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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 87 I 179. Jahrgang I Dienstag, 25. November 2025

Blutig unterdrückter Aufstand

Nutzung im Wandel der Zeit

Der zweite der Teil der Serie zu den Denkmälern im Bezirk geht dem Freiheits-Obelisken am Bahnhof in Affoltern nach. Seite 12

Die Fabrik am Weiher in Zwillikon war einst eine Baumwollspinnerei. Heute ist sie ein Dienstleistungs- und Kreativzentrum. Seite 15

Kiesabbau: IG fordert mehr Transparenz Knonau: Zwei Einzelinitiativen eingereicht Livia HäberLing Anfang Jahr gelang der IG Stopp Kiesgrube Knonau (IG SKK) ein kleiner Coup: Sie lancierte eine lokale Unterschriftensammlung, und jede fünfte Person im Dorf unterstützte ihr Anliegen. Am Schluss lagen 558 Unterschriften vor. Hintergrund der Aktion war damals die Teilrevision 2024 des Kantonalen Richtplans und die Einwendungsfrist, die bis Mitte März dauerte. Ein Eintrag, der Knonau betraf, sollte es dem Zuger Kiesabbauunternehmen Risi AG ermöglichen, die bestehende Kiesgrube ab dem Jahr 2030 um rund fünf Hektaren zu erweitern. Im Gebiet Aspli/Äbnet, das sich entlang der Kantonsgrenzen von Zürich und Zug auf Gemeindegebiet von Knonau und Cham befindet, wird seit den 90er-Jahren im offenen Tagbau Kies abgebaut und Bauaushub entsorgt. Seit März wird der Richtplanentwurf überarbeitet. Später wird er noch einmal in die Vernehmlassung gegeben. Bei ihrem Kampf gegen den Richtplaneintrag hatte die IG SKK damit argumentiert, dass ein weiterer Kiesgrubenausbau für Knonau und seine Bewohnerinnen und Bewohner eine Reihe von Nachteilen mit sich bringen würde: Lärm- und Staubimmissionen wurden vorgebracht, aber auch die Natur und die Biodiversität würden auf-

Wie entsteht der «Anzeiger»? Damit der Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern zweimal pro Woche in den Briefkästen landet, müssen unzählige Rädchen ineinandergreifen. In dieser Ausgabe wird der Redaktion über die Schultern geschaut und auch der Bild Dominik Stierli Druck in Aarau genau beobachtet. (dst) Seite 7

grund der Abholzung leiden, so die Argumente der IG-Mitglieder.

Fehlender Sichtschutz führt zu Fragen Seit der Petition sind einige Monate vergangen. Nun ist die IG erneut aktiv geworden: Anfang Oktober hat sie bei der Gemeinde zwei Einzelinitiativen eingereicht. Damit will sie zwei Dinge erreichen: erstens, dass die Gemeinde die Bevölkerung regelmässig über den Stand der Kiesgruben-Erweiterung informiert. Und zweitens, dass die Gemeinde sicherstellt, dass das abbauende Unternehmen Risi AG sich an die Vorgaben hält. Es geht dabei insbesondere um eine Baumhecke, die Risi vor der Kiesgrube pflanzen musste, und die als Sicht- und Immissionsschutz dienen soll. Aktuell ist die Hecke jedoch noch nicht so dicht und hoch gewachsen, damit sie ihren Zweck erfüllt. Weil die Hecke noch nicht den Vorgaben entspricht, verfestigte sich in der IG der Eindruck, Risi AG habe von der Gemeinde Knonau Sonderbedingungen erhalten. Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser widerspricht: «Der Gemeinderat Knonau ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass der Kantonale Gestaltungsplan umgesetzt wird und die Interessen der Bevölkerung gewahrt werden.» Dem werde Rechnung getragen.

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Jahre war Friederike Osthof im Vorstand des Vereins Kloster Kappel. Nun ist sie im Ruhestand. Seite 10

«Ich fühlte mich durchs System gefallen.» Seite 13 Pamela Painda, Mutter eines kranken Kindes. (Bild Regula Zellweger)

Gedenken an Fremdplatzierte Der Kanton Zürich und der Verband der Gemeindepräsidien des Kantons erinnern mit ihrem gemeinsamen Projekt «Zeichen der Erinnerung» an die Opfer von fürsorgerisch begründeten Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen. Menschen wurden gegen ihren Willen in Pflegefamilien, Heimen oder Arbeitserziehungsanstalten untergebracht. Die Gemeinde Wettswil ist als Pilotgemeinde Teil dieses Projekts. Dort hängt bereits sei ein paar Tagen eine kleine blaue Tafel am Eingang zur Gemeindeverwaltung. Sie macht auf Unrecht aufmerksam, das durch solche fürsorgerischen Zwangsmassnahmen entstanden war. An einer Gedenkstunde in Rheinau waren deshalb auch Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger und der stellvertretende Gemeindeschreiber Remo Buob dabei. (red)

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Windrad-Debatte geht weiter

«120 Frauen und Jungfrauen»

Am 20. November teilte der Kanton mit, dass der Regierungsrat beim Kantonsrat den Eintrag von Eignungsgebieten für Wind- und Wasserkraft im Richtplan beantragt. Dieser Schritt war bereits vor etwas mehr als einem Jahr angekündigt worden. In der Zwischenzeit sind die eingegangenen Rückmeldungen aus dem sogenannten Mitwirkungsverfahren ausgewertet worden. Diese wurden in einem 146-seitigen Mitwirkungsbericht zusammengefasst. Aufgrund der Rückmeldungen hat der Regierungsrat nun die Richtplanvorlage überarbeitet. Ein Eignungsgebiet wurde gestrichen sowie die Fläche eines anderen Gebiets reduziert. Bei drei weiteren Gebieten sind die Abstandspuffer vergrössert worden. Relevant für den Bezirk Affoltern ist die Tatsache, dass nun darauf verzichtet wird, einen Eintrag der 15 Gebiete in den Richtplan zu beantragen, die in der öffentlichen Auflage als «Zwischenergebnis» ausgewiesen waren. (red)

Im Frühling 1875 wurden die Frauen der Ortschulpflege Wettswil angefragt, ob sie «auf geeignet scheinende Weise Schritte tun möchten, um wieder einen Frauenverein ins Leben zu rufen». Zweck des Vereins war, die weibliche Arbeitsschule zu unterstützen. Jedes Mitglied verpflichtete sich, einen monatlichen Beitrag von 20 Rappen zu zahlen und die Arbeitsschule jährlich wenigstens zweimal zu besuchen. Nun besteht der Frauenverein Wettswil seit 150 Jahren. Dies galt es zu feiern. So gestaltete das OK einen Abend, der neben Ansprachen auch Platz liess für das gesellige Zusammensein bei einem schönen Racletteplausch und musikalischer Auflockerung durch das Laien-Duo Cecile und Urs Hanhart. Besonderer Höhepunkt war das Referat der Zürcher Autorin und Historikerin Verena E. Müller, die sich ungeachtet ihrer 85 Jahre weiterhin intensiv mit Themen der schweizerischen Frauenbewegung befasst. (red)

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