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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Dis Spital. Din Arbeitgeber. Chumm au zu eus! AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 78 I 179. Jahrgang I Freitag, 24. Oktober 2025

Bussen-Regime auch in Obfelden?

Ambitionierte KV-Abgängerinnen

Birsfelden (BL) bittet Verkehrsteilnehmende zur Kasse, die das Dorf nur durchfahren. Wäre ein solches Vorgehen auch im Amt möglich? Seite 5

Milla Domeisen und Lorinda Latifi schlossen ihre Lehre mit Bestnoten ab. Nun sind sie für den Lehrabschlusspreis nominiert. Seite 11

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Jahre nach der Schliessung in Affoltern eröffnet OBI einen Standort in der Nähe. Seite 11

Baubegriffe, Klima und Wachstum

«Niemand hat gesagt, dass es einfach wird.»

In Wettswil und Mettmenstetten wurde die bauliche Zukunft der Gemeinden diskutiert

Seite 19 Benjamin Kammer alias BNYA.

Florian HoFer und Marcus Weiss

(Bild Sandra Isabél Claus)

Zwei Gemeinden aus dem Knonauer Amt haben sich Anfang der Woche intensiv mit der Anpassung der Bau- und Zonenordnung (BZO) an das übergeordnete kantonale Recht beschäftigt: Mettmenstetten und Wettswil. In Wettswil handelte es sich um eine von etwa 25 Personen besuchte Informationsveranstaltung; die eigentliche Abstimmung erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt, laut gemeindlichem Fahrplan im dritten oder vierten Quartal 2026.

Sports Awards Am 1. Februar 2026 werden die besten Sportlerinnen und Sportler aus dem Säuliamt ausgezeichnet. Anmeldungen sind noch bis am 29. Oktober möglich. (red)

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Einen Schritt weiter In Mettmenstetten ist man schon einen Schritt weiter. Dort wurden am Montag an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung Beschlüsse gefasst. Die knapp 150 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger waren sich dabei weitgehend einig mit dem Vorschlag des Gemeinderats. Einzig bei einem Detail – dem Umgang mit den sogenannten Grünflächenziffern im Gewerbegebiet im Grindel – stellte sich das Stimmvolk gegen den Vorschlag der Gemeinde und stimmte dafür, es in diesem Bereich beim Alten zu belassen. Eingangs hatte Gemeindepräsidentin Vreni Spinner ihre Freude über die rege Beteiligung der Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter zum Ausdruck gebracht: «Wie schön: so eine Vielzahl an Leuten, bei einem so schwierigen Thema.» Dann erläuterte der zuständige Gemeinderat Lukas Stucky dem Publikum die Ausgangslage. Die Revision der Bau- und Zonenordnung sei komplex. «Sie ist aber wichtig, um Rechtssicherheit im Bau zu erhalten.» Man müsse die Vorgaben aus dem übergeordneten Recht zwingend umsetzen. Dabei seien die neuen Regeln nicht etwa als Schikane gedacht, macht Stucky deutlich: «Diese neuen Regeln sollen das Bauen im vernünftigen Rahmen ermöglichen.»

Im Oberdorf von Mettmenstetten – im BIld die Grossholzerstrasse – gilt neue eine eigene Kernzone. (Bild Florian Hofer) auf die 20 Einwendungen hin, die im Vorfeld eingegangen waren: «Ich bin dankbar für diese Reaktionen», sagte

«Die Revision ist wichtig, um Rechtssicherheit im Bau zu erhalten.»

Die Lage in Wettswil Lukas Stucky, Gemeinderat Mettmenstetten

Ausgewogenheit wird gesucht «In unserem wachsenden Dorf suchen wir nach Ausgewogenheit zwischen dem Schutz der wertvollen Ortsgebiete und andererseits dem Wohnen im Dorf», so Stucky weiter. Er wies auch

• Die Umsetzung einer interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe und Messweisen. • Eine Überprüfung und teilweise Neugestaltung der Kernzonenpläne. • Eine Konkretisierung der vom Kanton erlassenen Planungs- und Baugesetze unter dem Titel «Klimaangepasste Siedlungsentwicklung». Am Schluss der Veranstaltung wurde dann noch über die geplanten Veränderungen in der Zone Erspach beim Bahnhof informiert. Die Weisbrod-Zürrer AG beabsichtigt, das rund 1,97 Hektaren grosse Grundstück gegenüber dem Bahnhof von Mettmenstetten weiterzuentwickeln.

Stucky: «Bei einigen sind wir auch über die Bücher gegangen.» Die Vorlage hat drei Hauptkomponenten, die sich aus kantonalen Gesetzesänderungen ergeben. Es sind:

In Wettswil liessen sich etwa 25 Personen aus erster Hand vom Gemeinderat erläutern, was in den nächsten Jahren in Sachen Baurecht auf die Bürgerinnen und Bürger zukommt. «Die aktuelle BZO stammt aus dem Jahr 1995 und hat seither nur kleinere Änderungen erfahren», schickte Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger ihren Einleitungsworten

voraus. Es gehe primär um eine Harmonisierung, zusätzlich aber auch um neue Bestimmungen, die sich wegen der Auswirkungen des Klimawandels im Siedlungsgebiet aufdrängten. Ein wichtiges Thema bildete die Wachstumsfrage. Wieder wurde deutlich, dass Wettswil kein Ort ist, der noch Wachstum verträgt. Darum seien weder Einzonungen noch sogenannte Aufzonungen vorgesehen, machte Michael Camenzind vom Büro Suter von Känel Wild, das die jetzt vorliegende Teilrevision von Wettswils BZO ausgearbeitet hat, deutlich. «Nach kantonaler Zielsetzung soll das Wachstum in den nächsten zwanzig bis dreissig Jahren dort stattfinden, wo schon urbane Strukturen vorhanden sind», legte der Fachmann dar. Und dennoch: Die Kombination von idyllischer Umgebung und der sehr guten Anbindung an Zürich generiere einen gewissen Wachstumsdruck, erklärte Michael Camenzind. «Das Weiterbauen im Bestand soll gefördert werden, dies hat noch keine direkten Auswirkungen, gewinnt aber an Bedeutung.»

Steigende Zahl an Logiernächten

Visionäres Projekt in Mettmenstetten

Aufwärtstrend beim Kloster Kappel

Nach anfänglicher Verzögerung werden voraussichtlich im Winter 2026/2027 die ersten Häuser und Wohnungen in Mettmenstetten über den Wärmeverbund geheizt. Angeschlossen werden zuerst Liegenschaften im Gebiet rund um die Erspachstrasse. 2027 sollen Liegenschaften im Zentrum dazukommen, jene südlich der Bahnhofstrasse dann 2028. Die Energie für das gesamte Gebiet soll eine

Nach dem sich über drei Jahre hinziehenden Umbau des Seminarhotels und Bildungshauses Kloster Kappel und damit verbundenen massiven Einschränkungen zeigt sich Geschäftsführer Jürgen Barth erfreut. Im laufenden Jahr rechnet er mit rund 16 000 Logiernächten, was deutlich über dem Durchschnitt vergangener Jahre liegt. Die höchste Auslastung – rund 17 000 jähr-

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Werde auch du ein Clever-Heizer in Bonstetten, Hedingen und Mettmenstetten! Jetzt den Fernwärme-Check machen.

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Überraschende Ankündigung neue, grosse Holzschnitzelheizung im Industriegebiet liefern. Gleichzeitig wird neu der Bau eines unterirdischen Wärmespeichers geprüft, der bis zu 20 000 Kubikmeter Wasser fassen soll, wie am Informationsanlass am vergangenen Dienstagabend erstmals verkündet wurde. (red)

25. Oktober – 2. November 2025

liche Logiernächte im Jahr 2014 – wird aber nicht ganz erreicht. Dennoch sind die 71 Hotelzimmer bis zu 58 Prozent ausgelastet. Aber nicht nur Individualgäste schätzen das Ambiente, sondern auch diverse Grosskonzerne haben die Seminarräume und Sitzungszimmer für sich entdeckt. (red)

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Erfolg beginnt mit einem Gespräch rung 15 Jahre Erfah bilien vermittelt mo Im 0 50 er Üb

Paul Stöckli, 076 417 17 17 paul.stoeckli@remax.ch

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