CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 66 I 178. Jahrgang I Dienstag, 27. August 2024
Zusammenarbeit beendet
In der Ruhe liegt die Kraft
Nach einjähriger Pilotphase mit der Gemeinde Hausen ist Schluss: Kappel führt sein Bauamt ab September wieder selbst. Seite 3
«Gute Fotos entstehen mit innerer Gelassenheit» weiss Pascal Halder aus Affoltern. Er zeigt seine Fotos im neusten Teil unserer Serie. Seite 6
Verwirrung um Einbahnverkehr Auf dem Bahnhofplatz in Affoltern wird zurzeit der Busbahnhof behindertengerecht ausgebaut. Dazu wird die Strasse einspurig geführt, sodass eine Fahrbahn von den Postautos unter anderem als Haltefläche benutzt werden kann. Deshalb ist die Einbahn zwar signalisiert, aber nicht abgesperrt. Dadurch landen zahlreiche Autolenkende im Fahrverbot. Die Missachtung der Signalisation führt zu einer Busse von 100 Franken. (dst)
Seite 3
Was die Parteien meinen Zwei eidgenössische Vorlagen stehen am Sonntag, 22. September, zur Abstimmung: die Volksinitiative «Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft (Biodiversitätsinitiative) und eine weitere Reform der beruflichen Vorsorge (BVG-Reform). Zu diesem Urnengang lanciert die «Anzeiger»-Redaktion ein neues Format: Die im Bezirk aktiven Parteien dürfen im Vorfeld zu ausgewählten Vorlagen Stellung beziehen. Jede Partei kann so ausführlich ihre Argumentation darlegen. (red)
Seiten 7 bis 9
Wer sorgt alles für eine vielfältige Natur im Amt? Auftakt zur mehrteiligen Serie «Biodiversität im Bezirk Affoltern» Livia HäberLing Am 22. September entscheiden die Schweizer Stimmberechtigten über die Biodiversitätsinitiative. Diese will Bund und Kantone stärker in die Pflicht nehmen. Sie verlangt, dass genügend Flächen und ausreichend finanzielle Mittel für den Erhalt der Biodiversität reserviert werden. Zudem will die Initiative erreichen, dass die Natur, vielfältige Landschaften und schöne Ortsbilder geschont werden, auch ausserhalb von Schutzgebieten. Im Bezirk Affoltern informieren verschiedene Akteure regelmässig über Biodiversitätsthemen. So etwa der Kanton Zürich oder die Gemeinden. Dazu teilen auch private Naturschutzvereine – die grössten im Bezirk sind der Natur- und Vogelschutzverein Bezirk Affoltern, der Verein Naturnetz Unteramt und die Naturschutzgruppe Mettmenstetten – regelmässig mit, welche Projekte, Kurse oder Einsätze bei ihnen anstehen. Bei diesen Aktivitäten mag es in der Vergangenheit bilaterale Zusammenarbeit gegeben haben – etwa zwischen den Gemeinden und den dort tätigen
Vereinen – eine grössere Klammer in Form einer bezirksübergreifenden Dachorganisation rund um Natur und Biodiversität gab es im Säuliamt jedoch lange nicht. Bis sich in dieser Hinsicht etwas tat: Anfang 2020 informierte die Standortförderung darüber, dass eine neue Arbeitsgruppe gegründet worden sei: das Naturnetz Knonauer Amt. Das Ziel: Statt, dass jede Gemeinde ihre eigenen Projekte isoliert vorantreibt und das erforderliche Wissen für sich allein einkauft, sollte durch die Vernetzung von Akteuren und Projekten ein Gewinn für die Natur entstehen, der bestenfalls auch finanzielle Vorteile bringen würde: «Fast alle Gemeinden verfügen über ein Vernetzungsprojekt», erklärte Wenger damals zum Auftakt, «werden die Vernetzungsprojekte miteinander vernetzt, entsteht ein Mehrwert ohne Mehrkosten.» In anderen Gegenden, etwa in der Region Pfannenstil, gibt es eine solche gemeindeübergreifende Zusammenarbeit seit Längerem: Das dortige Naturnetz besteht seit 1998 und verfügt mittlerweile über ein Jahresbudget von rund 750 000 Franken.
Der Start des Naturnetzes Knonauer Amt wurde coronabedingt etwas verzögert. Anfang 2021 fand der erste Workshop statt, seit 2023 bezahlen die Gemeinden einen jährlichen Beitrag an das Naturnetz. Zweieinhalb Jahre nach der Gründung des Naturnetzes Knonauer Amt bildete sich im Herbst 2022 eine neue Gruppierung: das Netzwerk Biodiversität Säuliamt. Es war die treibende Kraft hinter den Einzelinitiativen im Bereich Biodiversität, die zuletzt in mehreren Gemeinden zur Abstimmung gelangten und teilweise eine Mehrheit fanden. Wo steht das Naturnetz Knonauer Amt heute? Welche Erfolge kann es vorweisen? Wie kam es, dass mit dem Netzwerk Biodiversität Säuliamt quasi eine Parallelorganisation entstand, und wo stehen die Gemeinden in der Umsetzung dieser Einzelinitiativen, mit denen teilweise ein grosses Budget freigesetzt wurde? Solchen Fragen widmet sich diese Serie. Der Auftakt ist aber den helfenden Händen an der Basis gewidmet: den lokalen Naturschutzvereinen.
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Personen möchten in den Gemeinderat Obfelden. Seite 3
«Der Umsatz liegt höher als erwartet.» Seite 13 Alfi Calabrese, Mitinhaber des Eventlokals Aff. (Bild Livia Häberling)
Diskussionen um komplexe Themen Die SVP-Sektion Bonstetten lud am Donnerstag zur Podiumsdiskussion über die drei Abstimmungsvorlagen vom 22. September. Zur kantonalen Vorlage über eine Änderung des Bildungsgesetzes betreffend Stipendien für vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer wurde rein die Parteimeinung kundgetan. Komplexer wurde die Diskussion bei den eidgenössischen Themen, der Biodiversitätsvorlage und der Reform der beruflichen Vorsorge. (red)
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Einmal mehr verwandelte sich das Weisbrod-Areal in Hausen während zweier Tage in ein Festivalgelände. Zahlreiche Live-Bands sorgten bei fast perfektem Sommerwetter für losgelöste Stimmung (hier im Bild: die Rooftop Sailors). Neu gab es auch für die kleinen Gäste eigene Programmpunkte und das Essensangebot erhielt mit Gyros, Burger und Curry Bild z vg von Foodtrucks einen neuen Kick. (red) Seite 11
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