CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
Ihr Verkaufsobjekt. Unsere Erfahrung. Suchen Sie einen Käufer für Ihre Immobilie? Wollen Sie Ihr Objekt ins richtige Licht rücken? Sich nicht mit dem zweitbesten Preis begnügen? Nutzen Sie die umfassenden Marktkenntnisse und das weitgespannte Beziehungsnetz unserer Immobilientreuhänder und Notariatsfachleute. Ihre Immobilien. Unser Zuhause.
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 67 I 177. Jahrgang I Dienstag, 5. September 2023
Leben für die Kunst
Noch mehr Baumängel?
Das Ehepaar Gentinetta stellt in der Galerie Märtplatz in Affoltern aus. Am Freitag fand die Vernissage statt. Seite 5
Im Schulhaus Butzen in Affoltern ist kürzlich eine Akustikdecke zu Boden gestürzt. Der Fall wird weiterhin untersucht. Seite 6
40
-er Fäscht: So heisst der Anlass in Wettswil, der auch in diesem Jahr viele Leute anlockte. Seite 4
Trotz Krieg: Das Heimweh ist stärker Rund zehn Prozent der Ukrainer mit S-Status sind seit Januar aus dem Amt abgereist luc müller Noch immer tobt in der Ukraine der russische Angriffskrieg, der am 24. Februar 2022 begann. Schon bald danach trafen viele Flüchtlinge auch in der Schweiz ein und erhielten den Schutzstatus S. Heisst: Sie mussten nicht wie andere in die Schweiz Geflüchteten ein Asylverfahren durchlaufen, um ihre Aufenthaltsberechtigung zu klären. Im Sommer 2022 lebten hier in den vierzehn Gemeinden im Säuliamt 302 registrierte Geflüchtete aus der Ukraine mit S-Status. 268 davon wohnten bei Privatpersonen, die ihnen Wohnraum zur Verfügung stellten. Seither sind immer wieder Ukrainerinnen und Ukrainer in ihre Heimat zurückgekehrt, obwohl dort immer noch Krieg herrscht. Der Sozialdienst Bezirk Affoltern (SoBA) kümmert sich unter anderem um das Asyl- und Migrationswesen der angeschlossenen elf Träger- und Anschlussgemeinden. Das sind die acht Trägergemeinden Aeugst, Hausen, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach sowie die drei Anschlussgemeinden Bonstetten, Wettswil und Stallikon. Selber organisiert sind die Stadt Affoltern sowie die Gemeinden Kappel und Rifferswil.
33 Geflüchtete sind wieder ausgereist Nach Angaben von Michelle Högger, Leiterin Asyl- und Migrationswesen beim
Sozialdienst Bezirk Affoltern (SoBA) sind seit Januar bis Ende August insgesamt 33 registrierte Geflüchtete mit S-Status aus den elf vom Sozialdienst Bezirk Affoltern betreuten Gemeinden aus der Schweiz ausgereist. So sind beispielsweise in der Gemeinde Bonstetten über zehn aus der Ukraine Geflüchtete inzwischen in ihre Heimat gereist. «Das Heimweh nach Angehörigen im Lande war vielseits stärker als die Ungewissheit», schreibt die Gemeinde vergangene Woche in einer Mitteilung.
in der Schweiz einen Job zu finden. «Ich kenne Leute, die in der Ukraine gute Posten inne hatten, aber nun als Hilfskräfte in der Küche arbeiten. Das ist auf die Dauer nicht ganz einfach, auch
«Nur noch wenige, die nun in die Ukraine zurückgekehrt sind, haben im Säuliamt noch bei Privaten gewohnt.»
67 Personen haben Arbeit gefunden
Michelle Högger, Leiterin Asyl- und Migrationswesen SoBA
Aktuell leben noch 278 Ukrainer in den elf Gemeinden, welche vom SoBA betreut werden. «Immer mehr von ihnen werden nun im Arbeitsmarkt integriert und haben einen Job gefunden», erklärt Michelle Högger. Zunächst ist es wichtig, dass die Geflüchteten aus der Ukraine gut Deutsch lernen. Sie erhalten Deutsch-Intensivkurse, welche bis Ende Jahr noch der Kanton Zürich bezahlt. Konkret haben von den 278 inzwischen 67 eine Arbeitsstelle gefunden. Roman Vovk, in der Ukraine geboren und Vorstandsmitglied des privaten Hilfswerks «Switlo», lebt selber in Bonstetten. «Die Ukrainerinnen und Ukrainer sind gut ausgebildet und viele sprechen gut Englisch. Aber für sie ist Deutsch eine schwierig zu lernende Sprache», betont Vovk. Aber ohne gute Deutschkenntnisse sei es schwierig, hier
wenn sie sehr dankbar sind, hier in der Schweiz in Sicherheit zu sein.» Und Vovk weiter: «Ich kenne beispielsweise eine Frau, die mit ihren zwei Kindern jetzt nach rund einem Jahr von Bonstetten wieder nach Kiew gezogen ist. Auch weil ihr Mann dort alleine wohnt.» Sie ist Juristin und hat gespürt, dass ihr Einsatz nun in der Heimat wichtig ist – in der Schweiz konnte sie zudem nicht in ihrem angestammten Job arbeiten. Das Säuliamt muss gemäss Aufnahmequote des Kantons Zürich, die seit dem 1. Juni 2023 bei 1,3 Prozent liegt, rund 570 Asylbewerber (inklusive Personen mit S-Status) beherbergen. Nicht eingerechnet ist die Stadt Affoltern, die von der Aufnahmepflicht befreit ist, weil sie das MNA-Zentrum Lilienberg, wo unbe-
gleitete Jugendliche aus dem Asylbereich leben, beheimatet. Für die Ukrainerinnen und Ukrainer, die nun nach Hause gefahren sind, rückten neue Asylbewerber nach, damit das Säuliamt seine Aufnahmequote weiterhin erfüllt. «Nur noch wenige, die nun in die Ukraine zurückgekehrt sind, haben im Säuliamt noch bei Privaten gewohnt», erklärt Michelle Högger. Die Gemeinden sind dafür zuständig, für genügend Wohnraum zu sorgen. Weil jetzt immer mehr Geflüchtete mit S-Status bei Privaten ausgezogen sind, müssen die Gemeinden nun zusätzlichen Wohnraum suchen, den bisher Privatpersonen zur Verfügung gestellt haben. «Das hat in unseren elf Gemeinden, die wir betreuen, aber gut geklappt. Es fehlen nur noch wenige Plätze», betont Högger.
Geld für die Rückkehr Personen mit Status S, die definitiv in die Ukraine zurückkehren wollen, können sich bei der kantonalen Rückkehrberatungsstelle (RKB) melden. Diese Stelle kann beim Bund ab einem Aufenthalt in der Schweiz von mindestens drei Monaten ein Gesuch für eine finanzielle Rückkehrhilfe stellen. Diese beträgt maximal 500 Franken für Erwachsene, pro Kind maximal 250 Franken und pro Familie maximal 2000 Franken. Wer Rückkehrunterstützung erhält, muss auf den Status S verzichten und den Ausweis abgeben.
Keine Container Das Projekt war eigentlich schon weit vorangetrieben: Die Gemeinde Mettmenstetten wollte Wohncontainer für rund 30 Asylbewerber aufstellen. Der Gemeinderat wählte das Gebiet in der Pünten und informierte die Bevölkerung über das Vorhaben. Am Informationsanlass im Mai gab es aber seitens der Bevölkerung einigen Widerstand gegen den vorgeschlagenen Standort und die Bürgerinnen und Bürger zeigten ihrerseits alternative Orte auf. Nun braucht es aktuell keine Container, wie die Gemeinde auf Anfrage des «Anzeigers» erklärt. (red)
«Dem ‹Central› geht es gut.» Seite 7 Mirco Kurt, Pächter «Central» Affoltern. (Bild Werner Schneiter)
WB mit erstem Sieg, FCA verliert Endlich hat der FC Wettswil-Bonstetten seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Im Auswärtsspiel gegen den FC Mendrisio gab es einen 2:1-Sieg für die Ämtler Kicker. Die drei Tore fielen alle erst in der zweiten Hälfte. Der FC WettswilBonstetten lag mit 2:0 in Führung, als die Hausherren noch zum Anschlusstreffer kamen. In der Folge zeigte der FCWB bis zum Schluss eine starke Abwehrleistung. Der FCWB liegt nun nach fünf Spielen mit vier Punkten in der Tabelle auf dem zweitletzten Platz. Der FC Affoltern hingegen wartet weiterhin auf den ersten Saisonsieg und die ersten Punkte der Saison. Wie schon im ersten Spiel gab es erneut eine Niederlage. Diesmal im Auswärtsspiel beim SC Wipkingen. Der FCA liegt mit null Punkten aus zwei Spielen auf dem zweitletzten Tabellenplatz. (red)
Seite 11 ANZEIGEN
Besuchen Sie unsere Ausstellung
Cham | 041 747 40 50 | kilian-kuechen.ch
Carrosserie/Spritzwerk
Lido Galli
Zürichstrasse 1A 8932 Mettmenstetten
Seite 3
SB-Waschanlage
Telefon 044 776 81 11
Der Musical-Star Fabian Koller, Musical-Darsteller aus Maschwanden, ist bald erneut in einer grossen Rolle auf der Bühne zu sehen. In der Harry-Potter-Erfolgsshow in Hamburg wird er den Bösewicht «Scorpius Malfoy» spielen. Das Musical ist in Hamburg bis Oktober 2024 zu sehen. Fabian Koller hat schon als Zwölfjähriger die Rolle des Florian im Musical «Ich war noch niemals in New York» gespielt. Und kürzlich war er im Stück «oh läck du mir» zu sehen. (red)
Seite 5
Bereit für die Europameisterschaften Mit der heutigen Eröffnungsfeier starten die europäischen Berufsmeisterschaften in Polen. Mit dabei an den EuroSkills 2023 ist auch die Affoltemerin Marlena Senne. Die Steinmetzin vertritt die Schweiz in der Kategorie «Architectural Stonemasonry». Begleitet (Bild Michael Zanghellini) wird sie vom Experten August Kuster. (dst) Seite 3
20036 9 771661 391004