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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 70 I 176. Jahrgang I Dienstag, 13. September 2022

Hürden abbauen

In Bonstetten sollen Solaranlagen und E-Ladestationen einfacher installiert werden können. Seite 3

Gesamtverkehr

Die Planungsgruppe Knonaueramt traf sich zum Workshop und definierte Handlungsfelder. Seite 3

Hoher Besuch

Bildungsdirektorin Silvia Steiner kam zum Wahlkampfauftakt der Mitte nach Affoltern. Seite 7

Hintergründe

Autor Erich Rüfenacht über den Wandel der Zeit bei der Fabrik Weisbrod. Seite 9

Bundespräsident auf Schulbesuch Ignazio Cassis war am Freitag zu Gast in Affoltern

von Thomas sTöckli Eine Antwort auf ihre brieflichen Fragen an den Bundespräsidenten hatten sie sich sicher erhofft, dass dieser sie persönlich überbringen würde, wohl allerdings nicht zu träumen gewagt. Dass die Oberstufenklasse von Patrik Gisler seine Neujahrsansprache analysiert und darauf und auf die Pandemiesituation mit Briefen reagiert hat, scheint beim Magistraten Eindruck hinterlassen zu haben – und so kündigte er kurzerhand seinen Besuch in der Schule Tägerst an, in welcher 52 Schülerinnen und Schüler mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten unterrichtet werden. Ein erster Termin im März platzte kurzfristig. Nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine hatten sich die Prioritäten verständlicherweise verschoben.

Einstein und die Queen Ignazio Cassis steht aber zu seinem Wort und am vergangenen Freitag um 13.40 Uhr fuhr seine Limousine an der Chalchofenstrasse vor. Empfangen wurde der Bundespräsident hier von einer Delegation um Schulleiter Peter Kriemler und Stiftungsratspräsident Christian Moser. Im Eingangsbereich registrierte Cassis die Grussbotschaft auf einer Schreibtafel. Nebst «Herzlich willkommen, Herr Bundespräsident» war darauf noch ein Zitat von Albert Einstein zu lesen: «Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden.» Im Saal der Schule bot sich den Schülerinnen und Schülern Gelegen-

Bundespräsident Ignazio Cassis (FDP) im Malatelier der Schule Tägerst in Affoltern. (Bild Thomas Stöckli)

Markante Worte der Top-Sportlerin

Zusammen zum Ziel

Sie gehört zu den erfolgreichsten Kletterinnen: Petra Klingler aus Bonstetten. Was hinter ihrem Erfolg steckt – das verriet sie am Donnerstagabend am traditionellen «Rüüss-Abig». Dort treffen sich auf Einladung des «Anzeigers» Politiker, Behördenvertreter, Unternehmer und weitere Persönlichkeiten der Region. In ihrem Vortrag nahm Klingler Bezug zu Sieg und Niederlage im Sport, zu Selbstbewusstsein und Akzeptanz. «Ehrlichkeit zu sich selber ist wichtig, um Ziele erreichen zu können», erklärte die Sportlerin. Sie selbst sei heute noch nervös vor Wettkämpfen. Um dagegen anzugehen, mache sie sich jeweils einen klaren Plan, wie sie die zu kletternde Wand angehen will. «Pläne sind gut und recht, aber es geht auch darum, dies manchmal über den Haufen zu werfen. (uc)

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Todesnachricht habe ihn schockiert: «Ich hätte mir nach unserem Treffen nie vorstellen können, dass sie nur noch wenige Monate zu leben haben könnte.

Eine Laterne als Orientierungshilfe Bevor er sich nach einer guten Stunde wieder auf den Weg machte, zum nächsten Termin, nahm sich Ignazio Cassis die Zeit, mit den Klassen für ein Erinnerungsfoto zu posieren. Nebst einem Jahresbericht gab ihm die Schule Tägerst eine Laterne, hergestellt in

Wie ein Berufsbeistand unterstützt Ramona M. ist eine junge Frau, die sich trotz Handicap ihre Träume verwirklicht. Die junge Frau wird vom Berufsbeistandschaft des Sozialdienstes Bezirk Affoltern bei der Verwirklichung ihres Lebenstraums unterstützt. «Mein Berufsbeistand ist mir bei rechtlichen und steuerlichen Fragen sowie in der Ausführung von gesetzlichen und behördlichen Angelegenheiten eine angenehme, wie grosse Hilfe. Die Zusammenarbeit mit ihm ist sehr gut, und er nimmt sich auch Zeit, sich regelmässig nach meinem Wohlergehen zu erkundigen. Gleichzeitig beschneidet er aber meine Eigenständigkeit in keiner Weise, was ich sehr zu schätzen weiss

Wenig Arbeitslose, viele Vakanzen Die Arbeitslosigkeit ist im August weiter gesunken – auch im Bezirk Affoltern. Derweil akzentuiert sich der Fachkräftemangel.

Nach seinem Besuch am Brunch zum Nationalfeiertag in Knonau machte Bundespräsident Ignazio Cassis am Freitag bereits wieder Station im Säuliamt. Diesmal in der Sonderschule Tägerst.

heit, Fragen zu stellen. Anschliessend führte Kriemler den Magistraten durch drei Schulzimmer, das Malatelier und den Musikraum. In einer Klasse erfüllte Cassis die zahlreichen Autogrammwünsche – so ziert seine Unterschrift nun einen Fussball und diverse Finken –, in einer anderen kam das Gespräch auf die am Vorabend verstorbene Queen Elisabeth. Cassis hatte die 96-jährige Monarchin erst noch im April besucht: «So gross» (er zeigt seine Schulterhöhe), sei sie gewesen, «eine alte Dame mit Lebensfreude in den Augen, bescheiden und weise». Die

Familienzentrum

Das Familienzentrum Affoltern feierte in Obfelden sein 25-Jahre-Jubiläum. Seite 9

einer geschützten Werkstatt im bündnerischen Prättigau, mit auf den Weg. Ursprünglich habe man ihm diese ja bereits im März überreichen wollen, führte Peter Kriemler aus. Die Idee sei gewesen, ihm zu Beginn des Präsidialjahrs ein Hilfsmittel zu geben, damit er seinen Weg sicher finde. Doch auch aus aktuellem Anlass hat sich die Wahl des Geschenks bewährt: Gerade in einer Energiekrise könnte sich eine Laterne mit Kerze als nützlich erweisen ...

Die Wirtschaft entwickelt sich auch im dritten Quartal dieses Jahres sehr stabil, wie die neue Ausgabe des Zürcher Wirtschaftsmonitorings zeigt. Die Geschäftslage liegt in allen Branchen im positiven Bereich. Im Hinblick auf den Winter drückt allerdings die angespannte Energieversorgungslage etwas auf die Geschäftserwartungen. Wie stark das Wachstum gebremst wird, ist noch unklar. Die Zürcher Wirtschaft dürfte aber selbst bei einer Gasmangellage nicht in eine Rezession schlittern, heisst es beim Amt für Wirtschaft und Arbeit. Wesentlich stärker könnte sich ein Strommangel auswirken. Wenig von der bevorstehenden Abkühlung ist derzeit auf dem Arbeitsmarkt zu spüren. Ende August waren 418 Personen aus dem Knonauer Amt bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet. Das sind neun weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 1,4 Prozent. Auf jeden Stellensuchenden kommen mittlerweile fast 1,2 offene Stellen. «Das zeigt, dass sich der Fachkräftemangel weiter verschärft hat», sagt Regierungsrätin Carmen Walker Späh. (tst.) ANZEIGEN

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> Weiterer Bericht auf Seite 5

FCWB mit Remis und Kantersieg

und auch geniesse», hält sie fest. Berufsbeiständinnen und -beistände sind Expertinnen und Experten im Sozialwesen, die – im Rahmen von individuellen Aufträgen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) – ihre Klientinnen und Klienten in ihrer Selbstbestimmung unterstützen und fördern. Dabei ist die Achtung der betreuten Menschen als selbstbestimmte Individuen zentral. Der Berufsbeistand des Sozialdienstes Bezirk Affoltern unterstützt Ramona M. auch bei der Verwirklichung ihres Lebenstraums, dem Reisen. Finanzierung, Reiserouten oder Buchungen hat Ramona M. selbstständig getätigt, ja, auch die sie begleitenden Mitreisenden hat sie angefragt, begeistert und überzeugt. (red.)

Der FC Wettswil-Bonstetten spielte am Wochenende auswärts im Tessin gegen den AC Taverne. Der FCWB erspielte sich dort einige Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Am Schluss schaute aber nur ein 0:0 heraus. Somit konnte man immerhin das erste Mal in dieser Saison zu Null spielen und mit einem Punkt aus dem sonnigen Tessin zurückkehren. Einen Kantersieg hingegen, konnte die zweite Mannschaft des FC WettswilBonstetten feiern. Gegen den Tabellenletzten Blue Stars Zürich gewannen die Ämtler gleich mit 5:0. Die Parte gestaltete sich während 90 Minuten sehr einseitig. Denn die Blue Stars erlangten im ganzen Spiel keine zwingende Gelegenheit und verloren auch in dieser Höhe zu Recht. (red.)

> Weiterer Bericht auf Seite 6

> Bericht auf Seite 16

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