Stimmung herrscht, die vom hellen Licht um die Szene im Stall dominiert wird, herrscht im zweiten Stall eher düstere Stimmung. Hier ist der Samichlaus, der mit seinem Esel im Wald in seiner Hütte lebt, Hauptperson.

Aus dem Gericht

Viele Mitarbeitende aus Chirurgie und Operationsabteilung – vom Chefarzt bis zur Anästhesiepflegerin – erhielten im Sommer die Kündigung. Die meisten haben sich bereits neu orientiert. Es ist ruhig geworden in der chirurgischen Abteilung, sehr ruhig. Die letzte Operation fand Ende September statt. Mat-

thias Wiens, Chefarzt Chirurgie, ist der letzte, der in der vergangenen Woche das Spital verlassen hat. Ein Meilenstein für das Spital Affoltern – einer, der vielen weh tut. Im Jahr 2025 werden auf einer weiteren Abteilung – auf der Inneren Medizin – die Lichter gelöscht. Die Geriatrie, Psychiatrie, die Mutter-Kind-Abteilung und die Palliative-Care können aber ihren Standort behalten. (red.)

> Bericht auf Seite 11

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