CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
FREIHEIT SAH NOCH NIE SO GUT AUS
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 77 I 178. Jahrgang I Freitag, 4. Oktober 2024
Auszeichnung für die Sek Hausen
Alternativen zum Bildungssystem
Das Sportamt des Kantons Zürich überreicht der Schule das Label für Schulen mit sportfreundlicher Schulkultur. Seite 6
In jüngerer Zeit wurden im Bezirk verschiedene Privatschulen eröffnet. In der neuen Serie werden einige vorgestellt. Seite 7
Sieben Ämtler Gemeinden tragen das Energiestadt-Label Mettmenstetten setzt sich dafür ein, sein Gold-Label zu halten – Aeugst ist nahe dran Dominik Stierli Das Energiestadt-Label zeichnet Gemeinden und Städte aus, welche eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik verfolgen. Die Auszeichnung wird seit 1991 vergeben. Unterdessen sind 471 Gemeinden in der Schweiz zertifiziert, im Säuliamt sind es deren sieben. Der «Anzeiger» fasst die Situation im Säuliamt zusammen (siehe Seite 3) und hat mit verschiedenen Gemeinden über ihre Pläne gesprochen. Bei den zertifizierten Gemeinden sticht Mettmenstetten oben aus. Im Juni 2023 erhielt die Gemeinde die Gold-Zer-
«Ein enormer Aufwand aller Beteiligten.» Michael Schuler, Abteilungsleiter Bau in Mettmenstetten
tifizierung. Dieses Label erhalten Gemeinden, die mindestens 75 Prozent ihrer Handlungsspielräume bereits genutzt haben. Die Verleihung fand im Rahmen eines Energietages statt, wobei auch der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom vor Ort war.
Viel Aufwand für Mettmenstetten Der «Anzeiger» hat bei Michael Schuler, Abteilungsleiter Bau in Mettmenstetten nachgefragt, was nötig ist, um das GoldLabel zu behalten. Es sprach von einem «enormen Aufwand aller Beteiligten». Nach dem Audit beginne man wieder mit null Punkten. Der Trägerverein
Energiestadt nimmt bei den zertifizierten Gemeinden alle vier Jahre einen neuen Audit vor. In Mettmenstetten wird dies im Herbst 2026 der Fall sein. «Vor jedem Audit muss ein neuer Massnahmenplan für die nächsten vier Jahre erstellt und bei der Rezertifizierung abgegeben werden», erklärt Schuler. In Mettmenstetten will man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Wie Schuler berichtet, sei für ein Gold-Label nicht nur die Verwaltung gefordert, sondern auch die Kommissionsmitglieder hätten sehr viel zu tun.
Erfolgreiches Förderprogramm In der Gemeinde läuft aktuell das Förderprogramm «Rationeller Energieverbrauch und alternative Energieerzeugung». Insbesondere wurden in diesem Jahr Stromspeicher, Wärmeverbünde, Kühlung durch Erdsonden und Wärmepumpen mit Einsatz von natürlichen Kältemitteln als neue Fördergegenstände aufgenommen. Gemäss dem Abteilungsleiter sind die Fördergelder auf 50 000 Franken pro Jahr begrenzt. «Die Fördergesuche werden gesammelt. Sollten die beantragten und bewilligten Fördergelder die verfügbaren Mittel übersteigen, werden die ausbezahlten Ansätze proportional gekürzt», erklärt er das Vorgehen. Die Zahl der Gesuche steigt bei der seit 2017 durchgeführten Aktion stetig an. Von sechs Anfragen zu Beginn wurden im letzten Jahr 55 Gesuche eingereicht. Aktuell läuft das Programm bis sicher Ende 2025. Als weitere Massnahmen plane die Gemeinde einen jährlichen Anlass zum Thema Energie. Zu den Verpflichtungen der Energiestädte gehöre es unter anderem, einen Massnahmenplan für einen Zeitraum von vier Jahren festzusetzen.
Aeugst: Potenzial für Gold-Label Als weitere Ämtler Gemeinde erfüllt Aeugst die Voraussetzungen für die GoldAuszeichnung. Bereits im letzten Audit
im November 2021 erreichte sie einen Erfüllungsgrad von 75,2 Prozent, was eigentlich für die höchste Stufe genügt. Die Aeugster Gemeinderätin Nicole Beck-Taubenest sagt, dass man für den Gold-Standard eine weitere Zertifizierung hätte durchführen müssen, was mit zusätzlichen Kosten verbunden gewesen wäre. «Dass die Gemeinde Aeugst mit ihren Massnahmen Gold-Standard erreicht hätte, freut uns auch, ohne dass wir offiziell diesen Titel führen.» Weiter sagt Beck-Taubenest, dass Gemeinde und Energiekommission der Meinung seien, dass in erster Linie Aktivitäten zur Förderung der Sen-
nen zusätzlichen Aufwand: «Das GoldLabel ist im internationalen Dachverband ‹European Energy Award› standardisiert. Zusätzlich wird bei Gold noch ein internationaler Auditor aufgeboten, der die Einhaltung der Vorgaben nochmals prüft. Damit sind wir auf europäischer Ebene mit Ländern wie Deutschland, Österreich oder Frankreich harmonisiert, welche das EnergiestadtSystem in ihren Ländern auch umsetzen», erklärt die Co-Geschäftsführerin. Weiter sind im Bezirk auch Obfelden und Knonau im Besitz des Energiestadt-Labels. Obfelden hatte sein letztes Audit im November 2023, Knonau erst vor wenigen Wochen. Hausen ist aktuell mit der Rezertifizierung beschäftigt. Die Stadt Affoltern ist seit November 2023 im Besitz des Energiestadt-Labels. Für Hedingen, als Label-Besitzerin seit 2008, folgt die nächste Überprüfung im kommenden Sommer.
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Jahre war der verstorbene Stalliker Walter Ess im Gemeinderat tätig. Seite 6
«Wir sind ehrlich, qualitätsbewusst und transparent.» Peter Galliker, Geschäftsführer Anox AG.
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(Bild Unternehmenswebsite)
Drei Museen am Wochenende offen Ein Blick in die Vergangenheit wird an diesem Wochenende im Säuliamt möglich. Die Geschichte der Wassernutzung wird im Ortsmuseum Affoltern in einer neuen Dauerausstellung beleuchtet. Das Ortsmuseum Maschwanden zeigt am Sonntag das wiederentdeckte Fragment des Denkmals von Johann Heinrich Frick. Zugleich findet auch die Dorfchilbi statt. Letztmals in diesem Jahr öffnet am Samstag der Stollen des Kohlenbergwerks Riedhof im Aeugstertal. Im Bergwerk-Museum beim Blumenladen Götschihof gibt es Einblicke in dessen Geschichte, im Stollen gibt es Führungen. (red)
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Unterstützung vom Trägerverein
«Dass die Gemeinde Aeugst Gold-Standard erreicht hätte, freut uns auch, ohne dass wir offiziell diesen Titel führen.» Nicole Beck-Taubenest, Gemeinderätin Aeugst kung des CO2-Ausstosses von Bedeutung sind, mehr als ein Label. Deshalb sei man auch sehr aktiv mit Informationsanlässen für die Bevölkerung unterwegs. Der «Anzeiger» hat sich auch beim Trägerverein Energiestadt zum Vorgehen bei der Zertifizierung erkundigt. Co-Geschäftsführerin Maren Kornmann erklärt, dass man den Gemeinden rät, genügend Puffer bei der Eingabe für eine Überprüfung zu planen. Zudem bestätigt sie den von Aeugst angesproche-
Neben der Zertifizierung ist es auch möglich, nur beim Trägerverein mit dabei zu sein. Von dieser Möglichkeit machen im Bezirk sechs Gemeinden Gebrauch. Gemäss Co-Geschäftsführerin vom Trägerverein Energiestadt, Maren Kornmann, würden diese Gemeinden natürlich trotzdem vom Netzwerk, den bereitgestellten Informationen und Hilfsmitteln, kostenlosen Weiterbildungsveranstaltungen und weiteren Angeboten profitieren. Nur Maschwanden ist momentan nicht bei der Organisation dabei. Gemäss Gemeindeschreiberin Chantal Nitschké habe ihre Gemeinde aktuell keinen Bedarf für einen Beitritt. Der Handlungsspielraum in Maschwanden sei – insbesondere aufgrund der Einschränkungen hinsichtlich der Bauvorschriften – eingeschränkt. «Aufwand und Nutzen stehen derzeit für Maschwanden in keinem Verhältnis», teilt Nitschké mit.
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Änderungen im Coopark Stein im Rampenlicht Umbaupläne für Coop und Restaurant
Weltbekannter Youtuber filmt in Knonau
Ende März 2000 erhielt Affoltern – damals noch ein Dorf – mit dem Coopark sein erstes Einkaufszentrum. Nach acht Jahren Planungs- und Bauzeit zogen auf dem Lindenmoos-Areal 14 Geschäfte ein. Die Gesamtverkaufsfläche betrug 12 500 Quadratmeter. Hunderte strömten in den ersten beiden Eröffnungstagen in das Center, um sich von der neuen Einkaufsmöglichkeit einen Eindruck zu verschaffen. Die Zeit sei reif gewesen für den Bau eines Einkaufszentrums, befand ein Coop-Vertreter anlässlich der Eröffnungsfeier. Und die damalige Gemeindepräsidentin Irene Enderli zeigte
«PewDiePie» nennt sich Felix Arvid Ulf Kjellberg, geboren 1989 im schwedischen Göteborg, auf der Videoplattform Youtube. Dort veröffentlicht der 34-Jährige seit ein paar Jahren Videos. Die meisten davon drehen sich um GamingInhalte. Inzwischen ist Kjellberg Multimillionär, denn sein Kanal läuft heiss: Er verzeichnet aktuell rund 111 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten und gehört auf Youtube weltweit zu den zehn Meistabonnierten. Vor einigen Wochen machte der Youtuber mit seiner Familie Ferien in der Schweiz – und machte auf seiner
sich überzeugt, dass die Region mit der Eröffnung des Cooparks abgewanderte Kaufkraft zurückgewinnen könne. «Affoltern ist daran, Standort und Image aufzupolieren», hielt sie fest. Dies auch im Hinblick auf den Bahnhof, der damals ebenfalls neu gebaut wurde. Seit der Eröffnung vor 24 Jahren kam es im Coopark zu mehreren Mieterwechseln. Eine umfassende Renovierung oder grössere Umbauten gab es jedoch nicht. Einen solchen plant Coop nun. Betroffen ist auch das Restaurant. (red)
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Rückkehr vom Tessin nach Zürich spontan Halt in Knonau. Angetan hatte es ihm das «Kuckucksei», ein Stein, der sich mitten auf einer Weide etwa auf Höhe des Bahnhofs befindet und vom Zug aus sichtbar ist. Woher Felix Kjellberg als begeisterter Boulderer vom Kuckucksei erfahren hat, ist in dem Video nicht Thema. Hingegen sieht man, wie er sich als Kletterer an dem Brocken versucht. Der Ausschnitt generierte zahlreiche Kommentare. (red)
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