CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 86 I 179. Jahrgang I Freitag, 21. November 2025
Urteil im Postauto-Unfall
Grosser Erklärungsbedarf
Der Chauffeur, welcher im Oktober 2024 einen Unfall in Bonstetten verschuldete, wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Seite 3
Bei einer Infoveranstaltung in Knonau weckte das Thema Abfall die Emotionen der zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Seite 5
Waren es ein oder zwei Wölfe? Drei Jahre ist es her, dass ein Wolf in Bonstetten 25 Schafe riss. Seither war es ruhig im Knonauer Amt. Nun kam es zu zwei Angriffen durch Wölfe in kürzester Zeit: Erst schlug er im September in Mettmenstetten zu. Dann fielen ihm am Wochenende des 8. und 9. Novembers in Hausen sieben Schafe zum Opfer. Möglicherweise sei es der gleiche Wolf gewesen, sagt die zuständige Baudirektion in Zürich. Einen Nachweis dafür gibt es aktuell nicht. Die Abklärungen diesbezüglich sind im Gange. Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um zwei verschiedene Wölfe handelt. Sollten sich diese treffen, dann würde dies das Problem womöglich verstärken, da es zu einer Rudelbildung kommen könnte. Damit würde sich auch die Frage nach einem Abschuss stellen. (red)
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Auch in Knonau auf Diebestour Der Hauptbeschuldigte 26-jährige Algerier und sein Mittäter, ein 30-jähriger Marokkaner, waren in der Innerschweiz und in Knonau auf Diebestour. Die beiden betätigten sich zwischen September und Dezember 2024 in den Kantonen Schwyz und Obwalden sowie in Knonau als sogenannte «Fälleler». Dabei versuchten sie wahllos, nicht verschlossene Autos zu öffnen. Die Ausbeute war aber gering. Allerdings wurden auch zwei Autos entwendet und damit waren die Beiden halsbrecherisch unterwegs. Das Bezirksgericht Affoltern hat die Beschuldigten wegen gewerbs- und teilweise bandenmässigen Diebstahls, wiederholter grober Verletzung elementarer Verkehrsregeln und weiterer Delikte zu Freiheitsstrafen von 13 und 27 Monaten verurteilt. (red)
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Stadt passte Projektpläne auf eigene Faust an Moos-Abstimmung Affoltern: Planungsbüro wehrt sich gegen Vorwürfe Livia HäberLing Seit ein paar Tagen steht fest: Das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt rund um den Sportplatz «Im Moos» in Affoltern liegt vorerst auf Eis. Der Bezirksrat hat den Urnenentscheid zum Kredit über 18,6 Millionen Franken wieder aufgehoben (der «Anzeiger» hat berichtet). Der Grund: Der Bezirksrat sah es nach eigenen Abklärungen beim Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) als erwiesen an, dass sowohl der geplante, zusätzliche Kunstrasenplatz als auch die Pumptrack-Anlage wegen der Grundwasserschutzzone nicht so gebaut werden können, wie es in den Abstimmungsunterlagen angegeben worden war. Der Bezirksrat sprach in seinem Entscheid von einer «niederschwelligen Abklärung», die gereicht habe, um herauszufinden, dass die Pläne in der Realität wohl nicht umsetzbar sein dürften. Entsprechend deutlich fiel das Fazit aus: «Es darf erwartet werden, dass im Zeitpunkt über die Abstimmung eines Objektkredits abgeklärt worden ist, ob das Bauprojekt in der präsentierten Form überhaupt realisierbar ist», hiess es dazu.
Wie also konnte es passieren, dass diese Abklärungen beim Awel nicht gemacht wurden? Im Entscheid schreibt der Bezirksrat, die Stadt habe sich auf die Einschätzung des Planungsbüros verlassen, dass eine Lösung mit dem Awel erarbeitet werden könne. Diese Einschätzung habe sich als falsch erwiesen, denn ob eine Baute oder Anlage in der betroffenen Grundwasserschutzzone bewilligt werden könne, sei wohl aufgrund der strikten gesetzlichen Bestimmungen «in den seltensten Fällen eine Verhandlungssache». Wurde die Stadt Affoltern also ungenügend beraten?
Planergemeinschaft wurde über Projektänderung nicht informiert Diesen Vorwurf will das involvierte Planungsunternehmen nicht auf sich sitzen lassen. Es handelt sich dabei um eine Planergemeinschaft, die aus den beiden Unternehmen Keller Freiraumplanung GmbH und dem Planungsbüro Wegmüller AG besteht. Gegenüber dem «Anzeiger» nehmen die Inhaber Jürg Keller und Daniel Wegmüller Stellung. Sie sagen: «Das Layout der Sportanlage,
das den Stimmberechtigten vorgelegt wurde, entspricht nicht unserem finalen Planungsstand.» Sie hätten die Unterlagen Ende April 2025 eingereicht, womit ihr Auftrag auf Stufe Vorprojekt abgeschlossen gewesen sei. «Erst bei der späteren Durchsicht
«Das Layout der Sportanlage, das den Stimmberechtigten vorgelegt wurde, entspricht nicht unserem finalen Planungsstand.» Planergemeinschaft Keller Freiraumplanung GmbH / Planungsbüro Wegmüller AG
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Seite 24 Elisabeth Armingeon, Pfarrerin Kirche Rifferswil. (Bild zvg)
Fünfte Generation übernimmt CH-Media-Verleger Peter Wanner (81) hat sich entschieden, das Medienunternehmen an die beiden Söhne Michael und Florian sowie an Tochter Anna zu veräussern. Mit dieser Nachfolge übernimmt jetzt die fünfte VerlegerGeneration die Verantwortung für das Medienunternehmen. Zum Medienunternehmen CH Media, an dem die NZZ 35 Prozent hält, zählen 18 Tageszeitungen samt ihren Online-Portalen, die Wochenendzeitung «Schweiz am Wochenende», 10 Anzeiger (darunter auch der «Anzeiger»), 12 Radiosender, drei regionale TV-Stationen und 8 nationale TVSender sowie drei Druckereien. (red)
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Von Steuerfüssen bis Feuerwerk
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«Wir finden unser Zentrum nicht. Es findet uns.»
Seite 15 der Abstimmungsunterlagen haben wir festgestellt, dass eine Projektanpassung vorgenommen wurde, über die wir nicht informiert worden sind.»
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Die Themenvielfalt an den Gemeindeversammlungen im November und Dezember ist gross. Einerseits geht es um Entscheide zu den Budgets 2026 und den Steuerfüssen. Etwa Rifferswil möchte die Steuern um zwei Prozentpunkte senken. Dagegen soll in Ottenbach der Steuerfuss um einen Prozentpunkt erhöht werden. In Kappel moniert die RPK, dass eine Steuererhöhung in den nächsten Jahren nötig werde. Andererseits gibt es auch Entscheide zu Sachthemen. So wird zum Beispiel in Ottenbach über ein Verbot von lautem Feuerwerk auf Gemeindegebiet entschieden. In Hausen wird erneut über die Sanierung des Wigartewegs abgestimmt, und in Maschwanden befindet man über eine neue Verordnung über das Bestattungs- und Friedhofswesen. (dst)
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Kreisel beim Bahnhofplatz Affoltern präsentieren sich in neuem Kleid. Seite 7
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Das Zentrum Oberdorf feiert Jubiläum Im Jahr 2016 wurde das Zentrum Oberdorf in Affoltern erneuert und erweitert. Doch die Geschichte dieses Einkaufsstandorts reicht viel weiter zurück: Eröffnet wurde er im Herbst 1995. Ihm ging ein jahrelanges Ringen um eine grössere Variante voraus. Bild Livia Häberling «Drüü Öpfel» nannte sich das umstrittene Projekt. (red) Seite 9
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