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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 64 I 179. Jahrgang I Freitag, 5. September 2025

BMW aufgebrochen

Leben retten mit Gölä

Ein 32-jähriger Marokkaner wurde wegen versuchten Diebstahls verurteilt. Vor dem Bezirksgericht Affoltern erschien er nicht. Seite 5

Der Schweizer Mundartsänger trat in Affoltern auf. Im Vordergrund stand ein Präventionstag für Erste Hilfe. Seite 7

Bonstetten: Ja zu Alterswohnund Pflegeheim-Projekt Gründung eines örtlichen Spitex-Vereins klar gutgeheissen daniel vaia

«Ich freue mich, neue Rezepte auszuprobieren.» Seite 11 Maurice Keiser, Leiter «Märtkafi» Affoltern. (Bild Regula Zellweger)

Hausen wirbt für öffentliche Ämter

An einer denkwürdigen, ausserordentlichen Gemeindeversammlung haben die Bonstetter Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Dienstagabend grünes Licht für ein grosses, ungewöhnliches Alterswohn- und Pflegeheim-Projekt gegeben. Damit verbunden sind die Neugründung eines Spitex-Vereins Bonstetten und gleichzeitig der Austritt aus der Spitex Knonaueramt. Ungewöhnlich ist das Projekt vor allem, weil es die Gemeinde nur gerade 1,2 Millionen Franken kostet, in Form einer Anschubfinanzierung für den Spitex-Verein. Diese besteht aus einem Darlehen der Gemeinde von 500 000 Franken und der Auflösung von zwei Legaten, die 700 000 Franken ausmachen.

Im März 2026 stehen im Bezirk die Gesamterneuerungswahlen der Behörden an. Neben der Bestätigung der bisherigen Mitglieder müssen auch zahlreiche Posten von Gemeindepräsidenten, Gemeinderäten und Kommissionsmitgliedern neu besetzt werden. In Hausen entstehen im Gemeinderat gleich vier Vakanzen. Um Kandidatinnen und Kandidaten zu gewinnen, informierten die Behördenvertreter am Montagabend im Gemeindesaal Weid über die Aufgaben in den verschiedenen Ressorts und die dafür empfohlenen Vorkenntnisse. Entscheidend sei vor allem das Interesse am jeweiligen Ressort – vieles lasse sich im Amt erlernen, hiess es. (dst)

Erstmals tagte das Stimmvolk im Sportzentrum Schachen Aufgrund der intensiven Diskussionen in den vergangenen Wochen und Monaten hatte der Gemeinderat als Versammlungsort vorsorglich und erstmalig die Dreifachturnhalle im Sportzentrum Schachen gewählt. Zu Recht, wie sich zeigte: Die Stimmbeteiligung war am Dienstag mit 346 Personen so hoch wie noch nie zuvor an einer Gemeindeversammlung in der Geschichte Bonstettens. Der übliche Versammlungsort, der Gemeindesaal, wäre bei dieser Anzahl überfüllt gewesen. Wie erwartet, drehte sich die Diskussion am Dienstag vor allem um die Neugründung des Spitex-Vereins (siehe auch «Anzeiger» vom 22. August 2025: «Heisse Spitex-Diskussion in Bonstetten»). Die Erläuterungen von Gemeindepräsidentin Arianne Moser und die anschliessende Fragerunde nahmen fast zwei Stunden in Anspruch. Wer aufgrund der vielen Fragen, der Zweifel und der Kritik auf ein knappes Abstimmungsergebnis getippt hatte, sollte aber falsch liegen: Die Neugründung des Spitex-Vereins wurde in der entscheidenden Abstimmung mit einer sehr klaren Mehrheit gutgeheissen. Sogar noch einen Tick deutlicher fiel die Zu-

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Verenas beehrten an ihrem Namenstag das Amt mit einem Besuch. Seite 8

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Für Immobilien!

Der denkmalgeschützte «Löwen» in Bonstetten: Auf den Parzellen dahinter soll die geplante Wohnüberbauung entstehen, unter anderem bestehend aus 30 Alterswohnungen, einem Kleinpflegeheim und einem Spitex-Stützpunkt. (Bild dv) stimmung zum damit verknüpften Gestaltungsplan «Am Bodenfeldbach» aus. Hierzu war nach kurzer Präsentation durch Gemeinderat Bernhard Blümel nur gerade eine einzige Frage aus der Versammlung heraus gestellt worden.

Preise zwischen 1500 und 2000 Franken Mit dem Ja zu den beiden einzigen Traktanden (Spitex und Gestaltungsplan) kann die Gewerkschaftliche Wohn- und Baugenossenschaft, kurz: Gewobag, auf einer 6500 Quadratmeter grossen Fläche im Zentrum von Bonstetten 55 Wohnungen erstellen. Davon sind 30 Einheiten als Alterswohnungen vorgesehen, die

die Genossenschaft bevorzugt an Bonstetterinnen und Bonstetter vermieten wird. Sie sollen zwischen 1500 und 1700 Franken pro Monat kosten (2,5 Zimmer) beziehungsweise zwischen 1800 und 2000 Franken (3,5 Zimmer); Moser hatte für die grösseren, immer noch verhältnismässig günstigen Wohnungen an einer Infoveranstaltung vor zwei Wochen eine leicht tiefere Preisspanne genannt, die sie nun korrigierte. Gleichzeitig baut die Genossenschaft ein Kleinpflegeheim (Pflegewohnung) mit 20 Betten. Dieses wird an den SpitexVerein Bonstetten vermietet. Das Projekt hat die Gemeinde mit der Genossenschaft in einem sogenannten städtebaulichen Vertrag ge-

regelt. Mit dem Bau der Alterswohnungen und des Pflegeheims entschädigt die Genossenschaft die Gemeinde für den Mehrwert, den sie durch den Gestaltungsplan erhält (höhere Ausnutzung als bei Anwendung der eigentlichen Bau- und Zonenordnung). Dieser Mehrwert wurde an der Gemeindeversammlung auf 3,03 Millionen Franken beziffert. Teil des Projekts ist der unter Denkmalschutz stehende «Löwen». Das vor einigen Jahren von der Genossenschaft erworbene Restaurant wird als Gastrobetrieb weiterbestehen und künftig die Mahlzeiten für das Kleinpflegeheim produzieren.

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Illegaler Zugriff aufs Natel? Scheidegger zieht um

Bezirksgericht Affoltern spricht Ehefrau frei Der Laden befindet sich bald beim Bahnhof

Anlässlich eines seit Jahren laufenden Scheidungsverfahrens musste jetzt das Bezirksgericht Affoltern der Frage nachgehen, ob sich eine 47-jährige Trust-Spezialistin illegal Zugriff auf das Mobiltelefon und den Gmail-Account ihres Mannes verschafft hat – um an Informationen im Zusammenhang mit dem Scheidungsverfahren zu kommen. Sie soll dabei mehrere seiner E-Mails an seine Partnerin und an die Anwältin gelesen haben. Das sah die Gegenseite anders: «Hinweise und Vermutungen», konterte der Anwalt der

Frau, «reichen in einem Strafprozess nicht aus.» Er verlangte einen Freispruch sowie die Einstellung des Verfahrens.

Starke Belastung In ihrem Schlusswort betonte die Frau die starke Belastung durch das jahrelange Scheidungsverfahren und durch das Strafverfahren in den letzten eineinhalb Jahren. (red)

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Das Schönbächler-Areal in Affoltern wird umgebaut. Nachdem Anfang Jahr bereits das Logistikunternehmen AVA vom Areal weggezogen und nach Merenschwand umgesiedelt ist, steht dieser Schritt nun auch bei der Buchhandlung Scheidegger an. Sie hat vis-à-vis dem Bahnhof, an der Bahnhofstrasse 5, eine Übergangslösung gefunden – im ehemaligen Provisorium der Raiffeisenbank. Dort zieht sie am 9. Oktober ein. Trotz des Umzugs erhalten die Kundinnen und Kunden weiterhin diesel-

ben Leistungen, wie Co-Leiterin Ruth Schildknecht betont: «Wir bieten den gleichen Service wie bis anhin und das mit immer noch gleich engagierten Buchhändlerinnen.» Die Ladenfläche umfasst lediglich 40 Quadratmeter weniger als die bisherige Lokalität. «Durch die gute Lage gleich beim Bahnhof finden hoffentlich auch viele Neukundinnen und -kunden den Weg in die Buchhandlung.» (red)

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