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093_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

FORD MUSTANG MACH-E

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 93 I 176. Jahrgang I Freitag, 2. Dezember 2022

Premiere in Stallikon

Unter Führung der neuen Gemeindepräsidentin wurde das Budget für 2023 genehmigt. > Seite 3

Steuerfusssenkung

In Rifferswil beschloss die Gemeindeversammlung einen tieferen Steuerfuss. > Seite 5

Gebührenerhöhung

In Maschwanden wurden an der Gemeindeversammlung neue Gebühren angekündigt. > Seite 7

Überzeugend

Die Orchestergesellschaft Affoltern lud zu Konzerten in Obfelden und Merenschwand. > Seite 11

Das «Beatmungsgerät» bleibt vorerst eingelagert Türlersee ohne winterliche Zirkulationsunterstützung: Testphase verlängert «Mindestens zwei Winter» brauche es, um beurteilen zu können, ob der Türlersee auch ohne Umwälzpumpe auskommt, hiess es beim Awel vor gut zwei Jahren. Die Ergebnisse stimmen optimistisch, der Versuch wird verlängert.

Auch ein schlechter Winter führt nicht zu einem kritischen Zustand Seit Herbst 2020 läuft der Versuch ohne winterliche «Beatmung» (der «Anzeiger» hat berichtet). Seither war die Sauerstoff konzentration im Tiefenwasser zwar im Frühling jeweils deutlich schlechter, was den Lebensraum der Fische einschränkt. Es hat sich allerdings auch gezeigt, dass diese Verschlechterung sich nicht auf den Sauerstoffgehalt im Spätsommer in den oberen Lagen bis 7,5 Meter Tiefe auswirkt, die Schicht also, in die sich Fische bei Hitze zurückziehen. «Das ist eine wichtige Erkenntnis», so Niederhauser. Und auch die Algenblüte und die Phosphat-Rücklösung aus den Sedimenten im Tiefenwasser haben in der Test-

Grossandrang in Obfelden Mit echtem Pistenfahrzeug, einer winterlich dekorierten Halle und vor allem vielen turnerischen Höhepunkten zog das TurnerChränzli die Leute in Scharen an.

> Bericht auf Seite 19 ANZEIGEN

Nicht immer so idyllisch: Bis vor 40 Jahren war der Türlersee stark mit Nährstoffen belastet. (Bild Thomas Stöckli) phase nicht zugenommen. «Bisher haben wir keine Überraschungen erlebt», fasst er die Erkenntnisse aus der Versuchsphase ohne Zirkulationsunterstützung zusammen. Die bisherigen Beobachtungen stimmen insofern optimistisch, als in drei der beobachteten vier Halbjahren die Bedingungen eigentlich alles andere als ideal waren für die Durchmischung und den Sauerstofftransport in tiefe Lagen: Der Winter 2020/21 war zu warm, im Sommer 2021 spülte Hochwasser organisches Material und Nährstoffe in den See, was letztlich massiv Sauerstoff zehrte. Sehr ungünstig präsentierte sich dann der Winter 2021/22: Wieder zu warm und diesmal blieben darüber hinaus auch noch die Stürme aus, welche die Umwälzung zusätzlich antreiben könnten. «Dass es gute und schlechte Jahre geben würde,

was die Durchmischung anbelangt, war uns klar», so Niederhauser, «jetzt wissen wir, dass auch ein schlechter Winter im Sommer nicht zu einem kritischen Zustand führt.»

Negative Auswirkungen durch den Klimawandel nicht ausgeschlossen Trotzdem: Die Umwälzanlage wird vorerst noch nicht entsorgt. «Der Entsorgungsentscheid wäre unwiderruflich», begründet Niederhauser den Beschluss, die Testphase um ein Jahr zu verlängern: «Wir gewinnen dadurch Sicherheit und verschenken nichts.» An seinem Optimismus, künftig auf die Zirkulationsunterstützung verzichten zu können, ändert das nichts: «Es müsste schon etwas sehr Überraschendes passieren, damit wir zu einem ande-

ren Schluss kommen.» Wenn der See aber tatsächlich nicht ohne «Beatmung» auskommen sollte, würde sich an diesem Zustand wohl auch in den nächsten Jahrzehnten nichts ändern. Und was ist in 20 Jahren – Stichwort Klimawandel? Die Erwärmung hat nicht nur negative Auswirkung auf die Umwälzung. So war der Türlersee früher im Winter noch während längerer Perioden eisbedeckt, was eine Sauerstoffaufnahme über die Seeoberfläche verunmöglicht. Trotzdem seien negative Auswirkungen durch den Klimawandel nicht ausgeschlossen, so Pius Niederhauser. Der nur gerade 22 Meter tiefe Türlersee sei allerdings weniger gefährdet als etwa der Zürichsee mit einer Tiefe von 136 Metern: «Da braucht es viel mehr Energie, um das Wasser bis zum Grund zu mischen.»

ÖV mit Verbesserungen

Der «Ämtler Bon» kommt

Am 11. Dezember wird schweizweit der Fahrplan angepasst. Auch im Säuliamt führt dies zu Anpassungen.

Der Bezirksgewerbeverband lanciert im Dezember ein lokales, digitales Gutscheinsystem.

Halbstundentakt fürs Oberamt

In Bonstetten fahren die Postauto-Linien 210 und 228 neu im Uhrzeigersinn. Die Haltestelle «Isenbach» wird von der Dorfstrasse an die Isenbachstrasse verlegt. Dadurch ändern sich teilweise auch die Fahrzeiten. Das Angebot für Stallikon, Aeugst und Hausen wird verbessert. Neu wird auch am Wochenende bis 21 Uhr die gesamte Strecke bedient. Dadurch ergibt sich am Wochenende zwischen Zürich

Fleisch, Fondue oder Blumen – im Säuliamt gibt es vieles zu jeder Zeit direkt am Automaten. > Seite 13

An den vergangenen beiden Wochenenden lud die Obfelder Turnerfamilie zum Chränzli ein. Die Abendvorstellungen fanden beide vor ausverkauftem Haus statt. Auch die Nachmittagsvorstellung war sehr gut besucht. Über 1300 Gäste verfolgten die attraktive Turnshow in der Mehrzweckhalle Zendenfrei. Mottogerecht zu «Alles fahrt Schii» war es ums Zendenfrei und auf der Bühne winterlich. Die eintreffenden Besucher trafen auf ein echtes Pistenfahrzeug mit Schnee, ein Gondeli draussen und eines an der Decke in der Halle. Und bei den Vorführungen tanzten Pinguine, waren Skifahrer und Skispringerinnen unterwegs, Mädchen und Knaben in der Skischule und im Skilager. Der bekannte Dorfanlass bot Gelegenheit, sich wieder einmal zu sehen und gemeinsam an einer der beiden Bars gemütliche Stunden zu verbringen. (dst)

von Thomas sTöckli «Türlersee – Klassenbester!» steht gross auf zwei der Folien. Die eine vergleicht den Phosphorgehalt, die andere die Algenmenge mit zehn anderen Seen im Kanton. In beiden Bereichen erfüllt der Türlersee die Vorgaben seit den frühen 1990er-Jahren. Das Prädikat «Klassenbester» relativiert Pius Niederhauser von der Abteilung Gewässerschutz beim Awel, auf Nachfrage: Der Pfäffikersee habe sich in jüngster Vergangenheit sogar noch etwas besser entwickelt. Trotzdem: Die Präsentation über die Entwicklung des Türlersees seit dem Verzicht auf die winterliche Zirkulationsunterstützung konnte man beim Türlersee-Schutzverband mit Stolz aufnehmen.

Alles automatisch

Wiedikon und Aeugstertal ein Halbstundentakt. Am späten Abend fahren die Postautos neu via Aeugst nach Hausen. Von Affoltern aus via Obfelden fährt die Linie 217 neu bis zum Spital Muri. Es wird empfohlen, bei allen Änderungen vor der nächsten Fahrt den Onlinefahrplan zu konsultieren. Im März und insbesondere im Juli 2023 kommt es wegen Bauarbeiten zu teils mehrwöchigen Unterbrüchen auf der S-Bahn-Strecke in Richtung Zürich. In dieser Zeit besteht ein Bahnersatz mit Bussen. Die Reisezeit wird sich voraussichtlich verlängern. (dst)

> Bericht auf Seite 3

Lokales Einkaufen soll gefördert werden

Bereits in früheren Zeiten existierte ein «Ämtler Bon» in Form von Rabattmarken. Das neue System im Säuliamt kommt jetzt aber als App fürs Smartphone daher. «Wir wollen mit dem Ämtler Bon das lokale Gewerbe stärken – gerade nach diesen schwierigen Pandemiezeiten, in denen Gutscheine eine wichtige Rolle gespielt haben», hält der Initiant Thomas Frick fest. Er ist seit Sommer Präsident des Bezirksgewerbeverbandes.

Zu diesem gehören die Gewerbevereine Oberamt, Affoltern, Hedingen und Obfelden, die zusammen rund 350 Mitglieder zählen. Getragen wird die Idee auch von der Standortförderung und vom Arbeitgeberverband des Bezirks Affoltern. Auf der Website aemtler-bon.ch können Gutscheine im Wert von 10, 20, 50 und 100 Franken erworben werden. Je nach Wunsch erhalten Käuferinnen und Käufer ein E-Mail, das ein PDF mit den Gutscheinen zum Ausdrucken enthält oder sie können direkt die App nutzen. (red.)

> Bericht auf Seite 17

85 Anlagen in der Schweiz

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