CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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Herbstausstellung: 21. + 22. September, 10:00 - 17:00 Uhr 0.00 UHR
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 71 I 178. Jahrgang I Freitag, 13. September 2024
Zeichen gegen Foodwaste
Die Natur erforschen
Mit «Madame Frigo» erhält die Gemeinde Hedingen ab dem 21. September einen öffentlichen Kühlschrank. Seite 8
Am vergangenen Sonntag erlebten Kinder und Erwachsene im Park Seleger Moor einen unvergesslichen Tag. Seite 9
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Punkte schossen zwei Ämtler am Knabenschiessen. Seite 18
Wie Gemeinden Unterschriften prüfen Gelungenes
«Wir hören uns zu und entscheiden demokratisch.»
Seite 11 Ivanka Suter, Inhaberin der Strudelmanufaktur Poushe. (Bild lhä)
Fälschungen werden nicht ausgeschlossen Werner Schneiter
Die einen nennen es einen Anschlag auf die direkte Demokratie, andere sprechen von krimineller Energie, eklatantem Missbrauch und von veritablem Skandal: Seit der «Tages-Anzeiger» aufgedeckt hat, dass es beim Sammeln von Unterschriften für Initiativen zu massiven Fälschungen gekommen ist, herrscht Aufregung, welcher nun die Forderung nach wirksamen Massnahmen für sicherere Systeme folgen.
Beschaffung erfolgte auch auf illegalen Wegen Es ist tatsächlich einfach, sich Unterschriften auf illegalem Weg zu beschaffen. Jene, die fälschen, finden Namen, Geburtsdaten und Unterschriften auf irgendwelchen Dokumenten oder Initiativen von Personen, die damals tatsächlich unterzeichnet haben. So werden die Angaben auf den Bogen einer anderen Initiative übertragen, einschliesslich Unterschrift. Dass dann die gefälschte Unterschrift für gültig erklärt wird, ist gut möglich. Professionelle Organisationen bezahlen pro Unterschrift bis zu 7 Franken 50. Ein grosser Anreiz für Fälschungen also. Wie gross der Schaden ist, kann niemand beziffern. Klar ist, dass Gemeinden, wo Initiativbögen eingereicht werden müssen, keine Möglichkeit haben, Fälschungen ganz auszuschliessen. Sie verfügen nicht über die dazu erforderlichen Register. Laut Daniela Fusco, Leiterin Einwohneramt ad interim bei der Stadt Affoltern, werden die Daten gemäss den Vorgaben der Bundeskanzlei pro
Bogen erfasst. Während Name, Vorname und Unterschrift von der betroffenen Person stammen müssen, können Geburtsdatum und Adresse von einer anderen Person auf den Bogen eingetragen werden. Bei gleichlautenden Adressen ist auch «dito» erlaubt.
Etliches ist vom Gesetz her anonymisiert Hat jemand zwei- oder mehrmals unterschrieben, so wird das vom System gemeldet, ebenso Nicht-Stimmberechtigte, Kinder, Verstorbene oder Weggezogene, deren Namen auf Bögen figurieren. Mehr nicht, weil alles andere von Gesetzes wegen anonymisiert sein muss. Schliesslich wird der in anderen Bögen schon aufgeführte Name auf dem zu prüfenden Unterschriftenbogen mit roter Farbe durchgestrichen, leere Felder ebenso – und, falls mehrfach unterschrieben wurde, mit einem «c» versehen: Je nach Art der Korrektur wird von der Bundeskanzlei in Bern ein anderer Buchstabe vorgegeben. Bei jedem Bogen werden die Namen, die von der Gemeinde als gültig taxiert werden, mit einem Haken versehen. Dann gehen sie zurück ans Initiativkomitee, welches das Einreichen der Initiativen und Referenden in Bern unter medialer Begleitung vornimmt – vorsichtigerweise mit mehr als den erforderlichen Unterschriften. Wie gehen die Gemeindeschreiber in den Ämtler Gemeinden mit dem Problem um, dass es sich um Fälschungen handeln könnte? Der «Anzeiger» hat nachgefragt.
Werk mit Worten
Am vergangenen Sonntag fand in der Galerie Märtplatz die Vernissage der Kunstausstellung «Wortwörtlich – im Bild» mit Werken von Carmen Cabert unter Mitwirkung des bekannten Sprachkünstlers Simon Chen statt. Die Bonstetterin zeigt darin zwei- und dreidimensionale Werke. Verarbeitet hat Carmen Cabert in mehreren Werken gebrauchte Zelluloid-Filmbänder. Sie häkelt, knüpft und umwickelt mit ihnen, oft kombiniert mit Bilderrahmen und Ringformen aus einer Konditorei. Die Ausstellung gibt aber auch einen Rück- und Überblick über die Schaffensphasen der Künstlerin. Immer wieder geht es ihr dabei um Worte. (red)
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Schulwegvorfall: Drei Wege zu Unruhe in Obfelden mehr Artenschutz
Sunrise entfernt Storchennest in Nachtund Nebelaktion Im Frühjahr fotografierte «Anzeiger»-Leser Urs Gretler dieses Storchenpaar. Es hatte sich auf der Mobilfunkantenne in der Nähe des Bahnhofs Bonstetten niedergelassen. Am 2. September hat die Netzbetreiberin Sunrise das Nest nun entfernt. Eine Bewilligung lag Archivblld Ur s Gretler allerdings nicht vor. (lhä) Seite 3
Ein Vorfall zwischen einem Primarschüler und einem unbekannten Mann sorgt in Obfelden für Unruhe. Zum Vorfall selbst nehmen wegen der laufenden Untersuchung weder die Primarschule Obfelden noch die Kantonspolizei Stellung. Der «Anzeiger» hat aber nachgefragt, wie mit dem Vorfall umgegangen worden ist und wie man Eltern, Lehrpersonen, Schüler und Schülerinnen in Obfelden informiert hat. Die Kantonspolizei Zürich sagt zudem, dass man mit eigenständigen Warnungen, besonders in den sozialen Medien, zurückhaltend umgehen soll. Auch wird auf einen Leitfaden zum Umgang von Kindern mit Unbekannten hingewiesen, welcher ein paar wichtige Tipps enthält. (dst)
Im dritten Teil der Biodiversitätsserie standen die Einzelinitiativen im Vordergrund, die im Herbst 2023 in vier Gemeinden zur Abstimmung kamen. Teil vier widmet sich nun dem Zeitraum danach. In Hedingen war die Initiative mit knapper Mehrheit angenommen worden. In Ottenbach hatte der Gegenvorschlag das Rennen gemacht und in Bonstetten war die Initiative abgelehnt worden, wobei die Gemeinde ohnehin die Absicht hatte, die Bemühungen im Bereich Biodiversität zu verstärken. Sind die geplanten Massnahmen auf Kurs? Einblicke in die Bemühungen von Hedingen, Ottenbach und Bonstetten zeigen, wo diese drei Gemeinden heute stehen. (lhä)
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