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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 81 I 176. Jahrgang I Freitag, 21. Oktober 2022
Fahrzeug aufgebrochen Trügerisches Risiko
hev-albis.ch
Zeit der Umbrüche
Auf Pilgerpfaden
Die Kantonspolizei hat Anfang Woche in Affoltern zwei Autoknacker verhaftet. > Seite 3
Schwere Verletzungen sind beim Sport häufiger als im Verkehr. > Seite 8
Rekord für die Kinderwoche
Zirkusstar in einer Woche
Viele Eltern suchen während der Herbstferien eine sinnvolle Beschäftigung für ihre Kinder. In Obfelden bot diese Woche die reformierte Kirche genau so ein Angebot an. Mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Kinderwoche sehr begehrt. «Es ist faszinierend zu sehen, wie die Kinder während dieser Woche die Gemeinschaft leben», sagt Damaris Villiger, die Hauptverantwortliche. Für die Kinder war die Woche durchgeplant. Die Länder der Erde standen im Fokus. Ob in der zum Dschungel umfunktionierten Turnhalle, einem Postenlauf durchs Dorf oder dem täglichen Theater zum Thema «Welttiere», überall hatten sie viel Spass und Freude. Rund 40 Helfende ermöglichten den Kindergartenund Primarschulkindern tolle Erlebnisse. Die Woche geht heute mit einem Abschlussprogramm zu Ende. (red.)
Die Produktion der Aemtler Bühne spielt auf dem historischen Hintergrund des Ämtlerhandels. > Seite 10
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Die EVP Bezirk Affoltern wanderte ein ganzes Wochenende auf dem Jakobsweg. > Seite 11
Der Mitspielzirkus begeistert die Kinder in Bonstetten und Wettswil
> Bericht auf Seite 8
«Ich würde es wieder tun» Mit dem Velo ist Christian Deiss in den letzten Wochen von Mettmenstetten bis nach Gibraltar geradelt – und hat dann spontan noch eine Portugal-Durchquerung angehängt. Den «Anzeiger» hat er in den zwölf Wochen regelmässig auf dem Laufenden gehalten über die Fortschritte seiner Abenteuerreise. Seit einigen Tagen ist der Veloreisende nun zurück im Säuliamt. Nach Gibraltar wäre es noch zu früh gewesen, aber nun habe der Zeitpunkt gepasst, sagt er und ist froh, das Abenteuer gewagt zu haben: «Einmal aus dem Alltag auszubrechen, das würde niemandem schaden», ist er überzeugt, «die Sorgen und Problemchen von zu Hause sind dann ganz weit weg.» Stattdessen habe er sich unterwegs mit der gegenwärtigen Situation befassen müssen – und jeden Abend vor dem Zubettgehen mit der ein- bis zweistündigen Planung der nächsten Tagesetappe. (tst.)
> Bericht auf Seite 11
Die beiden Aristinnen üben für ihren Auftritt auf dem Seil im Circolino Pipistrello. (Bild Dominik Stierli)
In Bonstetten schnuppern 112 Schülerinnen und Schüler in dieser Ferienwoche Zirkusluft. Dabei gibt es erstaunliche Fortschritte zu beobachten. von Dominik Stierli Als der «Anzeiger» den Circolino Pipistrello auf der Sportanlage Schachen besucht, findet erst der zweite Übungstag statt. Von den im Vorfeld zu wählenden Disziplinen, war die Akrobatik am gefragtesten. Entsprechend viele Kinder sammeln sich in der Sporthalle um die hoch oben hängenden Verikaltücher. Es ist beeindruckend, wie hoch jetzt schon geklettert wird. An den Luftringen nebenan werden verschiedene Figuren geübt. Der folgende Einblick bei den Zauberern ist nur von kurzer Dauer. Ein Foto ihrer Geheimsitzung ist erlaubt, danach muss auch der Schreibende den Raum verlassen. Nicht, dass der abgeschlossene Zaubervertrag noch gebrochen wird. So geht es weiter zu Fakir
Basil. Er spielt mit seinen acht wilden Piraten-Fakiren die am Vortag besprochene Geschichte durch. Beim wilden Gefuchtel mit einem Messer wird ein Arm halb durchtrennt – aber alles nur Show. In einer Garderobe im unteren Bereich der Halle werden gerade einzelne Elemente eines Schattentheaters ausprobiert.
Alle zwei Jahre eine Zirkuswoche «Die Infrastruktur mit der Dreifachsporthalle und dem Areal ist ideal», erklärt OK-Chefin Corinne Klein. Organisiert wird die Zirkuswoche vom Familienclub Wettswil-Bonstetten. Über Hundert Primarschüler aus den beiden Gemeinden konnten sich einen begehrten Platz ergattern. Für die Zirkusaktivitäten ist das Team von Pipistrello verantwortlich. Der Ablauf und die Vorführungen werden aber durch die Kinder selbst bestimmt. Draussen auf dem Areal sind die Seiltänzerinnen am Üben, auf Fässern wird balanciert und auch die Clowns bereiten sich auf ihre
Rolle vor. Weitere neun Artistinnen beschäftigen sich mit Hula-Hoop-Reifen. Sogar das Zirkusorchester wird von den jungen Protagonisten besetzt. Corinne Klein erklärt: «Es kommt hier nicht nur auf Leistung an, es soll auch einfach Freude machen. Die Kinder sollen etwas probieren, was auch etwas Mut braucht.» Und das sieht man den Kindern auch an. Alle sind mit grossem Einsatz, aber auch viel Spass dabei. Die Woche ist durchgetaktet. Zuerst der Aufbau von Zelt und Infrastruktur, dann wird trainiert, am Freitag folgt die Hauptprobe und danach die Vorstellung für Eltern und Angehörige. Aus Platzgründen ist diese nicht öffentlich. Das 16-köpfige Pipistrello-Team ist von Frühling bis Herbst unterwegs und realisiert im Wochentakt Shows mit Kindern. Das Team zeigt jeweils auch seine eigene, öffentliche Show. Diese ist in Bonstetten am Samstag, 22. Oktober, um 16 Uhr zu sehen und ist zugleich ihre Derniere für diese Saison.
Spurensuche zu hiesigen Ortsnamen
Wenn gutes Ackerland verbaut wird, muss an anderem Ort für Ersatz gesorgt werden – ein Affoltemer Firma sorgt dafür.
In der neuen Serie «Ortsnamen» spüren Sprachwissenschafterin Mirjam Kilchmann und Journalistin Regula Zellweger Bezeichnungen für Siedlungen und Landschaften nach.
An der Zürichstrasse in Affoltern, direkt an der Grenze zu Mettmenstetten, türmten sich kürzlich grosse Erdhaufen auf. So mancher vorbeifahrende Autofahrer hat sich gewundert, was auf der mit vielen Baggern belegten Baustelle vor sich geht. Hier ist die Peter Schmid Baudienstleistungen AG am Werk. Die Firma ist unter anderem Spezialistin für Bodenverbesserungen. Heisst: Sie macht bestehendes Landwirtschaftsland fruchtbarer, damit später die Erträge
> Bericht auf Seite 3
Eigentlich werden Mühlen ja im Tal errichtet. Wie kommt also die Siedlung Müliberg (Aeugst) zu ihrem Namen? Ursprünglich sei mit «Müliberg» der Hügelzug bei der Aumüli in der Gemeinde Stallikon bezeichnet worden, decken Sprachwissenschafterin Mirjam Kilchmann und Journalistin Regula Zellweger im ersten Teil ihrer Serie zu Orts- und Flurnamen im Knonauer Amt auf. Um einen Ortsnamen erklären zu können, brauche man historische Belege
Neue Datenquellen zeigen: Frauen haben 2018 deutlich weniger Geld verdient. > Seite 13
ZSC forever Nun hat Zürich eine würdige Heimstätte für die Stars des ZSC. In Altstetten ist ein neuer Hockeytempel für 12 000 Fans entstanden – die Ämtler sind begeistert. Der Zürcher Schlittschuh Club (ZSC) ist nun in der ganzen Schweiz in den Fokus geraten. Wegen seines neuen Hockeystadions, das in Zürich-Altstetten steht. Der neue Tempel sorgt bei den Fans für grosse Entzückung. Auch im Säuliamt leben viele Fans des ZSC. Einige von ihnen waren am Dienstagabend beim ersten Heimspiel im neuen Stadion vor Ort. Und sie haben wie vom «Anzeiger» aufgefordert zahlreiche Fotos aus dem neu Schmuckkästchen geschickt. 12 000 Zuschauerinnen und Zuschauer finden in der neuen Arena Platz – am Dienstag war der Neubau natürlich ausverkauft, wie die von den Fans eingesandten Bilder eindrücklich zeigen. Viele der Fans aus dem Knonauer Amt haben sich schon seit Jahren mit Leib und Seele dem Hockeyclub aus Zürich verschrieben – sie erlebten im neuen Stadion dann auch Gänsehautatmosphäre pur. (uc)
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> Fotostrecke auf Seite 9
Sie haben den Boden im Blick gesteigert werden. Der Grund dafür: Die Firma aus Affoltern bereitet Ersatzflächen auf, die zwingend benötigt werden, wenn an einem Ort gutes Ackerland wegen einer Baustelle verloren geht. Das Gesetz sieht vor, dass dann das verbaute Land an einem anderen Ort ersetzt werden muss. Damit soll sichergestellt werden, dass sich die Schweiz zu einem grossen Teil selber versorgen kann. Die Peter Schmid Baudienstleistungen AG bereitet an der Zürichstrasse eine solche Ackerfläche vor, damit diese als Ersatzfläche anerkannt werden kann. Heute Freitag und morgen Samstag kann die Bevölkerung am Tag der offen Tür der Firma einen Augenschein vor Ort nehmen. (uc)
Weniger Einkommen
aus Urkunden und Karten – und zwar möglichst viele und möglichst alte, erklärt Mirjam Kilchmann. Dann gehe es an die Deutung, mit Wörterbüchern und Grammatiken. Dabei sei es nicht immer ganz einfach, den Grund für eine Benennung bestimmen zu können und nicht selten bleiben auch mehrere Deutungsmöglichkeiten. Wissenbach (Mettmenstetten) etwa könnte sowohl auf eine Familie Wyss zurückgehen als auch einen schäumend-weissen Bach bezeichnen. So sei sie jeweils erfreut, erklärt die Sprachwissenschafterin, wenn der Name, der in der Ortsbezeichnung steckt, für eine Bewohnerin oder einen Bewohner des Orts bezeugt ist. (red.)
> Bericht auf Seite 5
Einladung
Info-Abend Küchenumbau 30. November
Cham | 041 747 40 50 | kilian-kuechen.ch
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