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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 71 I 179. Jahrgang I Dienstag, 30. September 2025
Der Abstimmungssonntag
Positives Fazit
Zweimal Ja in Affoltern, ein Nein in Mettmenstetten und ein Ja in Hausen. Dazu die Ergebnisse zu den drei weiteren Abstimmungen. Seiten 3 und 5
Die Betreiberinnen und Betreiber der Säuliämtler Badis zeigen sich mit der diesjährigen Saison zufrieden. Seite 5
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Lochenweiher bleibt, wie er ist
Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden am Türlersee im Fischen geschult. Seite 10
«Ich sah mich keinesfalls in einem Büro sitzen.»
Das Bonstetter Stimmvolk stimmt klar und deutlich gegen die Vorlage
Seite 10 Corinne Grau, Künstlerin aus Rifferswil. (Bild Sandra Isabél Claus)
Florian HoFer Die Aufwertung des Lochenweihers in Bonstetten zum Badeplatz und damit auch seine ökologische Aufwertung werden von der Gemeinde nicht weiterverfolgt. Dies erklärte Gemeindepräsidentin Arianne Moser am Sonntagnachmittag gegenüber dem «Anzeiger» nach Bekanntwerden des Resultates der Urnenabstimmung zum bis zuletzt stark umstrittenen Lochenweiherprojekt.
Gedenkfeier zur Hexerei-Verfolgung Eine Gedenkfeier am vergangenen Freitagabend in Aeugst widmete sich den Hexenverfolgungen im Mittelalter. Die damaligen Anklagen basierten auf abergläubischen Vorstellungen. Die Verdächtigen wurden befragt und grausam gefoltert, bis sie ihre Verfehlungen zugaben. Im Knonauer Amt waren acht Frauen angeklagt und gefoltert worden, sechs wurden hingerichtet. Die Gedenkfeier war von Musik, einer Filmvorführung und einem Theater umrahmt. (red)
Auffallend hohe Stimmbeteiligung von mehr als 67 Prozent 560 Personen hatten am Sonntag mit Ja gestimmt, 1901 Personen mit Nein. Damit haben 77 Prozent der Bonstetterinnen und Bonstetter das 1,3 Millionen Franken teure Vorhaben abgelehnt, 23 Prozent stimmten mit Ja. Auffallend ist die hohe Stimmbeteiligung von 67,36 Prozent. «Das ist ein sehr deutliches Re-
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Am Lochenweiher in Bonstetten wird in absehbarer Zeit keine Veränderung stattfinden. (Archivbild Florian Hofer)
«Die Beurteilung der Rechnungsprüfungskommission hat sich durchgesetzt.»
chenweihers zum Badeplatz ausgesprochen hatte, lag die Niederlage des Gemeinderates auf der Hand: «Man sieht
Arianne Moser, Gemeindepräsidentin
sultat. Die Beurteilung der Rechnungsprüfungskommission hat sich durchgesetzt», so die Gemeindepräsidentin: «Die Gegner haben einen sehr engagierten Abstimmungskampf durchgeführt und die Befürworter haben sich nicht gross zur Wehr gesetzt.» Es gelte nun, das Ergebnis zu akzeptieren. Vonseiten des Gemeinderats sei nun nichts weiter in Sachen Lochenweiher geplant. Auch keine ökologische Aufwertung. Für den Bonstetter Politiker Claude Wuillemin, Mitglied der IG Lochenweiher, die sich im Laufe des Jahres vehement gegen die Umgestaltung des Lo-
«Man sieht am Abstimmungsergebnis deutlich, dass das kein Wunsch der Bevölkerung war.» Claude Wuillemin, IG Lochenweiher
am Abstimmungsergebnis deutlich, dass das kein Wunsch der Bevölkerung war.
Das war lediglich ein Wunsch des Gemeinderates.» Wuillemin verwies gegenüber dem «Anzeiger» auf die Gemeindeversammlung von Ende vergangenen Jahres, als eine grosse Mehrheit im Plenum jegliche Zusatzausgaben für die Projektierung aus dem Budget der Gemeinde gestrichen hatte. Danach habe die IG Lochenweiher rasch 320 Unterschriften gesammelt. «So konnten wir spüren, dass das Projekt von der Bevölkerung nicht gewünscht war.»
hätte etwas mehr als 1,3 Millionen Franken gekostet. Beim Lochenweiher handelt es sich um ein künstlich angelegtes Gewässer, das derzeit in einem ökologisch nicht besonders guten Zustand ist, wie der Verein Naturnetz Unteramt auf seiner Website bemängelt.
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Künstlich angelegtes Gewässer, schlechter ökologischer Zustand Wie mehrfach berichtet, hatte die Gemeinde geplant, an dem kleinen Weiher nahe dem Gartencenter Guggenbühl eine Bademöglichkeit samt Steg, einer naturbelassenen Liegewiese, Feuerstelle, Sitzbänken, Veloständer, einer einfachen Umkleide, einer Dusche und einer Komposttoilette zu verwirklichen. Das Projekt
Weniger als ein Viertel stimmte dem Projekt zu. (Grafik dst)
Attraktives Kennenlernen Einweihung in Rifferswil Willkommens-Event in Affoltern
Revitalisierung des Jonenbachs abgeschlossen
Rund 230 Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger, welche in den letzten beiden Jahren nach Affoltern zogen, kamen vergangenen Samstag in den Genuss eines Morgenessens. «Die Beweggründe, warum Sie in Affoltern Wohnsitz genommen haben, sind vermutlich vielfältig», sagte Stadtpräsidentin Eveline Fenner bei ihrer Begrüssungsrede. Und ein Blick in die Runde bestätigte dies auch. Ein junges Paar wählte den Ort wegen der verkehrsgünstigen Lage, eine Familie aus dem Kanton Zug sprach von
In Rifferswil wurde am Samstag gefeiert. Hauptattraktion des Anlasses war neben einem neuen Erlebnispfad insbesondere der Jonenbach. Während dreier Jahre hatte der Kanton Revitalisierungsmassnahmen umgesetzt und dafür fast vier Millionen Franken investiert. Nun sind die Bauarbeiten abgeschlossen, und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Auf einer Länge von rund einem Kilometer wurde der Jonenbach aus seinem kanalisierten Bett befreit und wieder als attraktiver Lebensraum für Tiere, Pflan-
erschwinglichem Wohnraum und einer familienfreundlichen Überbauung, welche sie hier gefunden habe. In einem Vortrag von Ursula Grob, Leiterin des Ortsmuseums, zur Geschichte und zum aktuellen Leben in Affoltern erfuhren die Neuankömmlinge interessante Gegebenheiten. Man wurde auch ermutigt, das kulturelle Angebot zu nutzen oder einem Verein oder einer anderen aktiven Organisation beizutreten. (red)
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zen und Menschen gestaltet. Er schlängelt sich jetzt in vielen Kurven von der Kappelerstrasse durch die Landschaft nach Rifferswil. «Hier fliesst er wieder, wie’s ihm gefällt. Mal links, mal rechts, mal laut, mal leise. Aber immer lebendig», stellte Rifferswils Gemeindepräsident Christoph Lüthi anlässlich der Eröffnung zufrieden fest. Da und dort gab es zum Projekt allerdings auch kritische Stimmen. (red)
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