Skip to main content

075_2022

Page 1

CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Gästewochen & Xundheitstag Lerne unser Gesundheitszentrum, unser Team, unser Angebot sowie unsere Werte kennen und lass Dich begeistern. GESUNDHEITSZENTRUM GUT www.gut-tut-gut.ch

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 75 I 176. Jahrgang I Freitag, 30. September 2022

Erfreuliche Zahlen

Die Stadt Affoltern rechnet im Budget 2023 mit einem satten Plus von über 5 Millionen. > Seite 3

Konzert Ukraine

Am Stadtfäscht in Affoltern haben Gitarrenschüler Geld für die Ukraine erspielt. > Seite 8

Goethe im Fokus

Im «LaMarotte» diskutierten ein Germanist und Historiker über den Dichterfürsten. > Seite 9

Strasse wird saniert

Gymioder Lehre?

In Mettmenstetten wird ab Oktober bis 2023 ein Teil der Bahnhofstrasse saniert. > Seite 10

Das Ämtler Lehrstellenforum informierte über verschiedene Berufsrichtungen. > Seite 13

Angst vor den Wölfen wird grösser

Weilerzonen geben zu reden

Viel Aufwand für den Schutz von Schafherden

Der Kanton Zürich ordnet die Bestimmungen fürs Bauen in Kleinsiedlungen neu. Nun ist die Vernehmlassung fertig, an der auch Aeugst teilgenommen hat.

Der Wolf ist ein Fleischfresser und spezialisiert auf Huftiere. In unserer Region sind vor allem Schafherden gefährdet. Nach dem Riss von 25 Tieren in Bonstetten im März schützt der Schafhalter seine Tiere mit zwei Herdenschutzhunden. Er glaubt, dass sich auch im Säuliamt Wölfe aufhalten.

In seinen Übergangsbestimmungen schlägt der Kanton vor, dass die Weiler Aeugstertal, Breiten, Müliberg und Habersaat weiterhin Siedlungsgebiet und somit Bauzone sind. Die Weiler Wängibad und Obertal hingegen sollen neu zu Weilerkernzonen werden, wie die Gemeinde Aeugst mitteilt. Hier wären nur Ersatzneubauten im gleichen Volumen erlaubt. Der Gemeinderat wehrt sich gegen diesen Entscheid. Aufgrund ihrer Grösse, ihrer nicht ländlichen Prägung wie auch ihrer historischen Entwicklung sind das Wängibad wie auch das Obertal wie bisher dem Siedlungsgebiet und somit weiterhin einer Bauzone zuzuordnen. Das fordert die Gemeinde Aeugst. Der Gemeinderat hat in der Vernehmlassung festgehalten, dass für die Übergangsordnung eine ausreichende Rechtsgrundlage fehle. (red.)

Von Martin Mullis Die 162 Schafe von Marcel Frei befinden sich auf einer saftigen Weide an der Lüttenbergstrasse in Bonstetten, nur wenige hundert Meter vom Ort, wo im März dieses Jahres ein Wolf in einem veritablen Blutrausch mehr als zwei Dutzend Schafe gerissen hat. Der Schafbesitzer blickt an diesem Montagnachmittag aber doch gelassen auf seine Herde. Seine zwei Herdenschutzhunde Lazio und Tecesia, vier und drei Jahre alt, beäugen aufmerksam den Fotografen, welcher seinerseits hofft, ihnen nicht allzu nahezukommen. Die beiden Tiere der Rasse «Pastore Maremmano Abruzzese» sind sehr gut ausgebildet und wissen ganz genau, was von ihnen erwartet wird. Tagsüber beobachten sie ihre Herde meistens am Rand der Weide und würden notfalls ihre Schafe rigoros beschützen. Dabei betrachten sie aber nicht nur Wölfe, sondern auch frei laufende oder zu nahe kommende, angeleinte Hunde, Wanderer und Velofahrer als Gefahr. Eine Tafel am Wegrand warnt denn auch Passanten, nicht zu rennen, bittet Velofahrer, abzusteigen und Spaziergänger, möglichst mit grossem Abstand zu passieren. Auf keinen Fall jedoch sollte man versuchen, die Schafe zu streicheln. Sobald die Dämmerung einbricht, treiben Lazio und Tecesia die Herde möglichst weit vom Waldrand entfernt zusammen und die Schafherde verbringt

> Bericht auf Seite 8 ANZEIGE

Verantwortlich für den Schutz von 162 Tieren: Marcel Frei mit Lazio und Tecesia. (Bild Martin Mullis) die Nacht nahe beisammen. Marcel Frei besucht seine Herde täglich und sobald er einen passenden Wohnwagen kaufen kann, wird er auch die Nacht in der Nähe seiner Tiere verbringen. Die Frage, ob er im Säuliamt noch einen Wolf vermutet, beantwortet er mit einem klaren Ja.

Zweifel über die Informationen betreffend Wölfe im Siedlungsgebiet Er zeigt sich sehr skeptisch und glaubt, dass die zuständigen Behörden nicht immer umfassend und in aller Offenheit

orientieren. So erzählt er von der Alp, wo seine Tiere den Sommer verbracht haben, von Wolfsrudeln mit über zehn Tieren. Auch eindeutige Wolfssichtungen hier im Unterland würden meist unerwähnt bleiben, um die Menschen nicht zu verunsichern. Für ihn als Schafhalter sei die Rückkehr von Grossraubtieren wie Wolf und Luchs äusserst problematisch und neben einem riesigen Aufwand seien Konflikte mit Menschen praktisch programmiert. Ausserdem seien in diesem Jahr mehr Schafe gerissen worden als in den letzten fünf Jahren zuvor. Diese

Situationen machen Marcel Frei zu schaffen, dabei erwähnt er aber auch, dass es bei seinem Ärger jedoch absolut nicht nur um den finanziellen Schaden geht. Jedes Ereignis und jeder Kontakt der Schafe mit einem Raubtier verängstigen die Tiere nachhaltig. Immerhin kenne er sämtliche seiner Schafe genau und jedes besitze auch einen Namen. Frei bittet Hündeler, Velofahrer und Wanderer, die Herdenschutzhunde entsprechend zu respektieren und sich von der Herde fernzuhalten, bis die Hunde sicher sind, dass ihren Schützlingen keine Gefahr droht.

Tanzendes Spitzenpaar

Feuerwehr probt Drei Treffpunkte Ernstfall in Schule für den Notfall

Knonau spart bei Beleuchtung

Grosser Erfolg für das Tanzpaar Davide Corrodi und Maja Kucharczyk aus Hausen: Sie sind neue Schweizer Meister im Lateintanz. Den Sieg holten sie sich vergangenen Sonntag in Baden. Die sieben internationalen Wertungsrichter sahen sie in den vier Tanzrichtungen Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba und Jive klar vorne. Davide Corrodi erklärte nach dem Wettkampf, dass sie durch die monatelange intensive WM-Vorbereitung sowohl technisch als auch konditionell und mental die einheimische Meisterschaft ruhig, souverän und freudig antreten konnten. Das Tanzpaar ist auf dem Weg ganz nach oben. Vor einer Woche tanzten sie sich an der Europameisterschaft ins Halbfinale. (red)

Die Hauptübung der Feuerwehr Affoltern simulierte diesmal einen Brand in einem Schulhaus. Geprobt wurde beim Schulhaus Ennetgraben. Die Vorgabe an die Feuerwehrleute: Insgesamt mussten neun Personen aus dem Gebäude gerettet werden. Erst vor elf Tagen hat die Oberstufe Ennetgraben nach der 10-UhrPause selber eine Evakuierungsübung durchgeführt. «Es hat hervorragend funktioniert», so Schulpräsident Urs Bregenzer. Am Abend nach der Hauptübung folgte ein Apéro im Innenhof des Feuerwehrgebäudes – bei welchem Markus Meier, Stadtrat Sicherheit, den Dank der Behörde an die freiwilligen Feuerwehrleute und deren Familien überbrachte. (red.)

Was passiert bei einem Notfall in der Stadt Affoltern, wenn alle Kommunikationskanäle wie das Handynetz ausfallen? Für solche Fälle haben alle Gemeinden im Kanton Zürich Notfalltreffpunkte eingerichtet. In Affoltern befinden sich diese beim Kasinosaal, bei der Doppelturnhalle Stigeli und beim Schulhaus Langacker in Zwillikon. Die Notfalltreffpunkte werden in einer ersten Phase durch die Stützpunktfeuerwehr Affoltern am Albis betreut. Sollte ein Treffpunkt im Ernstfall länger betrieben werden müssen, übernimmt die Zivilschutzorganisation Albis. Bei einem grossflächigen, länger dauernden Stromausfall kann sich die Bevölkerung beim Notfalltreffpunkt über Massnahmen der Behörden informieren. (red.)

Zu wenig Gas aus Russland, steigende Strompreise für das Jahr 2023: Der Bund sorgt deshalb vor, falls es zu einer Strommangellage in diesem Winter kommen sollte. Ein wichtiger Pfeiler dabei: Die Bürger und Gemeinden sollen Strom sparen. Die Gemeinde Knonau hat nun Massnahmen präsentiert, welche direkt auch die Einwohner betreffen. Die minimale Betriebszeit der Strassenbeleuchtung wird voraussichtlich ab Oktober 2022, im Idealfall per 1. Oktober, auf das ganze Gemeindegebiet angepasst. Ab 23 Uhr bis 5.30 Uhr bleibt die Strassenbeleuchtung demnach bis auf Weiteres ausgeschaltet. Das teilt die Gemeinde Knonau mit. Zudem gibt es keine Weihnachtsbeleuchtung. (red.)

> Bericht auf Seite 21

> Bericht auf Seite 5

> Bericht auf Seite 3

> Bericht auf Seite 5

75

Jahre Leidenschaft seit 1947

Träume sind da, um verwirklicht zu werden: schneebeli.ch

Jonenstrasse 22 8913 Ottenbach T 043 322 77 77 50039 9 771661 391004


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook