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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 91 I 176. Jahrgang I Freitag, 25. November 2022
Imbiss soll bleiben
Fast 800 Personen unterschrieben eine Petition für Khas Sommerbeiz an der Reuss in Obfelden. > Seite 3
Spital unterstützen
Die Stiftung Spital Affoltern will wichtige Projekte ermöglichen. > Seite 7
Viel Applaus
Der Musikverein Maschwanden bot am Jahreskonzert stilistische Vielfalt. > Seite 10
Einst ein Feuchtgebiet
In der Serie «Ortsnamen» geht der «Anzeiger» diesmal dem «Seewadel» auf den Grund. > Seite 11
Die Fans sind schon in Stimmung Schweizer Nati mit Startsieg – In der Spyre-Bar Affoltern gab es das Live-Spiel
Huschende Schatten
Mäuse «geniessen» keinen guten Ruf – obwohl sie auch gute Seiten haben. > Seite 13
Neugieriger Spatz Ihrem Enkel eine Freude bereiten – diese Idee steckt hinter dem MutmachBilderbuch «Carlitos sucht einen Freund» von Susanne Baer aus Bonstetten. Zuerst gestaltete sie ein Fotobuch. Der Baeschlin Verlag zeigte sich interessiert an der Idee und in einer guten Zusammenarbeit entstand das Kinderbuch. Die Originalbilder sind ab dem 2. Dezember in der Bibliothek Stallikon zu sehen. (red.)
> Bericht auf Seite 7
Aufstieg gelungen Der Schachclub Wettswil hat es geschafft: Ihm ist der Aufsteig von der 1. Liga in die Nationalliga B gelungen. Die Ämtler setzten sich in einer Entscheidungsrunde gegen das Zürcher Team Nimzowitsch durch. Das Schlussresultat betrug 4:2 für Wettswil. In der «Corona-Saison» 2021 verzichtete der Schachclub Wettswil auf die Teilnahme an der Schweizer Meisterschaft, weshalb er den Zwangsabstieg hinnehmen musste. (red.).
> Bericht auf Seite 25 ANZEIGE
Der Freundeskreis von Stephan Schmidlin (Zweiter von rechts) fiebert mit der Nati in der Spyre-Bar mit. (Bild Luc Müller)
Wie gross ist die WM-Euphorie in der Stadt Affoltern? Ein Besuch vor Ort im Restaurant Spyre, das alle Spiele live zeigt. von Luc MüLLer Gestern in der «Spyre», der Bar-Lounge und Restaurant in Affoltern. Das Spiel ist angepfiffen. Die Schweizer kicken gegen Kamerun. Die grösste Laufbereitschaft zeigt das Team Spyre: Laura und Vlatka haben rot-weisse T-Shirts übergestreift und kurven mit drei Tellern gleichzeitig in der Hand durch den Raum, der mit Schweizer Flaggen und Fan-Schals der Schweizer Nationalmannschaft geschmückt ist. Die Laufwege stimmen. Auch in der Küche stimmt die Taktik: Serge Gabathuler, Chef in der «Spyre» sorgt mit Schwester Simone dafür, dass die Spaghetti
Bolognese auf den Mittagsmenü-Tellern genau auf den Punkt sind.
WM-Tickets verkauft Anders sieht es bei der Schweizer Nati aus. Nach gutem Beginn bauen Xhaka, Embolo und Co. stark ab. Den rund 25 Gästen, die das 11-Uhr-Spiel gestern extra gemeinsam anschauen wollten, gefällt die Stimmung in der «Spyre» trotzdem. Auf sieben TV-Bildschirmen können die Gäste den Match verfolgen. Dani, Stefan und Alain haben es sich in einer Nische mit bester Sicht auf den Grossbildschirm gemütlich gemacht. Zur geselligen Runde gehört auch Stephan Schmidlin, der früher zum bekannten Komiker-Duo Schmirinskis gehörte. «Wir sind alle Fussballfans und schauen gerne die Spiele der Nati», erklären sie. Aber sie haben auch Kritik gegenüber der WM in Katar, die vor
allem wegen fehlender Menschenrechte und schlechter Arbeitsbedingungen, welche die Arbeiter auf den Baustellen der WM-Stadien vorfanden, kritisiert wird. «Wir hatten eigentlich Tickets für die Spiele in Katar – wir haben die Karten aber aus Boykott weiterverkauft», erzählt Stefan. Ein Raunen geht durch die SpyreBar. Foul oder nicht? Brel Embolo wurde eben unsanft gestoppt. Aber es war zuvor abseits – die Aufregung vergebens.
Volles Lokal gegen Brasilien Granit Xhaka und Yann Sommer sind die Lieblingsspieler von Stefan und Larry, die an einem Tisch Platz genommen haben. «Wir arbeiten beide als Hauswarte. Der Chef hat uns heute Vormittag früher freigegeben, damit wir das Spiel schauen können.» Zwei Colas stehen vor ihnen – auf Bier verzichten
sie. «Wir finden nicht alles gut, was in Katar läuft. Aber wir wollen die Schweizer Nati unterstützen», sagt das Duo. Auch Fabio, der in der Telekommunikationsbranche arbeitet und Päddu, im Tourismus tätig, haben die Mittagspause nach vorne verschoben. Sie sind sich einig: Aus Respekt vor den Sportlern schauen sie sich die WM an. «Murat Yakin ist ein super Trainer. Ich denke, die Schweizer überstehen die Vorrunde», tippt Fabio. Die erste Hälfte ist zu Ende. «Für das Schweizer Spiel gegen Brasilien am Montag sind wir schon ausverkauft», erklärt Serge Gabathuler erfreut. Er merke schon, dass im Vergleich zu vor vier Jahren weniger Fans in seine Bar kommen, um die Spiele zu sehen. «Das hat nicht nur mit Boykott zu tun. Sonst wird ja im Sommer gespielt und wir haben draussen Festbänke aufgestellt.» Der Pausenpfiff ist ertönt. Nun wird gegessen und gefachsimpelt.
Richtig lüften gegen Schimmel
Hier steppen die Bären
Im Herbst und Winter bildet sich in Wohnungen vermehrt Schimmel. Wichtig ist, die Feuchtigkeit regelmässig abzuführen.
In Obfelden ist das TurnerChränzli ein gut besuchter Anlass fürs Dorf. Auf der Bühne steht auch die ganze Familie Bär.
Die Wohnräume nicht zu stark aufheizen – das ist einer der Tipps des Bundes, um dem in diesem Winter drohenden Energieengpass zu begegnen. In Schlafräumen werden 18 Grad empfohlen, in Wohnräumen darf es etwas mehr sein. Bei kühleren Raumtemperaturen steigt allerdings auch die Gefahr von Schimmelbildung, insbesondere in der
Küche, im Bad und in Kellerräumen, denn Schimmel entsteht, wenn eine Stelle über längere Zeit feucht bleibt. Umso wichtiger wird bei tieferen Temperaturen die Luftzirkulation: «Am besten mindestens zwei- bis dreimal täglich gut durchlüften», empfiehlt Simone Wyss, Schimmelberaterin in Affoltern. Will heissen: Alle Fenster und Zimmertüren öffnen und fünf bis zehn Minuten für Durchzug sorgen. Immerhin: «Je kälter es draussen ist, desto kürzer muss man lüften», so Simone Wyss.
> Interview auf Seite 5
Morgen findet das Turner-Chränzli in Obfelden mit der Abendvorführung seinen Abschluss – wie schon am vergangenen Samstag ist die Vorstellung ausverkauft. Das Chränzli, das nun nach vier Jahren wieder stattfindet und unter Motto «Alles fahrt Schii!!» steht, mausert sich immer mehr zu einem wichtigen Dorfanlass. 307 Turnerinnen und
Turner sind in die aufwendig produzierte Show involviert. Schon seit Sommer wurde fleissig geprobt. Auch die fünfköpfige Familie Bär aus Obfelden macht mit. Sie steht sinnbildlich für das Engagement für das Dorf, das der Turnverein Obfelden mit viel Herzblut ausübt. Mutter Sidonia Bär wird als Schneefrau auf der Bühne stehen, Ehemann Marco Bär ist in einer Szene mit dem Titel «Debakel am Schiilift» zu sehen. Auch die Kinder Emma, Anna und Nino haben ihren grossen Auftritt. (uc)
> Bericht auf Seite 6
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