CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
Spinning Day ... Gemeinsam treten wir 12 Stunden in die Pedalen für einen guten Zweck! Infos/Anmeldung: www.gut-tut-gut.ch AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 70 I 179. Jahrgang I Freitag, 26. September 2025
Funkelnde Anekdoten
Lehrreiche Velo-Exkursion
Schriftsteller Pedro Lenz und Pianist Simon Ho traten am Freitagabend in der Regionalbibliothek Affoltern auf. Seite 11
Entlang der Obfelder Grenze erfuhren die Interessierten historische Gegebenheiten und aktuelle Themen über die Gemeinde. Seite 12
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Die Abstimmungen am Sonntag
einheimische Wildbienenarten gibt es. Davon handelt ein Vortrag in Knonau. Seite 17
«Ich möchte, dass Menschen ihren Herzen folgen.»
Lochenweiher, Kläranlage, Sportplatz, Gemeindeordnungen: Fünf kommunale Vorlagen
Seite 11 Florian HoFer Am Abstimmungssonntag, 28. September, stehen im Knonauer Amt fünf zum Teil sehr gewichtige Vorlagen auf den jeweiligen Stimmzetteln: In Affoltern geht es um die Sportanlage Im Moos und um die Kläranlage in Zwillikon.
19 Millionen Franken für die Sportanlage Im Moos Wird die Sportanlage Im Moos in Affoltern saniert, erweitert und mit einem neuen, modernen Infrastrukturgebäude ausgestattet? Das entscheiden die Stimmberechtigten am Sonntag an der Urne. Die Anlage mit mehreren Spielfeldern, einer Leichtathletikanlage, einem Kinderspielplatz und dem Vereinshaus Mooshüsli ist 40 Jahre alt und ein zentraler Ort für die Affoltemer Bevölkerung. Das umfassende Sanierungsprojekt wird knapp 19 Millionen Franken kosten, inklusive der knapp 10 Millionen Franken für das neue Infrastrukturgebäude. Dagegen läuft ein Stimmrechtsrekurs, der derzeit beim Bezirksrat hängig ist. Moniert wird im Wesentlichen, dass der Beleuchtende Bericht sich nicht dazu äussere, dass sich ein grosser Teil der Sportanlage Moos in den Grundwasserschutzzonen Moos 1 und 2 befinden würde und somit keine Bauten und Anlagen erstellt werden dürften. Weitaus grössere Dimensionen hat die zweite – in der Öffentlichkeit nicht gross diskutierte – Vorlage zum Ersatzneubau der Kläranlage in Zwillikon:
Wenn die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Affoltern am Sonntag an der Urne über den Ersatzneubau ihrer Kläranlage abstimmen, dann hat das eine historische Dimension. Zumindest finanziell. Denn der Ersatzneubau der Kläranlage in Zwillikon wird auf 70,5 Millionen Franken veranschlagt. Ein teureres Projekt der Stadt Affoltern sei ihm nicht bekannt, sagte Markus Gasser, Stadtrat Bau und Infrastruktur, anlässlich eines Informationsabends im Juni im Kasinosaal in Affoltern. Betroffen von der Abstimmung sind auch die Gemeinden Hedingen, Aeugst, Rifferswil und Mettmenstetten. Sie sind ganz oder teilweise an die Kläranlage angeschlossen und werden den Bau über ihre Abwassergebühren mitfinanzieren. Der Ersatzneubau – am selben Ort wie heute – gilt als längst überfällig.
Wie viel soll das Stimmvolk mitreden können? In Hausen und Mettmenstetten kann das Stimmvolk über die Gemeindeordnungen abstimmen. In Mettmenstetten unterscheidet sich die neue Gemeindeordnung von der alten im Wesentlichen in acht Punkten. Drei davon wurden kontrovers diskutiert: die Anpassung der Finanzkompetenzen, der Ausschluss vom fakultativen Referendum bei Sonderbauvorschriften und Gestaltungsplänen und die Ernennung der Sozialbehörde durch den Gemeinderat. Allen drei Punkten gemeinsam ist: Die bisherigen Entscheidungskompetenzen sollen ver-
Fiona Alexis, Rap-Sängerin. (Bild Sandra Isabél Claus)
Stadt präsentiert ihr Budget
Am Sonntag geht es bei den Abstimmungen auch um die Erneuerung der Sportanlage Im Moos in Affoltern. (Bild Florian Hofer) schoben werden. Letztlich geht es bei der Totalrevision um die Frage: Wie viel Mitbestimmung sollen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger künftig haben? Und wie effizient sollen Gemeinderat und Behörden arbeiten können? In Hausen hat der Gemeinderat – gestützt auf seine Legislaturzielsetzungen – die Behördenstrukturen überprüft. Er ist dabei zur Erkenntnis gelangt, dass die Tiefbaukommission und die Sozialbehörde, so wie sie heute aufgestellt sind, nicht mehr im Einklang mit einer zeitgemässen und effizienten Aufgabenerledigung stehen und damit unnötiger Verwaltungsaufwand generiert wird.
Diese beiden Kommissionen sollen deshalb auf die Legislaturperiode 2026– 2030 hin aufgelöst werden. Hierfür ist eine Revision der Gemeindeordnung notwendig, welche vorschriftsgemäss in zwei Schritten erfolgt: Bereits am 12. Juni 2025 hat die vorberatende Gemeindeversammlung in einem ersten Schritt den Revisionsvorschlag des Gemeinderates bestätigt, welcher nun in einem zweiten Schritt der Hausemer Stimmbevölkerung zum abschliessenden Entscheid an der Urne unterbreitet wird. Die Vorlage gilt nicht als umstritten.
Der Stadtrat Affoltern hat das Budget für das Jahr 2026 verabschiedet. Dieses sieht einen Ertragsüberschuss von rund 2,5 Millionen Franken vor, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. An der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2024 hatten die Stimmberechtigten den Steuerfuss um vier Prozentpunkte gesenkt. Die Herausforderung für das Budget 2026 bestand daher darin, trotz der Mindereinnahmen einen Ertragsüberschuss zu erzielen. Dieser ist notwendig, um die Zunahme der Schulden infolge der hohen Investitionen zu bremsen. Trotz des geplanten Ertragsüberschusses lassen sich die Investitionen jedoch nur teilweise aus eigenen Mitteln bezahlen. (red)
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Podium zum Lokaljournalismus Die Medienbranche steckt in der Krise. Viel Werbung ist in den vergangenen Jahren ins Internet abgewandert, und bisher fehlen überzeugende Modelle, um die Einnahmenverluste im Print mit Online-Journalismus wettzumachen. Wie geht es unter diesen Vorzeichen mit dem Lokaljournalismus weiter? Zu dieser Frage fand am Dienstagabend in Affoltern ein Podium statt. (red)
Wir verwirklichen auch Ihre Träume: schneebeli.ch
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«Die Welt voller Blumen sehen» «Im Scheinwerferlicht» von Fredy Bickel erscheint diesmal Marcel «Marc» Dietrich von der einstigen Erfolgsband «Peter, Sue und Marc». Dietrich feiert seinen 77. Geburtstag – und lässt sich das positive Denken trotz Krebserkrankung nicht nehmen. Sein Motto: «D’Wält voll Blueme z’gseh.» Fredy Bickel schreibt, wie Dietrich nach der Auflösung der Band 1984 in eine Lebenskrise geriet und wieder aufstand. (red)
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Drei Swiss-Skills-Medaillen fürs Amt Gwenda Bösch, die Gewinnerin im Beruf Bäckerin, Konditorin, Confisseurin, präsentiert ihre kunstvolle Prüfungsarbeit. Auch Landschafts- und Gartenbauer Elia Ruckstuhl und Bild Martin Platter Steinmetzin Alima Jammeh sicherten sich eine Medaille. (red) Seite 15
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