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077_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 77 I 176. Jahrgang I Freitag, 7. Oktober 2022

Bibliothek online

Die Bibliothek Stallikon präsentiert sich im Internet in einem neuen Kleid. > Seite 3

Strasse ab Montag zu

Die Rickenbacherstrasse in Ottenbach wird gesperrt – wegen Arbeiten am Autobahnzubringer. > Seite 5

Konzert begeistert

Im LaMarotte in Affoltern zeigte das Gershwin Piano Quartett sein ganzes Können. > Seite 7

Spital Affoltern

Die Aussenstelle von Schutz& Rettung Zürich auf dem Areal des Spitals bleibt. > Seite 8

Gemeinsam arbeiten

Das Angebot für Co-Working ist im Säuliamt noch sehr dünn – nun gibt es ein neues Projekt. > Seite 13

Schulgebäude für Ottenbach

Asylorganisation steht in der Kritik

Bereits jetzt ist der Schulraum in der Gemeinde Ottenbach knapp. Seit Jahren werden externe Räumlichkeiten dazugemietet. Für den Mittagstisch weicht man auf Räume der reformierten Kirchgemeinde aus. Da nun zusätzlich mit steigenden Schülerzahlen gerechnet wird, plant die Gemeinde einen Neubau. Dieser Holzmodulbau bietet Platz für einen Hort und die Psychomotorik. Betont wird, dass der Hort auch während der Unterrichtszeiten weitergehend genutzt werden kann. Über das 2,93 Mio.-Franken-Projekt wird Ende November abgestimmt. Die Gemeinde Ottenbach veranstaltet dazu am 27. Oktober eine Infoveranstaltung. (red.)

Im Asylzentrum Lilienberg in Affoltern, wo minderjährige Asylbewerber wohnen, läuft vieles schief. Nun hat der Kanton reagiert. Über die schlechten Betreuungsverhältnisse im Zentrum Lilienberg, wo minderjährige Asylbewerber leben, haben die Medien schon im Sommer berichtet. Nun hat ein Bericht die Vorwürfe bestätigt und stellt der Asylorganisation Zürich (AOZ), welche das Zentrum im Auftrag des Kantons Zürich leitet, ein schlechtes Zeugnis aus. Der Bericht ist das Resultat einer ausserordentlichen Betriebsprüfung, den der Kanton in Auftrag geben hat, nachdem sich die negativen Meldungen in Bezug zum Lilienberg gehäuft haben. Nun hat das Kantonale Sozialamt als Sofortmassnahme angeordnet, dass im Lilienberg statt maximal 90 Personen vorerst nur 60 Asylbewerber wohnen dürfen. Die AOZ beabsichtigt in der Stadt Zürich eine Wohngruppe für 30 Personen zu eröffnen, eine weitere soll folgen. (uc)

> Bericht auf Seite 5

Vor 20 Jahren: Krawall im Amt Eine Demonstration mit verletzten Polizisten und fast 80 Verhaftungen erlebte das Säuliamt im Jahr 2002. Eine Kundgebung mit rund 1000 Skinheads Anfang August, führte im September zu einer Gegen-Kundgebung des berüchtigten Schwarzen Blocks aus Zürich. Diese anfänglich friedliche Veranstaltung artete in Affoltern und Hedingen zu heftigen Krawallen aus. (red.)

> Bericht auf Seite 9

Stallikon setzt Spartipps um Die Gemeinde Stallikon hat einen Krisenstab eingesetzt, um auf eine mögliche Strommangellage reagieren zu können. Zudem werden die Spartipps des Bundes beherzigt. Die Büroräume in der Verwaltung beispielsweise werden auf 20 Grad geheizt. Zudem wird die Beleuchtung, wo nicht nötig, ausgeschaltet oder auf ein Minimum reduziert, wie die Gemeinde mitteilt. (red.)

> Bericht auf Seite 8

Mit dem Tod durch den Alltag Mit dem Thema Tod können viele nicht leicht umgehen – ganz anders Nicolay Mischler. Der 24-Jährige aus Hausen gehört zu den jüngsten Bestattern im Lande. Er arbeitet im Familienbetrieb mit, den sein Vater vor knapp 20 Jahren gegründet hat. Immer wieder wird er mit menschlichen Schicksalen konfrontiert, die für die meisten nur schwer zu ertragen wären. Der junge Bestatter aber zeigt sich gerade in heftigen Situationen nervenstark und strahlt dabei ganz viel Ruhe aus, was die Hinterbliebenen schätzen. (uc)

> Bericht auf Seite 23

> Bericht auf Seite 3 Tempo 30 ist auch in diesem Bereich der Obfelder Dorfstrasse geplant. (Bild Marianne Voss)

Tempo 30 auf zwei Dritteln der Dorfstrasse Gut besuchte Informationsveranstaltung in Obfelden Das Interesse am Vorprojekt für die Neugestaltung der Dorfstrasse in Obfelden war gross. Im Vordergrund standen Tempo 30, Velostreifen und Schwerverkehr. von marianne voss Vergangenen Mittwoch füllte sich die Mehrzweckhalle Zendenfrei bis in die hinteren Reihen. Der Gemeinderat Obfelden, vertreten durch Gemeindepräsident Stephan Hinners und Peter Weiss, Vorstand Umwelt und Verkehr, informierte die Bevölkerung über das Vorprojekt zur Neugestaltung der Dorfstrasse, das basierend auf den Rückmeldungen der letzten Veranstaltung erarbeitet wurde. Die detaillierte Planung präsentierten die Projektleitenden, Marco Bok und Paul Rytz, BG Ingenieure AG, sowie Anita Brechbühl vom Büro SKW.

Flüssiger Busbetrieb wichtig Seit der letzten Informationsveranstaltung im Dezember 2021, die online durchgeführt werden musste, haben die Fachleute intensiv gearbeitet. Was sie dem Publikum nun vorlegten, war zum Teil erstaunlich. Die einen freute es, andere weniger. Das Ziel des Projekts ist

die Lärm- und Verkehrsreduktion sowie die Verbesserung der Verkehrssicherheit im Dorf. Die ursprüngliche Idee war, das signalisierte Tempo 50 beizubehalten, den Verkehr durch sogenannte Durchfahrtswiderstände aber zu verlangsamen. Ein Gutachten zeigte jedoch, dass die Dorfstrasse ohne Tempo 30 weiterhin zu attraktiv für den Durchgangsverkehr bleiben würde. Daher entschied sich die Kommission für Tempo 50 im unteren Drittel und für Tempo 30 im oberen Teil der 1,9 Kilometer langen Strasse. Tempo 50 im unteren Dorfteil ermöglicht ein schnelleres Abfliessen des Verkehrs in Richtung Umfahrung und somit ein Zeitgewinn für diese Anwohner. Die Gestaltung der Strasse mit diversen Verengungen wird durchgehend gleich ausgeführt. Beim Abschnitt mit Tempo 30 handelt es sich nicht um eine Zone, sondern um eine Strecke ohne Rechtsvortritt – was für einen flüssigen Busbetrieb wichtig ist.

Velostreifen nur bergwärts Ein Durchfahrtsverbot für den Schwerverkehr sei vorgesehen, könne aber erst später beantragt werden, informierten die Fachleute. «Dazu muss bei einer Nachkontrolle ein Missstand nachgewiesen werden.» Ein weiteres zentrales

Thema waren die Velostreifen. Dem Wunsch der Bevölkerung, beidseitig Velostreifen zu markieren, kann nicht nachgekommen werden. Dazu müsste die Strasse verbreitert werden, was ja genau nicht erwünscht sei, so Projektleiter Marco Bok. «Geplant ist ein durchgehender Velostreifen bergwärts.» Auch zur Gestaltung liegen bereits konkrete Ideen vor, wie zur Beleuchtung, den Randsteinen, dem Belagsband, den Seitenbereichen und der Begrünung bei den Trottoirüberfahrten. Ab sofort liegt das Vorprojekt in der Gemeindeverwaltung Obfelden auf. Einwendungen können innert 30 Tagen schriftlich eingereicht werden. Im dritten Quartal 2023 soll an der Urne über den Baukredit abgestimmt werden, Mitte 2025 ist der Baustart geplant. Bis 2027 soll sich die Dorfstrasse in neuem Kleid präsentieren. Die interessierten Gäste nutzten die Möglichkeit, Fragen zu stellen, und erhielten auch mehrheitlich befriedigende Antworten. Zum Schluss scharten sie sich um die Stellwände mit den Plänen und diskutierten mit den Fachleuten über ihre persönlichen Anliegen.

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Die Unterlagen sind auf der Website der Gemeinde

50040

Obfelden verfügbar: www.obfelden.ch. Das Mitwirkungsverfahren für das Projekt Ortsdurchfahrt Obfelden läuft bis zum 7. November.

9 771661 391004


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