Skip to main content

080_2025_102

Page 1

CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Herbstpower ...Deine Energie. Dein Training. Im Kraftraum oder Gruppenkurs. GESUNDHEITSZENTRUM GUT www.gut-tut-gut.ch AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 80 I 179. Jahrgang I Freitag, 31. Oktober 2025

Gesundes Misstrauen

Praktisch schuldenfrei

Eine Veranstaltung zum Thema Gefahren im Internet sorgte im Mehrzwecksaal Ägerten in Wettswil für regen Besucherandrang. Seite 7

Der Gemeinderat Stallikon präsentiert ein solides Budget und will im Gegensatz zur RPK auf eine Steuerfusssenkung verzichten. Seite 9

270

Teilnehmende zählte der Herbstsporttag an der sek mättmi. Seite 9

Nach 15 Jahren Planungszeit geht es jetzt vorwärts Der Brauipark – Affolterns grösstes privates Bauvorhaben Werner Schneiter

«Seit alters wird die Kirche als ein Schiff gesehen.» Seite 24 Irene Girardet Fischer, reformierte Pfarrerin in Hausen. (Bild zvg)

Peter Bichsel – «religiöser Chaot»

Es geht vorwärts beim grössten privaten Bauvorhaben in Affoltern: 42 der 43 Eigentumswohnungen sind verkauft, in einer ersten Phase vorwiegend an aus der Region stammende Ü55-Generation. Dann kamen Auswärtige – auch aus Zug, darunter Expats. «Wir haben jetzt einen Mix aus Einheimischen und Menschen aus dem osteuropäischen und asiatischen Raum. Man spricht oft Englisch», sagt Architekt Erich Leutwyler, der «Vater» dieses Pro-

Im Kloster Kappel erfuhren Interessierte an einem Literaturabend zu Peter Bichsel mehr über die kritische Perspektive zur institutionalisierten Religion, die der Schweizer Schriftsteller und Kolumnist ihr gegenüber einnahm. Der Abend wurde gestaltet durch die deutsch-schweizerische Schauspielerin Miriam Japp, die Passagen aus Bichsels Büchern vorlas, und Theologe Andreas Mauz, der die Texte kommentierte und sie einordnete. Er zeigte auf, wie es im Laufe von Bichsels Leben zu einer Entfernung, aber niemals zur gänzlichen Abkehr von der Kirche kam. Peter Bichsel habe sich selbst als einen «religiösen Chaoten» gesehen, so Mauz. (red)

«Wir haben jetzt einen Mix aus Einheimischen und Menschen aus dem osteuropäischen und asiatischen Raum.» Erich Leutwyler, Architekt

Seite 7 ANZEIGE

jekts mit einem Investitionsvolumen von 100 Millionen Franken. Die Vermarktung der 113 Mietwohnungen – eineinhalb bis fünfeinhalb Zimmer gross, darunter 20 möblierte – beginnt Ende Jahr. Und die Gewerbefläche ist zu 75 Prozent vermietet. Es ist eine eindrückliche Baustelle westlich des Einkaufszentrums Coopark, zwischen Obfelder- und Industriestrasse im Bezirkshauptort. Die Türme, die Lifte und Treppenhäuser enthalten, sind markant. Stahlgerüste dominieren, Baufachleute schwirren durch die winddurchwehten Gänge. Regen hindert die augenfällige Betriebsamkeit nicht. «Wir sind seit dem Baubeginn 2023 auf Kurs», konstatiert Erich Leutwyler nach einer 15-jährigen Planungszeit. Er betont die

Noch dominieren Stahlgerüste, und die Türme sind unübersehbar: Architekt Erich Leutwyler, «Vater» des Projekts Braui­ park. (Bild Werner Schneiter) Nachhaltigkeit dieses Grossvorhabens. So werden 1600 Kubikmeter Konstruktionsholz verbaut, insbesondere ab den zweiten Obergeschossen. «Damit lassen sich 273 Tonnen CO2 kompensieren», fügt er bei. Zudem werden Dächer und Fassaden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, mit denen Strom für die Hälfte der Haushalte erzeugt werden kann. Es wird eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) gebildet. Sie ermöglicht individuellen, saisonalen Austausch mit Nachbarschaftsbetrieben. Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft werden auch die sechs Bäume für Schreinereiarbeiten

wiederverwendet, die der Überbauung weichen mussten.

Velo-Waschanlage und Mehrfachnutzung der Parkplätze Oberirdisch wird das 8400 Quadratmeter grosse Brauipark-Areal autofrei. Für Velos wird eine Waschanlage installiert. Und die unterirdisch angeordneten 150 Autoparkplätze können von Mieterinnen und Mietern mehrfach genutzt werden. «Natürlich ist auch eine Dauermietung möglich», ergänzt Leutwyler. Zu den Gemeinschaftsangeboten für Eigen-

tümer und Mieterinnen gehören ein Musik- und Fitnessraum sowie ein allgemeiner Gemeinschaftsraum, der – wie die Dachterrasse – kostenlos zur Verfügung steht. Die erste der drei Einheiten kann Ende 2026 bezogen werden, die anderen beiden im Frühjahr 2027. Die Gewerbefläche umfasst insgesamt 3500 Quadratmeter – nicht für Handwerksbetriebe, sondern «stilles» Gewerbe. Zahlreiche Betriebe der Gesundheits-/Bewegungsbranche werden dort Einzug halten, dazu auch mehrere Ärzte, eine Kita und eine Sprachschule.

Rifferswil stimmt bald nochmals ab

«Räbeliechtli, wo gosch hii?»

Am vergangenen Mittwoch fand in Rifferswil eine Informationsveranstaltung statt. Zwei Traktanden wurden abgehandelt: Zunächst informierte Gemeinderat Reto von Schulthess zur Übernahme der Kantonsstrasse. Eigentlich hatten die Rifferswilerinnen und Rifferswiler bereits im März dieses Jahres über dieses Geschäft entschieden und die beantragte Übernahme abgelehnt, an derselben Gemeindeversammlung zeigte sich jedoch ein Drittel der Stimmberechtigten einverstanden mit einer Urnenabstimmung. Somit wird am 30. November über die Vorlage entschieden. Im zweiten Teil des Abends ging es um den geplanten Kauf der Liegenschaft an der Dorfstrasse 4. Dort gab es nur wenige Fragen. (red)

Ganz genau lässt sich nicht feststellen, wie die Tradition des Räbeliechtli-Umzugs entstanden ist. Das Bundesamt für Kultur listet auf der Website «Lebendige Traditionen der Schweiz» auf, dass der Brauch jeweils um den 11. November, den Martinstag, herum stattfindet. Und so ist es auch im Säuliamt. In den nächsten Wochen finden in allen Ämtler Gemeinden Umzüge statt. Der «Anzeiger» listet die Räbeliechtli-Anlässe auf und hat auch bei dem einen oder anderen Verantwortlichen bezüglich Programm nachgefragt. So kann man den Liedern wie «Räbeliechtli, wo gosch hii?» oder «Latärnli, Sunne, Mond und Stärnli» selbst in der Nähe horchen. Auch für die Verpflegung ist an den meisten Orten gut gesorgt. (dst)

Seite 11

Seite 5

Der Traditionsanlass lebt auch im Säuliamt

Sie haben Spezialwünsche? Noch so gerne: schneebeli.ch

Stüdlerstrasse 21 8913 Ottenbach T 043 322 77 77

50044 Selbst geschnitzte Räben für die zahlreichen Umzüge. (Bild Daniela Stierli)

9 771661 391004


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
080_2025_102 by AZ-Anzeiger - Issuu