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074_2024

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 74 I 178. Jahrgang I Dienstag, 24. September 2024

Mehr Platz für Kinder

Kreative Ideen

In Mettmenstetten war Spatenstich für den neuen Schulmodulbau, welcher vier Kindergartenklassen Platz bieten wird. Seite 7

Auf dem Götschihof im Aeugstertal wurde am Wochenende ausgiebig das eigene und das 50-Jahre-Jubiläum der Stiftung Solvita gefeiert. Seite 9

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Mal in Folge hat die Kart-OK-Juniorin Chiara Bättig aus Wettswil den CH-Meistertitel geholt. Seite 13

Spezieller Ort für ältere Menschen

«Unter anderem dient mir als Inspiration die Pflanzenwelt.»

Das Spital Affoltern hat seine akutgeriatrische Delir- und Demenzstation ausgebaut

Susanne Baer, Künstlerin.

Florian HoFer

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(Bild Sandra Isabél Claus)

Nach einem umfassenden Um- und Ausbau wurde vergangene Woche im Spital Affoltern im Beisein der Zürcher Regierungspräsidentin und Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli eine geschlossene akutgeriatrische Delir- und Demenzstation (Delir Unit) feierlich eröffnet. Im Kanton Zürich ist das Spital Affoltern das einzige Spital mit einer derartigen Einrichtung. «Mit seinen spezialisierten Angeboten in der Versorgung älterer Menschen und palliativer Patientinnen und Patienten hat das Spital Affoltern eine Bedeutung, die über die Grenzen des Kantons Zürich hinausgeht», sagte Rickli vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Spitals Affoltern in einer Ansprache.

Hausen: 100 Jahre Albisbrunn

Helle und warme Farbtöne Die neuen Räumlichkeiten wurden gerade rechtzeitig fertig zum zehnjährigen Bestehen dieses Angebots. Mit einer Erhöhung auf zwölf Betten liegt die Delir Unit nun im Haupthaus in ansprechenden Räumlichkeiten und mit neuem Raumangebot. Die Gestaltung bietet eine ruhige, angstreduzierende Atmosphäre, vermittelt Geborgenheit und fördert die Bewegung und Orientierung. Die gewählten Materialien, die Einrichtung und auch die hellen und warmen Farbtöne haben einen positiven Effekt auf die Betroffenen. Markus Minder, Ärztlicher Direktor, erklärte zum Konzept: «Das hier geschaffene Umfeld wirkt sich positiv auf die Lebensqualität,

«Mit seinen spezialisierten Angeboten hat das Spital Affoltern eine Bedeutung, die über die Grenzen des Kantons Zürich hinausgeht.» Natalie Rickli, Regierungspräsidentin Kanton Zürich die Verhaltensauffälligkeiten, die Frequenz von freiheitseinschränkenden Massnahmen und die Menge der notwendigen Psychopharmaka aus.» Bei

Hoher Besuch auf der neuen Delir Unit im Spital Affoltern: Natalie Rickli, Gesundheitsdirektorin, umringt von Spitaldirektor Lukas Rist (von links), Verwaltungsrat Erwin Höfliger und Markus Minder, Ärztlicher Direktor. (Bild Florian Hofer) dementen Patientinnen und Patienten könne so das Delirium möglichst vermieden oder optimal behandelt werden.» Mit dem Wegfall der Chirurgie sei so auch Platz für Neues geschaffen worden. «Unsere Delir Unit entsprach schon bis anhin einem grossen Bedürfnis. Nach dem Um- und Ausbau können wir mehr Plätze und alle nach neustem Stand anbieten. Zusammen mit unserem interprofessionellen Team der Altersmedizin, der Pflege, der Alterspsychiatrie und den Therapiefachpersonen ermöglichen wir den betroffenen Patientinnen und Patienten ein ideales Behandlungsumfeld», so Spitaldirektor Lukas Rist. Da die neue Delir Unit in der bestehenden Bausubstanz des Spitals umgesetzt wurde, habe das Vorhaben im Vergleich zu einem Neubau ausserdem kostengünstig und mit einem geringeren CO2-Ausstoss realisiert werden können. Seit Anfang 2024 setzt das Spital Affoltern zudem den neuen Leistungs-

auftrag des Kantons Zürich in der Alterspsychiatrie um. «Damit haben wir unser stationäres Angebot komplettiert und abgerundet», so Lukas Rist weiter. In der Alterspsychiatrie werden psychische Erkrankungen, die typischerweise erst in dieser späteren Lebensphase auftreten,

«Wir müssen uns so positionieren, dass wir langfristig überleben können.» Stefan Gyseler, Verwaltungsratspräsident Spital Affoltern

wie die verschiedenen Formen der Demenzerkrankungen in enger Zusammenarbeit mit der geriatrischen Abteilung behandelt. Somit verfügt das Spital Affoltern über stationäre psychiatrische und

akutsomatische Angebote auf dem gleichen Areal, die eine optimale und umfassende Versorgung aller Patientinnen und Patienten ermöglichen – ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal im ganzen Kanton Zürich, wie auch Natalie Rickli betonte. Abschliessend sagte sie: Das Spital Affoltern hat seinen Schwerpunkt in eine Disziplin der Zukunft gesetzt. Zu Wort kam auch Stefan Gyseler, Verwaltungsratspräsident Spital Affoltern: «Wir müssen uns so positionieren, dass wir langfristig überleben können. Kostendeckendes Arbeiten ist teilweise eine ziemliche Herausforderung.»

Noch ein Jubiläum Gleichzeitig feiert das Spital Affoltern dieses Jahr auch das 20-jährige Bestehen der Erwachsenenpsychiatrie im Haus Lindenberg und der dazugehörigen – im Kanton Zürich ebenfalls einzigen – stationären Mutter-Kind-Abteilung.

Das Anwesen Albisbrunn ist ein Weiler auf dem Gemeindegebiet von Hausen, wo sich Menschen um Jugendliche in Existenzkrisen kümmern. Zum 100-JahrJubiläum öffnete sich die Institution am Samstag dem interessierten Publikum. Dieses konnte sich umsehen und allerlei Wissenswertes erfahren. Zum Beispiel, was ein «Ökonom» war. Unter einem kleinen Zelt stand ein solches Gefährt. Dabei handelt es sich um einen dreirädrigen Lieferwagen mit einem Einzylinder-Viertaktmotor. Er wurde in den Dreissiger- und Vierzigerjahren in einer geringen Stückzahl im Albisbrunn gebaut. Tiana Moser, sie sitzt für die Grünliberalen im Ständerat, sagte bei der offiziellen Jubiläumsfeier: «Etwas mehr Herz und Toleranz würden unserer Gesellschaft guttun.» (red)

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Fusion der Gemeinden?

Ja zur BZO-Teilrevision

Die Gemeinden Mettmenstetten und Maschwanden prüfen die Voraussetzungen für eine Fusion. Schon im Frühling 2025 könnte es zu einer ersten Abstimmung kommen. Aufgrund der zukünftigen Herausforderungen für die Gemeinde Maschwanden kam die Idee auf. Die beiden Gemeinden arbeiten bereits bei der Feuerwehr und der Sekundarschule eng zusammen und beweisen dadurch, dass die Zusammenarbeit in weiteren Bereichen möglich ist. Bis Ende dieses Jahres soll die Grundlage für eine

Über zwei eidgenössische Abstimmungen wurde am vergangenen Sonntag entschieden: die Volksinitiative «Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft» (Biodiversitätsinitiative) und eine weitere Reform der beruflichen Vorsorge (BVG-Reform). Beide Vorlagen wurden von den Stimmberechtigten auf nationaler Ebene wie auch im Bezirk deutlich verworfen. In der Stadt Affoltern befanden die Stimmberechtigten über eine Teilrevision der Bau- und Zonenordnung. Dabei

Die Voraussetzungen werden zurzeit geprüft Affoltern sagt Ja zur Harmonisierung Urnenabstimmung vorliegen, damit voraussichtlich im Mai 2025 abgestimmt werden kann, ob eine detaillierte Prüfung zum Zuge kommt. Für die Gemeinderäte von Mettmenstetten und Maschwanden und die Schulpf lege Maschwanden bestehen keine Zweifel, dass diese Massnahme eine Stärkung der beiden Gemeinden bedeuten würde. Für Fragen werden vor den Abstimmungen Infoveranstaltungen organisiert. (bros)

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ging es um die schweizweite Harmonisierung der Baubegriffe. Die Anpassung wurde mit 74 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Die Stimmbeteiligung bei dieser Entscheidung lag bei knapp 39 Prozent. Die Reformierte Kirchgemeinde Wettswil-Stallikon wählte ein neues Kirchenpflegemitglied. Der parteilose Michael Thuy aus Stallikon wurde mit 270 Stimmen gewählt. (dst)

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