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089_2025

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 89 I 179. Jahrgang I Dienstag, 2. Dezember 2025

Springen und werfen

Rund 7,6 Millionen Mehrkosten

Die Sanierung der Sportanlage Chappelistein in Ottenbach kam an der Gemeindeversammlung problemlos über die Hürden. Seite 7

Die geplante Erweiterung der Schulanlage Pünten in Stallikon soll 23,6 statt der ursprünglich angedachten 16 Millionen Franken kosten. Seite 11

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Büchertipps für lange Winterabende hat die Redaktion zusammengestellt. Seiten 18 und 19

Stimmvolk folgt der Einzelinitiative

«Es geht nie nur darum, Kunst an Wände zu hängen.»

Die Zufahrt fürs neue Dorfquartier in Wettswil soll über den Lenggenweg erfolgen Florian HoFer In Wettswil ist eine Vorentscheidung über den Zufahrtsweg für das neue Dorfquartier Weierächer-Grabmatten gefallen. Dort sollen einmal mehr als 1000 Menschen wohnen. Mit 68,14 Prozent hat das Volk eine entsprechende Einzelinitiative angenommen. Kern der Initiative und der seit Jahren hängigen Streitereien um das Projekt ist die Frage, wo die Zufahrt für das neue Quartier zum Liegen kommen soll: Entweder eine Erschliessung über die Breitenmattstrasse, wie das die Gemeinde gerne hätte, oder über den Lenggenweg, wie die Initianten es lieber sehen würden. Insgesamt gab es drei Fragen: den Vorschlag der Einzelinitiative, den Gegenvorschlag des Gemeinderats und die Stichfrage. Die Stimmbeteiligung lag jeweils um die 56 Prozent. Die Diskussionen reichen weit zurück. Nachdem sich die privaten Grundeigentümer im Areal nicht einig waren, hatte die Gemeinde vor 13 Jahren ein amtliches Quartierplanverfahren einleiten müssen. Dieses dauert seit 2012 an. Mit der Abstimmung vom Sonntag hat das Stimmvolk einen

«Ich bedaure, dass es so viel Aufwand gebraucht hat.» Hermann Baur, Initiant der Einzelinitiative

Grundstein gelegt für die weitere, verbindliche Erschliessungsplanung des Gemeinderats. Dieser muss nun die Bauund Zonenordnung dem Willen des Stimmvolks anpassen.

Gemeinde schätzt Planungssicherheit Auch wenn die Gemeinde Wettswil mit ihrem Anliegen der Erschliessung über die Breitenmattstrasse beim Volk nicht

Seite 13 Elfi Bohrer, ehemalige Galeristin aus Bonstetten. (Bild zvg)

durchgekommen ist, kann Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger dem Ergebnis auch Positives abgewinnen: «Das Ergebnis gibt uns Planungssicherheit. Das ist wichtig für uns. Zuerst gilt es aber, noch die Rechtskraft der Abstimmung abzuwarten, immerhin ist noch ein Stimmrechtsrekurs hängig.» Innerhalb von 18 Monaten werde der Gemeinderat eine detaillierte Vorlage (Zonenplanänderung für die Erschliessung des neuen Quartiers) vorbereiten,

«Das Ergebnis gibt uns Planungssicherheit.»

Strasse bleibt beim Kanton Unerwartet eindeutig fiel am Sonntag die Abstimmung in Rifferswil über die Abklassierung von Jonenbachstrasse und Dorfplatz aus. Mit 389 Nein zu 226 Ja lehnten die Stimmberechtigten klar die Übernahme als Gemeindestrasse ab. Somit bleiben die Strasse und der Platz in der Hoheit des Kantons. Die zweite Vorlage, der Kauf der Liegenschaft an der Dorfstrasse 4, erhielt wie erwartet Zustimmung. (red)

Mit Tafeln wie diesen warben IG-Mitglieder gegen die Erschliessungsvariante des Wettswiler Gemeinderats. (Bild Livia Häberling)

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Katrin Röthlisberger, Gemeindepräsidentin Wettswil

die den Begehren der Initiative (also der Erschliessung über den Lenggenweg) entspreche, kündigte sie an. «Nach der dazu notwendigen Abstimmung gehen wir an die zweite Grundeigentümerversammlung», so Röthlisberger. Die Grundeigentümer haben dann nochmals die Möglichkeit, Einwendungen zum ganzen Quartierplan einzubringen. Daraufhin wird der Quartierplan durch den Gemeinderat festgesetzt und dem Kanton zur Genehmigung eingereicht.

mehr», so Hermann Baur von der IG. Das Abstimmungsresultat sei für ihn keine Überraschung, so Baur. Man habe ja schliesslich drei Umfragen gemacht, darin hätten sich die Wettswiler und Wettswilerinnen für die «sichere Variante» ausgesprochen. Aber: «Ich bedaure, dass es so viel Aufwand gebraucht hat. Wir erwarten nun, dass der Gemeinderat die Initiative 1:1 so umsetzt, wie es vom Volk gewünscht wird.» Offen in dieser Angelegenheit ist noch ein beim Bezirksrat hängiges Stimmrechtsrekurs-

verfahren. Hintergrund ist ein Erklärvideo, das die Gemeinde im Hinblick auf die Abstimmung produzieren liess, um den Stimmberechtigten die Vorlage kurz und bündig zu erklären. Aus dem Kreis der Initianten wurde allerdings bald der Vorwurf laut, der Inhalt sei nicht ausgewogen, woraufhin die Gemeinde das Video wieder von der Website nahm, um einem Rekurs zuvorzukommen. Nun ist dieser dennoch eingegangen. Er richtet sich nicht nur gegen das Video, sondern auch gegen den Antrag der RPK.

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«Besser für das Gesamtwohl» Bei den Initianten herrscht derweil grosse Genugtuung und Dankbarkeit, dass das Wettswiler Volk ihren Argumenten in grosser Mehrzahl gefolgt ist: «Die Bevölkerung hat gesehen, dass es für das Gesamtwohl besser ist, der Erschliessungsvariante 1 den Vorzug zu geben – je länger die Debatte gedauert hat, desto

Immer weniger Schüler in Hausen

Sortieren, prüfen, sortieren, prüfen ...

Gemäss einer Prognose der Sek Hausen dürften die Schülerzahlen ab dem Jahr 2030 deutlich sinken, von 88 Schülerinnen und Schülern (Schuljahr 2026/27) auf noch 39 (2036/37). Diese Zahlen wurden von der Schulpflegepräsidentin Esther Flückiger an der Gemeindeversammlung der Sekundarschule Hausen (Kreisschulgemeinde Hausen, Kappel und Rifferswil) bekannt gegeben. Die beiden einzigen Traktanden, das Budget und der Steuerfuss, wurden von den anwesenden 18 Stimmberechtigten ohne Diskussion gutgeheissen. So bleibt der Steuerfuss weiterhin bei 22 Prozent, trotz eines Verlustes von 322000 Franken. (red)

In Mettmenstetten waren die 3773 Stimmberechtigten zur Wahl aufgerufen. Mit zwei eidgenössischen Vorlagen, vier kantonalen, einer überregionalen und einer den Bezirk betreffend war der Abstimmungssonntag schwer befrachtet und es gab einiges zu tun. Bei einer Stimmbeteiligung von 46 bis 50 Prozent (je nach Vorlage) ergab das rund 1800 Abstimmungscouverts, welche sortiert, geprüft und gezählt werden müssen. Wahlbüroleiterin Medina Krizevac, ihre Helferinnen und Helfer, Gemeindepräsidentin Vreni Spinner und Angestellte aus der Verwaltung sorgten für einen reibungslosen Ablauf am vergangenen Abstimmungssonntag. (red)

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Ein Erfahrungsbericht aus dem Wahlbüro Mettmenstetten

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20049 Rund 21 000 Wahlzettel müssen an diesem Abstimmungssonntag alleine in Mettmenstetten ausgewertet werden. (Bild Daniel Vaia)

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