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090_2025

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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Affoltern a.A.

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 90 I 179. Jahrgang I Freitag, 5. Dezember 2025

Hohe Summen erbeutet

Weichen werden neu gestellt

Das Bezirksgericht Affoltern verhandelte den Fall eines «Logistikers», der einer türkischen Bande beim Telefonbetrug half. Seite 3

In Zürich bekommen viele Trams neue Nummern und Linien. Auch Fahrzeiten ändern sich beim grössten Fahrplanwechsel der VBZ. Seite 9

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Helferinnen und Helfer packten Chlaussäckli für einen guten Zweck. Seite 11

Budget in Affoltern genehmigt

«Nein, wir hatten kein Konzept.»

Gemeindeversammlung folgt mit grosser Mehrheit dem Antrag des Stadtrats

Seite 10 Susanne Winistörfer, Mitgründerin des Chinderhuus Hedingen. (Bild zvg)

Florian HoFer Die Stadt Affoltern startet mit einem budgetierten Ertragsüberschuss von 2,5 Millionen Franken in das neue Jahr. Das Budget weist bei einem Gesamtaufwand von 115 Millionen Franken einen Ertrag von 117,5 Millionen Franken aus, wobei die Einnahmen aus Steuern, insbesondere aus den Grundstückgewinnsteuern, für eine positive Entwicklung sorgen. Der Steuerfuss in Affoltern bleibt bei 101 Prozent, zusammen mit dem Steuerfuss (21 Prozent) der Sekundarschulgemeinde Affoltern/Aeugst (siehe Bericht auf Seite 3) beläuft sich die Gesamtbelastung für die Affoltemer Steuerzahlerinnen und -zahler auf 122 Prozent. Das ist das Ergebnis der Gemeindeversammlung in Affoltern im Kasinosaal von Montagabend. Bei den Erläuterungen setzte Finanzchefin Claudia Ledermann auf eine spezielle Powerpoint-Präsentation, die wenig mit den sonst recht trockenen Budgetpositionen zu tun hatte. Anhand der Präsentation zeigte sie auf, in welchen Lebensbereichen die Stadt gemäss

IT-Organisation der Gemeinden Die Welt wird immer digitaler, und so muss die IT-Organisation der Gemeinden ebenfalls mitwachsen. Der «Anzeiger» hat sich bei sieben Säuliämtler Gemeinden umgehört, wie die Verwaltung von Hard- und Software organisiert ist. Die Rückmeldungen zeigen auf, dass die Verwaltungen sehr unterschiedlich aufgestellt sind. Einige Gemeinden nutzen eine komplett eigene IT-Infrastruktur, andere lagern die Dienstleistungen an Spezialisten aus. Überwacht wird das Ganze von der Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich. Diese ist auch schon im Säuliamt tätig geworden. (red)

Seite 5 Im Kasinosaal in Affoltern wurde am Montagabend bei der Gemeindeversammlung genau gezählt: 117 Personen nahmen das Budget an. 37 stimmten dagegen. (Bild Claudia Eugster)

Den Auftakt zu den Wortmeldungen einiger Redner, die sich fast ausschliesslich mit genereller Kostenkritik beschäf-

tigten, machte alt Stadtpräsident Toni Bortoluzzi (SVP). Er bemängelte, die Ausgaben der Stadt seien in den vergangenen vier Jahren um 28 Prozent gestiegen, auch bei den Personalausgaben habe es eine starke Steigerung gegeben. Überhaupt müssten alle Ausgaben der Stadt überprüft werden. Es müsse «irgendeine Organisation» beauftragt werden, die die Kosten prüfe, forderte er. Die SVP beantrage deshalb, das Budget abzulehnen. Ins gleiche Horn stiessen weitere Redner. Die Spannbreite der Kritik reichte von «keine Transparenz», «fehlender Stellenplan» oder einfach auch «generelle Verständnislosigkeit». Kantonsrat Daniel Sommer (EVP) zeigte Verständnis für den Stadtrat: «Ich hätte gerne auch mehr Transparenz, zum Beispiel bei den Dienstleistungen für andere Gemeinden, aber ich will kein eigentliches Sparprogramm für die Stadt.» Stadträtin Claudia Ledermann war sichtlich froh um diese Bemerkung. Sie sagte: «Wir dürfen nicht nur auf die Kosten schauen.» Man müsse auch die

Raum für Generationen

Ottenbach: Die Spräggele steht an

Die Serie «Gut altern» blickt auf das Projekt der Genossenschaft Lebenslernort in Hausen. Dort sollen eine Schule und ein gemeinnütziger Wohn- und Begegnungsraum für verschiedene Generationen entstehen. Die Genossenschaft will mit dem Projekt Vorbildfunktion übernehmen. Die Baubewilligung liegt bereits seit 2024 vor. Im Frühjahr 2025 wurde ein detaillierter Finanzplan erstellt und aktuell werden weitere Genossenschafter und zukünftige Mieter gesucht. (red)

Der Brauch mit den herumziehenden Schnabelgeissen wird in Ottenbach seit über 200 Jahren gepflegt. Heute Freitag sind die Kinder im Dorf unterwegs. Am 12. Dezember dann die Erwachsenen an der grossen Spräggele. Verbunden mit dem Brauch ist auch der Spräggele-Määrt auf dem Dorfplatz. Obmann Siro Romano rechnet in diesem Jahr mit 30 bis 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Nach einem Tief vor 20 Jahren befindet sich der Brauch wieder in voller Blüte. (red)

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«Wir wollen die Stadt voranbringen, nicht nur sparen.» Eveline Fenner, Stadtpräsidentin Affoltern

einer bis ins Jahr 2035 blickenden Strategie investieren möchte, um sich möglichst gut weiterzuentwickeln. Getreu dem Motto: «Die Stadt soll attraktiv sein.»

Kritik an den budgetierten Ausgaben

Ertragsseite anschauen. «Die Steuereinnahmen steigen ja, allerdings sinken sie auch bei Steuersenkungen.» «Wir wollen die Stadt voranbringen, nicht nur sparen», sagte Stadtpräsidentin Eveline Fenner. Zudem, so versicherte sie den Anwesenden, sei man im Budgetprozess vonseiten des Stadtrats durchaus kostenbewusst vorgegangen. «Ich versichere Ihnen, jede einzelne Zeile im Budget wird durchgestrählt. Das ist ein intensiver Prozess.»

Antrag auf Schluss der Debatte Weil einzelne Votanten mit ihren ausschweifenden Wortmeldungen zu fortgeschrittener Stunde aus Sicht des Publikums den Bogen wohl überspannten, stellte ein Teilnehmer einen Antrag auf Schluss der Debatte. Mit Bekundung sichtlicher Erleichterung wurde der Antrag grossmehrheitlich angenommen. Die Abstimmung ergab schliesslich 117 Ja-Stimmen für das Budget, 37 Personen stimmten mit Nein.

Einsparungen im Bereich Bildung Ein zweiter Tagesordnungspunkt an der Gemeindeversammlung beschäftigte sich mit einer Teilrevision der Entschädigungsverordnung. Ihr wurde an der Gemeindeversammlung am Montagabend grossmehrheitlich zugestimmt. Die Ausgangslage: Am 1. Juli 2018 wurde die Primarschulgemeinde in die politische Gemeinde eingegliedert. Dadurch entstand eine Einheitsgemeinde. In der Zwischenzeit wurde eine Leitung Bildung mit einem Pensum von 80 Prozent eingeführt. Dadurch hat sich der zeitliche Aufwand für die einzelnen Schulpflegeämter deutlich reduziert. Die Anpassung der Entschädigungsverordnung führt zu jährlichen Einsparungen von 72 445 Franken. (fh)

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50049 Heute Freitagabend sind die kleinen Spräggele unterwegs. (Archivbild Martin Mullis)

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