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092_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 92 I 176. Jahrgang I Dienstag, 29. November 2022

Steuerfuss belassen

Die Gemeindeversammlung in Kappel beschloss, den Steuerfuss bei 80 Prozent zu belassen. > Seite 3

Geschichte interessiert Im Gespräch

Das Bonstetter Jubiläumsbuch zog zahlreiche Gäste zur Vernissage und zur Ausstellung. > Seite 5

Die Ottenbacher Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger im Interview. > Seite 7

Kiesgrube wird grün

Schülerinnen und Schüler pflanzten in der ehemaligen Uerzliker Kiesgrube Hecken. > Seite 8

Die Dreifachhalle im Oberamt hat die Hürde knapp genommen In Hausen sagten 52,6 Prozent Ja zum 22-Millionen-Projekt Hier ein Bedarf und ein Mehrnutzen, da verschiedene Bedenken und zwei grosse ungeklärte Fragen. Die Stimmberechtigten im Oberamt hatten am Sonntag keine leichte Aufgabe. von Thomas sTöckli Kaum ein Projekt hat in der Region in jüngster Vergangenheit so stark polarisiert wie die Vorlage «Neubau Sport/ Tagesstrukturen», die am Sonntag im Oberamt zur Abstimmung kam. Kein Wunder: Die Summe von 21,86 Mio. Franken übertrifft auf kommunaler Ebene alles Bisherige, zudem waren mit der in der Vorlage fehlenden direkten Zufahrt zur Halle sowie dem noch nicht vorliegenden Verkehrskonzept noch zwei zentrale Fragen ungeklärt. Den grossen Brocken der Dreifachturnhalle mit angegliederten Horträumen hat die Standortgemeinde Hausen zu stemmen: 18,5 Mio. Franken beträgt der Ausführungskredit, zu dem die Stimmberechtigten am Sonntag mit 614 zu 553 Stimmen ihren Segen gegeben haben. «Der Gemeinderat ist froh über das Ja», so Gemeindepräsident Stefan Gyseler. Dass es mit 52,6 Prozent Ja-Stimmen denkbar knapp ausfiel, wertet er als klares Zeichen, die Bedenken der Gegnerschaft ernst zu nehmen. Insbesondere betreffend des Verkehrskonzepts und des ebenerdigen Zugangs zur Halle habe der Gemeinderat das Ja schon versprochen, so Gyseler: «Wir werden die Bevölkerung auf dem Laufenden halten.»

Höhere Zustimmung in Kappel und Rifferswil Über einen Kostenanteil von 2 Mio. Franken hatten auch die Stimmberechtigten der Gemeinden Rifferswil und Kappel zu bestimmen. Sie bilden zusammen mit jenen von Hausen eine gemeinsame Sekundarschulgemeinde. Die Hausemer

Ein Holzmodulbau für den Hort und die Psychomotorik – dafür haben die Stimmberechtigten in Ottenbach am Sonntag an der Urne knapp drei Millionen Franken bewilligt. 500 von 706 gültigen Stimmzetteln wurden mit einem Ja eingelegt, was einer Zustimmungsquote von 70,8 Prozent entspricht. Dies bei einer Stimmbetei-

Tolle Akrobatik im Internet Der Turnverein Hausen präsentierte ein Chränzli voll mit spektakulären Nummern. Dabei führten Sandro Morof und Sven Kammer das Publikum einen Abend lang durch die verschiedenen Ecken des Internets («Netz») und begeisterten mit guten Schauspieleinlagen, überraschenden Gadgets und lustigen Sprüchen. Die Story handelte von einem jungen Internetnutzer, der fasziniert war von den scheinbar unbeschränkten Möglichkeiten online. Er hielt es fast nur noch in dieser virtuellen Welt aus, bis er an seine Grenzen kam. Nebst dem Theater zeigten die Riegen in elf verschiedenen Nummern, was das Netz so zu bieten hat. Die 26 Geräteturnmädchen begeisterten mit einer Barren- und Bodenturnnummer im Ninja-WarriorStyle. Dank der Damenriege erlebte das Publikum einen Querschnitt durchs Onlinedating. Daneben gab es Tischtennis in einer anderen Art und eine Lektion Aerobic-Work-out. Zum krönenden Abschluss tauchten die Zuschauer noch ab ins Darknet, wo der Aktiv-TV mit einer Neonlicht-Nummer faszinierte. (red.)

> Weiterer Bericht auf Seite 16 ANZEIGEN

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Der Hortteil (links) des geplanten Neubaus war kaum bestritten, gegen die Turnhalle (rechts) formierte sich allerdings heftiger Widerstand. (Visualisierung zvg.) stimmten diesem Kredit mit 54,2 Prozent Ja-Stimmen zu, die Rifferswiler mit 60,2 und die Kappeler gar mit 64 Prozent. Somit resultiert im Oberamt eine Zustimmung von 56,8 Prozent. Was gab den Ausschlag, dass eben doch ein Ja herausschaute? «Die Bevölkerung will grundsätzlich eine DreifachSporthalle», so Gyseler. Das hat sich auch schon beim Variantenentscheid zum Projektierungskredit an der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember 2019 abgezeichnet. Was selbst den Gemeindepräsidenten etwas überrascht, ist die Stimmbeteiligung. Angesichts der hitzig geführten Diskussion – auch auf den LeserbriefSeiten des «Anzeigers» –, des Gross-

Deutliches Ja zu neuen Schulbauten Am Abstimmungssonntag wurde in zwei Gemeinden über neue Schulbauten entschieden.

Basar war ein Erfolg

Die Besuchenden des Basars in Obfelden hatten die Spendierhosen an. > Seite 8

ligung von 36,7 Prozent. In Affoltern hiessen die Stimmberechtigten mit über 70 Prozent Ja-Stimmen den Kindergarten-Neubau gut. Damit genehmigten sie einen 12,1 Millionen Franken-Kredit für einen neuen Vierfach-Kindergarten mit Schülerhort und Büros für Kindergartenleitung und Schulverwaltung an der Breitenstrasse. Im Sommer sollen die Bauarbeiten mit dem Abriss der bestehenden zwei Gebäude lanciert werden. (red.)

> Berichte auf Seite 3

aufmarschs an der Informationsveranstaltung und der direkten Betroffenheit vieler potenzieller Nutzer der Infrastruktur, sind 45 (Hausen), respektive 37 (Rifferswil) und 32 (Kappel) Prozent nicht viel. «Es ist uns nicht gelungen, zusätzliche Leute an die Urne zu locken», sagt Gyseler selbstkritisch. Dies sei mit ein Grund, dass das Resultat so knapp ausgefallen sei.

Fragezeichen beim Zeitplan Und wie geht es nun weiter? «Der Gemeinderat wird eine Auslegeordnung machen», so Stefan Gyseler. Der Planer fürs Verkehrskonzept habe seine Arbeit bereits aufgenommen. Im Juni

soll das Konzept der Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Wie es inzwischen im Baubewilligungsverfahren weitergeht, das liegt in der Kompetenz der Baukommission. Denkbar sei etwa, dass der Bau zwar bewilligt, aber noch keine Freigabe erteilt werde, so Gyseler. Ob die Bagger bereits im Juni 2023 auf der grünen Wiese zwischen dem Parkplatz Chratz und der Sportanlage Jonentäli auffahren, ist demnach noch offen. Zumindest die Planung kann inzwischen weiterlaufen. Für die Realisierung war ursprünglich der Zeitraum von Juni 2023 bis April 2025 vorgesehen. Bleibt es dabei, wären Hort und Hallen im Mai 2025 bezugsbereit.

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Kloster wird autarker Mit der geplanten Fotovoltaikanlage soll sich die Klosteranlage selbst mit Strom versorgen. «Mit PV-Anlagen können wir unseren gesamten Energiebedarf mit Überschuss im Sommer und Lücken im Winter decken – ein wichtiger Schritt für den Ansatz einer umfassenden Selbstversorgung, der sogenannten Kreislaufwirtschaft», sagt Gerhard Gysel, Präsident des Vereins Kloster Kappel (VKK). Dazu geselle sich die Absicht der Landeskirche, umweltfreundliches Handeln zu fördern. «Die Eigenstromproduktion passt auch zur Selbstversorgungsstrategie des

Klosters», ergänzte Gysel. Die Anlage wird auf der grossen Viehscheune, auf dem Pächter- und dem Riegelhaus sowie dem Spicher-Neubau installiert. Ein Vorprojekt wurde in Auftrag gegeben; zuerst soll im Herbst 2023 die Viehscheune bestückt werden. Alles in allem ein ambitioniertes Vorhaben, das eine Stromerzeugung aus der PV-Anlage eventuell erst 2024 ermöglicht. Die Kappelerpflege stimmte dem Rahmenkredit von 800 000 Franken zu. Vertretende der Landeskirche enthielten sich der Stimme. Denn erst muss das Projekt von der Kirchensynode behandelt werden. (red.)

> Bericht auf Seite 5

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