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073_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 73 I 176. Jahrgang I Freitag, 23. September 2022

Unfall auf Autobahn

Auf der A4 kam es vor der Ausfahrt Affoltern zu einem Auffahrunfall mit hohem Sachschaden. > Seite 3

Felber für Voser

Die Behinderteninstitution Solvita hat einen neuen Präsidenten im Stiftungsrat. > Seite 7

Visionen fürs Dorf

Die Gemeinde Wettswil hat ein neues räumliches Entwicklungsleitbild erstellt. > Seite 9

Kastanien und Birken

Die Ämtler Wandergruppe genoss diesmal einen schönen Ausflug im Tessin. > Seite 9

Ein «Landgarten» für Stallikon Die Bevölkerung kann den Architekturwettbewerb hautnah mitverfolgen Die Gemeinde Stallikon will das Dorfzentrum aufwerten, unter anderem mit Alterswohnungen und gernerationendurchmischtem preisgünstigem Wohnraum. Diese Woche fand die erste Runde des Architekturwettbewerbs statt.

Bub von einem Auto angefahren Bei einem Verkehrsunfall in Mettmenstetten ist am Dienstagabend, 20. September, ein achtjähriger Junge verletzt worden. Die Unfallursache steht noch nicht fest. Gegen 18.30 Uhr fuhr am Dienstagabend in Mettmenstetten ein 33-jähriger Fahrzeuglenker mit seinem Personenwagen auf der Zürichstrasse. Auf Höhe eines Fussgängerstreifens kollidierte er mit einem Buben, der die Strasse mit seinem Velo auf dem Fussgängerstreifen querte, wie die Kantonspolizei mitteilt. Durch die Kollision wurde der Achtjährige zu Boden geschleudert. Er musste mit unbestimmten Verletzungen mit einem Rettungswagen in ein Spital gebracht werden. Die Unfallursache wird durch die Kantonspolizei Zürich abgeklärt. Nebst dieser standen ein Rettungswagen von Schutz und Rettung Zürich sowie ein Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulance im Einsatz. Die Feuerwehr Knonaueramt Süd sperrte derweil die Zürichstrasse ab. (red.)

von Bernhard Schneider Die erste Stufe des Wettbewerbs «Ein ‹Landgarten› für Stallikon» stand allen interessierten Architektinnen und Architekten offen. Ihre Aufgabe war, ein städtebauliches Konzept zu entwickeln, wie die Attraktivität des Dorfzentrums Stallikon gesamthaft gestärkt werden könnte. In der nun folgenden zweiten Stufe werden fünf bis acht der Konzeptteams, die ein Konzept eingegeben haben, eingeladen, Projektvorschläge für denjenigen Dorfteil zu entwickeln, den die Genossenschaft Hofgarten überbauen wird. Das Land, bisher im Besitz der Gemeinde Stallikon, wird gemäss Entscheid der Gemeindeversammlung vom Dezember 2020 verkauft oder im Baurecht abgegeben. Eine Fachjury, begleitet von je einer Projektgruppe der Gemeinde Stallikon und der Baugenossenschaft, bewertete am Dienstag und Mittwoch im Schützenhaus Gamlikon die eingereichten Konzepte, ohne zu wissen, von wem sie stammen. Damit der ganze, vertrauliche Prozess trotz Miteinbezug der Bevölkerung korrekt verläuft, wurde ein spezialisiertes Büro mit dessen Organisation betraut. Der Gemeinderat misst dem Projekt einen sehr hohen Stellenwert bei, weshalb er in den vergangenen zwei Jahren bereits dreimal die Gemeindeversammlung in den Prozess miteinbezogen hat und nun auch die Bevölkerung zur Jurierung einlud. Das Verfahren für das

Stimmiges Konzert

In der Kirche Mettmenstetten sorgte Marina Wehrli am Klavier für viel Stimmung. > Seite 10

Jedes Konzept wurde in mehreren Durchgängen eingehend geprüft und diskutiert, bevor die Jury festlegte, welche der Eingaben über das nötige Potenzial verfügen, um weiterverfolgt zu werden. (Bild Bernhard Schneider) Generationenprojekt im Dorfzentrum ist so komplex, dass die Stimmberechtigten bei jeder Weichenstellung angefragt werden, um sicherzustellen, dass die eingeschlagene Richtung den Anliegen der Bevölkerung auch tatsächlich entspricht.

Die Gemeinde gibt den Rahmen vor Sozialvorsteherin Monika Rohr ist im Gemeinderat Stallikon für das Projekt «Landgarten» zuständig. Sie erklärt, der Wunsch in der Bevölkerung nach Alterswohnungen sei gross, denn viele Stallikerinnen und Stalliker möchten weiter-

«Grüner Güggel» Kinder lesen für Kirche Affoltern Hunden vor

hin in der Gemeinde wohnen, nachdem sie beispielsweise ihr Haus der nächsten Generation übergeben haben. Sie führe deshalb bereits jetzt eine Warteliste für die Alterswohnungen. Die Gemeinde gibt den Rahmen vor, unter anderem in einem Gestaltungsplan, der ebenfalls in die Zuständigkeit der Gemeindeversammlung fällt, möchte die Realisierung aber Privaten überlassen, namentlich die vorgesehene Arztpraxis, das Restaurant sowie die Wohnüberbauung. Eva-Maria Nufer, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft Hofgarten, freut sich darauf, die Idee des genossenschaft-

lichen Wohnungsbaus von der Stadt aufs Land zu übertragen und dabei verschiedene Generationen zusammenzubringen. Geschäftsführer Boris Deister weist darauf hin, dass die Genossenschaft nicht profitorientiert arbeite: «Wir sind eine Art Gemeinde im Kleinen. Die Siedlung muss selbstverständlich wirtschaftlich solid aufgestellt sein, aber wir verfolgen auch andere Ziele, insbesondere eine hohe Wohnqualität, was hier, nahe beim Wald und bei landwirtschaftlich genutztem Gebiet, bestens erfüllt ist.»

Stadt fördert Biodiversität

Kickerinnen aus Hausen im Cup top

> Weiterer Bericht auf Seite 3

Der Kirchenort Affoltern erhält als erste Kirchgemeinde im Bezirk die Auszeichnung «Grüner Güggel». Das Umweltlabel zeichnet Kirchen aus, die aufzeigen könne, wie sie in Zukunft unter anderem Wasser, Strom oder Heizenergie einsparen. Dazu ist ein mehrseitiger Umweltbericht zu erstellen, der auch genau Daten und Fakten zum Istzustand liefert. Nun erhält die reformierte Kirche Affoltern am 29. September das Label offiziell überreicht. Zu den langfristigen Zielen gehört es auch, die Heiztemperatur in der Kirche nach unten zu korrigieren. Bisher liegt die Raumtemperatur während des Gottesdienstes bei 20 Grad, das soll sich nun langfristig ändern. Aber auch Standorte für Fotovoltaikanlagen werden sondiert oder geklärt, was der Ersatz der Kirchenfenster kostet. (uc)

Kinder, die nicht gut lesen können, bekommen in der Bibliothek Knonau nun eine spezielle Unterstützung. Denn sie können dort Hunden vorlesen. Diese «Tiergestützte Therapie» sorgt dafür, dass die Kinder ihre Scheu vor dem Lesen verlieren und in entspannter Atmosphäre ans Lesen herangeführt werden. Die Hunde sind bestens ausgebildet. Einer von ihnen ist der elfjährige Mojito, der eine Ausbildung zum Begleit- und Schulhund absolviert hat. Er hilft Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen vier und 20 Jahren. Als Schulhund hat der Vierbeiner Mojito schon seit Langem Erfahrungen in der Zürcherischen Pestalozzistiftung gesammelt. Begleitet wird der Hund von Logopädin Judith Britschgi, die im Heilpädagogischen Zentrum Hagendorn tätig ist. (red.)

Die Stadt Affoltern hat ein neues Leitbild «Biodiversität» verabschiedet. Schon bisher fördert Affoltern die Biodiversität, so hat sie beispielsweise neue Naturschutzgebiete geschaffen. Das Thema Artenvielfalt wird nun auch strategisch verankert. So soll das Bewusstsein für die Biodiversität und den Naturschutz verstärkt werden: Die Stadt gibt sich fünf Leitsätze vor. So sollen beispielsweise zusammenhängende Geländestreifen entstehen, die Kleintiere für ihre Wanderungen und Vermehrung nutzen können. Das gesamte Leitbild «Biodiversität» hat die Stadt Affoltern auf ihrer Homepage aufgeschaltet, wo es nachgelesen werden kann. Erste Massnahmen sind schon umgesetzt: So wurden mit lokalen Bauern zusammen 50 Hochstammobstbäume gepflanzt. (red.)

Das Frauenfussballteam des FC Hausen ist weiter im regionalen Cup-Wettbewerb dabei. Die Oberämtlerinnen schlugen das Team Furttal Zürich mit 3:2. Als Drittligistinnen warfen sie so die höherklassigen Gegnerinnen aus der 2. Liga aus dem Rennen. Das Spiel war lange Zeit sehr ausgeglichen. Nach den ersten 45 Minuten lagen beide Teams gleich auf. Die Gäste aus Zürich glichen noch vor der Pause per Elfmeter aus. Gegen Schluss merkte das Team aus Hausen, dass es den Match gewinnen kann. Die äusserst spannende Partie wurde erst in der 86. Minute entschieden – durch die Spielerin Fabienne Galliker. Sie schoss im Match gegen die Kickerinnen aus Furttal gleich zwei Tore und war die überragende Akteurin auf dem Fussballfeld. (red.)

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> Bericht auf Seite 10

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