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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Beweglich und schmerzfrei leben? Wir begleiten und unterstützen dich auf deinem Weg. GESUNDHEITSZENTRUM GUT www.gut-tut-gut.ch AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 83 I 178. Jahrgang I Freitag, 25. Oktober 2024

Urvertrauen aufbauen

Politische Diskussionen

In Wettswil will man der frühkindlichen Förderung deutlich mehr Gewicht geben. Seite 5

Thomas Aeschi, Fraktionschef der SVP, besuchte für einmal Affoltern und berichtete an einem Gesprächsabend aus seinem Leben. Seite 5

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Halloween und das Säuliamt

«In der Malerei fand ich eine Art der Meditation.»

Was die Stadt Affoltern zum Brauch sagt und einige Ratschläge zur Nacht vom 31. Oktober Dominik Stierli Am kommenden Donnerstag, 31. Oktober, ist es wieder so weit. Halloween steht an. Gemäss Wikipedia war dieses Brauchtum ursprünglich vor allem im seinerzeit katholisch geprägten Irland verbreitet. Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus. Seit einigen Jahren hat der teils umstrittene Brauch auch die Schweiz erreicht.

Veranstaltungen im Amt Im Säuliamt gibt es dazu einige Aktionen und Veranstaltungen. Im Familienzentrum in Affoltern lassen sich am Vortag Kürbisse schnitzen, in Aeugst wird in der Bibliothek eine gruselige Halloween-Bilderbuch-Geschichte erzählt und in Bonstetten wird eine Kinderparty organisiert. Aber auch die Erwachsenen werden angesprochen. So veranstaltet die neu eröffnete MeetingCocktailbar in Affoltern eine HalloweenParty mit Drinks und Snacks, wie es auf ihrem Instagram-Account heisst. Wie gross das Interesse an Partys ist, lässt sich aber nur schwer abschätzen.

«Nur schon die Präsenz hindert die Leute daran, gewissen Unfug zu machen.» Tobias Brutschi, Abteilungsleiter Sicherheit der Stadt Affoltern

Eine angekündigte Halloween-Party am 1. November für die Erwachsenen und tags drauf für die Kinder im Affoltemer Eventlokal «aff» wurde wieder abgesagt. Auf Anfrage erklärt Mediensprecher Sandro Troxler, dass man nach reiflicher Überlegung entschlossen habe, den Halloween-Event abzusagen. «Das Interesse und die Resonanz im Vorfeld waren geringer als erwartet», sagt er. Man wolle die Energie stattdessen in die Entwicklung neuer Event-Formate stecken. «Derzeit arbeiten wir daran, unseren Gästen

Tobias Brutschi, Abteilungsleiter Sicherheit (l.), und Stefan Trottmann, Stadtschreiber der Stadt Affoltern, im Gespräch mit dem «Anzeiger». (Bild Dominik Stierli) auch künftig ein spannendes und vielfältiges Programm bieten zu können», berichtet Troxler. Zahlreiche Partys steigen im Gegensatz dazu in der Stadt Zürich. So laden Clubs und Pubs während der Tage um den 31. Oktober zu verschiedenen Events ein. Auch der bei Schweizern beliebte Freizeitpark in Rust verwandelt sich jedes Jahr in eine schaurig-schöne Szenerie zum Thema.

Sachbeschädigungen als Problem Auch im Säuliamt werden verkleidete Kinder unterwegs sein. Nach amerikanischem Vorbild gehen die Kinder von Haus zu Haus. Mit dem Spruch «Süsses, sonst gibts Saures» wird nach Süssigkeiten verlangt, ansonsten wird ein Streich gespielt. Die Halloween-Nacht wird aber auch immer öfters von Jugendlichen genutzt, um Unfug zu treiben. Diese Entwicklung führte in den letzten Jahren zu immer mehr Vandalismus, was weit über einen Streich hinausgeht. Im letzten Jahr wurden in der Stadt Affoltern zehn Sachbeschädigungen gemeldet, wie die Stadt damals dem «Anzeiger» berichtete. Die Rede war von Sprayereien, Eierwürfen und gesprengten Brief kästen. Abteilungsleiter Sicherheit der Stadt Affoltern, Tobias Brutschi, erklärt diese Woche im Gespräch mit dem «Anzeiger», dass die

Doch noch Wahlkampf Neue Kandidaturen für den Bezirksrat Vor einigen Tagen schrieb der «Anzeiger» über die Bezirksratswahl Folgendes: «Es ist nicht auszuschliessen, dass die Mitglieder des Bezirksrats Affoltern für die Amtsdauer 2025 bis 2029 in stiller Wahl bestätigt werden. Im Gegensatz zu früheren Urnengängen hält sich das Interesse in den Parteien und anderswo in Grenzen.» Innerhalb der ersten, 40-tägigen Frist meldete sich neben dem Bisherigen Rolf Kuhn (Grünliberale Partei, seit 2021 im Amt und 55-jährig) aus Mettmenstetten einzig Stefan Kessler (Grüne Partei) aus Affoltern für den frei werdenden Sitz von Ruth Früh (FDP), die

das Amt nach zwölf Jahren zur Verfügung stellt. Das Amt des Bezirksrates ist ein 15- bzw. 13-Prozent-Pensum. 15 Prozent gelten für den oder die Heim- und Fürsorgereferenten oder -referentin. Nun zeichnet sich ab, dass es am 9. Februar doch noch zu einer Urnenwahl kommen wird: In der siebentägigen Nachfrist nominierten drei Bezirksparteien weitere Kandidierende ihrer Wahl. FDP, SVP und die Mitte schicken je einen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen. (red)

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Stadtpolizei während der Nacht vom 31. Oktober verstärkt unterwegs sei. «Es werden mehrere Patrouillen in der Stadt und den Vertragsgemeinden Hausen, Kappel, Hedingen, Mettmenstetten und Obfelden für Präsenz sorgen», sagt er. Zudem bündle man die Kräfte auch mit der Kantonspolizei. «Die Zusam-

«Es gibt Leute in der Schweiz, welche mit diesem amerikanischen Brauch nichts zu tun haben wollen.» Stefan Trottmann, Stadtschreiber Affoltern

menarbeit funktioniert sehr gut», sagt Brutschi. «Nur schon die Präsenz hindert die Leute daran, gewissen Unfug zu machen», sagt er und betont, dass man nicht per se gegen Halloween sei. Bezüglich Sachbeschädigungen sieht Stadtschreiber Stefan Trottmann eine Verlagerung. «Vor 10 bis 15 Jahren waren diese jeweils am Schulsilvester ausgeartet», erklärt er. Unterdessen haben die Schulen dem entgegengewirkt und dafür passiert mehr an Halloween. Als unterschätzte Aktion bezeichnet der

Stadtschreiber das Werfen von Eiern, wodurch Fassaden beschädigt werden könnten und aufwendige Reinigungsarbeiten verursacht würden. Brutschi ergänzt, dass sich viele nicht bewusst seien, dass solche Aktionen hohe Kosten verursachen und als Sachbeschädigung gelten. «Man macht sich strafbar», betont er. Auch andere extremere Handlungen, die über das harmlose «Erschrecken» hinausgehen und beispielsweise jemanden stark verängstigen oder belästigen, könnten im schlimmsten Fall als Straftat gelten. Bezüglich Eiern wünscht er sich auch eine Sensibilisierung bei Verkaufsgeschäften. Wenn dort Jugendliche vor Halloween massig Eier kaufen, sollte das Personal doch nachfragen, was man mit diesen vorhabe.

Eltern in die Pflicht nehmen Tobias Brutschi spricht auch einen Appell an die Eltern aus. «Diese sollen ihre Kinder über den Brauch und auch über die erwähnten Konsequenzen im Vorfeld auf klären», sagt er. Auf die Thematik, dass Kinder von fremden Personen Süssigkeiten entgegennehmen, angesprochen, meint Brutschi, dass man hier auf die Eltern zähle. Kinder sollten sensibilisiert werden: «Was darf man, was darf man nicht» soll besprochen werden. Trottmann ergänzt: «Es gibt Leute in der Schweiz, welche mit diesem amerikanischen Brauch nichts zu tun haben wollen.» Da mahnt er zur Rücksichtnahme, wenn man nichts bekommt. Brutschi empfiehlt hier als einfache Lösung, Adressen von Freunden oder Bekannten aufzusuchen, da wisse man, was einen erwartet. Trottmann ergänzt, dass so das Erfolgserlebnis der Kinder auch grösser sei. Brutschi hält fest, dass man bei verdächtigen Beobachtungen an Halloween frühzeitig den Notruf 117 informieren soll. Er warnt aber vor Zivilcourage und eigenem Eingreifen. Und schon gar nicht sollte man zur Selbstjustiz greifen. Das sei unter Umständen auch strafbar. Wird man Opfer von Beschädigungen, wird empfohlen, eine Anzeige zu erstatten. Nur so könne man auch auf die finanzielle Unterstützung der Versicherung hoffen.

Herbstlicher Spass

Kameras, die frühzeitig Eis und Schnee entdecken sollen, wurden im Amt montiert. Seite 3

Deviprasad (Devi) Rao.

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(Bild zvg)

Letzter Verkaufstag im «Haas» Im August wurde bekannt, dass «Haas Shopping» in Ottenbach per Ende Oktober schliesst. Seither lief der Räumungsverkauf, der bei den teils langjährigen Kundinnen und Kunden auf grosses Interesse stiess. Eigentlich wäre als letzter Verkaufstag der Samstag, 26. Oktober, vorgesehen gewesen. Doch nun schliesst «Haas» bereits heute und damit einen Tag früher als geplant. «Der grosse Ansturm ist seit einigen Tagen vorbei», sagt Urs Schindler, Geschäftsführer der TSF AG, welche die Läden im «Haas» unter dem Namen Creasphere betrieben hat. «Wir haben praktisch keine Ware mehr.» Der definitiven Schliessung sieht er mit Erleichterung entgegen. (lhä)

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Chilbis in Affoltern und Uerzlikon Heute Freitag startet auf dem Kronenplatz in Affoltern die Chilbi. Zum Auftakt sind von 18 bis 18.20 Uhr die Bahnen gratis. Danach läuft der Betrieb bis 23 Uhr. Auch am Samstag und Sonntag laden die aufregenden Bahnen zum herbstlichen Vergnügen ein. Am Sonntag findet auf der unteren Bahnhofstrasse ab 10 Uhr der Herbstmarkt statt. Viele Verkaufs- und Essensstände laden zum Verweilen ein. Der Markt dauert bis 18 Uhr. Der Chilbi-Betrieb läuft bis 20 Uhr weiter. Das Teilstück der Unteren Bahnhofstrasse bleibt am Sonntag von 6 bis 21 Uhr gesperrt.

Als Fest für die ganze Familie bezeichnen die Organisatoren die Chilbi in Uerzlikon. Neben der Festwirtschaft mit dem traditionellen Menü «Rippli mit Chrut» werden die Gäste auch mit lüpfiger Musik unterhalten. Für die Kinder gibt es Ponyreiten, Geschichten und Spiele wie Fussballdart oder Schokokuss-Schleuder. Auch ein Baggerspass für Gross und Klein ist jeweils an den Nachmittagen im Angebot. Dazu kommen regionale Marktsteller und Vorführungen wie Most pressen oder Berliner backen. (red)

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