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Olten, Donnerstag, 8. Februar 2024 | Nr. 6 | 92. Jahrgang | Auflage 34 383 | Post CH AG
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Andreas Widmer ist als Andi dr 1. am Sax der siebte Obernaar, den die Fröscheweidzunft stellt. (Bild: ZVG)
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OBERNAAR Seit dem gestrigen Naarestopf hat er in Olten offiziell das Sagen: Andi dr 1. am Sax, diesjähriger Obernaar der Fröscheweidzunft. Der 53-jährige Andreas Widmer ist ein Ur-Fasnächtler. ACHIM GÜNTER
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ie Oltner Fasnacht ist in der Familie Widmer fest verankert. Andreas Widmer, 1970 in Olten geboren und Bürger dieser Stadt, war noch keine sechs Jahre alt, als er 1976 erstmals aktiv an der Fasnacht teilnahm. Sein Vater war damals Mitglied der 1953 gegründeten Fröscheweidzunft – und ist das noch heute. Aktuell gehören drei Generationen Widmer den «Fröschen» an: der diesjährige Obernaar Andreas Widmer sowie dessen Vater und Sohn. Den Nachwuchs an die fünfte Jahreszeit heranzuführen, das schreibt sich die Fröscheweidzunft seit ihren Anfängen auf die Fahne. Andreas Widmer meint: «Die Kinderclique ist uns wichtig, um die Fasnacht einerseits den Zunftkindern näherzubringen und andererseits interessierten fremden Kindern die Möglichkeit zu bieten, aktiv an der Fasnacht mitzumachen.» Obwohl die Fröscheweidzunft eine reine Männerzunft ist, können im Kindesalter auch Mädchen aktiv mitmachen. Die Jüngsten zählen zum sogenannten Fröschelaich. Nachdem Andreas Widmer diesem entwachsen war, entfernte er sich vorübergehend von der Fasnacht. Der Key Account Manager im Energiebereich verliess seine Heimatstadt fürs Studium. Erst 1997, mit Ende 20, stürzte er sich wieder ins Fasnachtsgetümmel. Nach dem Probejahr als Quappe nahm ihn die Zunft 1998 in ihren Reihen auf.
Seither, schon mehr als 25 Jahre also, ist Widmer Teil der Sängerclique. Und jetzt, an der Fasnacht 2024, folgt für das Langzeitmitglied fraglos der Höhepunkt seines fasnächtlichen Schaffens: Als Obernaar Andi dr 1. am Sax schwingt er in Olten das Fasnachtszepter. Dass 2024 die Fröscheweidzunft zum Handkuss kommen würde, steht seit Jahren fest. Wem aber sollte die Ehre und auch die Bürde des Amtes als Obernaar zufallen?
Keine Kampfwahl, sondern Ernennung
Einen eigentlichen Wahlprozess habe es bei der Fröscheweidzunft nicht gegeben, erklärt Widmer. Der Vereinsvorstand, in der Terminologie der Frösche als Weiher bezeichnet, habe eines Tages ein Gremium mit der Aufgabe betraut, einen Obernaaren zu finden. Wer nun denkt, dass sich am liebsten jedes zweite Mitglied in dieser Rolle sähe, irrt. «Allen ist bewusst, dass ein solches Amt einen Riesenaufwand mit sich bringt», erklärt der 53-Jährige. «Das ist mit viel Zeit und Mühe verbunden.» Offensiv hat denn auch niemand seine Lust aufs hohe Ehrenamt angemeldet. Auch der nicht, der es schliesslich wurde. Andreas Widmer sagt über sich selbst: «Ich muss nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen. Es gibt andere, die extrovertierter sind als ich.» Als ihn aber andere Zünftler gebeten hätten, das Amt anzunehmen, habe er sich zumindest nicht dagegen gewehrt. Für ihn sei einfach wichtig gewesen, dass es keine Kampfwahl gegeben habe. Zuvor hatte er das Einverständnis seiner Frau und seiner beiden Kinder eingeholt. «Das musste ich erhalten. Denn ich bin wirklich viele Abende abwesend.» Seit gut zwei Jahren, als seine Berufung zum Obernaaren 2024 feststand, füllt sich sein Terminkalender immer mehr. Aber stressen durch sein Amt lasse er sich nicht. Er müsse kein Obernaar sein, der sämtliche Zügel in der Hand halte. «Ich mache das, was mir wichtig ist. Für alles andere lasse ich freie Hand.»
Eine Zunft stellt alle 15 bis 20 Jahre ein Oberhaupt der Oltner Fasnacht. Die Frösche waren zuletzt 2008 mit Adrian Balz als Adi dr I. und 1991 mit Heinz Stampfli als Chüssi 1 zum Zug gekommen. Wie seine Vorgänger legt Widmer, der Sopransaxophon spielt, ein besonderes Augenmerk auf die Musik. Und ebenso auf die Schnitzelbänke. Beides sind langjährige Steckenpferde von Andi dr 1. am Sax. Als ehemaligem Leiter der Kinderclique sei ihm zudem der Kinderumzug «sehr wichtig». Auch auf die traditionellen Altersheimbesuche mit grossem Gefolge freut er sich schon sehr, ebenso auf den grossen Umzug am Sonntag, bei dem die Fröscheweidzunft mit ihren Fasnachtswagen das Publikum seit Jahren zu begeistern vermag. Ein erster grosser Höhepunkt der Fasnacht 2024 von Andi dr 1. am Sax fand bereits gestern Mittwoch beim Naarestopf statt: Einkleidung, Übernahme des Stadtschlüssels im Stadthaus, Einfahrt via Boot auf der Aare in die Stadt, Proklamation beim Stadtturm. Bei der gestrigen Schlüsselübernahme verlas Andreas Widmer ein «Regierungsdekret». Darin steht geschrieben, «was nun während der nächsten sieben Tage ändern muss». Eine der zentralen Forderungen lautet – ganz fröschegerecht: mehr Weiher, mehr Grünflächen in der Stadt! Heute Donnerstagmorgen muss zudem das gesamte Personal der Oltner Stadtverwaltung zum Briefing im Stadthaus antraben. «Die Idee dahinter ist, dass alle die Fasnacht mitkriegen, dass alle merken, dass die Fasnacht etwas Spezielles ist.» Das Programm der Fasnachtstage ist weitgehend durchgetaktet. Deshalb hat sich Andreas Widmer zuhause in Wangen für einige Tage abgemeldet. Während der strengsten Fasnachtstage quartieren sich Andi dr 1. am Sax und seine Trabanten in einem Oltner Hotel ein. Ab Aschermittwoch wird er dann sein Schlafdefizit wieder aufholen können – und dabei vielleicht von einer für ihn einzigartigen Fasnacht träumen.
ls Redaktionsleiter Achim Günter mir mitteilte, dass der Stadtanzeiger Ende Februar eingestellt wird und er und sein Redaktor Caspar Reimer die Kündigung erhalten haben, war mein erster Gedanke: «Es hört nicht auf!» Ich war enttäuscht. Wütend. Aber überrascht war ich nicht. Denn die Nachricht reiht sich nahtlos ein in die Mitteilungen der vergangenen Monate zum Stellenabbau im Journalismus: 140 Vollzeitstellen werden bei CH Media gestrichen, 40 Stellen bei ESH Médias in der Westschweiz, 80 Stellen bei Tamedia. 55 Kündigungen sind es bei Ringier. Der Entscheid des Bundesrates, die Radio- und Fernsehgebühren auf 300 Franken zu reduzieren, dürfte bei der SRG zu einem Abbau von rund 900 Stellen führen. Sind die Leute sich bewusst, wie schlecht es um den Journalismus steht? Wie wichtig er ist für eine funktionierende Demokratie? Während im Journalismus seit Jahren gespart wird, Stellen nicht ersetzt werden und Honorare von Freien Journalistinnen und Journalisten sinken, bauen Ämter, Hochschulen und Unternehmen ihre Kommunikationsabteilungen aus. Geben Medienmitteilungen, Newsletter und oftmals auch eigene Magazine heraus, die man gratis abonnieren kann. Vielleicht werde auch ich eines Tages in der Kommunikationsabteilung einer Universität oder einer anderen Forschungseinrichtung landen. Entsprechende Stelleninserate schicken mir liebe Kolleginnen und Kollegen regelmässig zu. Da steht dann beispielsweise im Anforderungsprofil, gesucht sei «ein ausgeprägtes Problembewusstsein insbesondere hinsichtlich Reputationsrisiko in der Medienarbeit». Mein oberstes Ziel wäre dort nicht mehr, unabhängig zu berichten. Vielmehr müsste ich dort Texte schreiben, die meinen Arbeitgeber in einem möglichst guten Licht zeigen. Solange ich mir das noch leisten kann, möchte ich lieber Journalistin bleiben.
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Amtliches
Donnerstag, 8. Februar 2024 | Nr. 6
Baupublikationen
Grundwassernutzung zu Heiz- und Kühlzwecken Gemäss kantonalem Gesetz über Wasser, Boden und Abfall (GWBA, § 54) wird folgendes Vorhaben im Sinne von § 12 Abs. 1 der kantonalen Verordnung über Wasser, Boden und Abfall (VWBA) öffentlich aufgelegt: Bauherrschaft: Bernasconi Liegenschaften AG, Postfach 226, 4601 Olten Objekt: Grundwassernutzung zu Heiz- & Kühlzwecken für neues Wohn- und Geschäftshaus Turuvani
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N OT FA L L N U M M E R N Polizei 117 Feuer-/Oelwehr 118 Sanitätsnotruf 144 REGA 1414 Vergiftungen 145 Ärztlicher Notfalldienst 0848 112 112 (Zuerst immer Hausarzt anrufen!) Kindermedizinische Hotline 0900 627 321 Zahnärztlicher Notfalldienst 0848 004 500 (Zuerst immer Hauszahnarzt anrufen!) Notfallapotheke Sonntag, 11. Februar Apotheke-Drogerie Kurz, Trimbach 062 293 34 88 Spital Olten 062 311 41 11 Spital Aarau 062 838 41 41 Spital Zofingen 062 746 51 51 Spital Langenthal 062 916 31 31 Tierarzt Notfall 062 213 05 55 Pannenhilfe TCS 140 Dargebotene Hand 143 Störungsdienst Strom/Gas/Wasser Bürozeiten 062 205 56 56 Pikettdienst 062 205 56 05
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Nr. 6 | Donnerstag, 8. Februar 2024
Musikschule ist in der Poleposition KAPUZINERKLOSTER Weder Kunstmuseum noch Bibliothek: Das Kloster soll nach dem baldigen Auszug der Kapuziner von der Musikschule genutzt werden. Nachdem Anfang des vergangenen Jahres bekannt geworden war, dass die Kapuziner Anfang Mai 2024 ihr 1647 bis 1649 erbautes Kloster in Olten verlassen müssen, hat die Stadt Olten ihr Interesse am Gebäude mit Gartenanlage in der Stadtmitte, das eine wichtige Chance für die Stadtentwicklung bietet, angemeldet. In der Zwischenzeit haben der Kanton als Besitzer und die Einwohnergemeinde eine Absichtserklärung unterzeichnet: Die Einwohnergemeinde beabsichtigt, das Grundstück im Baurecht zu übernehmen und die Gebäude käuflich zu erwerben, um diese weitgehend für öffentliche Zwecke zugunsten der Stadtbevölkerung zu nutzen. Sie will damit Einfluss auf die Entwicklung des Areals an sehr zentraler Lage nehmen; der Kanton wiederum will sicherstellen, dass die Liegenschaft weiterhin im öffentlichen Interesse genutzt, bewirtschaftet und unterhalten wird. Die Einwohnergemeinde hat zudem eine Machbarkeitsstudie bei der «intosens ag – urban solutions», Zürich, zur Potenzialabklärung des Areals in Auftrag gegeben. Im Rahmen dieser Studie wurde kürzlich ein Echoraum mit der Begleitkommission Innenstadt, in der neben den Fraktionen des Gemeindeparlaments auch Vertretungen aus den Bereichen Stadtentwicklung, Immobilienbewirtschaftung, Gewerbe und Altstadtkommission vertreten sind, durchgeführt. Nach einer Vorstellung des Klostergeländes in digitaler Form wurde auf die Vorgaben des Denkmalschutzes hingewiesen: Die Klosteranlage steht unter kantonalem und nationalem Schutz. Die Denkmalpflege erlässt Vorgaben bei allfälligen Anpassungen an den Klostergebäuden, die punktuell in kleinem Umfang möglich sind.
Beibehaltung der Klosterkapelle
Die Einwohnergemeinde hat durch «intosens» verschiedene städtische Nutzungen überprüfen lassen, begleitet allen-
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TIERISCHES OLTEN
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Die Musikschule würde gut ins Kloster mit seinen vielen kleinen und wenigen grossen Räumen passen. (Bild: Archiv Achim Günter) falls durch ergänzende Nutzungen, während sich bei einer Nutzung durch Dritte die Frage stellt, inwiefern sich die Einwohnergemeinde in solche einbinden lassen soll. Von Seiten der Einwohnergemeinde und des Kantons sind zudem eine Zugänglichkeit der Gartenanlage und eine Beibehaltung der Klosterkapelle als geweihte Kirche und der Grabesruhe des Friedhofs der Kapuziner Voraussetzungen. Der Begleitkommission wurden aufgrund der bisherigen Abklärungen drei mögliche städtische Nutzungen präsentiert: als Kunstmuseum, als gemeinsamer Standort von Stadt- und Jugendbibliothek sowie als Musikschule. Dabei herrschte Einigkeit, dass sich das Kloster von den Raumgrössen und -anforderungen her sowie aufgrund des fehlenden Depots nicht als neuer Standort für das Kunstmuseum eignet. Während eine Bi-
bliothek aufgrund des öffentlichen Charakters als Nutzung grundsätzlich passt, stimmen die Anforderungen der Bibliothek an die Räumlichkeiten nicht mit dem Bestand des Klosters überein: Es fehlen unter anderem grosse, übersichtliche Räume und eine behindertengerechte Erschliessung.
Akustik als grösste Herausforderung
Am meisten Zuspruch fand im Echoraum die Zusammenführung der heute an mehreren Standorten angesiedelten Musikschule, die gut in die Raumtypologie des Klosters mit vielen kleinen Zimmern und wenigen grossen Räumen für Konzerte und Ensembles passen würde. Eine Herausforderung stellt bei diesem Szenario die Raumakustik dar. Zudem gilt es, die eingeschränkte Öffentlichkeit – immerhin besucht aktuell rund ein Drittel der Oltner Schulkinder
die Musikschule – mit ergänzenden öffentlichen Nutzungen in der Kirche, in den Ökonomiegebäuden und im Garten auszugleichen. Dies im Sinne eines Klosters als sogenannten Dritten Ort, wo man sich trifft und begegnet. An den Tischrunden wurden zudem mögliche Drittnutzungen der Klosteranlage diskutiert, welche – sofern im Einklang mit den Vorstellungen des Kantons als Besitzer – natürlich mit zusätzlichen Kosten und Risiken verbunden wären und bei denen sich die Frage nach der Rolle der Stadt stellen würde. An einem weiteren, Ende März geplanten Echoraum sollen die ersten Ergebnisse, unter anderem im Blick auf die ergänzenden öffentlichen Nutzungen, zu Handen des Stadtrates vertieft werden. sko
GEBURTSTAGE Der Stadtanzeiger gratuliert den folgenden Jubilarinnen herzlich zum Geburtstag: 8.2. Rosa Marie Ulrich-Kölliker, 90 Jahre 9.2. Rosemarie Wernli, 95 Jahre
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Erfolgreiche, sehr gut besuchte Filmtage
UKRAINE-FILMTAGE Sieben Filme zeigten Ende Januar Bilder eines Landes, in dem die Menschen seit bald zwei Jahren im Ausnahmezustand Krieg leben. Bilder des Schreckens, aber auch vom unbändigen Willen, frei zu sein. Die Besuchenden konnten in eine Filmwelt eintauchen, die selbst in Kriegszeiten vielseitige Filme schafft.
IN MEMORIAM ANDREAS WALSER, Dulliken, gestorben am 23. Januar, 73-jährig. ROMANO ZWEIACKER, Olten, gestorben am 30. Januar, 68-jährig.
SILVIA PETRELLI
Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk, Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Basel, eröffnete die Filmreihe des Vereins Lichtspiele Olten im Kino Capitol am ersten Abend mit einer Einführung. Die ukrainische Banduristin und Sängerin Sviatoslava Luchenko führte am zweiten Filmtag durch die Geschichte der Ukraine. Zu einzelnen Epochen spielte sie Lieder auf der Bandura, dem ukrainischen Nationalinstrument, das seit Jahrhunderten als Symbol gegen jegliche Unterjochung gilt. Mit ihrem Vortrag zeigte sie die Hintergründe zum Maidan auf und führte das Publikum zum Filmthema hin. Wie erleben Jugendliche im Donbass ihren Alltag, der seit 2014 von Bombardements und Gewehrsalven geprägt ist? Wo bleibt ihre Hoffnung und ihr Wunsch nach einem guten Leben? Was, wenn Krieg alle Hoffnungen zerschlägt? Im Anschluss an den Film über fünf Jugendliche diskutierten am dritten Filmabend Clea Wanner, Filmwissenschaftlerin und Slawistin, Universität Basel, Michael
HILDEGARD HUNZIKER-PIRKER, Olten, gestorben am 31. Januar, 86-jährig. BERTHA SCHNIDRIG-LUSSI, Olten, gestorben am 31. Januar, 93-jährig.
Im Gespräch nach dem Film «We will not fade away»: (v.l.) Michael Roffler, Clea Wanner, Franz Derendinger und Anzhelika Marchenko. (Bild: Beate Hasspacher) Roffler, Slawist, NeSTU Netzwerk Schweiz-Transkarpatien/Ukraine, und Franz Derendinger, Programmkommission Lichtspiele, unter Einbezug des Publikums zum Thema. Scheinbar weitab von den Grauen des Krieges gibt es das Leben der Menschen, die seit Jahrhunderten von der Schafzucht leben. Ein Film zeigte am vierten Filmabend einfühlsam, wie in den Karpaten, im Grenzgebiet Ukraine, Polen und Rumänien, Hirten leben. Eine Existenz im Wandel der Zeiten. Am fünften und letzten Filmabend der Reihe gab es die Gelegenheit zum Austausch mit Vertreterinnen des 2402forum, Zürich.
Die Filmtage waren sehr gut besucht, sowohl von Menschen aus der Schweiz als auch solchen aus der Ukraine. Den Besuchenden wurden vertiefte Kenntnisse über die Geschichte und die aktuelle Situation in der Ukraine vermittelt. Die Veranstaltungen schufen Kontakt zwischen Geflüchteten und Schweizerinnen und Schweizern und trugen zu einem vertieften Bild der Ukraine, der Kraft ihrer Kultur und der Menschen, die dort oder hier unter uns leben, bei. Es gab viele positive Reaktionen. Die Filmtage konnten die Ukraine in verschiedenen Aspekten zeigen und die Aufmerksamkeit für das aktuelle Ge-
schehen wachhalten. In Erinnerung bleiben werden die berührenden Zeichen von Trauer und Sorge, ausgedrückt aus direkter Betroffenheit der Geflüchteten und als Zeichen von Mitgefühl und Solidarität der Zuschauerinnen und Zuschauer, die aus naher und fernerer Umgebung zu den Filmvorführungen kamen. Ebenso die Rückmeldung von Geflüchteten, dass sie sich durch die Filmtage wahrgenommen, gesehen und gehört fühlten. Unterstützt wurde der Verein Lichtspiele Olten von NeSTU, 2402forum Zürich, Universität Basel, Ukrainian Research in Switzerland, Kalyna (Ukraine-Netzwerk Region Olten).
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Donnerstag, 8. Februar 2024 | Nr. 6
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Nr. 6 | Donnerstag, 8. Februar 2024
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Ein bunter Strauss für Migranten DULLIKEN Der Pfarrkreis Dulliken der Evangelisch-Reformierten Kirche Olten hat ein beachtliches Angebot für Menschen mit Migrationshintergrund geschaffen. Treibende Kraft dahinter ist Pfarrer Sascha Thiel.
fünf Nationen verantwortet wird. Die Gemeinde Dulliken würdigt das Engagement der Kirche mit jährlich 5000 Franken.
Rassismus an der Wurzel packen
CASPAR REIMER
I
n unserem nördlichen Nachbarland sind in diesen Tagen Menschen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auf die Strasse gegangen. Bei den lauten Tönen in Politik und Medien gehen die scheinbar kleineren Dinge oft unter, wie etwa die vielen Menschen, die sich auf lokaler Ebene für das Zusammenleben von Kulturen, Nationen und Ethnien einsetzen. So auch in der Region Olten, konkret in Dulliken, wo sich die Evangelisch-Reformierte Kirche stark in diesem Bereich engagiert. Pfarrer Sascha Thiel, der unter anderem einen Hochschulabschluss «Migrationssensibles Handeln» in der Tasche hat, zeichnet in seiner Kirche für die Arbeit mit Migrantinnen und Migranten verantwortlich: «Rechtspopulistische Kreise bedienen zunehmend erfolgreich das Narrativ von der Migration als Wurzel aller Probleme», sagt der 52-Jährige. Dies geschehe oft in Kombination mit einem probleSascha Thiel. matischen Verständnis des Begriffes Integration. Der gehe davon aus, «es gäbe in unseren westeuropäischen Gesellschaften ein
Kultur geht auch durch den Magen – wie beim multikulturellen Kochen im November 2023. (Bild: ZVG) homogenes gesellschaftliches Ganzes», in welches Auswärtige assimiliert werden müssten.
Vielfältiges Angebot
Das Angebot in Dulliken geht von Deutschkursen über multikulturelle Treffen und Aktivitäten bis zu Seminaren zum Thema Anti-Rassismus. «Unser Engagement als Pfarrkreis ist aus dem Bedürfnis von Migrantinnen und Migranten selbst erwachsen, die uns fragten, welche Angebote wir als Kirche hätten, um besser Deutsch zu lernen», berichtet
Fondue im Schützenhaus LOSTORF Die Männerriege Lostorf traf sich kürzlich zum FonduePlausch im Schützenhaus. Traditionell im Januar trafen sich die Lostorfer Männerturner mit ihren Partnerinnen im Schützenhaus Lostorf zu einem gemütlichen Fondue-Plausch. Alle waren sehr erfreut, dass dieser tolle Anlass wieder stattfand. Nach dem Stehapéro wurden die Plätze bezogen. Der Austausch war sehr angeregt, bis das Fondue auf die Tische serviert wurde. Unter der Leitung vom Käser-Fachmann Sepp Egli wurde der Männerriegen-Familie ein herrliches Fondue serviert. Die dazugehörigen Schnäpse schmeckten auch sehr gut, und die Stimmung wurde immer besser. Präsident René Peier dankte den Frauen für die verschiedenen Desserts und natürlich den Helfern in der Küche. Nach Mitternacht pilgerten die Turner und INSERAT
Sascha Thiel. Im Jahr 2020 war’s, als er versuchte, das Sprachcafé von Esther Bischof, der Integrationsbeauftragten der Einwohnergemeinde Dulliken, zu unterstützen, indem er Menschen mit Migrationshintergrund zu dieser Veranstaltung begleitete. «In Kooperation mit Einwohnergemeinde und Gemeindebibliothek habe ich innert weniger Wochen die ersten 15 Freiwilligen gewinnen und vorbereiten können, wobei der konkrete Start des Projektes dann erst nach dem Lockdown stattfand. Seitdem findet das Programm durchgängig statt.» Im
vergangenen Jahr sind in 20 Trainings – insgesamt 483 Lektionen – Menschen in der deutschen Sprache durch 22 Freiwillige trainiert sowie deren Kinder betreut worden. Weiter gehört zum Angebot Migration die einmal monatlich stattfindende Veranstaltung unter dem Titel «Internationaler Treff» – ein multikulturelles Beisammensein bei Kaffee und Kuchen, das nächste Mal am Mittwoch, 21. Februar, um 19 Uhr. An vier Abenden ist bereits das Multikulturelle Kochen durchgeführt worden, das von fünf Personen aus
(Bild: ZVG)
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NEWS
S P - A MT E I W I R BT F Ü R 1 3. A H V- R E N T E
deren Begleiterinnen wieder nach Hause zurück. eml
Das Küchenteam mit (v.l.) Fritz Günter, Ruedi Mollet, Bruno Bächler, Käsermeister Sepp Egli sowie Präsident René Peier.
Was Antrieb und Motivation sei, sich in diesem Bereich zu engagieren? «Uns ist es ein Anliegen, etwas zur Entwicklung unserer Dörfer beizutragen. Integrationsarbeit verstehen wir dabei als gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Wie finden wir uns – als sich permanent wandelnde Gesellschaft – zurecht?» Zum andern hebt Thiel den Gedanken von Vielfalt und Heterogenität, «als Wesenskern des Evangeliums», hervor. So besuchten Interessierte mit anderer Religionszugehörigkeit die verschiedenen Veranstaltungen. Rund 120 Freiwillige engagierten sich in der Kirche, darunter Menschen mit sunnitischem, alewitischem und buddhistischem Glauben. Zur Migrationsarbeit gehört in Dulliken auch die Sensibilisierung zum Thema Rassismus: Einmal jährlich organisiert der Pfarrkreis – unter anderem in Kooperation mit dem SRK Solothurn – eine Weiterbildung zum Thema Anti-Rassismus und Zivilcourage für Freiwillige und Angestellte. Dabei gehe es etwa darum, in Westeuropa «implementierte rassistische Denk- und Verhaltensmuster» zu erkennen. Dazu gibt Sascha Thiel ein Beispiel: «Jim Knopf» – der Protagonist in der Geschichte von Michael Ende – sei zwar sympathisch dargestellt, «schafft es aber bis zum Ende der Serie nicht, lesen zu lernen. Vieles mehr wäre hier zu nennen, was postkolonialistische Denkmuster auch unserer Generation mitbedingt. Solche Muster zu entlarven ist der Fokus unserer antirassistischen Workshops.»
EGERKINGEN
Mann mit Deliktsgut angehalten
OLTEN Kürzlich engagierten sich Vertreter der SP Amtei Olten-Gösgen und der Jungen SP für ein Ja zur Vorlage für eine 13. AHV-Rente. Sie würde gemäss ihnen «endlich auch denen eine bessere Altersvorsorge ermöglichen, die es wirklich nötig haben». An einem Stand vor der Stadtkirche konnten zudem auch die Gründe für ein Nein zur «1 zu 85-Initiative» erfahren werden. 150 Stellen beim Kanton abbauen, obwohl jetzt schon einer der schlänksten kantonalen Verwaltungen, ergäbe nach Meinung der SP-Vertreter «sicher schlechtere Leistungen für die Bürgerschaft». Auf dem Bild sind (v.l.) John Steggerda, Peter Moor und Urs Huber sowie Beda Küttel von der Jungen SP zu sehen. (Text: MGT/SAR; Bild: ZVG)
LESERBRIEF
Ja zur Anbindung Olten Südwest in die Innenstadt Das Quartier Olten Südwest ist kompliziert zu erreichen. Wer zu Fuss oder mit dem Velo von der Innenstadt kommt und das Bloomell Coffeehouse oder das Zementi-Schulhaus aufsuchen möchte, muss sich durch den engen Rötzmatttunnel «zwängen», die vielbefahrene ERO überqueren oder grössere Umwege auf sich nehmen. Auch der Bahnhof Hammer macht für Zugfahrende, welche zum Beispiel ins neue Bornfeld-Quartier oder an einen Hockeymatch im Kleinholz gehen wollen, überhaupt keinen
Sinn, weil es schlicht keinen Ausgang in Richtung Westen gibt. Damit ist Olten Südwest heute ein von der Innenstadt abgetrenntes Quartier. Nun ergibt sich für die Stadt Olten die einmalige Möglichkeit, gemeinsam mit der SBB, diese Anbindung zu realisieren. Mit einer breiten Velo- und Fussgängerverbindung, vom Hammerquartier, unterhalb der Geleise und ERO direkt ins Südwest-Quartier. Wer die Quartiere in Olten jetzt verbinden will, muss am 3. März Ja zur «Stadtteilverbindung Hammer» abstimmen. Beat Bachmann, Mitglied Gemeindeparlament EVP, Olten
Am Donnerstag, 1. Februar, meldete eine Fahrzeugbesitzerin kurz nach 8 Uhr, dass sie an der Bahnhofstrasse in Egerkingen soeben einen Mann in ihrem Auto überrascht habe. Dieser sei nun in Richtung Bahnhof geflüchtet. Unverzüglich leitete die Polizei eine Fahndung ein, worauf der Mann angehalten werden konnte. Dieser hatte mutmassliches Deliktsgut bei sich. Gemäss ersten Abklärungen handelt es sich um einen 18-jährigen Marokkaner. Dieser wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen. pd
OLTEN
Sportchef Grieder verlässt den EHC Olten Sportchef Marc Grieder wird den EHC Olten nach sechs Jahren per Mitte 2024 auf eigenen Wunsch verlassen. Grieder wird eine neue Herausforderung annehmen. Bis Mitte 2024 soll Marc Grieder seine Funktionen beim EHCO in gewohnter Weise weiterführen. Über die Nachfolge informiert pd der EHC Olten zu gegebener Zeit.
OLTEN
EHCO: Silvan Wyss verlängert Der EHC Olten hat den Ende Saison auslaufenden Vertrag von Verteidiger Silvan Wyss um ein weiteres Jahr verlängert. Wyss steht in seiner siebten Saison beim EHCO. Der 30-jährige Wyss hat in der aktuellen Spielzeit den Wechsel vom Angriff in die Verteidigung hervorragend gemeistert und sich in der Defensive der Powermäuse schnell als wichtige Teamstütze etabliert. pd
Steuertipps Ausländisches Vermögen ist deklarationspflichtig. Nicht immer denken Steuerpflichtige daran, ihre ausländischen Vermögenswerte in der Steuererklärung aufzuführen. Das kann teuer werden. Carolin Frei In den meisten Ländern der EU-Mitgliedstaaten müssen Steuerzahler ausländisches Vermögen in ihrer Steuererklärung angeben – so auch in der Schweiz. Dies umfasst Bankkonten, Wertpapiere, Immobilien und andere Vermögenswerte, die ausserhwalb des jeweiligen Landes gehalten werden. Die Angabe von ausländischen Vermögen dient der Transparenz und der Vermeidung von Steuerhinterziehung. Viele Länder haben Abkommen zum automatischen Informationsaustausch unterzeichnet. Dadurch wird die Steuerehrlichkeit gefördert und die Einhaltung der Steuergesetze sichergestellt. Unwissen oder Absicht? «Nicht immer werden jedoch ausländische Vermögen in der Steuererklärung aufgeführt, sei dies von Schweizern oder Ausländern, die in der Schweiz wohnhaft sind», sagt Marc Beuggert, Betriebsökonom HF und Treuhänder bei der Treuhand intax AG in Baden. Dies sei teilweise auf Unwissen zurückzuführen, da das Vermögen ja im Ausland versteuert werde, so der Experte. Bekanntlich schützt Unwissen vor Strafe nicht. Im Vergleich zur Strafe, die kein Kavaliersdelikt darstellt, ist die Steuer, die wegen des ausländischen Vermögens anfällt, minimal. «Ein Beispiel: Wenn ein Ehepaar 200 000 Franken Vermögen in der Schweiz und eine Million Euro auf einer deutschen Bank deponiert hat, fallen bei der Steuerabrechnung nur um die 200 Franken an.»
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Das ausländische Vermögen werde ausschliesslich zur Bestimmung des Steuersatzes herangezogen, in diesem Fall auf die Gesamtsumme von 1,2 Millionen Franken. Der ermittelte Steuersatz wird jedoch nur auf das inländische Vermögen angewendet. «Irgendwann kommt es immer heraus, wenn man im Ausland nicht deklariertes Vermögen hat – spätestens dann, wenn man etwa die Immobilie veräussert und den Erlös aufs Schweizer Konto überweisen lässt oder wenn die Nachkommen das Erbe antreten. Das kann unschön enden», weiss Beuggert aus Erfahrung. Denn es müssten nicht nur Nachsteuern samt Zins und Zinseszinsen zu bezahlen sein. Im schlimmsten Fall werde ein Steuerhinterziehungsverfahren eingeleitet. «Transparenz in Steuersachen zahlt sich definitiv aus», betont Beuggert. Keine Doppelbesteuerung Die Doppelbesteuerung zwischen der Schweiz und der EU ist durch verschiedene bilaterale Abkommen geregelt. Die Schweiz hat mit den meisten EU-Mitgliedstaaten Abkommen zur Vermeidung
der Doppelbesteuerung abgeschlossen, die sicherstellen, dass Einkommen und Vermögen nicht in beiden Ländern besteuert werden. Diese Abkommen regeln unter anderem die Aufteilung des Besteuerungsrechts zwischen den beiden Ländern und enthalten Mechanismen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung, wie zum Beispiel die Anrechnung von Steuern, die im anderen Land gezahlt wurden. Die genauen Regelungen können je nach dem konkreten Abkommen zwischen der Schweiz und dem betreffenden EU-Mitgliedstaat variieren.
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Nr. 6 | Donnerstag, 8. Februar 2024
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Bundesordner rockt Olten Gründliche Reinigung TRIMBACH Jedes Reservoir der «a.en» wird mindestens einmal jährlich gründlich gereinigt. Vor einigen Tagen erhielt das Reservoir Graben in Trimbach seinen «Frühlingsputz».
OLTEN Die Oltner Kabarett-Tage präsentierten am 31. Januar den Bundesordner, eine Produktion des Casinotheaters Winterthur. Im ausverkauften Stadttheater zeigten die neun Künstlerinnen und Künstler ihre vielfältigen Talente in Form mitreissender Musik, pointierter Texte und eines kreativen Bühnenbildes. Am Ende jedes Jahres werden wichtige Dokumente im berühmt berüchtigten Bundesordner DIN A4 abgeheftet. Auch das Casinotheater Winterthur schaut auf die Ereignisse der letzten zwölf Monate zurück: Ein König wurde gekrönt, ein Bundesrat trat zurück, es fanden Wahlen statt, Banken verschwanden und Politiker sind verstorben. Anet Corti, Kathrin Bosshard, Jess Jochimsen, Jane Munford, Resli Burri und Pascal Dussex (Les Trois Suisses), Dominik Muheim, Sebastian Ryser und Fine Degen zeigten im Stadttheater Olten ihre satirische Sicht auf das letzte Jahr.
Barbie, Puppen und Politik
Alles in rosa: Im Zeichen der Barbification wurde in Olten ein neues Spielzeug präsentiert: Pfarbie. Wie bringt man Mädchen dazu, sich mit Kirche zu befassen? Indem man eine rosa Pfarrer/Bischof-Puppe auf den Markt wirft. Dominik Muheim kommentiert die Bundesratswahl als Marathon-Rennen – und plötzlich wird es spannend. Mit vollem Flügeleinsatz: Jane Mumford erklärt als Berlusconi im Himmel – umringt von sexy Engeln –, was eine richtige Frau ist. Wie schon im letzten Jahr ist Anet Corti wieder als Giorgia Meloni
Der CS-Skandal wurde pointiert erklärt. (Bild: Dieter Graf ) am Mikrofon. Sie macht mit ihrem Kater Benito Ferien in Lampedusa und versucht, einen Kriminalfall zu lösen, bis sie selbst zum Problemfall wird. Die Puppenspieler Kathrin Bosshard und Sebastian Ryser lassen unter anderem die fast ausgestorbenen Waldrappen wieder aufleben. Statt dass die markanten Kahlkopf-Vögel vom Zoo in die Freiheit fliegen, diskutieren sie über ihre intrinsischen Absichten und üben Kapitalismuskritik. Die beiden Puppenspieler lassen Flexitarier-Wölfe über Lifestyle-Ernährung tratschen und fliegen mit Ernie und Bert von der Sesamstrasse durch verschiedene Universen. Jess Jochimsen schildert die Niederungen des deutschen Politbetriebs und meint, in der Schweiz würde nie ein Politiker die Telefonnummer einer ihm misslie-
bigen Sozialarbeiterin veröffentlichen. Die Spoken-Word-Künstlerin Fine Degen schildert, wie sie kürzlich über ein Machtgefälle gestolpert ist. Vom Banken-Requiem zum Banken-Rap: Der CS-Skandal wird mit sattem Sound von Resli Burri und Pascal Dussex sowie passender Choreografie pointiert erklärt. Der Bundesordner 2023 war Kabarett von Besten und machte Lust auf mehr: Nur noch drei Monate warten, und ab Mai wird Olten wieder zur Kabarett-Hauptstadt der Schweiz. Als Auftakt findet am 3. und 4. Mai die Verleihung des internationalen Kabarettpreises Salzburger Stier statt, und vom 22. Mai bis 1. Juni steht die Stadt Olten im Zeichen der Oltner Kabarett-Tage. mgt
Für die Wasserversorgung von Olten und Trimbach betreibt die Aare Energie AG (a.en) fünf Reservoire, zwei davon auf Stadtgebiet von Olten und drei in Trimbach. Die fünf Reservoire mit elf Kammern haben insgesamt ein Fassungsvermögen von 12 200 Kubikmetern (bei einer mittleren Wasserbereitstellung von rund 6500 Kubikmetern pro Tag). Die Reservoire dienen – nebst der Trinkwasserversorgung der Konsumentinnen und Konsumenten – der Druckhaltung im Netz sowie zur Löschwasserreserve. Das Reservoir Föhrenwald ist mit 4300 Kubikmetern das grösste. Das 1950 erstellte Reservoir Graben in Trimbach fasst 1000 Kubikmeter. Die Reservoire bilden – zusammen mit den Pumpwerken und dem Leitungsnetz – einerseits das Rückgrat jeder Wasserversorgung, verursachen andererseits aber auch hohe Fixkosten.
Jährliche Reinigung
Jedes Reservoir wird mindestens einmal jährlich zur Reinigung komplett entleert. Die Reinigung erfolgt in mehreren Stufen: Die «a.en»-Mitarbeiter spülen das Reservoir ausgiebig mit Wasser, desinfizieren es und wiederholen den Spülvorgang. Nach der anschliessenden Befüllung werden erst bakteriologische Proben genommen, bevor das Reservoir wieder ans Netz genommen wird. Die Reinigung des Reservoirs Graben nahm für zwei Mitarbeiter etwa drei Tage in Anspruch.
Wasser für 30 000 Menschen
Das von der «a.en» in der Schutzzone Gheid geförderte Wasser wird als «Hahnenburger» in die Haushaltungen von Olten und Trimbach sowie «en gros» nach Starrkirch-Wil und an den Zweckverband Wasserversorgung Unterer Hauenstein geliefert. Notverbindungen bestehen derzeit nach Wangen und Winznau. Im vergangenen Jahr wurde – infolge dortiger Bauarbeiten – während knapp sieben Monaten die Gemeinde Wangen von der «a.en» mit Trinkwasser pd versorgt. w w w. a e n . c h
w w w. k a b a re t t . c h
Lebhafte Abstimmungsdebatte
OLTEN Zwei Gastreferenten – ein National- und ein Kantonsrat – wohnten der GV der SVP Olten bei. Sie hielten Referate zu bevorstehenden Volksabstimmungen.
An der diesjährigen Generalversammlung der SVP Olten konnte Präsident Robin Kiefer eine beachtliche Schar Mitglieder sowie zwei Gastreferenten begrüssen. Das offizielle Programm wurde speditiv abgehandelt und dabei einige formelle Anpassungen an den Vereinsstatuten vorgenommen. Viel zu reden gaben dann die Referate zu den Volksabstimmungen im kommenden März. Dem FDP-Kantonsrat und Fraktionschef Markus Spielmann oblag es, die «1:85-Initiative» vorzustellen, die zum Ziel hat, die sich überproportional aufblähende Solothurner Kantonsverwaltung auf eine verhältnismässige Grösse zu beschränken. Die SVP Stadt Olten sprach sich klar dafür aus, da die Verwaltung, wohlgemerkt ohne Spital - und Schulpersonal, aktuell doppelt so schnell wächst wie die kantonale Bevölkerung, was die Finanzen in Schieflage bringt. Mehr zu reden gab dann die 13. AHV-Rente. SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann überzeugte eine grosse Mehrheit der Anwesenden, die Nein-Pa-
Die Reinigung des Reservoirs Graben in Trimbach nahm für zwei Mitarbeiter etwa drei Tage in Anspruch. (Bild: ZVG)
Erfolgreiches Geschäftsjahr
SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann (links) und FDP-Kantonsrat Markus Spielmann an der Generalversammlung der SVP Olten. (Bild: ZVG) role zu fassen, da die Initiative der SP seiner Meinung nach nicht die wirklich Bedürftigen unterstützen, sondern zu einer Umverteilung von den Armen hin zu den Reichen führen würde. Ein doppeltes Nein resultierte dann auch bei der Vorlage zum städtischen Krematorium. Im Vorfeld der Volksabstimmung von 2021 hatte sich einzig die SVP Stadt Olten für den Erhalt des Krematoriums auf dem Friedhof Meisenhard eingesetzt. Dieser klare Volksentscheid wird ihrer
Ansicht nach in der aktuellen Vorlage nicht genügend respektiert. Stattdessen wolle der Stadtrat die Sanierung der Abdankungshalle durchzwängen. Die Mitglieder der SVP Stadt Olten sind deswegen der Ansicht, dass die Oltnerinnen und Oltner die Möglichkeit erhalten sollten, unabhängig von der Sanierung der Abdankungshalle über die Sanierung des Krematoriums abstimmen zu können. Die SVP Stadt Olten werde sich dafür im Gemeinderat einsetzen. mgt/sar
Zahlreiche engagierte Diskussionen OLTEN Letzte Woche fasste die SP-Stadtpartei ihre Parolen zu den Abstimmungsvorlagen. Am vergangenen Mittwoch fand im Parlamentssaal im Stadthaus eine gut besuchte Parteiversammlung der SP der Stadt Olten statt, die vor allem der Diskussion der Vorlagen diente, die am 3. März zur Abstimmung kommen. Zu den beiden städtischen Vorlagen wurden Parolen gefasst. Der Stadtteilverbindung Hammer wurde einstimmig und mit voller Überzeugung zugestimmt. Zur Vorlage zum
Krematorium gab es eine konstruktive Diskussion. Volle Einigkeit herrschte, dass die Abdankungshalle renoviert werden soll. Die Mehrheit will auf den Ersatz des Kremationsofens verzichten. Eine Minderheit will ihn ersetzen. Eine lebhafte Diskussion gab es trotz klarer Ablehnung der Vorlage auf kantonaler Ebene zur 1:85-Initiative. Das Ziel der Vorlage, den Personalbestand zu begrenzen, ist laut der SP völlig systemwidrig, weil im Kanton die Verwaltung über Leistungsaufträge und Globalbudgets gesteuert wird. Eine zusätzliche Steuerungsgrösse führe zu einer überaus
problematischen «Überbestimmtheit». Es kam deutlich zum Ausdruck, dass die Vorlage als total untaugliches Vorhaben beurteilt wird. Auch die beiden eidgenössischen Vorlagen zur Altersvorsorge wurden engagiert diskutiert, wobei es keine Argumente gegen eine 13. AHV-Rente oder für die Heraufsetzung des Pensionierungsalters gab. Ausserhalb der Wahlgeschäfte wurde mit einfühlsamen Worten des Stadtpräsidenten Thomas Marbet der verstorbenen früheren Stadträtin Doris Rauber gedacht. mgt/sar
ROTHRIST 138 Millionen Franken, 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr – so viel Umsatz generierte die Rivella Group im Jahr 2023. Zulegen konnte die Schweizer Getränkeherstellerin sowohl im Heimmarkt wie auch im Ausland. Die Zahlen der Rivella Group für das letzte Jahr lassen sich sehen: 138 Millionen Franken Umsatz, ein Plus von 4,3 Prozent, 99 Millionen Liter verkaufte Getränke. Vielseitige Marketing- und Verkaufsaktivitäten, eine starke Präsenz an Veranstaltungen und die sonnigen Herbstwochen führten dazu, dass Konsumentinnen und Konsumenten im letzten Jahr vermehrt ein Rivella- oder Focuswater-Getränk wählten. Im Ausland wurden im letzten Jahr 31 Millionen Liter Getränke der Rivella Group verkauft. Trotz des schwachen Euros konnte die Unternehmung ihren Auslandumsatz um knapp vier Prozent steigern. Sehr positiv ist weiterhin die Entwicklung in den Niederlanden, dem wichtigsten Auslandmarkt. «Das Umfeld in den Niederlanden ist herausfordernd. Das Land kämpft mit einer starken Inflation und stark steigenden Preisen. Dass wir dort mit einem deutlichen Plus abschliessen, ist umso bemerkenswerter», erklärt Silvan Brauen, Rivella Co-CEO. Der Überflieger im Sortiment der Gruppe heisst einmal mehr Focuswater. «Die Nachfrage nach leichten Getränken mit Vitaminen und ohne Kohlensäure ist ungebremst», bestätigt Silvan Brauen. Die Lancierung der koffeinhaltigen Varietät «Kick» und die neue Partnerschaft mit der erfolgreichen Mountainbikerin und Olympiasiegerin Jolanda Neff haben der Marke zusätzlichen Schub verliehen.
Neue Arbeitsmodelle eingeführt
Die Rivella Group gehört zu den Top-Arbeitgebern der Schweiz. Unterstützt werden Jobsharing, Teilzeitpensen und Homeoffice zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Seit Mai 2023 teilen sich Silvan Brauen und der bisherige Geschäftsleiter Erland Brügger den CEO-Posten. Zusätzlich ist die Marketingleitung seit letztem Sommer auf zwei Frauen im Jobsharing aufgeteilt. Damit beweist die Unternehmung, dass moderne Arbeitsmodelle auch auf Geschäftsleitungsebene möglich sind.
Einsatz für eine intakte Umwelt
Bis 2030 will die Rivella Group ihren CO2-Fussabruck halbieren und bis 2050 das Netto-Null-Ziel erreichen. Mit dem vorzeitigen Ersatz der Eiswasser- und Druckluftanlagen konnte der Stromverbrauch im letzten Jahr deutlich reduziert werden. Der verwendete Strom stammt ausschliesslich aus nachhaltiger Wasserkraft und seit 2023 zusätzlich aus der eigenen Photovoltaikanlage auf den Fabrik-Dächern. Im abgelaufenen Jahr hat die Rivella Group acht Millionen Franken in ihren Produktionsstandort in Rothrist investiert. Bis 2025 wird eine bestehende Abfüllanlage durch eine neue, energieeffizientere ersetzt. Zudem sind umfassende Massnahmen zur Wärmerückgewinnung geplant. Als Gründungsmitglied der Branchenorganisation RecyPac unterstützt die Unternehmung den Aufbau eines Kreislaufsystem für Kunststoff-Verpackungen. Diese Engagements zahlen sich aus: Die Rivella Group wurde vom Institut Link mit dem ersten Rang im Top Brand Award im Bereich Corporate Social Responsibility in der Kategorie Konsumgütermarken ausgezeichnet. pd
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Kino
Donnerstag, 8. Februar 2024 | Nr. 6
Premieren vom 8. Februar bis 14. Februar Olten / Oftringen / Aarau Night Swim
eine Beziehung entwickelt, wird Adam von Erinnerungen an die Vergangenheit heimgesucht und findet sich in der Vorstadt wieder, in der er aufgewachsen ist, und im Haus seiner Kindheit, in dem seine Eltern (Claire Foy und Jamie Bell) zu leben scheinen, genau wie an dem Tag, an dem sie 30 Jahre zuvor gestorben sind.
Ein Film von Bryce McGuire Als Profisportler Ray Waller (Wyatt Russell, The Falcon and the Winter Soldier) seine Karriere aufgeben muss, zieht er mit seiner Frau und seinen Kindern in ein neues Haus mit Pool. Doch im Wasser lauert etwas Böses, das nur darauf wartet, die Familienmitglieder in die Untiefen eines unvorstellbaren Albtraums zu ziehen.
Nicolas Cage als glückloser Familienvater in «Dream Scenario». (Bild: Frenetic Films)
Aarau Dream Scenario
Ari Aster gezwungen, sich mit seinem neu gefundenen Ruhm auseinanderzusetzen.
Ein Film von Kristoffer Borgli Der glücklose Familienvater Paul Matthews (Nicolas Cage) muss feststellen, dass sein Leben auf den Kopf gestellt wird, als plötzlich Millionen von Fremden beginnen, ihn in ihren Träumen sehen. Doch als seine nächtlichen Auftritte eine alptraumhafte Wendung nehmen, ist Paul in dieser bitterbösen Komödie von Autor und Regisseur Kristoffer Borgli (Sick of Myself ) und Produzent
Aarau All of Us Strangers Ein Film von Andrew Haigh Eines Nachts hat Adam (Andrew Scott) in seinem fast leeren Hochhaus in London eine zufällige Begegnung mit dem mysteriösen Nachbarn Harry (Paul Mescal), die den Rhythmus seines täglichen Lebens durchbricht. Während sich zwischen den beiden
Warum ist der zwölfjährige Minato ständig bedrückt? (Bild: ZVG)
Aarau The Color Purple
Eine Mauer des Schweigens
Ein Film von Blitz Bazawule Mit «Die Farbe Lila» erzählt Warner Bros. Pictures die Geschichte der aussergewöhnlichen Freundschaft dreier Frauen, die das Schicksal untrennbar zusammengeschweisst hat. Regie bei dieser mutigen Neuauflage des beliebten Klassikers führte Blitz Bazawule («Black Is King», «The Burial of Kojo»). Produziert wurde der Film von Oprah Winfrey, Steven Spielberg, Scott Sanders und Quincy Jones. In «Die Farbe Lila» sind Taraji P. Henson («Was Männer wollen», «Hidden Figures»), Danielle Brooks («Peacemaker», «Orange Is the New Black»), Colman Domingo («Ma Rainey’s Black Bottom», «Fear the Walking Dead»), Corey Hawkins («In the Heights», «BlacKkKlansman»), H.E.R. («Judas and the Black Messiah», «Die Schöne und das Biest: Eine 30. Feier»), Halle Bailey («Arielle, die Meerjungfrau», «Grown-ish»), Aunjanue Ellis-Taylor («King Richard», «Beale Street») und Fantasia Barrino zu sehen. Letztere gibt in «Die Farbe Lila» ihr Debüt in einer grossen www.movies.ch Filmproduktion.
Im Horrorstreifen «Night Swim» verbreitet der Pool im Garten reichlich Schrecken.
(Bild: Universal Pictures International Switzerland)
LICHTSPIELE IM CAPITOL
die Veränderungen unserer Zivilisation. Gletscher schmelzen, Gipfel bröckeln. Aber nach Jahren des Massentourismus und der Ausbeutung findet ein Umdenken statt. Die Schweizer Regisseurin Dominique Margot porträtiert in ihrem neuen Dokumentarfilm Forscherinnen, Künstler und Bergsteigerinnen, die sich auf neue, unbekannte Weisen mit dem Gebirge auseinandersetzen.
Monster – Kaibutsu: 8. Februar und 13. Februar, 20.00 Uhr
Der zwölfjährige Minato ist ständig bedrückt und verhält sich zu Hause immer merkwürdiger. Für die alleinerziehende Mutter deutet alles darauf hin, dass sein Lehrer für Minatos Probleme verantwortlich ist, deshalb beschliesst sie, die Lehrkräfte der Schule zur Rede zu stellen. Dabei stösst sie auf eine Mauer aus Schweigen und höflicher Überanpassung. Doch dann wechselt der Regisseur Koreeda Hirokatsu die Erzählperspektive, in Anlehnung an den Filmklassiker «Rashomon» zeigt er das Geschehen von verschiedenen Seiten: zuerst durch die Augen des Lehrers und schliesslich Minatos. Dabei präsentiert sich die Wahrheit als immer komplexer und überraschender.
Antarctica Calling: 12. Februar, 20.00 Uhr
Die wenigen tausend Kilometer, die Patagonien vom Südpol trennen, bieten Entdeckern eine faszinierende und hypnotische Reise. Der Regisseur des «Marsches der Pinguine», Luc Jacquet, macht diese Erfahrung seit 30 Jahren. Diesmal kehrt er für ein visuell beeindruckendes Abenteuer zurück und bietet Bilder, die man mit Worten nicht vermitteln kann. Fast wie eine letzte Reise zu einem verschwindenden Kontinent fd und seinen Bewohnern. www.lichtspiele-olten.ch
Bergfahrt – Reise zu den Riesen: 10. Februar, 17.30 Uhr
In den Bergen, einst Sitz von Göttern und Dämonen, spiegeln sich aktuell
KI NOP R O G R A MM 15:20 (nur Do) / D
19:40 (ausser Fr), 20:10 (nur Fr) / D
Aarauerstr. 51
14
Argylle
Eine introvertierte Autorin von Spionageromanen wird in die Machenschaften eines finsteren Untergrund-Syndikats hineingezogen.
Aarauerstr. 51
12
Wo die Lüge hinfällt 14:30 (ausser Do+Fr) / D
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Ella und der schwarze Jaguar 20:20 (ausser Fr), 20:50 (nur Fr) / D
Olten KinoKoni 2 Aarauerstr. 51
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The Beekeeper
Der erbarmungslose Rachefeldzug eines Mannes wird zu einer nationalen Angelegenheit. 17:50 (nur Fr), 17:20 (ausser Do+Fr) / D
Olten KinoKoni 2 Aarauerstr. 51
14:40 (ausser Do+Fr) / D
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Die Chaosschwestern und Pinguin Paul
17:10 (nur Fr), 20:00/22:50 (nur Fr+Sa) / D
Night Swim
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20:00 (nur Mi) / D
17:30 (nur Sa) / Ov/d/f
Bergfahrt – Reise zu den Riesen Olten Lichtspiele im 20:00 (nur Mo) / Ov/d Capitol Antarctica Calling Ringstr. 9
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The Beekeeper
23:00 (nur Fr+Sa) / D
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Oftringen youcinema 3 12:30 (nur So) / D Zürichstr. 52 Eine Million Minuten 15:20 (nur So-Di) / D
Raus aus dem Teich
6 (10)
14:00 (nur Do) / D
Stockmann Oftringen Morgens macht sich Herr Stockmann youcinema 4 Eines auf den Weg zu seiner Joggingrunde. Zürichstr. 52 Ein Hund, der ihn für einen Stock hält, schnappt ihn und nimmt ihn mit.
19:40 (nur Do-Sa), 22:30 (nur Fr+Sa), 20:00 (nur So-Di) / D
10
17:20 (nur Fr+Sa), 17:30 (nur Mi) / D
6
13:30 (nur So) / D
0
Aquaman: Lost Kingdom
Raus aus dem Teich
Stockmann Oftringen youcinema 6 20:00 (nur Mi) / D Zürichstr. 52 Night Swim
Kasinostr. 13
16
14 (16)
Aarau Ideal 3
Kasinostr. 13
Aarau Ideal 4
Kasinostr. 13
Aarau Ideal 4
Kasinostr. 13
8
20:30 (ausser So, Mi), 20:15 (nur So) / D
16
Aarau Ideal 4
Kasinostr. 13
0:30 (nur So) / D
Aarau Ideal 1
Kasinostr. 13
Super Bowl
20:00 (nur Mi) / D
Madame Web 14:30 (ausser Mo+Di) / D
kinokoni.ch | info@youcinema.ch
Aarau Ideal 2
Kasinostr. 13
Raus aus dem Teich – 3D 17:15 (nur Do), 17:30 (nur Mi) / E/d/f
All of Us Strangers
12 (14)
Aarau Schloss 1 Schlossplatz
20:30 (nur Mi) / D
16
15:00 (ausser Mo-Mi) / D
6
The Beekeeper
Butterfly Tale – Ein Abenteuer liegt in der Luft
Patrick ist ein mutiger, einfallsreicher Teenage-Schmetterling, der nicht fliegen kann – aber davon lässt er sich nicht unterkriegen!
14:00 (nur Do) / D
The Holdovers Oftringen youcinema 5 17:30 (nur Do), 14:50 (nur Fr), 12:10 (nur So), Zürichstr. 52
17:10 (nur So-Di), 15:10 (nur Mi) / D
Raus aus dem Teich
19:50 (nur Do-Sa), 19:40 (nur So-Di) / D
Argylle
Oftringen 17:10 (nur Fr) / D youcinema 5 Wo die Lüge hinfällt
12
6
14 (16)
17:00 (nur Fr) / D
10
14 12 16
6
14:30 (nur Sa) / D
8
14
Oftringen 17:00 (nur Sa) / D youcinema 5 Night Swim
14 (16)
Zürichstr. 52
14:30 (nur So-Di) / D
6
17:40 (nur Mi) / D
12
Aquaman: Lost Kingdom Oftringen youcinema 5 20:20 (nur Mi) / D Zürichstr. 52 Bob Marley: One Love
Kasinostr. 13
Eine Million Minuten 20:00 (ausser Do) / D
14
17:00 (nur Sa) / E/d/f
12
17:30 (nur So) / D
16
Argylle
The Holdovers
23:00 (nur Fr+Sa) / D
Ella und der schwarze Jaguar
Aarau Ideal 2
Aarau Ideal 2
Kasinostr. 13
Dream Scenario 18:00 (nur Mo+Di) / Dialekt
Bon Schuur Ticino 14:30 (ausser Mo-Mi) / D
Aarau Ideal 3
Kasinostr. 13
16
Mean Girls – Der Girls Club 17:15 (nur Do), 20:15 (nur Do, Mo+Di), 20:00 (nur Fr-So), 17:30 (nur Mi) / D
Eine Million Minuten
6 (10)
Aarau Schloss 2 Schlossplatz
20:30 (nur Do), 17:30 (nur Fr), 18:00 (nur Mo+Di), 17:45 (nur Mi) / D 16
Dream Scenario 20:30 (nur Fr-So) / D
14 (16)
17:15 (nur Sa+So) / E/d/f
16
15:00 (nur Mi) / D
6
20:15 (nur Mi) / D
10
15:00 (ausser Mo-Mi) / D
6
20:30 (ausser So), 17:45 (nur Sa), 17:20/20:00 (nur So) / D
12
Night Swim
Poor Things
Wish
Eine Million Minuten Wish
Wo die Lüge hinfällt 17:20 (nur Fr) / D
Schlossplatz
Aarau Freier Film
Laurenzvorstadt 85
10 (12)
Kasinostr. 13
Aarau
All of Us Strangers 17:30 (nur Sa) / D
Dream Scenario
20:00 (nur Do, Mo) / E/d/f 20:00 (nur Sa, Mi), 17:20 (nur So) / D
The Color Purple
Wo die Lüge hinfällt
16
Aarau Freier Film
Laurenzvorstadt 85
12 (14)
6
12 (14) 12
20:00 (nur Fr, Di), 17:30 (nur Sa), 20:30 (nur So) / D 16
All of Us Strangers 20:00 (nur Do) / Ov/d/f
6
20:00 (nur Fr) / Ov/d/f
16
20:00 (nur Sa) / F/d
8 (12)
Bergfahrt – Reise zu den Riesen The Breaking Ice
Un métier sérieux
Freier Film 19:30 (nur So) / Ov/d 10 Laurenzvorstadt 85 Smoke Sauna Sisterhood
17:30 (nur Fr), 17:15 (nur So) / D 18:00 (nur Mo+Di) / E/d/f 16
Aarau Ideal 3
Wonka
17:20 (nur Fr) / D
Aarau Schloss 2
12
The Holdovers
14:30 (ausser Mo-Mi) / D
6
20:00 (nur Do) / D
Night Swim
Zürichstr. 52
0
Bon Schuur Ticino
6
Wonka
17:30 (nur Do), 20:00 (nur Mo+Di) / E/d/f
Aarau Ideal 4
Kasinostr. 13
18:00 (nur Do-Sa), 17:30 (nur So), 17:45 (nur Mi) / Dialekt 6 (10)
14:30 (nur Mi) / D
The Color Purple
12 10
Ella und der schwarze Jaguar
The Beekeeper
Traumhaftes .. Filmvergnugen
Wonka 6
Zürichstr. 52
Aarau Ideal 1
10
Wonka Oftringen youcinema 3 17:50 (nur Do, Sa), 20:30 (nur Do-Sa), 18:00 (nur Fr),
Oftringen youcinema 3 19:50 (nur Mi) / D Zürichstr. 52 Argylle
vom Lehrer.
12
15:00 (ausser Mo+Di) / D
The Beekeeper 20:00 (nur Do, Di) / Ov/d
17:00 (nur Do), 17:20 (nur So-Di) / D
AARAU
14
6 (10)
Butterfly Tale Oftringen 20:20 (nur Di) / D youcinema 2 Night Swim
Zürichstr. 52
14:50 (ausser Do+Fr, Di) / D
15:00 (nur Sa), 14:40 (nur So-Di), 14:30 (nur Mi) / D
6 (10)
Oftringen Eine Million Minuten youcinema 6
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20:20 (ausser Di+Mi) / Dialekt
Mean Girls – Der Girls Club Oftringen 17:30 (nur Fr), 17:20 (nur Sa) / D youcinema 2 Aquaman: Lost Kingdom
Zürichstr. 52
20:30 (ausser Fr), 20:50 (nur Fr) / D
6
14:30 (nur Do), 14:40 (nur Fr+Sa), 14:50 (ausser Do-Sa) / D
Oftringen Next Goal Wins youcinema 6 Zürichstr. 52
Änderungen vorbehalten | © Cinergy AG
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Eine Million Minuten Olten KinoKoni 4
14:30 (nur Fr), 12:10 (nur So) / D
Wo die Lüge hinfällt
Die Chaosschwestern und Pinguin Paul
Zürichstr. 52
6 (10)
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Oftringen Mean Girls – Der Girls Club youcinema 4 Zürichstr. 52
Saw X Olten KinoKoni 3
17:20/19:50 (nur So-Di), 17:10 (nur Mi) / D
Die Chaosschwestern und Pinguin Paul Oftringen 14 youcinema 4 17:00 (nur Fr), 22:40 (nur Fr+Sa) / D Zürichstr. 52 Argylle
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14:40 (ausser Fr+Sa, Mi), 14:50 (nur Sa), 14:20 (nur Mi) / D 6
Bon Schuur Ticino 20:00 (ausser Fr), 20:30 (nur Fr) / D
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14:20 (nur Sa) / D
Raus aus dem Teich Oftringen youcinema 1 16:40 (nur Sa) / D Zürichstr. 52 Dune: Part One
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Jakobs Ross
Zürichstr. 52
14:50 (ausser Fr+Sa), 14:40 (nur Fr), 12:20 (nur So) / D 8
Ella und der schwarze Jaguar Oftringen youcinema 1 17:20 (ausser Fr+Sa), 20:10 (nur Do, So+Mo), Zürichstr. 52
17:30 (nur Fr), 17:00 (ausser Do+Fr) / D
Olten KinoKoni 1
Oftringen youcinema 4 17:40 (nur Do, Sa), 20:10 (nur Do-Sa),
OFTRINGEN
OLTEN Olten KinoKoni 1
Raus aus dem Teich
Do, 8. Februar bis Mi, 14. Februar 2024
16
20:00 (nur Di) / D
12 (14)
18:00 (nur Mi) / Jap/d
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Die Theorie von Allem Monster
Veranstaltungen
Nr. 6 | Donnerstag, 8. Februar 2024
TERMINE DONNERSTAG, 8. FEBRUAR
SONNTAG, 11. FEBRUAR
FREIZEIT
FREIZEIT
OLTEN
OLTEN
07.00-11.30, Kirchgasse/Baslerstrasse: Oltner Wochenmarkt. 13.30-16.00, Kirchgasse/Altstadt: Kinderumzug. 20.00-24.00, Altstadt: Gugge uf dr Gass / Schnitzelbänke in den Gastrobetrieben.
14.00-17.00, ganze Stadt: Umzug. Plakettentragpflicht ab 16 Jahren. Route: Kirchgasse-Baslerstrasse-Römerstrasse-Amthausquai-Frohburgerstrasse-Ringstrasse-Bleichmattstrasse-Ziegelfeldstrasse-Ziegelackerstrasse-Solothurnerstrasse-Kirchgasse.
WANGEN BEI OLTEN
DIENSTAG, 13. FEBRUAR
05.00-09.30, Reformierte Kirche Kleinwangen: Chesslete, anschliessend Mehlsuppe im Alpschulhaus.
FREIZEIT TRIMBACH
FREIZEIT
13.45–16.00, Pétanque Bouldrom: «Pétanque 60+» von Pro Senectute. Pétanque ist ein Sport für Menschen jeden Alters.
WINZNAU
MITTWOCH, 14. FEBRUAR
FREITAG, 9. FEBRUAR
16.00-18.00, Dorfplatz: Fasnachtsumtrunk mit der Guggemusig Chärneschränzer.
OLTEN
19.00-24.00, Ildefonsplatz: Latärnefescht.
HÄGENDORF
20.00-24.00, Dorfzentrum: Beizenfasnacht mit Maskentreiben in sämtlichen Fasnachtsbeizen.
SAMSTAG, 10. FEBRUAR FREIZEIT OLTEN
OLTEN
13.30–15.00, Abgemachter Treffpunkt: «Zämegolaufe»: Gemeinsame Spazierwanderung (orange). Parcours 18, Ruttigertour, gemütlich, flach, 5,8 km, 1,5 Stunden. Treffpunkt: Bushaltestelle Stadthalle. www.zämegolaufe.ch/olten
KAPPEL
14.00–17.00, Restaurant Linde, Mittelgäustrasse 34: Senioren – Jass. Jassleiterin: Romy Hügli. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
OLTEN
MUSIK
10.00–11.00, Haus der Museen, Konradstrasse 7: Zwergliführung «Laufen, Kriechen, Hüpfen – zu Fuss unterwegs». Spielerische Führung über Fortbewegung im Tierreich. Für Kinder bis sechs Jahre mit einer Begleitperson. 17.30–18.30, Christkatholische Stadtkirche Olten, Munzingerplatz 2: «Mensch Olten» – Einladung zum Eröffnungsanlass. Vorstellen von «Mensch Olten» mit Uwe Kaiser und des diesjährigen Projekts im Kongo: «Aufforstung, nachhaltige Landwirtschaft und Solaranlage für die Universität in Bunia, DR Kongo». Mit Raymond Dumont und Paolo Rossi von «Partner sein» sowie mit Beat Erne von der a.en.
AARBURG
DONNERSTAG, 15. FEBRUAR
07.00-11.30, Bifangstrasse: Oltner Wochenmarkt. 21.30-05.00, Stadttheater: Naareparty, Maskenprämierung um Mitternacht.
LOSTORF
11.30-24.00, Dorfzentrum: Umzug mit Gugge und Wagen, anschliessend Festbetrieb und Monsterkonzert.
HÄGENDORF
14.00-17.00, Dorfzentrum: Grosser Fasnachtsumzug. Anschliessend Fasnachtstreiben auf dem Dorfplatz.
19.30–02.00, Musigburg, Bahnhofstrasse 50: Fontain Cave Basement Orchestra (Bonn). Erstes Konzert von FCBO in der Schweiz. Eintritt: frei. Kollekte. Im Anschluss Tanzbein schwingen mit She-J Madame Chapeau. www.musigburg.ch
FREIZEIT OLTEN
07.00-11.30, Kirchgasse/Baslerstrasse: Oltner Wochenmarkt.
Literatur verbindet auch die Stadtseiten LESUNGEN Sie geben Autorinnen und Autoren und der Literatur in Olten eine Bühne. Die Literatur & Bühne Olten und die Kleine Bühne in der Galicia Bar spannen zusammen. Ein erstes sichtbares Zeichen davon ist das erste gemeinsame Frühjahrsprogramm 2024. Literatur verbindet Menschen. Literatur unterhält, bildet und regt an. Olten darf mit dem Schweizer Schriftstellerweg, der Wiege des Buchzentrums sowie zahlreichen Autorinnen und Autoren als Literaturstadt bezeichnet werden. In Olten werden auch Lesungen organisiert, nicht nur am Buchfestival, in Buchhandlungen und Bibliotheken. Es gibt auch zwei Lesebühnen, wo die Literatur in ihrer breiten Vielfalt zelebriert wird: die Literatur & Bühne an der Leberngasse 17 und die Kleine Bühne im ersten Stock der Galicia Bar an der Unterführungsstrasse 20. Die beiden Gastgeber Thomas Knapp und Rainer von Arx haben eine ähnliche Philosophie. Sie wollen das Publikum animieren, Neues zu entdecken. Auf beiden Bühnen kann es in die breite Vielfalt der Literatur eintauchen. Poetry Slam, klassische Lesungen, literarische Podien, Buchvernissagen, Poesie und Kabarett. Es ist fast alles möglich.
Partnerschaft schreiben wir nun gemeinsam ein neues Kapitel», sagt Rainer von Arx. Bei Bekanntgabe habe er schon viele positive Reaktionen erhalten. Denkbar sei, in Zukunft weitere Lesungsorte einzubinden. Stefan Ulrich, Geschäftsführer von Region Olten Tourismus und damit oberster Vermarkter der Literaturstadt Olten, kann dem Zusammenrücken der beiden Lesebühnen viel Positives abgewinnen. «Wir begrüssen dies natürlich und bieten unsere Unterstützung an, beispielsweise bei der Werbung und auch als Vorverkaufsstelle», sagt Ulrich. Literaturveranstaltungen seien eine perfekte Ergänzung zum Schweizer Schriftstellerweg.
Doppellesung zum Auftakt
Die Kleine Bühne und die Literatur & Bühne feiern ihre Partnerschaft am 21. Februar mit einer gemeinsamen Doppellesung. Franco Supino und Christof Gasser lesen jeweils zeitgleich vor 40 Leuten auf der Kleinen Bühne und vor 40 Leuten auf der Literaturbühne. Und nach einer Stunde wechselt das Publikum von links nach rechts und von rechts nach links über die Aare. Die Literatur verbindet also auch die beiden Stadtseiten. pd w w w. l i te ra t u r u n d b u e h n e. c h w w w. a r t i g . c h
Gemeinsames Programmheft
Ein erstes sichtbares Zeichen dieser Zusammenarbeit ist ein gemeinsames Programmheft. «Wir haben uns bei den Terminen schon immer abgesprochen und uns gegenseitig über die Lesungen informiert», sagt Verleger Knapp. Rainer von Arx, ebenfalls Verleger und Programmchef der Oltner Kabarett-Tage, ergänzt: «Wir wollen beide einen Schritt weitergehen und die vorhandenen Synergien nutzen.» Beispielsweise bei der Programmierung und in der Vermarktung. Trotz des Zusammenrückens bleiben die beiden Bühnen weiterhin eigenständig. Die Literatur & Bühne Olten verstehe sich als «Literaturhaus, notabene das einzige im Kanton Solothurn», bemerkt Knapp. Nicht nur die Bücher aus seinem Verlag sind sicht- und greifbar, auch Titel anderer unabhängiger Schweizer Verlage werden präsentiert. «Wir pflegten bisher schon einen freundschaftlichen Austausch. Mit der
Sie verbinden die Literatur, zwei Bühnen und die beiden Stadtseiten: Thomas Knapp (links) und Rainer von Arx. (Bild: ZVG)
Clowneskes Theater auf der Bühne
Die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen der Fasnacht. (Bild: Archiv Achim Günter)
Jonglagen, Zauberei, Akrobatik, Musik: Gilbert und Oleg beherrschen so manche Disziplin und schaffen es mit ihren artistischen Fertigkeiten, ihr Publikum zum Staunen, Lachen und Mitfühlen zu bringen. Dabei ist der Humor stets ihr liebster Begleiter. Sie bieten ein Gesamterlebnis, welches die Seele berührt, den Geist erfrischt und einen die Sorgen des Alltags vergessen lässt. Sie verbinden die Theater- und Zirkuswelt mit einer Leidenschaft, die jeden Besucher begeistert. Gilbert und Oleg besingen am Samstag, 17. Februar, im Schwager Theater in Olten mit der weltbekannten Legende von Robin Hood den Mut und das Aufbegehren gegen Unterdrückung und die Sehnsucht nach einem freien Leben. Seite an Seite mit Robin, Little John und Mary-Anne kämpfen Gilbert und Oleg gegen die herrschende Ungerechtigkeit und ihre zynischen Repräsentanten. Sie geben den prophetischen Narren der Vergangenheit eine poetische Stimme und streiten darüber, wer der «Robin
IN KÜRZE
MITTAGSFÜHRUNG
«Marder – eine grosse Familie»
Der Dachs gehört zur Familie der Marderartigen. Wer gehört noch zur Verwandtschaft, und was haben diese sehr verschiedenen Wildtiere drauf? Erfahren kann man das in einer spannenden Mittagsführung am Donnerstag, 22. Februar, von 12 bis 12.30 Uhr, im Naturmuseum Olten. Innerhalb der Raubtiere (Carnivora) ist die Familie der Marderartigen (Mustelidae) mit sieben Vertretern die artenreichste. Vom kleinsten, dem Mauswiesel, das gerade mal so schwer ist wie eine Tafel Schokolade, bis hin zum grössten, dem Dachs, dem die aktuelle Sonderausstellung «Wow … ein Dachs!» im Naturmuseum gewidmet ist, nimmt Pia Geiger die Gäste mit auf einen kurzweiligen Rundgang durch die Dauerausstellung. Die Führung ist kostenlos, es wird einzig der Museumseintritt erhoben. Eine pd Anmeldung ist nicht erforderlich.
ZWERGLIFÜHRUNG
Nun gehts ums Laufen, Kriechen, Hüpfen Für die Jüngsten starten im Naturmuseum Olten wieder die beliebten «Zwergliführungen». Sie richten sich an Kleinkinder bis sechs Jahre mit ihrer Begleitperson. Nachdem die verschiedenen Tierkleider wie Feder, Fell und Schuppe unter die Lupe genommen wurden, ist jetzt die Fortbewegung im Tierreich dran. Die nächste Führung wird zweimal angeboten, am Mittwoch, 14. Februar, und am Donnerstag, 15. Februar, von 10 bis 11 Uhr zum Thema «Laufen, Kriechen, Hüpfen — zu Fuss unterwegs». Wir Menschen gehen auf zwei Beinen. Doch manchmal bewegen wir uns auch auf Rädern fort, tauchen ab oder sind sogar fliegend unterwegs. Mindestens genauso viele Fortbewegungsmöglichkeiten sind im Tierreich anzutreffen. Zusammen mit der Biologin und Museumspädagogin Jasmine Klasen werden in einer spielerischen Führung die Besonderheiten der Fortbewegung auf Füssen angeschaut. Eine Geschichte und ein kleines Znüni runden das Angebot ab. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung im Haus der Museen oder pd telefonisch unter 062 206 18 00.
INSERAT artischock.net
THEATER Mit «Robin Hood – The Great Resist» treten Gilbert und Oleg am 17. Februar auf der Bühne des Schwager Theaters auf.
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«Das Gewitter in meinem Kopf zieht rasch weiter.» Verblüffen durch Tiefgang: Gilbert und Oleg. (Bild: ZVG) Hood des 21. Jahrhunderts» ist und was er zu tun hätte. Ein Abend voller tragischer Balladen, trügerischer Kunststücke, zauberhafter Musik und urkomischer Helden! Gilbert und Oleg schlüpfen gekonnt in eine Vielfalt an Figuren, verblüffen durch Tiefgang, berühren mit ihrer Musik und amüsieren durch Clownerie. mgt w w w. s c hw a g e r. c h
Nadja Brönnimann
Epileptische Anfälle sind kurz – helfen ist einfach. Mehr erfahren auf epi.ch
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Freizeit
Donnerstag, 8. Februar 2024 | Nr. 6
REZEPT
Ofen-Pilaw mit Poulet / Camembert-Dörrfrüchte-Häppchen Ofen-Pilaw mit Poulet Zubereitung • Öl im Bräter heiss werden lassen. Poulet rundum zirka 5 Minuten braten, würzen, herausnehmen. • Zwiebeln, Knoblauch, Rüebli und Reis im selben Bräter im heissen Öl rundum kurz andämpfen. Bouillon und Spinat beigeben, Deckel aufsetzen. • In der Mitte des auf 220 °C vorgeheizten Ofens (Ober-/Unterhitze) rund 45 Minuten garen, dabei 1- bis 2-mal kurz umrühren. • Herausnehmen, mit je der Hälfte des Poulets, der Pistazien und des Peterli mischen, würzen, Rest darauf anrichten. Zubereitungszeit: 15 Minuten, backen zirka 45 Minuten.
Camembert-Dörrfrüchte-Häppchen Zubereitung • Zwiebeln und Thymian in Butter 4 bis 5 Minuten andämpfen. Dörrfrüchte und Wein daruntermischen, vollständig auskühlen lassen. • Blätterteig entrollen, Teig mit wenig Ei bestreichen, 1-mal quer falten, Ränder gerade schneiden. Teig mit Ei bestreichen, in 20 Quadrate schneiden, mit der Gabel einstechen, in die vorbereiteten Vertiefungen legen. Camembert und Dörrfruchtmischung in der Mitte der Rechtecke verteilen.
•
Pinienkerne darüberstreuen. Auf der untersten Rille des auf 200 °C vorgeheizten Ofens (Ober-/Unterhitze) 13 bis 15 Minuten backen. Würzen und warm servieren.
Zubereitungszeit: 30 Minuten und 15 Minuten backen. Weitere Rezepte finden sich auf www.volg.ch/rezepte
E I N K AU F S Z E T T E L Ofen-Pilaw mit Poulet für 4 Personen 2 EL Öl zum Braten 4 Pouletbrüstli, in ca. 2 cm grossen Würfeln Gusseisentopf oder Bräter mit Deckel 2 Zwiebeln, in feinen Streifen 2 Knoblauchzehen, in feinen Streifen 400 g Rüebli, in Würfelchen 1 EL Olivenöl 200 g Langkornreis 6 dl Hühnerbouillon 200 g tiefgekühlter Blattspinat, aufgetaut 100 g gesalzene Pistazien, geschält, grob gehackt 1 Bund Peterli, fein gehackt Salz, Pfeffer Camembert-Dörrfrüchte-Häppchen für 20 Stück 1 Zwiebel, in feinen Streifen 1 TL getrockneter Thymian 1 EL Butter 120 g gemischte Dörrfrüchte 0,5 dl Weisswein 1 ausgewallter rechteckiger Blätterteig 1 Ei, verquirlt 125 g Camembert, in Stücken 2 EL Pinienkerne Pfeffer aus der Mühle 1 Mini-Muffinblech mit 24 Vertiefungen Butter für das Blech
RÄTSELN, MITMACHEN UND GEWINNEN! GEWINNEN Sie einen Gutschein von Anova im Wert von CHF 50.00 So nehmen Sie teil: Senden Sie eine SMS mit dem Text: SAKREUZ (Abstand) und Lösungswort an 919 (CHF 1.50/SMS). Wählen Sie Telefon 0901 333 166 nennen Sie die Lösung, Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer (CHF 1.50/Anruf).
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Im Fokus
Nr. 6 | Donnerstag, 8. Februar 2024
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So richtig auf den Hund gekommen MEIN HOBBY Die 63-jährige Claudia Schmocker verdient ihr Geld als Sachbearbeiterin auf einer Bank. Privat dreht sich bei der Wisnerin und ihrem Mann fast alles um anhängliche Vierbeiner.
«
AUFZEICHNUNG: ACHIM GÜNTER
Angefangen hat alles vor rund zehn Jahren. Mein Mann und ich besassen damals einen Golden Retriever und einen Flat Coated Retriever als Familienhunde. Als sie starben, suchten wir erneut einen Golden Retriever. Diese Rasse war sehr gefragt, wir mussten uns fast ein halbes Jahr gedulden. Aus Goodwill bekam ich schliesslich einen Rüden von einer Züchterin. Sie fragte mich, ob ich mit ihm mal an einer Ausstellung teilnehmen würde. Das wurde ein Erfolg, Van Dave of High Hopes gewann die Ausstellung. Ich verstand damals aber eigentlich noch nicht, was einen schönen Hund ausmacht. Mir gefielen einfach alle. Nachdem unser Dave auch bei der nächsten Ausstellung den Sieg davongetragen hatte, kamen Züchter auf mich zu. So wurden wir selbst zu Züchtern. Ich fand, es wäre schön, selbst junge Hunde zu bekommen, statt immer nur den Nachwuchs von unserem Boy zu besuchen. So begaben wir uns auf die Suche nach einem gesunden Weibchen. In Deutschland wurden wir schliesslich fündig – mit Lynn a Sunshine of the Night. Das war der Ursprung. Wir begannen Welpen aufzuziehen und führen seither eine kontrollierte Zucht. Ich selbst war nicht mit Haustieren aufgewachsen. Als Kind durfte ich nie einen Hund halten. Immerhin konnte ich mich mal um ein Meerschweinchen kümmern. Erstmals einen Hund besass ich mit 39 Jahren. Inzwischen ist die Hundezucht unser Baby. Mein Mann und meine Schwester helfen oft mit. Ins-
Ehemalige Hundebabys von Claudia Schmockers Zucht «Happiness for Future». (Bild: ZVG)
So fühlt sich Claudia Schmocker wohl: in ihrem Garten in Wisen, umgeben von einem Teil ihrer lebhaften, verspielten Retriever-Schar. (Bild: Achim Günter) besondere bei Geburten ist sie immer dabei und unterstützt uns. Die Hundezucht in etwas grösserem Stil zu betreiben, war meine Idee. Aber ich spürte von meinem Mann keine grosse Gegenwehr… Alleine könnte man das nicht machen – schon gar nicht, wenn man arbeitstätig ist. Pro Person und Tag widmen wir uns etwa fünf Stunden den Hunden: Futter bereitstellen – wir geben ihnen ausschliesslich Frischfutter –, striegeln, pflegen, spazieren gehen. Momentan haben wir zehn Hunde. Pro Spaziergang nehmen wir zwei oder drei mit. Es gibt also täglich einige Spaziergänge. Zudem besuchen wir auch die Hundeschule. Nicht mit allen gleichzeitig, aber in regelmässigen Abständen. Man muss anständig, einfühlsam mit dem Tier umgehen können. Es ist für mich eindeutig nicht einfach eine Ware, sondern ein Lebewesen. Die Hunde leben auch mit uns in der Familie, sind immer hier. Es gibt keinen Raum, wo sie
sich aufhalten müssen. Das ist auch rassebedingt: Der Golden Retriever gehört in die Familie, zum Menschen. Erst kürzlich habe ich einer Bekannten ein wenig ironisch gesagt: ‹Wir wohnen zusammen mit unseren Hunden in der Hundehütte
«Der Retriever gefällt mir von seiner Art her. Er ist sanft, verschmust, manchmal sturköpfig, sehr familienbezogen, liebt alle Menschen, ist im Allgemeinen sehr freundlich.» und sind deren Angestellte.› Aber das ist wohl immer ein bisschen so, wenn man Haustiere hat. Der Retriever gefällt mir von seiner Art her. Er ist sanft, verschmust, manchmal sturköpfig, sehr familienbezogen, liebt alle Menschen, ist im Allgemeinen sehr freundlich. Der Flat Coated Retriever ist etwas mehr der Powerhund als der Gol-
Das Tanzbein geschwungen
DULLIKEN Zum 35. Mal konnte die Trachtengruppe Dulliken ihren Trachtensonntag durchführen.
Die Chorgemeinschaft Däniken/Dulliken eröffnete mit besinnlichen Liedern den Trachtensonntag Dulliken. Ab 13 Uhr spielte die Trachtenmusik Quartett Chutzeflue auf, welche auch die Tanzdarbietungen der veranstaltenden Trachtengruppe Dulliken begleiteten. Die Ansagerin Hany Berger begrüsste alle Gäste ganz herzlich und orientierte kurz über den Ablauf des Programmes. Eröffnet wurde die erste musikalische Darbietung des eigentlichen Trachtensonntages von den Geschwistern Berger. Mit drei verschiedenen Instrumenten spielten sie fehlerfrei bekannte Schweizer Lieder. Bei der Zugabe durfte das Publikum mitsummen. Glücklich verabschiedeten sie sich von der Bühne. Bereits stellten sich die Jodlerfründe Aaretal auf und erfreuten die Gäste mit wunderbaren Jodelliedern. Unter der Leitung von Brigitte Bühlmann zeigte die Tanzgruppe Dulliken mit Unterstützung aus Olten drei Tänze: «Auf dem Balmberg», «Der Määrtgässler» und «Der Nagelschmied».
Immer wieder waren schöne Jodellieder zu hören. (Bild: ZVG) Den zweiten Teil eröffneten die Jodlerfründe Aaretal mit ihren kräftigen Stimmen und drei schönen Jodelliedern. Verdankt wurden sie mit einem langen Applaus und verabschiedet mit einer Zugabe. Zum Abschluss des Programmes wurde noch einmal fleissig das Tanzbein der Trachtentanzgruppe Dulliken/Olten geschwungen. Der Präsident Hanspeter Studer dankte den Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit, der Trachtengruppe Olten für ihre Unterstützung, Brigitte Bühlmann für die Tanzleitung und das Einschärfen der Tänze sowie dem Quartett Chutzeflue, das seit eini-
gen Jahren treu begleitet. Ebenfalls ging ein Dank an Elisabeth Sägesser für das Einspringen im letzten Moment infolge Krankheit einer Tänzerin und an Hany Berger, welche gekonnt und sehr souverän durch das Programm führte. Das Glücksrad wurde sehr rege benutzt, es gab einige schöne Preise zu gewinnen. Mitglieder der Trachtengruppe Dulliken und Helfer waren beim Servieren gefordert und versuchten alle Gäste so schnell wie möglich zu bedienen. Auch in der Küche waren fleissige Mitglieder und gute Freunde der Trachtengruppe am Werk. nvd
den Retriever, aber weniger stur. Ihn kann man besser erziehen. Die Flats brauchen allerdings länger, bis sie erwachsen sind, sie sind länger Kindsköpfe. Die Welpen werden ab der siebten, achten Woche zu Rabauken. Dann machen sie oftmals Spielzeug kaputt, indem sie es verbeissen. Oder sie loten die Grenzen aus im Spiel mit Artgenossen, testen aus, wie weit sie gehen können beim Zubeissen. Das ist aber völlig normal. Häufig wird es dann auch ein wenig lauter. Das ist für uns jeweils der Zeitpunkt, in dem wir zu ihnen sagen: ‹Jetzt ist Zeit für euch, in eine Familie zu gehen.› Wenn dann der Tag, an dem sie uns verlassen, da ist, fliessen wegen jedem Hund Tränen. Während der ersten neun Wochen ist einem jeder einzelne ans Herz gewachsen. Ab und zu habe ich das Glück, einen behalten zu können. Die aktuelle Zahl von zehn Hunden bleibt, mehr gibt es nicht mehr. Sicher nicht. In die Ferien nehmen wir alle mit.
Und mehr hätten im Auto nicht Platz. Wir haben einen Van, den wir umbauen liessen. Alle hinteren Sitze wurden entfernt. Für unser Gepäck bleibt nur ein schmaler Streifen hinter der Führerkabine übrig. Wir fahren jeweils in ein Ferienhaus in Italien oder Norddeutschland. Wir achten darauf, dass die Unterkunft einen grossen Garten hat und sich speziell für Hundehalter eignet. Im Vorfeld klären wir mit dem Vermieter ab, dass wir alle unsere Hunde mitnehmen dürfen. Die Anschaffungen zu Beginn einer Welpenzucht sind enorm teuer. Danach ist es okay. Es ist für mich nach wie vor ein Hobby – und es bleibt ein Hobby! Aber ein wichtiges Hobby. Ich habe schon ein paarmal gesagt: Könnte ich das Rad der Zeit zurückdrehen, würde ich einen Beruf mit Tieren wählen. Ich finde die Arbeit mit Tieren sehr schön. Wenn ich pensioniert werde, kann ich mich noch stärker den Hunden widmen. Darauf freue ich mich schon jetzt.
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Neuer Archivkatalog des Staatsarchivs ist online SOLOTHURN Das Staatsarchiv Solothurn hat auf seiner Homepage erstmals einen Online-Katalog aufgeschaltet. Er bietet einen Überblick über die bereits erschlossenen Bestände und wird laufend erweitert. Nutzerinnen und Nutzer können jetzt von zuhause aus erste Recherchen tätigen. Das Staatsarchiv Solothurn will seine Bestände besser zugänglich machen. Der neu aufgeschaltete Online-Katalog ist ein wichtiger Schritt dazu. Von den insgesamt im Staatsarchiv existierenden rund 660 Beständen (Ämter, Gerichte, Vereine, Privatpersonen, Firmen usw.) sind 186 soweit erschlossen, dass sie im Katalog gezeigt werden können. Ein Grossteil der aus über 1200 Jahren stammenden Dokumente muss aber erst noch zu Beständen geformt und nach internationalen Standards verzeichnet werden, wofür jahrelange, sehr personal- und zeitintensive Arbeiten notwendig sind. Diese konzentrieren sich zur-
zeit auf die Abteilungen C (Ancien Régime 1147–1798), F (Moderner Kanton ab 1841) und N (Privatarchive), weil dort die meisten Forschungen von Nutzerinnen und Nutzern stattfinden. In den kommenden Jahren werden regelmässig neue Bestände aufgeschaltet. Zurzeit sind 38 staatliche und 148 private Bestände im Online-Katalog sicht- und nutzbar. Die im Online-Katalog verzeichneten Bestände sind in unterschiedlicher Tiefe erschlossen, vorerst einige wenige detailliert, die meisten aber überblicksmässig. Für alle bereits verzeichneten Bestände sind mindestens deren Titel und die wichtigsten Zusatzinformationen zu finden. Bei einzelnen Beständen können detaillierte, angehängte Verzeichnisse konsultiert werden. Wichtig zu wissen ist, dass der Archivkatalog nicht die Archivalien selber enthält, sondern das Verzeichnis dazu. Wer in die Akten Einsicht nehmen will, muss dies weiterhin vor Ort im Lesesaal des Staatsarchivs tun. Der Online-Katalog ist auf der Homepage des Staatsarchivs zu pd finden. s t a a t s a rc h i v. s o. c h
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Im Fokus
Donnerstag, 8. Februar 2024 | Nr. 6
«Habe auf der Miesern recht staunen müssen über das schöne Skigelände»
BRIEFGESCHICHTEN Der Sennhof und Berggasthof zur «Miesern» ob Trimbach war weit herum bekannt. Er lag inmitten eines beliebten Wander- und Skigebiets, und die Wirtin brachte grosszügige Restbrote auf den Tisch. Je nach Saison servierte sie auch Güggeli oder Speck, Rippli und Würste direkt vom Hof, zudem als Spezialität frische Spargel à discrétion. URS AMACHER
D
er Bauernhof in der «Miesern» ob Trimbach diente schon Mitte des 19. Jahrhunderts als Restaurant und bot Molkenkuren an. Mit der Zeit scheint der Betrieb etwas heruntergekommen zu sein, erst als ihn die Familie Ernst und Anna Hofer-Gfeller im Winter 1923/24 übernahm, brachte sie ihn auf die Höhe. Ernst Hofer war für den Bauernhof zuständig und züchtete Kühe sowie Schweine, Ziegen, Kaninchen und Hühner. Anna Hofer-Gfeller führte das Bergrestaurant: eine typische Berner Bauersfrau und Wirtin von Gotthelf‘schem Zuschnitt. Sie pflegte die Bauernbrote und Züpfen selber zu backen und konnte sie mit Fleischscheiben vom eigenen Hof grosszügig belegen – kein Wunder, waren ihre Restbrote von den Jurawanderern und einkehrenden Vereinen sehr geschätzt. Dasselbe galt für die herbstlichen Metzgeten, bei denen die Beilagen wie das Fleisch aus dem eigenen Betrieb stammten. Unvergesslich blieben auch die jährlichen «Spinneten». Wirtin Anna Hofer, die sich in verschiedenen Dorfvereinen und im Vorstand des Landfrauenvereins engagierte, lud die Frauen aus Trimbach und der ganzen Umgebung zum gemeinsamen Stricken, Plaudern und Singen auf die Miesern ein. Das Wirtepaar hatte sich im «Bären» zu Biglen kennengelernt, wo Ernst Hofer (Jahrgang 1877) als Stallknecht und die acht Jahre jüngere Anna Gfeller in der Küche arbeiteten. Sie heirateten im Jahre 1908 und bewirtschafteten vorerst ein kleines Bauerngut im Emmental. Im Herbst 1923 ergab sich die Gelegenheit, die Miesern zu übernehmen, wo sich die bäuerlichen und die im Bigler «Bären» erworbenen gastwirtschaftlichen Fähigkeiten kombinieren liessen. Anna und Ernst Hofer hatten acht Kinder, fünf Söhne und drei Töchter. Fritz, der älteste Sohn, lernte Käser und arbeitete als Milchführer in der Molkerei Olten. Der Zweitgeborene, Hans, bewirtschaftete
BRIEFGESCHICHTEN In unserer Serie «Briefgeschichten» erzählt der Oltner Historiker Urs Amacher erstaunliche Geschichten rund um Briefumschläge oder Postkarten.
Die Wirtin Anna Hofer-Gfeller lud jeweils die Frauen zum «Spinnet» auf die Miesern ein, so auch 1949. (Bild: ZVG Verena Spielmann, Trimbach)
Blick in diens. (Bilder: ZVG Rolf Moor, Däniken) Gute Schneeverhältnisse bedeuteten Hochbetrieb im Restaurant Miesern, schrieb Margrith Hofer, die Tochter der Wirtin, in einem Brief von 1943. (Bild: ZVG Verena Spielmann, Trimbach)
Blick auf die ganze Geländekammer der Miesern. (Bild: ZVG Martin Studer, Olten) den oberhalb der Miesern gelegenen Hof Schürmatt. Erst der dritte Sohn dann, der 1920 geborene Ernst Hofer junior, blieb auf dem Hof. Im März 1952 heiratete er die sechs Jahre jüngere Hedwig «Hedi» Hofer von Steckholz bei Langenthal. Hedi Hofer-Hofer übernahm nun nach der Heirat auch den Berggasthof und führte die Miesern in der Tradition ihrer Schwiegermutter Anna Hofer-Gfeller weiter, während ihr Mann Ernst den Bauernhof bewirtschaftete. Die bisherige währschafte Küche mit grossen «Iigklemmten» und Metzgeten erweiterte sie um das Spargelessen im Frühjahr, das Gäste aus der weiteren Umgebung anlockte. 1986 gab die Familie Hofer das Wirten auf der Miesern auf, und damit endete auch der Gastrobetrieb.
SBB mit eigener Wintersporthaltestelle
Von 1946 bis 1975 betrieben die SBB die Wintersporthaltestelle «Miesern» beim heutigen Golfplatz. Doch schon vorher war der eher schattige, nach Nordosten gerichtete Hang recht schneesicher und bei den Skifahrern der Region sehr beliebt gewesen. So schrieb Anfang 1943 der Bahn-Angestellte Ernst Lüthi der Miesern-Tochter Margrith Hofer in einem Brief: «Wir haben hier in Konolfingen fast kein Schnee, auf der Sonnenseite ist sogar alles verschwunden. Das passt für uns Eisenbahner recht gut, aber für Skifahrer nicht. Habe letzten Samstag
nicht Tauwetter gibt bis am Sonntag, wird es der grösste verrückteste Skisonntag geben, den wir je auf der Miesern erlebt haben. Es wäre alles nicht so schlimm, wenn man nicht fast verrückt wird wegen den blöden Mahlzeitencoupons. Schon an gewöhnlichen Wochentagen braucht es viel Geduld mit den Gästen wegen diesen Rationierungsmarken».
gangs einen Schlepplift ein. Am Abend beleuchtete er ihn und ermöglichte das Nachtskifahren. Walter Hofer war übrigens mit andern Pöstler-Kollegen auch Mit-Initiant des Skilifts im Gsahl bei Hauenstein-Ifenthal. Der Skiclub Miesern veranstaltete jeweils auch Skirennen. Das Säli des Restaurants «Miesern» diente als Serviceraum, wo die Cracks ihre Skier wachsen konnten. Und in der Scheune lagerte der Skiclub die Slalomstangen und den Hornschlitten zum Transport von allfällig Verletzten zum Bahnübergang hinunter. Anno 1986 – Hedi Hofer war inzwischen sechzig – wären Investitionen nötig geworden. Beispielsweise spülten die Serviertöchter die Gläser damals in einer Wassergelte direkt in der Gaststube. Eine Nachfolge war auch nicht in Sicht. So gab Hedi Hofer das Wirten schliesslich auf. Damit endete diese Ära auf der «Miesern».
auf der Miesern recht staunen müssen über das schöne Skigelände. Es gibt wirklich nicht nur im Emmenthal schöne Skigelände, sondern auch [an] andern Orten. Hoffe, dass wir zwei auch einmal die Ski anschnallen können und gemeinsam das schöne Skifeld befahren». Da bahnte sich tatsächlich eine Beziehung an. Die sechsundzwanzigjährige «Gritli» Hofer half, wie die anderen Töchter der Wirtin Anna Hofer, in der Küche und im Service der «Miesern» mit. Die guten Schneeverhältnisse brachten natürlich eine hohe Auslastung im Bergrestaurant mit sich. Gritli schildert es im Januar 1943 in einem Brief an ihren Ernst so: «Hier will es gar nicht mit schneien aufhören. Die Miesern ist nun in schönster Winterlandschaft. Das passt unsern Skifahrern natürlich sehr gut, [wir] haben nun jeden Tag Hochbetrieb. Wenn es
Walter Hofer, Jahrgang 1925, war der Zweitjüngste. Er war Briefträger in Olten. Mit ihm kamen moderne Zeiten in die «Miesern». Er stellte eine Jukebox in die Gaststube, die er stets mit den neuesten Schlagern bestückte. Dabei schrieb er die Titel der Schallplatten immer mit Schönschrift auf das Namenfeld neben den Wähltasten. In der Wintersaison zog er vom Restaurant her ein Kabel und installierte eine grosse Musiklautsprecherbox neben der Skipiste. Wenn Betrieb war, liess er Musik laufen, alle die damaligen Schlager von Peter Alexander, Hazy Osterwald Sextett, Conny Froboess oder Freddy Quinn. Nicht genug: Walter Hofer richtete im Hang rechts oberhalb des Bahnüber-
Die grosse Familie von Ernst und Anna Hofer-Gfeller mit den drei Töchtern und den fünf Söhnen, um 1935. (Bild: ZVG
Die zweite Miesern-Wirtin Hedi Hofer stand nur kurz unter der Tür zwischen Küche und Gaststube. (Bild: ZVG Ruth
Vreni Lüthi mit ihrer Mutter Margrith Lüthi-Hofer beim Skifahren in der Miesern. Die Aufnahme datiert zirka aus dem Jahr 1953. (Bild: ZVG Verena Spielmann, Trimbach)
zepten zur Bereitstellung von geeignetem Wohnraum für Crack-Konsumierende, einer niederschwelligen Begleitung sowie spezifischen Präventionsmassnahmen.
tige Massnahmen sowie Aussagen zu Kosten und zur Finanzierung enthalten. Die Massnahmen sollen mithelfen, den öffentlichen Raum zu entlasten und das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu erhöhen. Der Massnahmenplan wird am nächsten Runden Tisch im Frühling diskutiert. Anschliessend liegt es an den jeweils zuständigen Stellen und politischen Gremien, die in ihrem Verantwortungsbereich liegenden Massnahmen zu beschliessen und umzusetzen. pd
Verena Spielmann, Trimbach)
Skigelände mit Musik
Bühler-Hofer, Trimbach)
Quellen: Laube, Thomas, Trimbach 1998; Ramseier, Urs; Trimbach 2018. Der Autor dankt Verena Spielmann-Lüthi, Trimbach, für die freundlichen Auskünfte.
Gemeinsam gegen Crack-Problematik KANTON In vielen Schweizer Städten ist der Crack-Konsum stark angestiegen, so auch im Kanton Solothurn. An einem Runden Tisch zur Crack-Problematik wurde am letzten Freitag die Situation analysiert und beschlossen, einen Massnahmenplan zu erarbeiten. Die starke Zunahme des Crack-Konsums hat in mehreren Schweizer Städ-
ten zu einer Verschlechterung der Gesundheit der Betroffenen, zu Problemen in den bestehenden Suchthilfe-Strukturen und teilweise auch zu offenen Drogenszenen geführt. Um derartige Entwicklungen im Kanton Solothurn zu verhindern, arbeiten kantonale Ämter, Einwohnergemeinden, Suchthilfe-Organisationen, Sozialdienste und die Polizei zusammen. Der durch das Departement des Innern initiierte Runde Tisch führte unter anderem zur Erkenntnis, dass die An-
gebote der kommunalen Suchthilfe-Organisationen eine zentrale Rolle im Umgang mit der Crack-Problematik spielen und die vom Verband Solothurner Gemeinden gesprochenen zusätzlichen finanziellen Mittel für die Suchthilfen in Olten und Solothurn eine Entlastung gebracht haben.
Diverse Lösungsansätze
Mögliche Lösungsansätze bestehen in einer Erweiterung der Angebote der Suchthilfe-Organisationen, neuen Kon-
Das Sicherheitsempfinden erhöhen
Unter der gemeinsamen Leitung des Kantons und des Verbandes Solothurner Einwohnergemeinden erarbeiten die am Runden Tisch vertretenen Organisationen und Stellen nun einen Massnahmenplan. Dieser soll kurz- und langfris-